Die Führungsdienste der Feuerwehr

Das personelle Konstrukt einer jeden Feuerwehr ist hierarchisch aufgebaut und dem Militär entlehnt. Je größer die Feuerwehr, desto komplexer wird es. Gemäß dieser Hierarchie stehen erwartungsgemäß die zahlreichen Leitungspositionen der Einrichtung oben. Doch was bedeuten die zahlreichen Buchstabenkürzel der Leitungsdienste, von denen hier immer mal wieder zu lesen ist, und welche Funktion verbirgt sich dahinter? Wir klären auf.

Der Chef einer Feuerwehr leitet natürlich seine Feuerwehr – auch in Farnheim. Aber zu leiten, zu führen und zu organisieren gibt es bei großen Feuerwehren aber zu viel, als dass sich eine einzige Person darum kümmern könnte. Daher sorgt gleich ein ganzer Stab an Personen für einen reibungslosen Ablauf auf den zahlreichen Feuerwachen und bei jeder Art und jedem Umfang von Einsatzszenario.

C-Dienst
Der C-Dienst ist meist der Zugführer. Er rückt bei allen Ereignissen, bei denen ein Zugverband alarmiert wird, mit dem ELW aus. Er weist die Kräfte vor Ort an, entsprechende Rettungs- und Löschmaßnahmen einzuleiten. Zudem gibt es den C-Dienst u. a. im Wachenbetrieb. Er kümmert sich dabei dann als diensthabender Wachabteilungsleiter (WAL) vornehmlich um die tägliche Organisation aller anfallenden Arbeiten, Fortbildung und einen generellen, reibungslosen Dienstablauf auf der jeweiligen Feuerwache. Übrigens, bei kleinen Einsätzen, zu denen nur ein oder zwei Fahrzeuge ausrücken, übernimmt der Trupp-/Staffel- oder Gruppenfüher (sitzt immer auf dem Beifahrerseitz) die Leitung an der Einsatzstelle.

B-Dienst
Den B-Dienst erfüllt das Personal ab einem gehobenen oder höheren feuerwehrtechnischen Dienst (silberne oder goldene Abzeichen). Ihm obliegt die Leitung größerer Einsatzlagen. In Farnheim, wenn bspw. mind. zwei Zugverbände eingesetzt werden. Er koordiniert die Einsatzkräfte, ähnlich wie es der Zugführer des C-Dienstes tut, nur kann er diese als Abschnittsleiter einsetzen, die ihm regelmäßig ein Bild der Lage von ihren Abschnitten rückmelden. Die Personen bekleiden zumeist im normalen Wachbetrieb Führungsaufgaben in den Organisationsbereichen der Feuerwehr. Personen des B-Dienstes stehen unter erweiterter Wachbereitschaft und können auch während Ihrer Freischichten alarmiert werden. In München bspw. wird er auch als I-Dienst (Inspektionsdienst) bezeichnet.

A-Dienst
Der A-Dienst ist die höchste Führungsebene, der der Leiter der Feuerwehr und seine Vertreter angehören. Sie stehen unter steter Rufbereitschaft und übernehmen die Leitung bei großen und komplexen Einsatzlagen. Sie sind im Dienstrang mind. Amtsleiter.

D-Dienst
Der D-Dienst bedeutet Direktionsdienst. Er ist Teil des erweiterten Einsatzführungsdienstes, der die Leitung zumeist in Lagezentren (in Farnheim ist dafür auf der Hauptfeuerwache ein spezieller Raum eingerichtet) in Abstimmung mit den Führungskräften vor Ort übernimmt.

H-Dienst
Im sog. Hintergrunddienst stehen ferner spezialisierte Fach- und Führungskräfte unter erweiterter Rufbereitschaft, die im Falle einer besonderen Krisenintervention (bspw. Notfallseelsorge, Höhen- oder Tiefenrettung) als fachliche Experten zur Verfügung stehen.

U-Dienst
Der U-Dienst (Umweltdienst) ist ein Fachberater, der bei allen Umweltgefahren oder CBRN-Lagen (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear) alarmiert und in leitender Funktion vor Ort tätig wird. Er ist Fachkundler bei allen Anfragen der Analytischen Task Force (ATF) und kann Bestandteil des Hintergrunddienstes sein.

OrgL
Ein weiterer Fachberater ist der OrgL, der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Zumeist in Gestalt eines erfahrenen Notarztes koordiniert er bei größeren Einsätzen die Rettungsmittel und das Personal sowie die geeigneten Rettungsmaßnahmen vor Ort. In Farnheim stellt jede im städtischen Rettungsdienst beteiligte Hilfsorganisation (Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund, Bundeswehr) im wöchentlichen Wechsel einen OrgL.

Was weiß denn schon die KI?

Früher googelte man, wenn man etwas über sich oder sein Hobby herausfinden wollte. Heute befragt man die KI. Was also weiß denn die derartig gehypte künstliche Intelligenz schon über mein Hobby, und was fällt ihr zu Farnheim ein? Dann lasst mich ihr doch ein wenig auf den Zahn fühlen.

Ich: Wir beginnen mit einer simplen Einstiegsfrage zum Warmlaufen:
1. – Was ist Farnheim?

KI: Farnheim ist kein realer Ort, sondern eine fiktive Stadt. Der Name wird vor allem im Zusammenhang mit der „Feuerwehr Farnheim“ verwendet. Dabei handelt es sich um ein kreatives Hobby-/Modellbauprojekt (u. a. mit LEGO), in dem eine komplett erfundene Großstadt mit eigener Feuerwehr, Wappen, Feuerwachen, Fahrzeugen und Einsatzkonzepten ausgearbeitet wird. Kurz gesagt:

  • 🏙️ Farnheim = erfundene Stadt
  • 🚒 Dient als Kulisse für ein Feuerwehr-Modell- und Fantasieprojekt
  • Kein echter Ort, keine reale Feuerwehr, keine Verwaltung

Ich: Aha. Soweit, so gut. Alles plausibel und nahezu korrekt zusammengefasst. Es ist quasi fast auf den Punkt. Weiter geht’s…
2. – Wo liegt Farnheim?

KI: Kurz und klar: Farnheim gibt es nicht in echt.

Ich: Habe ich verstanden.

Ki: 📍 Farnheim ist eine fiktive Stadt – sie hat keinen realen Standort auf der Landkarte.
Sie wird als erfundener Ort in einem kreativen Projekt (u. a. rund um die Feuerwehr Farnheim) genutzt, ähnlich wie eine „Modell-Großstadt“, die man sich komplett selbst ausdenkt. Man könnte sagen:

  • 🌍 Ort: nur in der Fantasie / im Projekt
  • 🗺️ Land: keins
  • 🚒 Funktion: Kulisse für Feuerwehr-, Stadt- und Modellbau-Geschichten

Wenn du willst, kann ich dir sagen,

  • wo Farnheim im Projekt „liegen soll“ (z. B. gedacht als deutsche Großstadt),
  • oder helfen, einen realen Ort zu finden, den du eigentlich meintest.

Ich: Gut, aber kein Hinweis zu einem alternierenden Niedersachsen, der Nordseeküste oder umgebenden Orten. Fragen wir doch einmal präziser nach.
3. – Wo also liegt das „Projekt Farnheim“?

KI: Das „Projekt Farnheim“ – also die Stadt und die dazugehörige Feuerwehr Farnheim – ist keine reale Stadt und liegt auch nicht an einem echten geografischen Ort auf der Erde.

Das wissen wir ja jetzt… 🙄

KI: 👉 Farnheim ist ein vollständig fiktives Modellprojekt, vermutlich im Umfeld von LEGO-Modellbau und Fantasie-Stadtentwürfen. Das Projekt hat eine fiktive Karte und Umgebung, die sich in ihrer Struktur am echten Küstenverlauf und realistischen Ortsnamen orientiert, ist aber kein realer Ort in Deutschland oder anderswo. Zusammengefasst:

  • 🏙️ Farnheim ist eine erfundene Stadt in einem kreativen Projekt – keine reale Kommune.
  • 🗺️ Die „Lage“ existiert nur innerhalb der Projektwelt und als fiktive Karte, die der Projektbetreiber selbst erstellt hat.
  • 📍 Im echten Leben hat Farnheim keinen geografischen Standort.

Wenn du magst, kann ich erklären, wie die fiktive Karte von Farnheim aufgebaut ist oder was dort alles dazugehört! Sag einfach 🙂

Ich: Die KI laviert etwas unpräzise um mein Hobby herum. Nennt keine Orte, die als Artikel auf der Seite einzusehen sind. Textinformationen in PDFs liest sie offenbar nicht aus. Letzteres kann ich auch technischer Sicht nachvollziehen. Aber der Rest wird vpm Informationsgehalt dürftiger.
4. – Wie sieht die fiktive Karte von Farnheim aus?

KI: Gute Frage 🙂
Die fiktive Karte von Farnheim ist so aufgebaut, dass sie realistisch wirkt, obwohl alles erfunden ist. Grob sieht Farnheim so aus:

  • 🏙️ Großstadt mit mehreren Stadtteilen
    – Innenstadt
    – Wohngebiete
    – Industrie- und Hafenbereiche
  • 🌊 Wasserlage
    Farnheim liegt an einem größeren Gewässer (Küste bzw. Mündung/Fluss), mit Hafenanlagen und Uferzonen.
  • 🛣️ Verkehrsstruktur wie in echten Städten
    – Hauptverkehrsachsen
    – Autobahn- bzw. Schnellstraßenanbindung
    – Brücken, Tunnel, Umgehungsstraßen
  • 🌳 Umland
    Außerhalb der Stadt:
    – kleinere Orte
    – Wälder, Felder
    – teils ländliche Strukturen
  • 🚒 Feuerwehr logisch verteilt
    Die Feuer- und Rettungswachen sind so auf der Karte platziert, dass realistische Ausrückzeiten entstehen – wie bei einer echten Berufsfeuerwehr.

Stil der Karte:

  • eher sachlich / verwaltungsmäßig, nicht comicartig
  • orientiert sich an deutschen Stadtplänen
  • Maßstab und Anordnung wirken „echte Kommune“, nur eben erfunden

Man kann sich Farnheim wie eine Mischung auseiner deutschen Hafen-Großstadt + typischem Umland + realistisch geplanter Infrastruktur vorstellen. Wenn du willst, kann ich dir auch:

  • die Stadtteile grob „nachzeichnen“ (textlich),
  • erklären, wo welche Feuerwehrwache liegt,
  • oder Farnheim mit einer realen Stadt vergleichen, damit man es besser einordnen kann.

Hmm, joa. Okay soweit. Aber kein Wort von einer vorgelagerten Insel, auf der die Innenstadt liegt, oder den größeren Gewässern. So KI, jetzt geht es so langsam ans Eingemachte. Dabei gibt es alles zum Nachlesen im Artikel der Stadtgeschichte. Dann sag mir halt:
5. – Wo liegen die Stadtteile und wo die Feuerwachen?

KI:

🗺️ Stadtteile von Farnheim (vereinfacht)

1. Innenstadt / Altstadt

  • 📍 zentral gelegen
  • dicht bebaut, Verwaltung, Einkaufszonen
  • viele Altbauten, enge Straßen

2. Nordhafen

  • 📍 nördlich der Innenstadt am Wasser
  • Hafen, Werften, Lagerhallen
  • Industrie + Gefahrgut-Schwerpunkte

3. Weststadt

  • 📍 westlich der Innenstadt
  • große Wohngebiete, Schulen, Sportanlagen
  • typische Nachkriegs- und Neubauten

4. Südstadt

  • 📍 südlich
  • Mischgebiet aus Wohnen & Gewerbe
  • Krankenhäuser, größere Verkehrsachsen

5. Oststadt

  • 📍 östlich
  • moderne Wohnviertel, Einkaufszentren
  • Schnellstraßen- / Autobahnnähe

6. Stadtrand / Umland

  • 📍 außerhalb
  • kleinere Ortschaften, Wälder, Felder
  • Übergang zur Freiwilligen Feuerwehr

🚒 Lage der Feuerwachen

Die Feuerwachen sind so verteilt, dass die Stadt flächendeckend schnell erreicht wird:

🔥 Hauptfeuerwache (BF 1)

  • 📍 innenstadtnah
  • Einsatzleitung, Sonderfahrzeuge
  • kurze Wege in alle Richtungen

🚒 Feuerwache Nord (BF 2)

  • 📍 im Bereich Nordhafen
  • Schwerpunkt:
    • Industriebrände
    • Gefahrgut
    • Hafen- & Schiffsunfälle

🚑 Feuerwache West (BF 3)

  • 📍 Weststadt
  • starker Rettungsdienst
  • viele Wohnungsbrände, Verkehrsunfälle

🔧 Feuerwache Süd (BF 4)

  • 📍 Südstadt
  • Nähe zu Kliniken & Hauptstraßen
  • Rüstwagen, technische Hilfeleistung

🚨 Feuerwache Ost (BF 5)

  • 📍 Oststadt / Stadtrand
  • Autobahn, Logistik, große Märkte
  • schwere Verkehrsunfälle

👨‍🚒 Freiwillige Feuerwehren

  • 📍 im Umland und Randbezirken
  • Unterstützung der BF
  • First Responder, Nachalarmierung

🧠 Grundidee dahinter

  • ⏱️ realistische Hilfsfristen
  • 🚒 jede Wache hat klare Schwerpunkte
  • 🏙️ Aufbau wie bei echten deutschen Großstädten

Ich: Oje! Da ist die künstliche Intelligenz aber nicht wirklich in die Tiefe meiner Website eingestiegen. Weststadt, fünf Feuerwachen, und die Wachen der Freiwilligen Feuerwehr gibt es nur am Stadtrand. Echt jetzt? Wo steht das denn geschrieben? Liebe Entwickler der KI, hier gibt es alles über die Wachen und ihre Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr (BF) zum Nachlesen. Insgesamt gibt es sechs kombinierte Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr in Farnheim, darüber hinaus drei reine Rettungswachen und einen Stützpunkt an der Feuerwehr- und Rettungsassistentenschule (der aber nicht für den regulären Wachbetrieb besetzt ist, aber im Ernstfall einige weitere Fahrzeuge bereithält). Außerdem werden die Wachen der Berufsfeuerwehr mit F11 bis F16 durchnummeriert (das F steht für Feuerwache und die mit einer 1 beginnende Zahl deutet auf die Stützpunkte der BF hin). Die Schule nennt sich intern S11 und die 18 Stützpunkte der Freiwilligen Feuerwehr werden ab der 21 fortlaufend beziffert. Vorbild dafür ist hier übrigens Hamburg. Mal sehen, wann diese Informationen von der KI übernommen werden… 😈

Dann aber wird’s amüsant. Auf ihr Angebot, einen Großeinsatz nachzuspielen, kann ich einfach nicht nein sagen. Schon der erste KI-Satz kommt einem Action-Roman gleich. Aber lest selbst.
Frage 5 – Spiele einen Großeinsatz nach.

Alles klar – Großeinsatz in Farnheim, wir gehen rein 🚨
Ich spiele das wie einen realistischen Einsatzablauf einer deutschen Großstadtfeuerwehr.


🔔 Einsatzmeldung (08:17 Uhr)

„Feuer 4 – Explosionsmeldung, Industriehalle, Nordhafen Farnheim.
Mehrere Anrufer, starke Rauchentwicklung, Personen vermisst.“


🚒 Alarmierung

Berufsfeuerwehr:

  • BF 1 (Hauptfeuerwache):
    • ELW 1
    • HLF 20
    • DLK 23
    • GW-Logistik
  • BF 2 (Nordhafen):
    • 2× HLF 20
    • TLF 4000
    • GW-Gefahrgut
  • BF 4 (Südstadt):
    • RW
    • HLF 20
  • Rettungsdienst:
    • 4 RTW
    • 1 NEF
  • Polizei verständigt

🏭 Lage beim Eintreffen (08:24 Uhr)

  • 🔥 Industriehalle ca. 80 × 40 m
  • 💥 Explosion im Chemikalienlager
  • 🌫️ dichter schwarzer Rauch, weithin sichtbar
  • 👷 2 Personen vermisst
  • ☣️ Gefahrstofflager (Lösungsmittel)
  • 🌬️ Wind Richtung Wohngebiet Weststadt

Einsatzleiter stuft hoch auf:

FEUER 6 – Massenalarm


🧭 Einsatzabschnitte

Abschnitt 1 – Brandbekämpfung

  • Innenangriff unter PA
  • 2 C-Rohre, später Wenderohr über DLK
  • Kühlung angrenzender Tanks

Abschnitt 2 – Menschenrettung

  • Atemschutztrupps mit Wärmebildkamera
  • Eine Person bewusstlos gefunden → Übergabe an RD
  • Zweite Person später im Bürotrakt aufgefunden

Abschnitt 3 – Gefahrgut

  • Messungen durch GW-Gefahrgut
  • Austritt von Lösemitteldämpfen bestätigt
  • Abdichten von Leckagen
  • Dekontaminationsplatz aufgebaut

Abschnitt 4 – Bevölkerungsschutz

  • Polizei sperrt 500-m-Radius
  • Warn-App & Lautsprecher: „Fenster und Türen geschlossen halten“

🚨 Eskalation (08:47 Uhr)

  • Teile des Hallendachs stürzen ein
  • Innenangriff wird abgebrochen
  • Übergang auf massiven Außenangriff
  • Nachalarmierung:
    • BF 3 (Weststadt)
    • 2 Freiwillige Feuerwehren aus dem Umland

💧 Wendepunkt (09:30 Uhr)

  • Feuer unter Kontrolle
  • Keine weiteren Explosionen
  • Gefahrstoffkonzentration sinkt
  • Evakuierung kann aufgehoben werden

✅ Einsatzende

  • 🕚 11:45 Uhr – „Feuer aus“
  • 👷 2 Personen gerettet
  • 👨‍🚒 3 Feuerwehrkräfte leicht verletzt
  • 🏭 Halle stark beschädigt, Totalschaden

📋 Nachbereitung

  • Brandursachenermittlung
  • Pressekonferenz der Feuerwehr Farnheim
  • Einsatznachbesprechung
  • Austausch kontaminierter Ausrüstung

Wenn du willst, machen wir weiter:

  • 🔥 noch größer (Hafen, Schiff, Tanklager)
  • 🌪️ Unwetterlage / Hochwasser in Farnheim
  • 🚆 Zugunglück oder Autobahn-Massenkarambolage
  • 🎮 oder du übernimmst die Rolle des Einsatzleiters

Sag einfach, wie du’s willst 🚒💥

Ich: Jetzt wird sie am Schluss aber anzüglich. 😯 Nun, wie Ihr Euch vorstellen könnt, nasche ich gerade eine Tüte (süßes!) Popcorn. Ich weiß, ich stecke durchaus knietief und mit Anglerhose bekleidet im Feuerwehr-Thema, als manch einer meiner treuen Leser. Daher möchte ich Euch gerne ein paar Eckdaten zur Größeneinschätzung dieses Szenarios in Verbindung mit der von der KI vorgeschlagenen eingesetzten Kräfte und der Dauer des Einsatzes nennen.

Die KI nimmt an, dass eine Halle von 3.200 qm, in der chemische Produkte lagern oder Prozesse ablaufen, im Vollbrand steht. Soweit, so realistisch. Szenenwechsel. Als 2012 in Hamburg ein Quartiermannsbetrieb in Vollbrand stand, war die Feuerwehr über zwei Tage damit beschäftigt, auch die letzten Brandnester zu löschen. Die Größe des Brandortes war mit 3.000 qm ähnlich groß und das Potenzial des Brandgutes, bestehend aus etwa 2.000 Tonnen Kautschuk, 10.000 Litern Heizöl, ca. 20 Propangasflaschen und drei gasbetriebenen Gabelstaplern, ähnlich furios wie dieses angenommene Chemiefeuer. In Hamburg waren in Spitzenzeiten bis zu 300 Feuerwehrleute anwesend, zwei Löschboote sorgten für unablässigen Nachschub an Wasser, und insgesamt 10 Hubrettungsfahrzeuge und 12 Löschfahrzeuges sorgten für gezielte Löschangriffe von allen Seiten und aus der Höhe. Auch konnte ein angrenzendes Nachbarhaus erfolgreich gegen das Feuer verteidigt werden.

Mit anderen Worten: In dreieinhalb Stunden bekommt man einen solches Feuer nicht unter Kontrolle, geschweige denn gelöscht. Zu eingesetzten Kräften und Fahrzeugen müsste die KI mal Nachhilfe nehmen und echte Statistiken realer Feuerwehren wälzen, damit sie auch hier dazulernt.

Der von der KI genutzte Begriff „Einsatzabschnitte“ bezieht sich im Feuerwehrwesen eher auf geografische denn auf zeitliche Einteilungen. Je größer ein Einsatzgebiet ist, desto umfangreicher und zahlreicher fallen die Einsatzabschnitte aus.

Fazit: Eine oberflächliche Zusammenfassung meines Projektes bekommt die KI gut hin. Fremde Besucher wissen gleich, worum es geht. Will man tatsächlich tiefer einsteigen, rate ich, meine Seite direkt zu erforschen, anstatt sich via KI erschöpfende Informationen zu erhoffen.

Tja nun, KI, das war noch nicht der große Wurf. Aber an sich: nice try, und Versuch macht kluch… bis zur nächsten Abfrage. Oh, ich sehe gerade, das Popcorn ist alle. Der Artikel nun aber auch.

LF 8 der Inselfeuerwehr Hokkumeroog

Die Löschgruppe Großedünnen der Inselfeuerwehr Hokkumeroog verfügt neben einem TSF-W aus dem Jahr 2016 auch über ein LF 8 auf einem AFAG (Allzweck-Fahrgerät) G409 aus dem Jahr 1988. Eine Rarität, denn der Hersteller ging noch im selben Jahr insolvent und musste seine Fertigung aufgeben. Dazu muss man wissen, dass AFAG neben den fahrbaren Untersätzen auch die allermeisten Aufbauten selbst fertigte. Historiker bekamen heraus, dass dieses Fahrzeug tatsächlich auch das allerletzte Fahrzeug war, das die Werkshallen in Kelbersheim endmontiert verließ und seinem rechtmäßigen Besitzer, eben jener Inselfeuerwehr, übergeben werden konnte. Der Hersteller und einzige Mitbewerber UniMOC kaufte die Insolvenzmasse und übernahm die noch verbliebenen Aufträge. Das Werk am alten Standort wurde geschlossen und den verbliebenen Mitarbeiter wurden Übernahmeverträge angeboten. Gefertigt wurden die letzten Aufträge dann bei UniMOC in Kaiserslohe, das dann auch die meisten der fehlenden Ausbauten lieferte. Danach wurde die G409-Serie endgültig eingestellt, da UniMOC mit dem A480 U eine eigene Modellreihe in der Klasse besaß.

Als das LF 8 frisch auf die Insel kam, war es zunächst nach DIN beladen. Jedoch erfuhr das Fahrzeug über die Jahrzehnte einige einsatztaktische Aufwertungen. Nach einigen Sturmfluten in den 1990er Jahren gehören seither eine Motorsäge und eine Seewasser-Tauchpumpe zum Beladungsumfang. Anfang der 2000er Jahre erhielt das Fahrzeug eine neue Tragkraftspritze. Die alte gibt es zwar noch, ist aber nicht mehr betriebsbereit.

Die Wehr ist sich der historischen Besonderheit ihres Löschfahrzeugs bewusst und hegt und pflegt ihr Schätzchen. Es wird wohl noch einige Jahre auf der Insel Dienst tun, ehe es durch einen Nachfolger ersetzt wird. Vermutlich von UniMOC. Sollte der Tag irgendwann kommen, will man es in jedem Fall für die Nachwelt erhalten.

Nun, so etwas passiert, wenn einen an einem kalten Sonntagnachmittag die Baulust übermannt, folglich die Steine zu etwas zusammenklötzelt, von dem man noch gar nicht weiß, was am Ende dabei herauskommt. Zuerst hatte es kurzer Fahrerhaus und einen Aufbau mit einer Tanksektion für ein typisches TLF, dann folgte experimentellerweise eine Gruppenkabine und schließlich ein mit Cupboards bestückter Aufbau. „Dann halt ein LF 8“, dachte ich also. Allerdings schwante mir, dass alle bisher bekannten Feuerwehren (Farnheim, St. Joostersiel, Sandergast und Sande) kein solches Fahrzeug in ihren Reihen besitzen. Somit musste ich meinen „Feuerwehren im Farnheimer Umland“-Spickzettel bemühen. Und siehe, die noch ungenannte und folglich unbekannte Insel Hokkumeroog mit ihrer Löschgruppe im Ort Großedünen sollte tatsächlich ein solches Fahrzeug in der Garage stehen haben. Und so erhielt das Modell seine Legitimierung, Teil der Farnheim’schen Feuerwehrwelt zu werden. Zwar bietet die Wehr mit ihrem Erstling noch nicht allzu viel Substanz, aber der Anfang ist gemacht.

Zugkombinationen, Teil 7 HIT – Hochinfektionstransport

Spätestens seit der Corona-Pandemie rückt der Transport hochinfektiöser Patienten immer mehr in den Blickpunkt. Bereits die zahlreichen Ebola-Ausbrüche in den Jahren davor alarmierten die Behörden hierzulande. Seither gibt es in Farnheim ein Einsatzkonzept, das regelt, mit welchen Einsatzmitteln ein Verlegungstransport solch hochinfektiöser Patienten zum ortänsässigen Tropeninstitut sicher bewältigt werden kann. Daran hat sich im Wesentlichen seit über 10 Jahren, seitdem dieses Konzept ins Leben gerufen wurde, nichts geändert.

Der Zug besteht nach wie vor aus zahlreichen Fahrzeugen. Sie sollen zum einen die bestmögliche Patientenversorgung auf der Fahrt sicherstellen, zum anderen einen für alle Beteiligten sicheren Transportablauf gewährleisten, selbst bei einem technischen Defekt des Patiententransporters. Der Zug ist daher so zusammengestellt, dass selbst ein plötzlicher Ausfall des Patiententransportfahrzeugs durch einen Redundanz-Rettungswagen kompensiert werden kann. Das Hilfeleistungslöschfahrzeugs ist als weiterer technischer Geräteträger in die Desinfektion der Einsatzkräfte eingebunden, ebenso wie das KEF (Kleineinsatzfahrzeug).

Der Zug hat Aufstellung genommen. Von rechts nach links sind es nachfolgende Fahrzeuge:

  • ELW (besetzt mit OrGL RD)
  • ITW (Transportfahrzeug für den sicheren Transport des Patienten)
  • NEF (besetzt mit Notarzt und Rettungsassistenten)
  • KdoW (besetzt mit leitendem Notarzt des städt. Gesundheitsamtes)
  • KEF (bestückt mit Sonderkomponente Dekontamination bzw. Desinfektion)
  • HLF (technischer Geräteträger für autarkes Arbeiten)
  • RTW (Reserve-ITW sowie Eigenschutz für die eingesetzten Rettungskräfte)

In der Infektiologie des Tropeninstituts, das dem Universitätsklinikum Rechts der Jade angehört, stehen sog. „High-consequence infectious diseases“-Patienten, die aus Gründen des Infektionsschutzes nur auf einer Sonderisolierstation (SIS) behandelt werden können, permanent drei Betten bereit.

Mehrmals im Jahr findet zu Schulungszwecken ein solch simulierter Patiententransport unter reellen Bedingungen statt. Dabei wird auch die Polizei mit eingebunden, die den Transport mit zwei Einsatzfahrzeugen und mehreren Beamten begleitet.

Nach der ersten Vorstellung 2015, als selbst die LKWs noch 4-breit waren, war eine fotografische Überarbeitung lange überfällig, da ausnahmslos sämtliche Fahrzeuge, die Teil dieses Einsatzzuges sind, in den vergangenen Jahren überarbeitet und folglich ausgetauscht wurden. Hier nun eine Übersicht der aktuellen Fahrzeuge in der HIT-Zusammenstellung.

AB-Großbrand

Besondere Gefahrenlagen erfordern die Vorhaltung von besonderem Einsatzgerät. 2013 beschaffte die BF dazu einen Abrollbehälter-Großbrand mit dem 5.000 L Wasser und 1.000 L Schaumbildner im Einsatzfall zur Verfügung stehen. Er kann – auf einem WLF verlastet – auch autark agieren, entweder im Pendelverkehr zur Heranschaffung großer Mengen Löschwasser oder auch zur Brandbekämpfung. Dazu ist der Werfer auf dem Dach auch fernsteuerbar. Aus Kostengründen entschied man sich für die Beschaffung eines Abrollbehälters, der in seiner Funktion und Ausstattung als zusätzliches Tanklöschfahrzeug nach DIN-Norm eingesetzt werden kann.

Nach der einstigen Modellvorstellung 2016 stand nun eine umfangreiche Modifizierung an, wobei Löwenanteil die Verbreiterung auf fünf Noppen ausmacht. Zwar wuchs die mittlere Tanksektion dabei um eine Noppe, der Rest aber blieb optisch nah am Ursprungsmodell. Wobei einige Details, wie eine geänderte Dachfläche sowie ein neuer Werfer, für ein wenig Unterscheidung sorgen. Am Heck brachte die Verbreiterung den Vorteil mit sich, dass dort nun mittig zwei Anschlüsse die Löschwasserversorgung des Containers sichtbar machten. Da es sich hierbei zwar um eine Überarbeitung, aber keinen Neubau handelt, habe ich den Abrollbehälter bewusst noch nicht in dem neuen Corporate Design geschmückt.

SLF 48/60-10 (Sonderlöschfahrzeug)

Lange bevor es in Serie gefertigte Großtanklöschfahrzeuge speziell für den urbanen Raum gab, besaß die Berufsfeuerwehr Farnheim bereits ein erstes, für große Brände ausgerichtetes Sonderfahrzeug. Rechtzeitig fertiggestellt und endabgenommen konnte es 1972 auf der Interschutz in Frankfurt am Main dem interessierten Fachpublikum vorgestellt werden.

Das Fahrzeug war für damalige, städtische Verhältnisse ein echter Löschriese. Der Aufbau war zunächst eine Einzelanfertigung und wurde extra nach den Bedürfnissen der Farnheimer Feuerwehr geplant und entwickelt. Die Brandbekämpfung im Allgemeinen sah seinerzeit vor, den Löschangriff über die damals weitverbreiteten standardisierten LF 16 vorzunehmen. Unterstützt wurden sie, je nach Alarmierungsgrad, durch sog. Zubringerlöschfahrzeuge (intern scherzhaft „Wasserkühe“ genannt), die einzig mit größeren Löschmittelmengen aufwarten konnten.

Das neue Fahrzeug galt als einsatztaktische Weiterentwicklung dieser in Farnheim eingesetzten Zubringerlöschfahrzeuge. Die Tanks des neuen SLFs fassten nunmehr 6.000 L Wasser und 1.000 L Schaum. Die auf hohen Wasserdurchfluss ausgerichtete Kreiselpumpe förderte 4.800 L in der Minute und der kombinierte Schaum-Wasserwerfer, der vom Fahrerhausinneren aus bedient werden konnte, schoss rund 3.000 L Löschmittel/Minute etwa 70 Meter weit dem Brandherd entgegen.

Der Fahrzeugtyp bewährte sich in der Farnheimer Einsatzpraxis so gut, dass die Feuerwehr im folgenden Jahr noch ein weiteres Fahrzeug beschaffte. Heute steht der Fahrzeugtyp gewissermaßen in dritter Generation im Einsatzdienst. 1990 erfolgte mit der Beschaffung zweier Nachfolger die schrittweise Ausmusterung der Fahrzeuge, bei der sie zunächst bis 1993 als Reserve fungierten, ehe sie schlussendlich außer Dienst gingen. 1995 wurde eines der beiden Fahrzeuge an einen kleinen Flugplatz in Hessen verkauft, das zweite Fahrzeug schenkte man einer Feuerwehr in Dalmatien (Kroatien). Dort wurde es nach einigen Dienstjahren kurz nach der Jahrtausendwende offenbar verschrottet, denn hier verliert sich seine Spur. Als die im Jahr 2008 neu gegründete Abteilung der Feuerwehrhistorik begann, nach dem Verbleib einiger ehemaliger Fahrzeuge zu forschen, stieß man bei der Recherche bei einem Händler für gebrauchte Nutzfahrzeuge in Bayern auf das besagte SLF, das mittlerweile in einem sehr bemitleidenswerten Zustand war. Nachdem der Ursprung aus Farnheim zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte und man mit dem Händler handelseinig wurde, holte man das Fahrzeug wieder zurück an die Jade. In über vielen hundert Stunden Sanierung und Restaurierung erstrahlt das erste Sonderlöschfahrzeug der Feuerwehr heute wieder stolz im Auslieferungszustand von 1972 und kann neben vielen anderen Exponaten im neuen Feuerwehrmuseum bestaunt werden.

Als ich vor über über 4 1/2 Jahren dieses Modell erschuf, war ich aus verschiedensten Gründen nicht so recht mit dem Ergebnis zufrieden. Zu keiner Zeit. Zwar stellte ich das Fahrzeug in den folgenden Jahren auf zahlreichen Ausstellungen zur Schau, aber das modellbauerische Ergebnis wollte mich auch durch’s sog. „Schöngucken“ nicht so recht überzeugen. Es basiert locker auf einem Vorbildfahrzeug, das ab 1972 bei der Berufsfeuerwehr Antwerpen Dienst tat. Ziel war es nie, es so exakt wie möglich nachzubauen. Dabei faszinierten mich Details wie die großen Dachwerfer, die Tanksektion sowie die Anordnung der Gerätefächer dazu. Hinzu kam eine Staffelkabine, die dem Originalfahrzeug mitsamt dem langen Aufbau zu einer schön gestreckten und schnörkellosen Seitenlinie verhalf. Vermutlich war mein Modell von damals einfach nicht lang genug. Und so ging ich das Projekt kürzlich noch einmal an.

Nach wie vor ist meine Version kein präziser Nachbau, sondern vielmehr etwas Eigenes, das auf die damaligen Bedürfnisse der Farnheimer zugeschnitten ist. So wurde in der Überarbeitung der Aufbau in großen Teilen neu zusammengesetzt und ein hinteres Gerätefächersegment hinzugefügt. Gleichzeitig habe ich den vier Noppen breiten Geräteraumzugang, der hinter der Kabine anschloss, zugunsten einer Schnellangriffseinrichtung und kleinen Gerätefächern durch die beliebten Cupboards getauscht. Dabei wurde auch der Radstand um eine Noppe verlängert. Der massive Dachwerfer verschwand und wurde durch eine dem Modell in der Länge passendere Version ersetzt. Parallel erhielt das Aufbaudach aus hellgrauen Platten eine durchgängige begehbare Fläche. Anhand der diagonalen Warnschraffierung an den Fahrzeugecken und dem bekannten weiß-roten Look meiner Feuerwehr-Oldtimer soll dieses Fahrzeug optisch der Zeit-Epoche während der 1960er bis weit in die 1970er Jahre hinein leicht zuzuordnen sein. Schließlich erhielt auch die Fahrzeugfront eine kleine optische Anpassung. Aber die wechselvolle Geschichte, die ich mir damals hierfür ersann, blieb erhalten.

PKWs der Branddirektion, Teil 3

Den Hintergrunddienst hat man aus der aktuellen Beschaffungsserie an neuen Dienstwagen für die Branddirektion ebenfalls mit einem neuen Fahrzeug bedacht. Der sog. H-Dienst ist ein Bereitschaftsdienst, der zu bestimmten, zumeist parallel stattfindenden Einsatzlagen hinzu alarmiert werden kann. Er fährt dann mit seinem Dienstwagen zum Einsatzort, um dort entsprechende Führungsaufgaben zu übernehmen, das sich bietende Lagebild zu analysieren und zu bewerten und mögliche notwendige Ressourcen zu koordinieren. Dieser Aurora GT soll den also diensthabenden Beamten rasch zum Einsatzort bringen. All die zuletzt vorgestellten PKWs haben ihren Standort übrigens an der Hauptwache, der kombinierten Feuer- und Rettungswache 2, in Farnheims Nordosten.

Modellbauerisch gibt es tatsächlich nicht viel zu sagen, denn das Fahrzeug ist, bis auf die Farbe, baugleich mit dem DRK-Exemplar. Ich hatt ezwar bereits lange die Idee im Kopf, dieses Auto auch für die Feuerwehr zu bauen, dachte mir anfangs, dass es genügt, wenn nur das DRK damit Einsätze fährt. Nun habe ich aber umentschieden. Es soll zudem zeigen, dass – wie in der Wirklichkeit auch – ein und dieselben Fabrikate überall anzutreffen sind.

PKWs der Branddirektion, Teil 2

Neben den neuen Elektrofahrzeugen der Branddirektion sind in den letzten Monaten auch einige Fahrzeuge für die höchsten Direktionsebenen beschafft worden. Somit haben die Direktionsbereiche Süd, Nord und Mitte, der H-Dienst (Hintergrunddienst), der Chef der Feuerwehr sowie seine beiden Vertreter je einen neuen Dienstwagen zugeteilt bekommen. Aufgrund ihrer Funktion sind die Fahrzeuge als KdoWs (Kommandowagen) klassifiziert.

Die neuen Kommandofahrzeuge dienen auch repräsentativen Zwecken. Daher sind sie in Farnheim äußerlich traditionell seit jeher zurückhaltend dekoriert und verfügen über keine fest montierte Sondersignalanlage oder das neue reflektierende Streifendesign, sondern lediglich über eine dezente Türbeschriftung und ein Blaulicht mit Magnetfuß. Das Elektro-Horn ist hier hinter der Fahrzeugfront im Motorraum verbaut. Funfact: Traditionell führt der Dienstwagen des Oberbranddirektors das Kennzeichen FH-FW 112 (bis ins Jahr 2007 hinein, also bis zur Abschaffung der behördlichen Kennzeichen, lautete es noch FH-112).

Für den Fahrzeugersatz des Leiters und seiner Vertreter der Feuerwehr fiel die Wahl diesmal auf den Mittelklasse-PKW Heissler Insignum in der Stufenheck- und der Kombiversion (der marketingtechnisch „Lifeliner“ genannt wird). Sie alle verfügen über die gleiche Motorisierung inkl. eines Hybridantriebs, mit dem rund 50 Kilometer rein elektrisch absolviert werden können.

Als Unterscheidungsmerkmal bleiben die Kombiversionen den beiden Vertretern vorbehalten. Heissler ist (in meinem Farnheim-Universum) übrigens ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz in Ludwigslutter.

Kaum zu glauben, dass die letzte Dienstwagenerneuerung tatsächlich bereits echte neun Jahre zurückliegt, wenn man sich das Veröffentlichungsdatum des alten Artikels ansieht. Beinahe, wie im wirklichen Leben. Ich nahm den Elan aus Bau der PKWs aus Teil 1 mit für diese Fahrzeuge. Hierbei war mir wichtig, dass sie an stattliche und vor allem moderne Mittelklasselimousinen erinnern sollten. So verging auch einige Zeit, bis die Fahrzeugkonturen auch solche Formen annahmen, die mich persönlich überzeugten. Aus der Stufenheckversion schlussfolgte die Kombivariante, und sie unterscheidet sich tatsächlich auch nur oberhalb der Fensterlinie ab der imaginären B-Säule nach hinten. Auch konnte ich hierbei auch heute real existierende Lichtsignaturen, die sich vorn wie hinten über die komplette Fahrzeugbreite ziehen, darstellen. Auch wollte ich ihnen, trotz aller nüchternden Behördlichkeit, eine gewisse Sportlichkeit zugestehen. Sie erhielten daher eine üppig dimensionierte Abgasanlage, und vor allem die Stufenheckversion rollt auf sportiv-zweifarbigen Alu-Schuhen. Und am Ende? Ja, da fällt auch mir auf, dass meine Autos zunehmend noppenloser werden.

PKWs der Branddirektion, Teil 1

Die Feuerwehr Farnheim treibt die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotte und damit die Reduzierung des Gesamt-CO2-Ausstoßes voran. Alte Verbrenner werden sukzessive durch elektrische Neufahrzeuge ersetzt. Eine neue Beschaffung von insgesamt 12 batteriebetriebenen PKWs leistet dabei einen großen Beitrag zur angestrebten Klimaneutralität.

Mit der Indienststellung von insgesamt zwölf neuen, baugleichen PKWs für die Branddirektion, der obersten Führungs- und Verwaltungsebene der Berufsfeuerwehr, elektrifiziert die Feuerwehr Farnheim ihre Flotte immer weiter. Alle Fahrzeuge verfügen über Elektroantriebe, deren Batterien Leistungskapazitäten von 42 bzw. 55 kWh zur Verfügung stellen. Das entspricht Reichweiten von etwa 300-380 Kilometern – je nach Batteriekapazität. Ausreichend für administrative Aufgaben und Außentermine im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes, wie bspw. regelmäßige Brandbeschauungen an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen.

Beschafft wurden die Fahrzeuge in zwei Fahrgestellkonfigurationen: kurz und lang. Die drei Fahrzeuge mit kurzem Radstand sind dem vorbeugenden Brandschutz für die Brandbeschauungen vorbehalten, während zwei Fahrzeuge mit langem Radstand darüber hinaus der Presseabteilung zugeteilt und die übrigen PKWs als Boten- und Lotsenfahrzeuge oder auch zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden können.

Die feuerwehrtechnische Ausstattung selbst beschränkt sich im Allgemeinen auf einen Feuerwehrhelm, Feuerlöscher, Digitalfunkgerät, GPS, Dienst-Notebook bzw. -Pad sowie eine SoSi-Anlage. Natürlich wurden auch diese Fahrzeuge im neuen Corporate Design foliert.

Neben zahlreichen größeren und großen Neulingen in den vergangenen Monaten habe ich nun einen Herbst-Sonntag genutzt, um mich auch mal wieder um die kleinen Autos zu kümmern. Dabei entstanden eben diese zwei Neubauten. Sie sind bis auf die Fahrgestelllängen identisch und erhielten eine neue und, wie ich finde, moderne Optik. Bautechnisch ist nichts Erwähnenswertes passiert. Die Bilder sollten alles Wesentliche preisgeben, um einen möglichen Nachbau Eurerseits problemlos auf die Räder zu stellen.

Lotsenversetzboot „Norderriff“

Dass Farnheim über einen großen Seehafen verfügt, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Allerdings ist der Weg dorthin manchmal tückisch. Damit aber kein Kapitän Schiffbruch erleiden muss, gibt es die Jadelotsen. Sie werden für ihren Dienst von einem Lotsentender von Farnheim aus zum Lotsenstationsschiff „Jade“ verbracht. Dort beziehen sie für 14 Tage ihr Lager und starten von dort mit dem Lotsenversetzboot zu den großen „Pötten“, um sie sicher durch die Jade zum Freihafen zu lotsen. Etwa ab Höhe Tonnendorfer Groden, was die nördliche Stadtgrenze Farnheims markiert, übernehmen die Hafenlotsen, um die Schiffe schließlich zu ihren Liegeplätzen zu navigieren.

„And now to something completely different“ oder, wie wir im Pott sagen, „Ma wat annert“ – so hätte ich den Artikel auch eröffnen können. Aber im Kern hat er doch einen Farnheim’schen also norddeutschen Bezug. Nämlich: Das maritime Flair, das der YouTube-Kanal „Hamburg Hafen Live“ unterhaltsam einfängt, schwingt nach einem Livestream bei mir immer eine Weile nach. Manchmal so lange, dass es mich hin und wieder dazu antreibt, etwas anderes, als ständig rote Autos zu bauen. Die Lotsen sind in den HHL-Streams immer mal wieder Thema, denn manches Mal lässt sich dabei das Umsteigen eines Lotsen von einem aufs andere Boot bzw. Schiff beobachten. Alles ohne Netz und doppelten Boden, und nur etwas für Gefahrensucher. Und das ist bloß die zumeist seichte Elbe. Der Lotse, der an den Hafenlotsen übergibt, ist bereits weit draußen auf der Nordsee in das große Schiff umgestiegen; bei mitunter ruppigem Seegang.

Nun aber habe ich mich an einen Bau eines solchen Lotsenversetzbootes, wie es im Fachjargon bezeichnet wird, gewagt. Ich dachte großspurig, dass ich Schiffe bauen könne, denn schließlich kann ich immerhin schon deren drei als Referenz vorweisen. Aber man lernt ja stetig dazu. In diesem Fall über die vorschriftsmäßige Lichterführung von Booten und Schiffen.

Für den Bau übrigens diente das Feuerwehrboot Nr. 60373, das seit 2023 im City-Programm ist, als Basis. Genauer gesagt nutzte ich lediglich den Rumpf; alles darüber ist vollständiger Eigenbau. Charakteristisch für ein solches Boot ist eine erhöhte Plattform auf dem Vorschiff, die den Überstieg des Lotsen zu den großen Schiffen erleichtert. Die Boote selbst sind zumeist klein, schnell und wendig, um die Lotsen rasch zu den Schiffen zu versetzen und wieder zurückzuholen. Obendrein wurden die Aufbauten in auffälligen Farben dekoriert, um für die Schifffahrt weithin sichtbar zu sein. Das Spannendste finde ich, sind die Antennentürme, denn diese beinhalten auch die Lichter, die ein Schiff zu führen hat – neben Grün für die Steuer- und Rot für die Backbordseite. Denn laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrologie (kurz BSH) gibt es die „Bibel“ der Lichterführung und Schallsignalanlagen als PDF zur Einsicht. Darin steht, dass solche Boote am Mast neben einem Topplicht in Weiß auch Lichter in Rot installiert haben, bspw. um eine Manövrierunfähigkeit anzeigen zu können. So habe ich meinem Exemplar sämtliche Lichter angeflanscht, was das Ganze, nebst Radaranlagen, Antennen, Typhon (dem Schiffshorn), Scheinwerfer etc., ein wenig filigraner erscheinen lässt und überhaupt dem Betrachter erst diese „Greeble-Vibes“ vermittelt.

Was allerdings noch fehlt, sind Schriftzüge mit dem Wortlaut „Lotse“ oder, etwas internationaler, „Pilot“. Gerne würde ich Sticker aus dem LEGO®-Portfolio nutzen, die auch visuell präsent genug sind, um auf dem Schiff lesbar aufzufallen. Gar nicht so einfach; und solange muss es eben ohne gehen.