Die Evolution eines MOCs

Ich bin immer versucht, meinen Modellen bei einer Erneuerung mitunter auch ein neues, frischeres Äußeres zu verpassen. Entweder als Facelift oder als komplette Neuschöpfung. Wie bei einem typischen Autoleben in der Realität auch.

Jetzt verjüngte ich das SUV des WAL (Wachabteilungsleiters). Dabei kam mir in den Sinn, ob man nicht mittlerweile eine kleine Bilderserie schaffen könnte, in der erkennt, wie sich ein Modell über Generationen designtechnisch und damit modellbauerisch weiterentwickelt.

Tatsächlich. Man kann. Das erste Modell, ein SUV ging anno 2009 bautechnisch noch sehr klassisch angehaucht und sehr blockig an den Start. Kompakt und bullig stand es auf großen, grobstolligen LKW-Reifen. Typische Stilelemente der Classic-Town-Reihe der 1980er Jahre waren seine Merkmale. Der Gebrauch neuer Teile hielt sich damals noch in engen Grenzen, da schlichtweg nicht im eigenen Bestand vorhanden. Ebenso fehlte noch  die mittlerweile etablierte gelbe „Konturmarkierung“. Als Gimmick erhielt das Fahrzeug eine klappbare Motorhaube.

Gen01

2013 folgte die erste Überarbeitung. Eigentlich war es eine fasst komplette Neukreation. Auffälligste Änderung war daher sicher die glupschäugig-aerodynamischere Frontgestaltung. Das Lichterband aus gelben Nebelscheinwerfern und blauen Frontblitzern entfiel, aber ohne auf Letztere verzichten zu wollen. Hinzu kamen neue, rote Steckfelgen, eine echte B-Säule und erstmalig die gelben Seitenstreifen. Das Heck blieb bis auf den nun außenliegenden Reservereifen unverändert, die schwarze „Zierleiste“ unterhalb der Seitentüren aber verschwand. Somit weichten die Umbaumaßnahmen den klassischen Look auf. Gen02

Die jetzige Überarbeitung kam wahrlich einem „Facelift“ der zweiten Stufe gleich. Der „Classic-Town-Look“ verschwand nahezu vollkommen. Neben einer neuen, besser sichtbaren Konturmarkierung bekam das SUV nun wieder mehr schwarze Applikationen, die den Offroad-Charakter stärker betonen. Eine Reminszenz an den Ursprung lässt der erneute Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern zu. Neue, wohlwollender proportionierte Reifen passen ingesamt nun besser zur Fahrzeugsilhouette. Die Frontgestaltung – insbesondere die Haube – wurde zugunsten der Aerodynamik nochmals leicht optimiert und mit einer neuen Feuerwehrsymbolik versehen. Insgesamt wirkt das Modell durch seine farbige Akzentuierung etwas detailreicher, was es interessanterweise teilemäßig aber gar nicht ist.Gen03Randnotiz: Ich hatte lange überlegt, ob ich diesem Fahrzeug in der jüngsten Modernisierungsstufe einen um eine Noppe verlängerten Radstand spendieren sollte. Sicher etwas, das die gedrungen wirkende Silhouette etwas entzerrt hätte. Habe mich aber dann dagegen entschieden, um den kompakten Charakter beizubehalten und um bei einem möglichen Bau eines größeren SUVs noch etwas mehr Differenzierungsspielraum zu haben.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2016

Als hätte die Feuerwehr Farnheim nicht schon genug Arbeit für das Ausstellungswochenende in Sankt Augustin gehabt. Daher kam es, wie es kommen musste. Murphy’s Gesetz eben! Auf dem Römerdiorama von Andreas alias friccius brach am späten Sonntag nachmittag ein Feuer aus. Der Limesturm stand in hellen Flammen und die anwesende Römergarnison war in ebensolcher Aufregung. Denn einer ihrer Wachmänner war durch den Brand der Fluchtweg aus dem Gebäude versperrt. So rettete er sich auf die Balustrade auf wartete dort auf die Retter.

Während der Hauptmann die Garnisonsschar zwecks Bildung einer Wasserkette auf dem Vorplatz aufexerzieren ließ, erreichte ein Notruf eines flinken römischen Melders um 14:50 Uhr die Farnheimer Leitstelle. Die Profis mussten ran. Umgehend setzte sich eine Abgesandschaft der Feuerwehr, die sich mittels Zeitportal erfolgreich in die Szenerie beamen konnte, in Bewegung. Dort angekommen begann der Trupp des Löschfahrzeugs nach kurzer Einweisung des Einsatzleiters umgehend mit der Brandbekämpfung, während man versuchte auf den römischen Wachmann beruhigend einzuwirken. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, allerdings konnte sie zur Menschenrettung nicht eingesetzt werden, so bließ man umgehend das Rettungskissen auf. Während der Einsatzleiter die Alarmierungstufe erhöhte und für Nachschub sorgte, da das Feuer im Turm durch eine abrupte Sauerstoffzufuhr durchzündete.

Die Löschwasserversorgung stellte sich als äußerst kompliziert heraus, da zwar nahe Wasserstellen vorzufinden waren, die sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die professionelle Brandbekämpfung eigneten. Die inzwischen gebildete Wasserkette verschafffte nicht den erwünschten Löscherfolg. So rückte die Wehr mit einem weiteren Wechsellader samt zweier Container mit großen Mengen Löschmitteln an.

Während die Brandbekämpfung über die Drehleiter und einen Monitor des Löschzug-Tanklöschfahrzeugs lief, landete der leicht schockige Wachmann – nach einigem Überredungsgeschick – sicher im rettenden Sprungkissen. Äußerlich unbeschadet wurde er dennoch zu einem kurzen Check-up ins Krankenhaus verbracht. Die Fachgruppe Spüren und Messen behielt indes die Rauchsäule im Auge, konnte glücklicherweise aber keine signifikante Gefahr für die umliegende Bevölkerung feststellen.

Um 15:26 Uhr konnte die Einsatzleitung, dank des massiven Wassereinsatzes, schließlich „Feuer aus!“ vermelden. Eine anschließend großvolumige Belüftung des Gebäudes stellte die letzte Aktion der Feuerwehr dar, ehe sie die Einsatzstelle wieder verließ und über das Zeitportal zur Wache zurückkehrte.

Während die Mauern des Turms und weite Teile des hölzernen Dachs sowie des Balkons den Flammen und der Hitze standhielten, muss innen wohl nun kernsaniert werden. Glücklicherweise kamen keine Minifigs zu Schaden.

Einsatzdauer: 43 Minuten

Personalstärke: 13 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 04-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW B-Dienst (FLorian Farnheim 02-ELW-B-Dienst-1)
Einsatzleitwagen ELW 3 (Florian Farnheim 02-ELW-3-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 04-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 03-TLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
Gerätewagen-Großlüfter (Florian Farnheim 04-GW-GL-1)
Gerätewagen-Sprungretter GW-SPR (Florian Farnheim 04-GW-SPR-1)
Gerätewagen-Messtechnik GW-Mess (Florian Farnheim 04-GW-Mess-1)
Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
AB-Tank
AB-Großbrand
RTW 37 (Florian Farnheim 02-RTW-2)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-1)

Aufs Herzlichste sei an dieser Stelle Andreas alias friccius gedankt, der freundlicherweise sein Diorama für diesen kurzweiligen Farnheimer Schabernack zur Verfügung stellte.

Feuerwehr Farnheim on Tour – V

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

So ist das mit dem Gesetz der Serie. Da die Feuerwehren im Bonn’schen Umland durch die hiesigen Wetterkapriolen in diesem Jahr arg in Atem gehalten wurden, stellten die Damen und Herren der Farnheimer Feuerwehr erneut den Brandschutz auf der Ausstellung ABSolut Steinchen in St. Augustin sicher.

Jedes einzelne MOC wurde durch den Brandschutz-TÜV der Farnheimer abgenommen. Bei den zahllosen Modellen bedeutete dies einmal mehr sehr viel Arbeit, die im Anschluss hieran in einer bebilderten Essenz vorgestellt werden möchte.

Eine Drohne bei der Feuerwehr

IFR_FW DODas Insitut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der FW Dortmund präsentiert sich mit seinen zahlreichen Hochtechnologien auf der Interschutz 2015 in Hannover

Seit Beginn des Jahres zählt nun auch eine Drohne zu den Einsatzmitteln. Ihr vorgesehenes Einsatzspektrum wird ein vielfältiges sein: Von der Lageerkundung über die Personensuche bis hin zur Gefahrstoffmessung. Viele Einsätze, ob ihrer Größe oder bedingt durch unbekanntes Terrain oder einfach unzugänglich, machten es der Einsatzleitung in der Vergangenheit schwierig, die Lage vor Ort entsprechend sachgemäß einzuschätzen und Kräfte zu führen. Ganz zu Schweigen von der Lokalisierung mögl. vermisster Personen.

Der nun beschaffte Quattrocopter soll dem helfen entgegenzuwirken und ist ausgestattet mit einer UHD-Kamera für Video- und Fotoaufzeichnungen, die live auf die Bildschirme in den jeweiligen Einsatzleitfahrzeugen oder/und in das Lagezentrum der Feuerwehr übertragen werden können. Gleichzeitig lassen sich mit ihm Schadstoffwolken verfolgen, vermessen und deren Zusammensetzung analysieren. Zugeteilt ist das unbemannte Flugobjekt der Fachgruppe ABC-Gefahrenabwehr und sieht sich auch als Unterstützung der weiteren Umweltdienste, wie der ATF, der Analytischen Task Force und dem Brandschutz.

Die Farnheimer Abteilung für feuerwehr- und rettungstechnologische Entwicklungen will diese Innovation zukünftig noch weiter vorantreiben. Sog. Schwarmdrohnen sollen bspw. vor allem großflächige Einsatzbereiche gleichzeitig auskundschaften können, auch die ad-hoc-Vernetzung mit Bodeninstanzen solle zukünftig noch besser funktionieren. So werde es möglich sein, dass die Drohnen im Schwarm agieren aber von einander lösgelöst völlig unterschiedlich Aufgaben wahrnehmen können. Insgesamt lasse sich die Effektivität der Gefahrenabwehr damit in Zukunft deutlich steigern und der Schutz der Bevölkerung durch schnelle und auf noch präzisere darstellbare Daten gestützte Informations- und Warnstrategien wesentlich verbesseren.

Blogger-Kollege Wortman hatte mich auf seinem Blog auf die Idee gebracht. Und tatsächlich stellte die Feuerwehr Dortmund vergangenen Sommer ihr Drohnenprojekt ausführlich auf der Interschutz in Hannover vor. Ich nahm mir seine Version als Vorbild, baute jedoch eine etwas andere Version, da mir die Bauteile in der von Wortman gebauten Version leider nicht in den von mir gewünschten Farben vorliegen.

AB-CO2 (Kohlenstoffdioxid)

Große Stadt – vielseitige Gefahren. Aus diesem Grund hält die Wehr auch einen Abrollbehälter mit Kohlenstoffdioxid vor. Gefüllt sind die Flaschen mit insgesamt 1.200 kg verflüssigtem CO2, die mittels des heckseitig verbauten Schnellangriff abgegeben werden können.

Zu – nahezu – guter Letzt erfolgt die Modernisierung eines weiteren Sonderlöschmittelcontainers. Im Gegensatz zur Pulverversion gestaltete es hierbei einfacher, den zusätzlichen Raum sinnvoll zu füllen. Ich versah die Schnellangriffseinrichtung mit weiteren Details und füllte den Freiraum mit weiteren Kohlendioxid-Behältnissen auf.

AB-Versorgung/Küche

Bei länger andauernden Einsatzszenarien stellt sich die Frage der Kräfteversorgung vor Ort. Denn wie wir ja alle wissen „Ohne Mampf kein Kampf“. Zu diesem Zwecke kann die BF Farnheim auf einen speziellen Abrollbehälter zurückgreifen, in und mit ihm die Fachgruppe Versorgung und Betreuung für die Einsatzkräfte kalte und warme Speisen bereithalten kann. Der AB-Abrollbehälter Versorgung/Küche (im internen Sprachgebrauch scherzhaft als AB-Pommes bezeichnet) kann, je nach Einsatzanforderung, mit dem AB-Versorgung/Unterkunft und AB-Versorgung/Hygiene eine Einheit bilden. Darüber hinaus übernimmt die Energieversorgung ein Generatoranhänger, und ein weiterer Thermoanhänger sichert die Kühlkette für größere Verpflegungsmengen.

So leistet der „AB-Pommes“ also gute Dienste in der Einsatzkräfteversorgung und sorgt für eine gleichbleibend hohe Motivation vor Ort. Ist er doch die moderne und vielseitiger nutzbare Version der bewährten „Gulaschkanone“. Kalte oder warme Speisen lassen sich in dem Karton, in der auch eine Minifig Platz findet, zubereiten. Darauf lassen eine entsprechende Innenausstattung aus Küchenzeile mit Herd, Kühlschrank und Kaffeemaschine schließen. Ein paar Details, wie ein witterungsgeschützter Unterstand an der Ausgabe, Stromanschlüsse und ein Lüftungssystem runden den Container ab.

AB-T2 (Tank)

Ein weiterer Tank-Abrollbehälter ist auf der FW 5 in Lohstedt, im Süden Farnheims stationiert. Aber anders als der weitere Tank im Fuhrpark ist dieser für andere Zwecke vorgesehen. So übernimmt dieser überwiegend wasserversorgende Maßnahmen, z. B. bei Einsätzen, bei denen Löschwasser über größere Distanzen bewegt werden muss, oder zur direkten Löschwasserabgabe bei großflächigen Brandobjekten, wie Felder oder Wiesen. Aber auch zur Dekontamination von Material und Einsatzkräften, zur Frischwasseraufbereitung auf Verbandplätzen oder zur Trinkwasserversorgung steht der Container der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa), der der AB zugeteilt ist, im Einsatzfall bereit.

Als modellbauerischer Ersatz eines alten Tanks konstruierte ich dieses MOC komplett neu. Der Tank sollte eine typische ovaleske Form bekommen, aber eben auch zwei Schlauchhaspeln zur Wasserabgabe. Zwei Noppen in der Gesamtlänge mehr sind zwar gut, aber hierbei nicht genug. Vor allem, wenn ich (zunächst) vorhabe den offenen Pumpenstand ab Heck zusätzlich mit einer Haspel zu versehen. Da dieses Vorhaben aber schnell zum Scheitern verurteilt war, entschloss ich mich diese an der Front zu verbauen, was ingesamt dem Modell gesamtkompositorisch besser bekommt.

TLF 3000-W

Über 40 Jahre ist es nun her, dass die Bundesrepublik in Niedersachsen von den verheerendsten Waldbränden ihrer Geschichte heimgesucht wurde. Wie in der und um die Lündeburger Heide herum findet man auch in Farnheim, vor allen in den südlichen Stadtteilen, großzügig bewaldete Gebiete vor. Jedes Jahr in den Sommermonaten rückt daher die Feuerwehr auch zu zahlreichen Brandeinsätzen aus, um Flur-, Wald- und Wiesenbrände zu löschen. Die vorherrschende Topografie machte eine Sonderbeschaffung notwendig. In mittlerweile vierter Generation beschaffte die Feuerwehr für die freiwilligen Unterstützer jüngst ein sog. TLF 3000-W. Ausgestattet mit Allradantrieb mit Singlebereifung, einer Bodensprühanlage für den Eigenschutz und einer CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System). Mit seiner Hilfe bleibt das Schaummittel bis zu einer halben Stunde an allem haften und benetzt es sehr nachhaltig. Zudem unterscheiden Astabweiser dieses Fahrzeug von ähnlichen Fahrzeugen dieses Typs.

Mein bisheriges Löschzug-TLF, das TLF 24/48-SL bekommt tatsächlich ernstzunehmende Konkurrenz. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Gedanken, dieses Fahrzeug etwas zu überarbeiten. Bislang wusste ich allerdings noch nicht wie. Mit diesem Neubau könnte es allerdings nun etwas im Fahrzeugpark geben, von dem ich mir vorstellen kann, noch ein paar weitere Fahrzeuge zu bauen. Für wegen einheitlichem Fuhrpark und so. Dann aber ohne Waldbrand-Brimborium und etwa zwei Noppen länger für ein TLF 4000.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

RTH (Rettungshubschrauber)

Farnheim ist seit Inbetriebnahme eines Luftrettungszentrums am 16. September 1977 Stützpunkt für den Rettungshubschrauber „Christoph 50“. Er ist, wie meisten anderen RTHs in Deutschland, in die primäre Luftrettung eingebunden. D. h. es werden im Einsatzfall mit ihm ein Notarzt und ein Rettungsassistent zur Einsatzstelle beordert. Je nach Alarmierungsort ist der Helikopter noch vor den bodengebundenen Kräften vor Ort und kann mit der fachlichen Erstversorgung beginnen. Zu Sekundäreinsätzen zählen hingegen Flüge, bei denen eine Weiterverlegung eines medizinisch versorgten intensivpflichtigen Notfallpatienten aus einem Krankenhaus (mit weniger Versorgungsmöglichkeiten) in ein anderes, spezialisierteres Krankenhaus mit erweiterten Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Stationiert ist „Christoph 50“ am Farnheimer berufsgenossenschaftlichen Uniklinikum Rechts der Jade (kurz RDJ) und flog allein 2015 zu rund 1.500 Einsätzen.

Das Team im Luftrettungszentrum am RDJ besteht aus insgesamt drei Piloten und 8 HEMS-Crew-Mitglieder (Helicopter Emergency Medical Services), die sich in Schichtdiensten um den technisch einwandfreien Zustand des Helikopters kümmern und seine permanente Einsatzbereitschaft gewährleisten.

„Christoph 50“ ist der einzige in Deutschland von örtlichen Institutionen betriebene Rettungshubschrauber. Daher trägt er auch das weiß-rote Farbschema des städtischen Rettungsdienstes. Seit 2010 ist er mithilfe von speziellen Nachtsichtbrillen auch für den
Nachteinsatz tauglich. Allerdings wird er zu diesen Tageszeiten vornehmlich als Transportmittel genutzt, da vor allem das Landen auf unbekanntem und unbeleuchtetem Terrain nach wie vor sehr riskant ist.

Die Besatzung besteht aus einem Pilot (bei Nachtflügen doppelt besetzt), einem Notarzt aus dem RDJ und einem RA der Feuerwehr Farnheim.

Eine Großstadt braucht natürlich auch einen Rettungshubschrauber. Dem (eigenen) Wunsch konnte ich nun endlich entsprechen und ein wesentliches Modell von meiner Projektliste streichen. Es war wieder eine dieser Baustellen, die ambitioniert startete. um wenig später wieder brach liegengelassen zu werden, weil Teile und Motivation im Einzelnen oder gleichermaßen fehlten, oder es schlichtweg an Lösungen für bauliche Probleme haperte. Die selbstgesteckte Voraussetzung war nämlich ein (mehr oder minder) nutzbarer Patientenraum, Platz für den Piloten sowie ein zeitgemäßes Äußeres. Die Farbgebung, die des feuerwehreigenen Rettungsdienstes, ergab sich dabei dann fast schon wie von selbt. Es brauchte allerdings schon einen ganzen Abend, um aus der Idee, einem Inspirationsquell, einem Teile- und Bautechnikspender und einer Steinebaustelle einen präsentablen Hubschrauber zu zimmern.

Da dieses Modell erneut etwas Besonderes darstellt, fällt die dazugehörige Bildergalerie entsprechend üppig aus – mitsamt Anwendungsbeispiel.

FLB 1 „OBrD Lübben“ (Feuerlöschboot)

LB00

1994 stellte die Feuerwehr Farnheim ein damals neues und hochmodernes Löschboot in Dienst: die „Oberbranddirektor Lübben“. Damals, als die Stadtkassen noch üppig gefüllt waren, stellte sich nicht die Frage, ob das alte Schiff – erbaut in den 1960er Jahren – durch eine Generalüberholung noch weitere Jahre Dienst tun könnte. Stattdessen wurde am Reißbrett ein dem Gefahrenaufkommen wohldimensioniertes neues Schiff konstruiert. Die Kielleigung erfolgte nach intensiver Planungsphase schließlich im Juni 1992 und der Stapellauf dann im November 1993. Seither ist das FLB 1 rund zwei-, dreimal wöchentlich im Einsatz. Sei es zu Wasserrettungseinsätzen, zu Gefahrgut- oder Brandeinsätzen – letzteres auch auf dem wassernahen Festland.

Die Kabine ist gegen ABC-Gefahren mit einer Überdruckanlage ausgestattet. Daher sind alle Werfer und die Schaummittelanlage fernsteuerbar. Zur Dekontamination steht auch ein entsprechender Duschkorridor zur Verfügung. Zudem wird für das traditionelle „Löschen von Hand“ eine umfangreiche Ausstattung bestehend aus Schläuchen, Strahlrohren, Einreißhaken, etc. bereitgehalten. Ferner können über das Heck zu Ölwehr schwimmfähige Sperren zu Wasser gelassen werden.

Ausstattung:
Länge: 29,58 m
Breite: 5,49 m
Höhe: 7,25 m
Besatzung: 4 Mann
Leistung 2 x 850 PS
Wasserverdrängung: 250 to.
Geschwindigkeit: 22 Knoten
3 Schaum-/Wasserwerfer mit je 8.000 L/Min. (120 Meter Wurfweite)
2 Schaum-/Wasserwerfer mit je 6.000 L/Min. (90 Mter Wurfweite)
Hochdrucklöschanlage für Kajütbrände
Wassernebel-Selbstschutzanlage
Schaummitteltank: 10.000 L
2×4 Schaumrohranlage für eine Oberflächenverschäumung von 1/2 qkm während der Fahrt oder ein fußballfeldgrößes Becken kann 5 Meter hoch verschäumt werden
Stromgenerator: 200 KvA
Pumpenmotoren: 3 x 400 PS (50.000 L/Min.)
sowie modernste Navigation- und elektronische einsatztaktische Einrichtungen, wie Radar, Echolot, Ruderlagenanzeige, Windmesser, Bordsprechanlage, Gaswarnanlage, WLAN, Satellitentelefon, Digitalfunk und Maschinenüberwachungsanlage

Wieder ein Projekt getreu dem Motto „Was lange währt…“. Das Schiff stand mit vormontierten Rumpf monatelang im Regal. Bis dato fehlte die zielführende Motivation das MOC weiterzubauen oder gar fertigzustellen. An entsprechenden Vorbildern sollte es zwar nicht mangeln, aber Auto zu bauen ist das eine, Schiffe hingegen eine ganz andere Nummer. Sei’s drum. Die noch anfänglich geplante Idee der Umsetzung eines Gelenkmastes am Heck des Schiffs verwarf ich, da dies selbst im ruhigen Hafen für das Rettungspersonal im Korb eine schaukelige Angelegenheit darstellt. Stattdessen konzentrierte ich mich auch die Kernaufgaben: Feuerlöschen. Gerade bei den Werfern mitschiffs gelang mir eine kompakte Möglichkeit mittels 2x2er Haspelhalterungen.

Die Aufbauten teilen sich Richtung Bug in Mannschaftskabinen, bzw. Brücke, sowie heckseitig in Maschinenraum, respektive Schaummitteltank, etc. Auf dessen Dach sind die Schaumanlage, heckseitiger Werfer und seitlich große B-Abgänge zu erkennen. Abschließend versah ich das Schiff wieder mit allerei Details, wie Antennen für Radar und Funk, Positionslichtern, Arbeitsscheinwerfern usw. usf.