10 Jahre Feuerwehr Farnheim auf WordPress

Der Löschzug im Jahr 2019

Heute genau vor zehn Jahren ging der erste Blogeintrag hinaus in die Welt. Die Feuerwehr Farnheim startete ihre Online-Präsentation und durchlebte bis heute eine wandlungsreiche Entwicklung. Die ersten Modelle erschienen noch hochklassisch in strikter 4er-Noppen-Breite. Viele alte Bauteile ergänzten die Modelle und ließen das Gesamtbild von einem einheitlichen Fahrzeugpark noch gänzlich vermissen. Erst mit den Jahren folgte zunächst ein neues Farbschema für die Rettungsdienstfahrzeuge, dann, Anfang 2011, ergänzte die gelbe Konturmarkierungen die Feuerwehrfahrzeuge. Später war farblich auch etwas Experimentelles darunter zu finden. Und zuletzt wuchsen die Aufbauten, insbesondere bei LKW auf fünf Noppen. Für eine besseres Größenverhältnis zu den kleineren PKWs.

Heute ist die städtische Feuerwehr mitsamt der FF zu einer modernen Großstadtwehr herangewachsen. Zudem schlagkräftig unterstützt von einer Flughafen- und einer Werkfeuerwehr bei täglichen Gefahrenabwehr.

Sonderlöschmittelfahrzeug aus 2009

Kleineinsatzfahrzeug aus 2009

Auch das aktuelle Zeitgeschehen griff der Blog auf. Etwa als im April 2011 ein gewaltiges Erdbeben Japan erschütterte und im Atomkraftwerk Daichi in Fukushima für eine folgenschwere Kernschmelze sorgte. Oder als sich 2016 die verheerenden Terroranschläge vom 11. September zum 15. Mal jährten. Aber auch erfreuliches nahm sich die Feuerwehr Farnheim zum Thema: Etwa als die deutsche Fußballnationalmannschaft 2014 in Brasilien Weltmeister wurde.

Was noch? Es gab Comics, ein umfangreiches Städtebauthema, Berichterstattungen von besuchten Ausstellungen, spektakuläre Einsätze, die Geschichte Farnheims und ihrer Feuerwehr zum Nachlesen, die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der Feuerwehr, ein Stadtlogo, ein Organigramm, Vorstellungen alter LEGO-Sets, reale Blaulichtthemen und Einsatzberichte und vieles, was sonst noch zum Thema LEGO® und Feuerwehr passte.

Zusammengefasst sammelte sich viel an in den vergangenen zehn Jahren. Vor allem viel Spaß. Bleiben wir gespannt, was die kommenden zehn Jahre für die Feuerwehr Farnheim bereithalten werden.

Farnheimer Fahrzeuge bald als Classic-Serie erhältlich

Mal etwas in eigener Sache. Vor einem halben Jahr erhielt ich völlig überraschend eine E-Mail aus Billund, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht zu einer Kooperation einer noch nicht näher zu nennenden neuen Set-Serie für den eher AFOL bereit wäre. Man wünsche sich eine Unterstützung bei einem etwas realistischeren Fahrzeugbau. Man habe sich mehrere Vertreter genau anschaut und anscheinend haben meine Modelle mit ihrer Kombination aus neuen Bauteilen und Farben in klassischer Optik die Designer überzeigt. Nach einigen E-Mails, Telefonaten und einem Besuch vor Ort wurden wir uns letztendlich handelseinig.

Und exklusiv darf ich nun nicht ohne etwas Stolz und mit offizieller Erlaubnis soviel vorweg nehmen, als dass im Sommer eine neue, sehr klassisch orientierte Themenserie erscheinen wird. Eine deutlich umfangreichere Verlautbarung behält sich natürlich TLC vor und soll in Kürze erfolgen. In der ersten Welle werden sich vielleicht auch schon einige Feuerwehrfahrzeuge darunter befinden. Evtl. sogar ein oder zwei Modelle, die den Farnheimer-Vorbildern verdammt ähnlich sehen.

Unglaublich: Für einige Bauteile sollen sogar alte Formen bemüht werden. Und NEIN, Altgrau erfährt keine Renaissance!

So, welches Fahrzeug wird’s?

Oder doch keines der dreien? Warten wir es ab…

UPDATE: Natürlich war diese Geschichte völliger Nonsens und ein April-Scherz. Zum nächsten Jahr muss ich aber noch einmal die Verschlagwortung überdenken. Danke Thomas…

KEF – Kleineinsatzfahrzeug

Für kleine und Kleinsteinsätze verfügt die Flughafenfeuerwehr, ebenso wie die städtischen Kollegen, über ein sog. KEF, um nicht gleich immer mit dem großen Besteck anzurücken. Mit ihm bewältigt die Wehr alle Einsatz-Kleinigkeiten, wie das Abstreuen von ausgelaufenden Betriebsmitteln, Kleinstbrände vom Schlage eines brennenden Mülleimers oder technische Hilfe von geringem Umfang., wie das Öffnen von Türen. Wie alle Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr verfügt auch dieser Kleintransporter über einen hochstelzigen Allradantrieb.

Dieses Modell bietet tatsächlich, trotz seiner gewöhnlichen Optik, einige Besonderheiten. Zunächst kamen für die Form des Hochdaches die jüngst über den Kundendienst bezogenen neuen Bauteile zum Einsatz. Leider weisen die Bauteile für Stirn- und Rückseite nicht dieselbe Rundung auf wie die Seitenteile. Die Radien unterscheiden sich gerade im Übergangsbereich zum Dach minimal. Durch die Blaulichbalken fällt dies aber kaum auf. Die mit einer angedeuteten A-Säule bedruckte Windschutzscheibe aus dem MINI-Set der Speed-Champions-Reihe bietet optisch ein gewisses Etwas. An der Fahrzeugfront setzte ich für die Kühlergestaltung die neuen 1×1 Snotsteine mit vorderer und seitlicher Noppe ein. Dadurch war es möglich die Scheinwerferkäseecken mitsamt der Frontblitzer anders – seitlich – anzuordnen. Und statt der typischen Niederquerschnittsreifen, die für gewöhnlich auf diesen Felgen sitzen, habe ich die dicken PKW-/Rennwagen-Walzen aufgezogen. Ein wenig Kraftanstrengung und schmerzende Fingerkuppen muss man aber dafür in Kauf nehmen. Das zweifarbige Farbschema und eine entsprechende einsatzspezifische Beladung komplettieren das neue MOC.

Die neuen Feuerwehruniformen

Es tut sich wieder etwas an der Bekleidungsfront. In schöner Regelmässigkeit renoviert TLC alle Jahre wieder die Optik seiner Feuerwehruniformen (aber nicht nur die). Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf das, was seit Anfang dieses Jahres erhältlich ist.

2019 ist ein besonders Jahr, denn es gibt, neben der bekannten schwarzen Kluft, die bereits 2016 renoviert wurde, eine neue Arbeitskleidung in darktan und einen weiteren neuen Arbeitsoverall in bright light orange. Das beige Vorbild ist sicher wieder in den USA zu suchen, wenngleich auch hierzulande Feuerwehren mit dieser Arbeitskluft ausgestattet sind. Ergo, mich erfreut’s ganz besonders. Und nun bin ich versucht, die neuen Uniformen bei den Feuerwehren in Farnheim einzuführen.

Neben blütenweißen Diensthemden für die Branddirektion gibt’s für die FF neue Dienstbekleidung

Insgesamt bietet der Feuerwehr-Dresscode für Minifigs im Lego-Kosmos genug Stoff, um sich in einem gesonderten Artikel mit den Dienstuniformen der vergangen 40 Jahre in erschöpfender Breite zu beschäftigen. Dazu später mehr.

Nun aber zunächst zurück ins hier und jetzt. Die ebenso neue orangefarbene Uniform entspricht NICHT der der Waldbekämpfer aus dem Jahr 2012. Auch wenn sie sich auf den ersten Blick gleichen, bietet der neue Arbeitsanzug ein eigenständiges Design, und die retroreflektierenden Streifen werden diesmal, anstelle des alten, hellen Graus, mit einem echten Silberaufdruck immitiert.

 

Zudem spendiert TLC seinen Feuerwehrleuten neue Diensthemden. Einmal ausgehfertig mit gebundener und standesgemäß roter Krawatte und einmal als Shirt mit Polohemd-artigem Kragenabschluss. Aber alle verfügen über ein mittlerweile übliches Feuerlogo in Wappenform und einem Sprechfunkgerät angeklipst an der rechten Brusttasche. Die Rückseiten sind erfreulicherweise ebenfalls dekoriesiert und bei beiden idetisch.

Die Designer durften diesmal aus dem Vollen schöpfen: Vier neue Feuerwehroberteile und zwei neue Hosen sind das Resultat

„Hab ich vom Kundendienst“

In unseren Kreisen macht ein geflügelter Satz immer wieder die Runde: „Das hab ich vom Kundendienst“. Er hat sich mittlerweile zu einem wahren „Running Gag“ entwickelt. Gemeint ist aber ein durchaus ernster Hintergrund und bedeutet die Teilebestellung über den LEGO-Ersatzteilervice. Denn dieser hält für eine gewisse Zeit neu ins Programm aufgenommene und äußerst verlockende Teile parat, die man sich ansonsten über die Sets teuer erkaufen müsste. Allerdings, gibt es beim Kundendienst auch nicht alle neue Teile. Viele Lizenzartikel, wie Star Wars oder Harry Potter sind zum Beispiel gar nicht erhältlich. Teile aus den Lizenzsets der Speed Champions hingegen mitunter schon. Man muss halt suchen.

Sattes Sortiment neuer Kundendienst-Errungenschaften. Für alle Bilder gilt: Zum Vergrößern draufklicken

Thomas52xxx erscheint zu Stammtischen gelegentlich mit einer Auswahl an frischen Teilen. Auch ich habe jüngst eine neue Bestellung getätigt und konnte mich auf diesem Wege mit den neuen Feuerwehruniformen und auch einigen bedruckten Elementen aus den beiden Sondersets zum chinesischen Neujahrsfest (#80101 und #80102) eindecken. Übrigens gibt es diese Sets offiziell nur in Fernost.

Cran hat allerdings eine gegenteiligere Meinung zur Bestellung neuer Teile via Kundendienst. Für ihn sei das ein bisschen wie Cheaten. Aber sei’s drum. In jedem Fall ist es ein legitimer Weg an besondere und ziemlich taufrische Teile zu gelangen, die man sogar noch nicht einmal über Bricklink beziehen kann. Und wenn doch, sollte man vergleichen. Manches Mal ist Bricklink günstiger.

Wer aber eher mit Mischkalkulationen arbeitet, dem sei noch die Erreichbarkeit den Kundendienstes verraten: service.lego.com

Natürlich habe ich bei vielen der abgebildeten Teile nicht nur eines je Sorte bestellt. Meine Bestellung nahm alles in allem gut 14 Tage in Anspruch. Ganz in Ordnung, wenn man bedenkt, dass in Billund jemand fürs Lager spurtet und die Teile für die Bestellung händisch (!) zusammensammelt.

Einige der neuen und interessanten Teile

Die bedruckten Elemente

Europäischer Tag des Notrufs

Alljährlich seit 2009 wird heute (11.2.) der europäische Tag des Notrufs begangen, um auf die europaweite Gültigkeit und Vorteile einer einzigen Notrufnummer hinzuweisen. Denn noch 2008 waren nur 22 % der europäischen Bevölkerung die einheitliche Notrufnummer 112 bekannt. In Deutschland übrigens nur 16 % .

Am heutigen Tag (von 08:00-20:00 Uhr) beteiligen sich dazu 41 Feuerwehren allein aus Deutschland beim Twitter-Gewitter #112live. Dabei wollen sie über ihre tägliche Arbeit, ihre vielfältigen Einsätze und ihre umfangreiche Ausbildung und Ausrüstung, auch mit etwas Augenzwinkern, berichten und aufklären.

Doch was tun, im Falle eines Notfalls? Für das richige Absetzen eines Notrufs helfen die nachfolgenden sog. 5 Ws:

1. – Was ist geschehen? (kurze, präzise Schilderung des Schadenereignisses)
2. – Wo ist es gesehen? (präzise Ortsangabe von Straße, Hausnummer, Etage, etc.)
3. – Wieviele Verletze/Erkrankte? (realisitische Schätzung betroffener Personen)
4. – Wer meldet? (Angabe von Name, Standort und Telefonnummer)
5. – Warten auf Rückfragen! (ggf. werden noch weitere Informationen benötigt)

Helfen Sie anschließend beim Einweisen der Rettungskräfte. Jede Sekunde zählt!

Set-Review – #60214 Burger Bar Fire Rescue

Das Telefon klingelt.
– „Notruf Feuerwehr?“
– „Kommense schnell. An einer Burgerbude im Hafen brenndet!“
– „Was genau brennt denn dort? Der Imbiss selbst?“
– „Nä! Der große Hamburger. So’n Transparent!“
– „Mnja, wir kommen vorbei!“

So oder ähnlich könnte der schwammig geschilderte Notruf gelautet haben. Also, schickt die Lego City Feuerwehr gleich mal ein stattliches Brandbekämpfungsmittel an den Einsatzherd: den Turbolöscher für den Außerhaus-Gebrauch.

Vor Ort zeichnet sich den Wehrleuten aber ein etwas anderes Bild als geschildert. Von Berti’s Burger Braterei hat urplötzlich sein weithin sichtbares Werbetransparent erst zu schmurgeln und dann fackeln begonnen. Und nun steht sein plastehafter Über-Burger in 5 Metern Höhe im Vollbrand. Bevor das Dingen nun abzustürzen droht, fährt die Feuerfrau des Fahrzeugs die große Löschkanone aus. Richtig, Kanone. Denn ab jetzt wird mit diesen auf Spatzen geschossen, da das Feuerchen in der Höh‘ kaum mehr als ein Funkeln in der Abendsonne ist – wenn man der Umverpackung Glauben schenken darf. Übrigens hat Lego das rauchfreie Feuer erfunden. Mutig bringt die Feuerwehr also ihre Gerätschaft in Stellung. Während die allseits bekannte und weibliche Minifig im dunklen Dienstanzug den übergroßen Blasebalg dem Geloder entgegenhubt, nähert sich ihr Kollege in voller Montur samt fetzigem Dress in (Neu! Neu! NEU!) darktan, viel schönerer Axt in der einen und – warum auch immer – einer Flasche Sprühsahne in der anderen Hand dem Brandherd. Die burgerbauende Barhilfe Bertie schaut indes dem Treiben mit bangen Blicken zu.

Ohne Aufkleber wirkt manche Baugruppe schon etwas blank und unausgeschmückt

Während die Floriansjünger dem Nächsten zur Wehr gehen, werfen wir ein näheres Auge auf das Löschfahrzeug, das, wie übrigens alle Feuerwehr-Neuheiten, über ein, wie ich finde, recht ansprechendes Farbschema verfügt. Unmissverständliches Rot fußt in Kombination mit einer hellgelben (!) Bordüre hier auf einer dunkelgrauen Basis. Die lichttechnischen Warneinrichtungen halten sich indes dezent zurück. Da haben wir in der Vergangenheit schon so manch wilde Alarmanlage ertragen müssen (Und nein, Hubschrauber und Löschflugzeuge benötigen kein Blaulicht). Hierbei reichen zwei Straßenräumer vorn, zwei stattliche Blitzer auf dem Dach und für die rückwärtige Absicherung ein blauer Leuchtbalken. LEGO City muss sparen: Die beiden Gerätefächer im Aufbau bleiben leider leer. Dafür ist die Löschkanone aus dem Vollen gefräst.

Bedauerlicherweise (oder doch zum Glück?) verschießt sie kein echtes Nass, sondern lässt lediglich blautransparente So-etwas-wie-Wasser-Strahlen per Luftdruck hervorschnellen. Damit werden die Flämmchen im wahrsten Wortsinne aus- respektive umgeschossen. Vor Schreck ist dann auch noch der burgereigene Mülleimer Feuer und Flamme.

Als ansprechendes Detail heben sich in der sehr bekannt gestalteten Front die angeschrägten Blinker hervor

Das kleine Burger-Büdchen mit ansprechender Farbgestaltung aus hellgrün und brightlight orange

Damit die City-Feuerwehr aber höchst fix unterwegs sein kann, hat sie zudem noch ein waschechtes Renn-Bike spendiert bekommen. Es scheint offenbar den alten Motorradtypen sukzessive ersetzen zu wollen. Mir persönlich ist das Motorrad ein Spur zu sportlich für eine Behörde wie die Feuerwehr, aber sei’s drum.

Wenn es eines in LEGO City im Überfluss gibt (neben Polizei- und Feuerwehreinheiten), dann sind es Fresstempel. Denn mit diesem Set kommt ein weiterer hinzu. Zwar etwas klein und mit Bräter samt Dunstabzug, ein paar Patties und Senf- und Ketchupflaschen auch etwas spärlich eingerichtet, aber für Bertie scheint es auszureichen. Dafür war er sich über Schiebefenster am Counter freuen. Und überhaupt es ja nicht so, als gäbe noch keinen Fleischbullettenladen in der Stadt.

Und sonst? Die Umverpackung bietet die für diese Preisklasse erwartbare Größe. Die Montage aller Elemente geht zügig und bietet keine Überraschungen, auch nicht für Kinder in der vorgesehenen Alterklasse. Mehr Zeit als mit dem Bauen selbst verbrachte ich dem Umblättern der Bauanleitungsseiten. Nun, als Kind der 80er bin eben anderes gewohnt. Ansonsten bietet der beliegende Gittermast entgegen erster Vermutungen an der rundlichen Vertiefung am oberen Drittel des vorderen Stegs leider keine Befestigungsmöglichkeit – schade. Der Blasebalg ist aber die eigentliche Neuheit in diesem Set und liefert eine durchaus andersartige Spielerfahrung. Beim Druck auf den Blasebalg lässt er die Wasser-Speere mit schmackes hervorschnellen. Dabei ist zielsicheres Ausrichten der Löschkanone zwingende Voraussetzung, soll das Feuer nicht noch mehr Schaden anrichten. Das Feuerwehrfahrzeug und seine dreh- und teleskopierbare Löscheinrichtung ist für den eifrigen Kinderspielspaß aber recht robust gestaltet und bietet eine angenehme Größe sowie Schwere in der Hand. Die Burger-Butze lässt sich sicher gut in den geschäftigen Städtealltag in LEGO City integrieren, und ich erfreue mich an der neuen, dunkelbeigen Uniform. Die Hände/Arbeitshandschuhe sind übrigens dunkelblau.

Der Zusammenbau bietet bekannte Hausmannskost

Grundsätzlich verzichte ich auf die Montage der Aufkleber, um sie mir für spätere zweckgebundene Einsätze aufzuheben. Denn dieses Set wird hiernach als Teilespender fungieren.

Persönliche Bewertung:
Set insgesamt: ✭✭✭✭✩
Teileumfang: ✭✭✭✭✩
Spielwert: ✭✭✭✭✩
Preis-/Leistungsverhältnis: ✭✭✭✩✩

RW (Rüstwagen) – Neue Version

Etwas über ein Jahr nach dem Zusammenbau erfolgt für dieses Fahrzeug bereits eine Auffrischung in Form einer Aufbauverbreiterung. Und warum so früh? Weil das Fahrzeug als Teil meines kleinen Unfall-Dioramas auf meinem MoRaSt-Modul optisch nicht mehr allzu gut mit dem neuen HLF  zusammenpasste. Also, ab in die Karosseriewerkstatt damit.

Hierbei setzte ich mir zur Vorgabe den optischen Gesamteindruck möglichst beizubehalten. Zwar wuchs der Aufbau in Höhe und Breite, aber das tat der Sache an sich keinen Abbruch. Ja, Jumper, also AZMEPs (ausführlich gesagt, Aus-zwei-mach-ein-Plättchen) sind schon eine feine Sache, um die Welt im Legokosmos um eine halbe Noppe zu versetzen, und so kommen sie hierbei auch üppigst zur Anwendung. Ich bin es ja selbst Schuld, habe ich mir die ungerade Anzahl an Nuppsies als „Farnheim 2.0“ auf die Fahne geschrieben. Und so mussten ein paar Dinge, wie bspw. die gelbe Konturmarkierung an den Seiten, umpositioniert werden. Auch trennte ich mich leider vom Antriebsstrang unter dem Auto. Dafür erhielt der neue heckseitige Laderaum nun Platz für zwei Transportkästen. Es flog der hintere Kotflügel raus und die betroffene Achse wurde in der Spur verbreitert. Der Lichtmast lugt jetzt mittig aus dem Aufbaudach heraus, das übrigens neu beplankt und mit höhreren Gerätekisten bestückt wurde. Einziger Wehrmutstropfen: das Feuerwehrsignet auf der Ladbordwand am Heck prangt nun nicht mittig. Ansonsten blieb alles beim Alten. Ehrenwort.

 

AB DL (Drehleiter)

Als eine Delegation der Feuerwehr Farnheim vor inzwischen bald 20 Jahren zum damaligen Ausbau der partnerschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zur Zusammenarbeit bei der Feuerwehr in Kopenhagen weilte (Kopenhagen ist eine Partnerstadt Farnheims), nahm sie auch ein ganz besonderes Fahrzeug, eine sog. Abprotzleiter, in Augenschein.

Für die engen Innenstadtstraßen und schmalen Hinterhöfe Kopenhagens schien dies äußerst seltsam anmutende Gefährt als Sonderlösung wie gemacht und leistete, nach nun über 20 Jahren Dienstzeit, im Ernstfall zuverlässig schnelle Hilfe. Die Farnheimer Delegation machte damals bei einer Demonstration dieses Fahrzeugs vor allem im alten Stadtkern strukturelle städtebauliche Gemeinsamkeiten beider Städte aus. Die Kopenhagener überließen den deutschen Amtskollegen anschließend für einige Monate eines ihrer drei Fahrzeuge zu Testzwecken. Nach Abschluss der durchaus erfolgreich verlaufenden Testphase entschloss sich die Branddirektion Farnheim ein ebensolches Fahrzeug zu beschaffen. Einziger Unterschied zum dänischen Pendant: Die Leiter ist auf einem Abrollbehälter verlastet und wird per WLF zum Einsatzort gebracht.

Diesmal etwas aus dem Raritätenkabinett. Da ich auch immer auf der Suche nach etwas besonderem für meine Wehr bin, stieß ich bei einer erneuten Internetrecherche über dieses außergewöhnliche Wägelchen. Ein durchaus spannendes Konzept, und zur Zeit der Beschaffung wie auch einige Jahre darüber hinaus, alternativ los, da handlichere Teleskopmastbühnen und knickbare Leiterparks noch nicht erfunden waren. Auch wenn solche Einsatzmittel heutzutage nicht mehr dem technischen Stand bei der Hubrettung entsprechen, nahm ich aber an, dass sich die Geschichte in der Historie der Farnheimer Wehr genau so zugetragen haben könnte. Die Leiter ist in Farnheim also seit fast 20 Jahren im Dienst.

Als ich den LEGO®-Nachbau startete, wollte ich auch ungedingt seine kleine und gedrungene Erscheinung im Modell erreichen. Der erste Versuch war aber derart groß, dass man zwar ansatzweise eine Minifigur hätte hineinstecken könnte, allerdings geriet das Modell dadurch gehörig aus der Form. Mit der Vorbildstatur hatte das nichts mehr gemein. Also alles auf Anfang. Und hier stieß die Teilegeometrie bei dieser Baugröße an ihre Grenzen. Abstraktion hieß das Zauberwort, also so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Aber irgendwas ist ja immer. Nach dem Schrumpfungsprozess passt nun definitiv keine Minifig mehr rein. So what! Damit kann ich leben. Hautpsache die Silhouette stimmt.

Das Vorbild:
Die Basis für dieses absonderliche Original ist ein Bobcat BC-753. Sein 2,2 L Dieselmotor leistet  40 PS und treibt alle sechs Räder an. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 10 km/h eher unaufgeregt. Gelenkt wird das Gefährt wie ein Kettenfahrzeug, d. h. es kann auf der Stelle drehen, wie in der Regel alle kleinen Arbeitsgeräte des Herstellers dieser Größe. Auf seinem Dach trägt es ein dreiteiliges Leiterpaket von Metz mit einer Steighöhe von 18 Metern – ohne Korb versteht sich. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 4.000 kg.

Eines dieser Fahrzeuge (Bj. 1993) der Kopenhagener Feuerwehr wurde kürzlich (August 2018) mit geleisteten 731 Betriebsstunden ausgemustert und zum Verkauf angeboten. Vermutlich werden in dem Rahmen auch die beiden anderen Fahrzeuge außer Dienst gestellt oder sie sind es bereits.

Überdies ist eine solche Abprotzleiter auch bei der Feuerwehr Stockholm im Dienst – wenn auch mit vierteiligen Leiterpark. Damit sind/waren dies die vier einzigen weltweit existierenden Hubrettungsfahrzeuge dieser Art. Na gut, mit dem Farnheimer fünf.

 

First Responder 4×4

Um das therapiefreie Intervall, also die Zeit, die bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes vergeht, mit einer medizinischen Erstversorgung effektiv zu nutzen, hat die Feuerwehr Farnheim, gemeinsam mit den Hilfsorganisation der Stadt, ein 4×4 Einsatzfahrzeug – speziell für Strandeinsätze – entwickelt und in Dienst gestellt. Ehrenamtlich besetzt mit einem im neudeutsch betitelten „First Responder“, also einem Helfer oder Sanitäter vor Ort (HvO oder SvO) kümmert er sich um die medizinische Erstversorgung, ist zuständig für die Lageerkundung, gibt eine qualitativ fundierte Meldung an die Rettungsleitstelle, weist Rettungsmittel ein und unterstützt sie ggf. und dokumentiert den Einsatz.

Insbesondere bei Schlaganfällen und Kammerflimmern soll sich somit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes notfallmedizinisch wirkungsvoll nutzen lassen – zum Wohl des Patienten.

Stationiert ist er allerings am Strand des Nachbarortes St. Joostersiel, der insbesondere in den Sommermonaten von tausenden Touristen besucht wird.

An einem Sonntag nachmittag fiel mir erneut ein wild bedruckter Dachstein von Cran in die Finger fiel, den ich noch sinnvoll zu verbauen habe. Ließe sich davon ausgehend ein Trike-irgendwas bauen? Ließ sich, nur eben ohne diesen Dachstein. In knapp zwei Stunden verwirklichte sich beinahe wie von selbst ein extrem geländegängiger Strandbuggy. Den Gedanken an einen Überrollkäfig mitsamt Dach verwarf ich aber wieder zugunsten der flachen und sportiven Erscheinung. Die Reifen sind übrigens alte Sandreifen, die bevorzugt im Classic Space-Segment eingesetzt wurden.