Für den Fall der Fälle stehen bei der Feuerwehr verschiedenste Mehrzweckfahrzeuge (mit Ladehilfe) im Dienst und diese sind, wie der Name es bereits richtigerweise suggeriert, keinem festen Einsatzzweck zugeordnet. Vielmehr werden sie zu verschiedensten Diensten herangezogen, bspw. dem Materialtransport. Vor allem aber dienen sie der Feuerwehr als leistungsstarke Zugfahrzeuge. Denn die leistungsstärksten unter ihnen sind die New World T-850 Greyhound. In ihnen leistet ein 4,2 Liter großer V6-Turbodiesel 340 PS bei 580 Nm Drehmoment. Damit lassen sich schon einige schwerere Massen fortbewegen.
Der neueste Zugang, dieser jene welche, verfügt zudem über einen Mild-Hybrid-Antrieb, d. h., die zusätzliche Elektrifizierung dient nicht dem rein elektrischen Fahrbetrieb, sondern unterstützt mit einem zusätzlichen Boost (+ 180 Nm) den Anrollvorgang bei der ersten Radumdrehung. Gerade beim Ziehen schwerer Lasten hat sich dieses Ausstattungsmerkmal als äußert hilfreich erwiesen.
Da auch die Freiwillige Feuerwehr bekanntermaßen mit einigen Spezialaufgaben betraut ist, vertraut auch sie auf diese robusten und zuverlässigen Zugpferde. Sie ziehen dann vornehmlich Anhänger für die Logistik oder Wasserrettung.
Dieser Fahrzeugtyp mausert sich, neben der mittlerweile stattlichen Flotte an Kleintransportern, zu einem weiteren sehr wandlungsfähigen Fahrzeugtyp. Derzeit existieren vier Fahrzeuge, allesamt mit anderen Auf- und Anbauten sowie Einsatzzwecken. Ob als Vorausrüstwagen, als MFZ mit Doppelkabine oder in diesem Fall mit langer Ladefläche oder als Rapid Intervention Vehicle (Vorauslöschfahrzeug) bei der Flughafenfeuerwehr.
Als die Branddirektion 1975 das neue Wechsellader-Fahrzeugkonzept der Öffentlichkeit präsentierte, konnte man noch nicht absehen, wie sich das hochflexible System bis zum heutigen Tage entwickeln würde. Mit beinahe einem halben Jahrhundert Abstand kann man das nun in nur einem Wort zusammenfassen: umfangreich. Denn 54 Abrollbehälter stehen heutzutage für die Bewältigung unterschiedlichster Aufgaben bei der Feuerwehr Farnheim bereit, die auf insgesamt 13 Trägerfahrzeuge der BF und FF verlastet werden können.
Im Pool der Museumsfahrzeuge befindet sich seit diesem Spätsommer auch ein WLF der ersten Generation. In diesem Fall war der 13-Tonner von 1975 bis 1999 im Dienst, ehe er an einen ortsansässigen Fuhrunternehmer verkauft wurde. Das Fahrzeug war dort noch bis knapp 2010 im Dienst, ehe ein privater Sammler das Fahrzeug erstand. Mittlerweile deutete von außen nichts mehr auf den ursprünglichen Einsatzzweck hin, denn der Wechsellader hatte zwischendurch eine neue Lackierung in himmelblau erhalten.
Als der Sammler zwischenzeitig verstarb, wurde Anfang 2019 die Oldtimer-Sammlung aufgelöst. Die historische Abteilung der Feuerwehr kaufte das Fahrzeug aus dem Nachlass des Sammlers zurück, und die erste technische Abnahme an neuer alter Wirkungsstätte bescheinigte dem alten robusten WLF einen durchaus patinösen aber respektablen Zustand – mitgenommen zwar, aber technisch stand er technisch recht gut da. Da das Fahrzeug insbesondere in den letzten 10 Jahren kaum Witterungseinflüssen ausgesetzt wurde, hielt sich die Rostbildung an Kabine und Rahmen schließlich auch in überschaubaren Grenzen. Dennoch waren viele hundert Stunden Arbeit nötig, um das Fahrzeug wieder in den Auslieferungszustand von 1975 zurückzuversetzen.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen MAS KH 1419F der Maschinenfabrik Augustastadt. Der Nomenklatur folgend leitete 6-Zylinder-Diesel rund 190 PS bei 14 to. zGM. Das KH-Kürzel stand für Kurzhauber und das F für Feuerwehraufführung. Das Abrollsystem installierte die Fa. Hakotech. Sein damaliger Fahrzeugzwilling überfüllte übrigens die gleichen technischen Rahmenbedingungen.
Mit dem AB-Tank konnte auch ein Abrollbehälter aus der ersten Beschaffungsserie restauriert werden. Tatsächlich war das WLF während der aktiven Dienstzeit mit genau diesem AB „verheiratet“, d.h. ständig beladen. Hierbei war dessen Beschaffung nicht ansatzweise so zeitaufwendig, denn der Container war nach Herausnahme aus dem täglichen Einsatzdienst im Jahr 2001 nach kurzer Revisionspause bis vor wenigen Jahren praktische Ausbildungsgerätschaft für Gefahrguteinsätze an derhauseigenen Feuerwehrschule.
Die Mulde befindet sich noch heute im aktiven Einsatzdienst – bald 50 Jahre nach Indienststellung. Sie wurde mit den Jahrzehnten mehrere Male teils mit größerem Aufwand grundsaniert, da sie die meiste Zeit, sommers wie winters, der Witterung ausgesetzt war. Da außer Stahlblech an ihr nichts kaputtgehen kann, wird sie wohl noch einige Jahre weiterhin zuverlässig ihren Dienst verrichten, vor allem auch, weil sie seit 2013 endlich einen festen Unterstellplatz hat.
Vor einigen Jahren hatte ich bereits mal einen Kurzhauber gebaut, wie man ihn als Mercedes-Benz kennt. Noch im traditionellen 4wide. Fragmente, wie die Motorhhaubengestaltung, blieben nach dem Zerlegen übrig und erst einmal liegen. Erst kürzlich nahm ich das Projekt noch einmal in die Hände und fing um die Haube herum komplett neu an. Da nun ein WLF aus den Versatzstücken entstehen sollte, empfahlt sich die 4er Breite nur noch in Teilen, da auch die aktuellen Abrollbehälter auf den künftigten Oldtimer und das Fahrzeug selbst künftig zu den aktuellen Geschwistern passen mussten. Zwar hatte ich der Vergangenheit bereits einige 5w-WLFs zusammengebaut, jedoch war auch diese Enstehungsphase wieder eine, die gekennzeichnet war vom Ausprobieren und abermaligen Umbauen. Das Tüfteln begann bereits mit der Entstehung der Kabine. Gesnottetes, also auf der Seite liegende Steine, hat nun mal keine typische Steinehöhe. Somit musste ich mir etwas einfallen lassen, um den vorderen Teil rund um die Motorenverkleidung mit dem Kabinenabteil zu verbinden, ohne größere Lücken klaffen zu lassen. Wenn man genau hinsieht, gibt es nur noch zwei kleine Spalte: einen horizontalen vor den Türen unterhalt der Scheibe und einen in unmittelbarer Nähe oberhalb des Kotflügels. Ich denke, das kann man so lassen und ist durchaus akzeptabel.
Wenn es brennzlig wird, kann die Feuerwehr auf diesen speziellen Abrollbehälter zurückgreifen, der die herkömmlichen Löschmaßnahmen nochmals erweitert. An Bord befindliche wasserführende Armaturen, Schaum- und Strahlrohre sowie ein portables Wenderohr unterstützen somit die eingesetzten Kräfte in der Brandbekämpfung.
Das Vorbild war bis vor Kurzem in Berlin beheimatet und ebenso wie in Farnheim in die Fachgruppe Schaum eingegliedert. Hierauf werden keinerlei Löschmittel mitgeführt, da die Feuerwehr Farnheim dies in hinreichender Menge auf Fahrzeugen für den Abwehrenden Brandschutz bzw. auf gesonderten Abrollbehältern mitführt bzw. vorhält.
Es war an der Zeit nun auch diesen Karton auf 5w umzubauen. Grundsätzlich blieb das Geräteraumlayout mit dem großen, gestürzten Gerätefach erhalten. Dazu gesellte sich neu ein hochkant montiertes Cupboard für mehr Stauraum. Somit habe ich auf engsten 5w, weil nur 10 Noppen lang, die wohl maximale SNOT-Möglichkeit erreicht. Neben der Hülle ist auch der Inhalt überarbeitet, den nun ein tragbares Wenderohr sowie zwei üppige Schaumrohre und Kübelspritzen umfassen. Beim Nachbearbeiten der Fotos fiel mir auf, dass ich eines mit ausgebreitetem Interieur vergaß anzufertigen. Das hole ich nach.
Mit den Weiterentwicklungen in der Notfallmedizin in den 1960er Jahren – nach den Clinomobilen – schlug die Stunde der Notarztwagen. In den Siebziegern war sogar eine 13-teilige Dokufiktion mit Namen „Notarztwagen 7“ im TV populär, die die rettungsdienstliche Arbeit der Besatzung eines in Frankfurt am Main im Einsatz befindlichen Notarztwagens veranschaulichte.
Hier das Intro zu der Serie (Copyright Hessischer Rundfunk):
Als Nebenbemerkung sei gesagt, dass der filmische Ausschnitt durchaus ein zeithistorisches Dokument darstellt. Aus medizinischer und zeitgeistlicher Sicht. Mit u.a. Thekla-Carola Wied waren sogar einige bekannte Schauspieler jener Zeit verpflichtet worden. Interessante Funfacts: Zum einen hat der Titelsong sich die typische „Martinshorn“-Zweiton-Fanfare zum musikalischen Thema gemacht, und zum anderen hieß der im Film verwendete Notarztwagen der BF Frankfurt NAW 7, um Verwechselungen mit dem echten NAW 3, der er eigentlich war, zu vermeiden.
Aber zurück zum Fahrzeug. Ein Notarztwagen, kurz NAW, war in der Regel ein Großraumtransporter, der mit einer erweiterten medizinischen Ausstattung bestückt war und den Arzt gleich mitbrachte. Stationiert waren diese Fahrzeuge meist an den städttischen Krankenhäusern und Kliniken.
So auch in Farnheim. 1970 beschaffte die Feuerwehr für den Rettungsdienst den ersten NAW für die Jadestadt. Stationiert wurde er am Universitätsklinikum Rechts der Jade (RDJ), aufgrund seiner zentralen Lage. Die Entscheidung den Notarztwagen auf ein 7-to-Chassis zu setzen bot gleich mehrere Vorteile: robuste LKW-Technik, ein größeres Platzangebot und eine höhere Nutzlast für das Plus an zusätzlich verlasteter notfallmedizinischer Ausstattung.
In den Jahren zuvor, ab 1967, gingen in der bayrischen Landeshauptstadt drei vergleichbare Fahrzeuge auf Magirus-Deutz-Fahrgestellen 110 D7 F mit Bonner Miesen-Aufbau in Dienst. An der Isar taufte man sie, wegen ihres Erscheinungsbildes, „Jumbo“, wobei man in Farnheim, in Anlehnung an die Münchner, den eigenen fortan als „Jade-Jumbo“ betitelte. Während die NAWs aus Bayern jeweils nur recht wenige Jahre im Einsatzdienst verblieben, war dem Farnheimer Pendant, bis einschließlich 1981, eine deutlich längere Dienstzeit beschienen. Sein langer Einsatzzeitraum war als Erfolg zu bewerten, denn er ebnete schließlich den Weg für zwei Nachfolge-Generationen, ehe die Feuerwehr ab 1995 auf das sog. „Rendevous-System“, bestehend aus einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und einem Rettungswagen (RTW), umstellte und den letzten verbliebenen NAW 1998 aus dem aktiven Dienst entließ.
Noch unwissend über welches technische Schmankerl man zu jener Zeit verfügte, wurde der NAW zunächst ab 1982 noch einige Jahre als zweiter Wasserrettungswagen eingesetzt. Die vollständige Außerdienststellung erfolgte schließlich 1987. Mit der FF Reuschenberg fand sich ein Käufer für das robuste Fahrzeug, die ihn bis etwa 1996 als in Eigenregie umgebauten Gerätenwagen-Atemschutz nutzte.
Als ihn die neugegründete Abteilung der Feuerwehrhistorik wieder aufspürte, zeigte sich bei der Besichtigung vor Ort, dass die Zeit ihm arg zugesetzt hatte. Die vollständige Restaurierung lässt ihn heute wieder im Auslieferungszustand erstrahlen. Die sog. „Frankfurter Lackierung“ bekam der NAW übrigens erst ein Jahr später.
Bei der Suche nach besonderen Fahrzeugen längst vergangener Zeiten stieß ich u.a. auf diesen NAW. Leider sind die historischen Details, die das Internet und die mir vorliegende Fachliteratur bereithält, nur wenig erschöpfend. Insofern können manche Details am Modell nicht wahrheitsgemäß wiedergegeben sein. Aber, es soll ja schließlich auch ein Farnheimer sein und kein Münchner.
Dieses Modell baute ich zunächst vollständig in der 4er Breite (siehe Bilder weiter unten), bis ich auf ein Modellfoto stieß, das mir die Größe und vor allem die Breite des Fahrzeugs nachvollziehbarer machte. So baute ich kurzerhand alles ab der B-Säule auf 5w um. Dabei konnte ich glücklicherweise die zuvor in 4w festgelegten Proportionen in Punkto Länge und Höhe beibehalten. Lediglich den hinteren Hochdachabschluss und die Heckklappe musste ich aufgrund der neuen Baubreite ändern.
An die Farnheimer Feuerwehr wurden kurz vor Weihnachten noch drei sog. Farnheimer Löschfahrzeuge vom Typ (HLF30/20) ausgeliefert. Es sind die ersten einer neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug-Generation in der Jadestadt. Der Fahrzeughersteller hatte im Rahmen der IAA, im Herbst 2021, seine neue mittelschwere Nutzfahrzeugklasse dem Fachpublikum vorgestellt. Nun sind die ersten Fahrzeuge mit bereits nach Euro 7 reglementierten Dieselmotoren ausgestattet und ausgeliefert worden. Die zwangsbeatmeten 6-Zylinder-Motoren arbeiten noch effizienter und verfügen leistungsgesteigert statt über 299 nun über 312 PS. Der hier vorgestellte Neuzugang wird zunächst an der Hauptfeuerwache, der FRW 2 im Nordosten der Stadt gelegen in Dienst gehen.
Wir erinnern uns: 2018-2019 befanden sich im Verlaufe bis zu drei potenzielle Nachfolgerfahrzeuge für das Modernisierungsprojekt „FLF25“ im ausführlichen Testbetrieb. Diese verfügten über größere Löschwassertanks von insgesamt 2.000 L statt 1.600 L sowie eine leistungsfähigere Pumpe (FP 10/3.000). Das Konzept hat sich in der Praxis hervorragend bewährt, sodass mittlerweile die Beschaffung über insgesamt 30 Fahrzeuge angelaufen ist, wobei 13 Stück von ihnen auf die Freiwillige Feuerwehr entfallen werden, sodass erstmalig in der Geschichte der gesamten Farnheimer Feuerwehr auf einen einheitlichen Fahrzeugtypus zurückgegriffen werden kann. Das gestaltet Fahrzeugrotationen effizienter, da sich die Manschaften nicht mehr auf andere Fahrzeugbedienungen ein- bzw. umstellen müssen. Voraussichtlich 2024 sollen die letzten Exemplare der neuen „FLFs“ ausgeliefert und indienstgestellt sein. Somit wird neben der vereinfachten Fahrzeugausbildung auch die Wartung und Instandsetzung, Ersatzteilbevorratung und die Anschaffung aller Fahrzeug überhaupt erheblich günstiger.
Die Finanzierung des Gesamtinvestitionsvolumens von über rund 11 Millionen Euro in die Modernisierung des abwehrenden Brandschutzes in Farnheim übernimmt zu einem Drittel das Land.
Zum Modell. An einem wolkenbedeckten Tag Mitte Dezember entstand auf meinem Bautisch ein vollkommen neues Fahrzeuggesicht. Ich war dabei eine Ablösung für mein bisheriges, auch nach einem erfolgten Facelift, nun in die Jahre gekommenes Frontdesign zu finden. Ein sog. Hausfrauentest bei Freunden ergab, dass die neue Optik offensichtlich Anklang fand. Also entschied ich mich als erstes mein „Mädchen für Alles“, das HLF damit auszustatten. Und es passte auch ganz gut in die zeitliche Abfolge, denn gemäß eines alten Artikels sollte nun ein Generationswechsel bei der Fahrzeuggattung anstehen.
Grundsätzlich unterscheidet sich der Nachfolger, mal abgesehen von dem neuen Frontdesign, nur in Details vom (Testfahrzeug-)Vorgänger. Allerdings konnte ich dabei ein paar konstruktive Schwächen abstellen und fand noch ein wenig Raum für Modernierungen. So ist die Dachbeladung mit nun 2 (!) Leitern eine völlig andere, die Gruppenkabine geräumiger, die Geräteräume G1/G2 um eine Plattenhöhe tiefer platziert und die Haspelaufnahmen ansatzweise stabiler gehalten. Neben einer komplett neuen Sondersignalanlage bietet die das neue Frontdesign die gesetzmäßig folgerichtige Umsetzung von nur noch einem erlaubten Paar Straßenräumern. Es könnte aber sein, dass hierüber noch nicht das letzte Wort – trotz erfolgter Gesetzesnovellierung – gefallen ist. Und auch darüber, ob ich hiervon tatsächlich mal 30 Fahrzeuge bauen werde und will…
Die Drehleiter an sich ist sicher das markanteste Fahrzeug der Feuerwehr, das jedes Kind erkennt. 1984 orderte die Beschaffungsstelle der Feuerwehr Farnheim allerdings eine außergewöhnliche Drehleiter. Eine, die in vielen Aspekten besonders war. Durch den gegenläufig der Fahrrichtung installierten und abgelegten Leiterpark bot sie eine vollkommen andere Optik. Und nicht nur das. Durch den am Fahrzeugheck befindlichen Rettungskorb war man bei Einsätzen in der Lage, diesen unverzüglich zu bemannen und die Leiter rasch an Gebäuden anzuleitern; das brachte im Einsatzfall entscheidende Sekunden. Leider war das Fahrzeug aufgrund seiner Länge bei Rangierfahrten extrem unübersichtlich, selbst mit Einweisern. Und so kam es, wie es kommen musste, als 1992 nach einem Einsatz bei einem Wohnungsbrand in der Farnheimer Innenstadt der Maschinist bei einer Rückwärtsfahrt ein herannahendes Fahrzeug übersah und mit diesem kollidierte. Der Korb sowie Teile Leiterparks wurden dabei derart beschädigt, dass die Leiter für die Zeit der Reparatur zurück an den Hersteller musste. Auch an dem PKW entstand beträchtlicher Schaden, bei dem der Fahrzeugführer jedoch mit dem Schrecken davon kam. Zum Unfall kam es, weil er zunächst eine Polizeiabsperrung missachtete und auf Anhaltezeichen der umstehenden Beamten nicht reagierte. Die Polizei stellte bei ihm im Verlauf einen Blutalkoholwert von 2,1 Promille fest. Der Führerschein wurde noch an Ort und Stelle sichergestellt. Die weiteren Dienstjahre der DLK verliefen ohne weitere Blessuren, und nachdem sie noch einige Jahre als taktische und technische Reserve ihren Dienst versah, stellte man sie 2002 schließlich außer Dienst. Die Interessengemeinschaft der Feuerwehrhistorik übernahm das Fahrzeug und stellte es zunächst unter, ehe man es 2014 aufwändig sanierte. Die sog. DLK 23/12-SE sollte ein Einzelstück in der Jadestadt bleiben.
Natürlich gab es zu dem Modell auch ein Vorbild, sehr genau genommen derer 14. Auch die echte Drehleiter war optisch zweifelsohne ein Hingucker, aber mich persönlich hat ihre Silhouette nie überzeugen können. Bis heute. Dabei ist sie konzeptionell und technisch gesehen außergewöhnlich. Gerade deswegen ein erheblicher Grund mehr, solch großartigen technischen Pioniergeist auch der Feuerwehr Fahrnheim zuzugestehen. Natürlich musste auch ein Fahrerhaus her, das einen mittelschweren LKW jener Zeit interpretiert und ebenso älter wirkt, als meine derzeitigen Feuerwehrwehrmodelle. Ich hoffe, es ist mir gelungen. Da ja immer irgendwas ist, musste ich bei der Baugröße leider auf die Funktion der typischen Waagerecht-/Senkrecht-Abstützung verzichten. Ab es ging mir in erster Linie um die Wiedergabe eines Vorbildes mit untergeordneter Funktionsdarstellung. Apropos Vorbild. Im Anschluss folgt in aller Kürze die Geschichte einer ebenso kurzen Schaffensperiode zum originalen Ideengeber.
In den 1980er Jahren versuchte sich der Karlsruher Feuerwehrgerätehersteller Carl Metz (heute in den österreichischen Weltkonzern Rosenbauer eingegliedert) an einer Innovation, die in der Fachwelt ein großes Medienecho nach sich zog. Das Unternehmen Metz, seit Anbeginn eine Institution in Sachen Hubrettung dachte in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre das Drehleiterkonzept neu und stellte 1980 dem verdutzten Fachpublikum auf der Interschutz in Hannover ein Leiterfahrzeug vor, das über einen entgegengesetzt montierten Leiterpark verfügte, d. h. der Leitersatz samt Rettungskorb an dessen Ende lagerte nicht wie gewöhnlich auf dem Fahrhausdach, sondern war nun am hinteren Fahrzeugende zu finden. Dadurch konnte im Einsatzfall dieser sofort bestiegen werden, daher auch das Kürzel „SE“ für Soforteinstieg. Das sollte am Einsatzort entscheidende Sekunden bringen, denn bislang musste der Leiterpark zunächst seitlich verschränkt und abgesenkt werden, um den Rettungskorb zu besteigen, ehe sie einsatzbereit war. Mitunter musste man bei noch älteren Fahrzeugen den Rettungskorb sogar erst noch einhängen, ehe er betriebsbereit war. Hierin war lag der wesentliche Vorteil der Drehleiter mit Soforteinstieg. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Pluspunkt war die wesentlich niedrigere Gesamthöhe des Fahrzeugs, was sie mit damaligen Drehleitern niedriger Bauart von Magirus konkurrenzfähig machte. Gewöhnlich sind Drehleitern etwa 3,30 Meter hoch, die Leiter niedriger Bauart und die SE-Leiter maßen lediglich 2,85 bzw. 2,88 Meter. Ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Passieren niedriger Durchfahrten geht. Allerdings ragte der vierteilige Leiterpark samt fest montiertem Korb über 1,5 Meter über das Fahrzeugheck hinaus, was das Manövrieren und Rangieren, gerade in engen Innenstädten, sehr schwierig gestaltete. Neben den höhreren Beschaffungskosten gegenüber herkömmlichen Drehleiterfahrzeugen einer der Gründe, weshalb der Innovation kein großer durchschlagender Erfolg vergönnt war. Schlussendlich produzierte Metz bis etwa 1987 nur 14 Stück dieses Typs. Danach war Schluss. Jedoch setzte sich das ungewöhnliche Technik-Konzept allerdings erst rund drei Jahrzehnte später in abgewandelter Form als bekannte Gelenkteil-Drehleiter durch. Erst das Gelenkteil machte es möglich, den Korb über das Fahrerhaus hinaus und ohne zeitraubendes Verschränken des Leiterparks auf Straßenniveau abzusenken.
Der Vollständigkeit halber liste ich für den interessierten Technikfreund die 14 produzierten Drehleitern und ihre Standorte, soweit bekannt, auf. Aufgebaut wurden sie allesamt auf Mercedes-Benz-Fahrgestellen der NG-Klasse (Neue Generation) mit 14 bzw. 16 to. zGm. Die verbauten Dieselmotoren leisteten zwischen 190 bis 320 PS.
BF Hamburg, MB 1419 F (Bj. 1980), verkauft an die FF Glückstadt (bis 1994 in HH, bis 2005 in Glückstadt)
BF Stuttgart, MB 1419 F (Bj. 1980), verkauft an die FF Zeven, verkauft an die FF Werlte (bis 1996 in S, bis 1997 in Zeven, bis 2014 in Werlte)
1957 beschaffte die Berufsfeuerwehr Farnheim ihren ersten auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Gerätewagen für die Wasserrettung nach dem zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte noch ein in Eigenregie umgebautes LLG (Leichtes Löschfahrzeug), das den 2. Weltkrieg überlebte, als Einsatzfahrzeug genüge getan. Auf einem 5to-Fahrgestell von HanoMOC F35 baute die Feuerschutzfabrik Steinle einen sehr flachen Aufbau auf dessen Dach im Fahrbetrieb ein Aluminiumboot verlastet war. Mittels am Heck montierten Spindeln war die Fahrzeugbesatzung in der Lage, das Boot vom Fahrzeugdach zu holen und Klarschiff zu machen. Der 4-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor des HanoMOC enwickelte bei 2.800 U/Min 51 kW (70 PS).
Das Fahrzeug ging 1972 außer Dienst und wurde an die Freiwillige Feuerwehr Marktmaschenroth verkauft. Dort leistete es noch einige Jahre wertvolle Dienste, ehe es auch dort endgültig in den verdienten Ruhestand wechselte. Eine private Sammlergemeinschaft aus Hessen kaufte das Fahrzeug von der Feuerwehr auf und restaurierte es im Rahmen ihrer Möglichkeiten. So fuhr es bis in 1990er Jahre hinein bei Oldtimer-Sternfahrten mit oder war Teil historischer Fahrzeugausstellungen. 2002 trennte sich sich die Sammlergemeinschaft von zahlreichen Exponaten, zu denen auch der alte HanoMOC gehörte. Er fand bei einem Gebrauchtwagenhändler für Nutzfahrzeuge in Leopoldstadt ein neues Zuhause. Dort stand das Fahrzeug über eineinhalb Jahrzehnte letztlich vergessen in einer abgelegenen Ecke des weitläufigen Betriebsgeländes. 2016 kaufte schließlich die feuerwehrhistorische Abteilung das Fahrzeug für den symbolischen Wert von einem 1 Euro auf und restaurierte es in den kommenden vier Jahren von Grund auf. Viele Ersatzteile, die mittlerweile, selbst gebraucht, nicht mehr zu beschaffen waren, wurden entweder in Eigenregie oder von Formen- und Machinenbauern aus Farnheim angefertigt.
Vor wenigen Wochen verließ das Fahrzeug schließlich nach mehreren hundert Stunden Aufwand im bestmöglichen Retaurationszustand die heiligen Hallen der Zentralwerkstätten an der Feuerwache 4 und wurde im Anschluss interessierten Medienvertretern präsentiert.
Auf der Suche nach weiteren interessanten Oldtimern fiel die Wahl auf einen Gerätewagen-Wasserrettung (GW-W). Hat diese Fachgruppe doch bedingt durch die Nähe zu Fluss und Meer in Farnheim eine lange Tradition, an die im kommenden Museum hinreichend erinnert werden soll. Als Ideengeber lässt sich zweifelsohne der Gerätewagen-Wasserrettung der Berufsfeuerwehr Hannover benennen, der zwischen 1961 und 1970 in der niedersächsischen Landeshauptstadt Dienst tat. Nur der Vollständigkeit halber aber sei gesagt, das der Hanomag L28 ursprünglich und viele Jahre vorher als Gerätewagen-Atemschutz angeschafft wurde.
Sei’s drum. Klassisch 4-Noppen breit ist dieses Modell, wenn man den seitlich angeflanschten Kleinkram mal außer Acht lässt. Das ist auch insoweit konsistent, da auch sämliche Kleintransporter (bis auf die Kofferaufbauten der Rettungswagen) mit vier Studs in der Breite auskommen. Wie beim Hannoveraner Vorbild sind sämtliche Gerätschaften sowie der Außenborder im Aufbau verstaut. Aus Ermangelung an Vorbildfotos ist die heckseitig installierte Abrollvorrichtung eine Eigenkreation. Keine Ahnung, ob so etwas tatsächlich am Vorbild existierte. Und wenn nicht, ist es auch egal, denn dieses MOC ist schließlich ein Farnheimer Original. 😉
Da das Fahrzeug vor Einführung des „Frankfurter“ Lackierschemas mit seinen weiß abgesetzten Koflügeln, Fahrerhausdächern und Aufbauecken beschafft wurde, entschied ich mich für eine durchgängig rote Farbgesteltung. Evtl. nehme ich das rot/weiße Schema später noch einmal auf – alleine schon deshalb, um zu sehen, wie es an diesem Modell wirkt.
Bei sog. CBRN-Lagen (solche chemischen, biologischen, radiologischen und/oder nuklearen Ursprungs) kann zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort die Analytische Taskforce hinzugezogen werden. Sie ist ein Team speziell ausgebilder Einsatzkräfte in der Bewältigung solch besonderer Gefahrenlagen. Die Task Force kann dazu auf leistungsfähige Messfahrzeuge, die vom Bund den Feuerwehren in Deutschland zur Verfügung gestellt werden, zurückgreifen.
Eines dieser Fahrzeuge ist der Gerätewagen-ATF. Das Innere des isolierten Kofferaufbaus lässt sich zur Wartung der sensiblen Messtechnik nutzen oder als Laborfahrzeug verwenden. Zudem kann er grundsätzlich zu jedweder Art von Logistikaufgaben herangezogen werden. Stationiert ist er auf der Umweltwache 4 in Farmsen.
An insgesamt neun vom BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) eingerichteten bundesweiten Standorten (Feuerwehr München, Hamburg, Essen, Köln, Dortmund und Mannheim, LKA in Berlin und das Institut der Feuerwehr in Sachsen-Anhalt sowie nun auch bei der Feuerwehr Farnheim) sind die Spezialeinheiten tätig, deren zentraler Aufgabenbereich es ist, CBRN-Gefahren zu analysieren und Gegenmaßnahmen anzuleiten. In einem Umkreis von bis zu 200 km können die ATF-Züge innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Die präzisere CBRN-Bezeichnung löst aufgrund der sich verändernden globalen Gefahrenlage die alte ABC-Formulierung ab. Der Gerätewagen bildet mit dem ELW-ATF und zwei weiteren Messfahrzeugen laut Alarm- und Ausrückordnung den ATF-Zug.
Erneut hat die Zeit ein weiteres Fahrzeug für einen „Make over“ erwischt, denn noch immer schlummern in Kisten verpackt einige LKWs in alter, lupenreiner 4w-Breite. Nach viereinhalb Jahren seines Daseins ist nun die Zeit für diesen Gerätewagen gekommen. Da mir die Fahrzeugfront noch immer gut gefällt, entschied ich mich eine behutsame Modifizierung. Der ursprüngliche Charakter des Fahrzeugs sollte unbedingt erhalten bleiben. Also beschränkte ich mich lediglich auf die Umgestaltung des Aufbaus und das Fahrgestell mit seinen Anbauteilen. Jedoch wurde die Erweiterung des Koffers um eine Noppe insbesondere für die Schwenktüren (ein übrigens sehr wichtiges Fahrzeugdetail) am Heck anfänglich zur kniffligen Herausforderung. Denn, keine Tür ist 2,5 Noppen breit. Wirklich keine? Nicht ganz. Die sog. Hinge Train Plate, oder einfach Bracke gerufen eignet sich dafür nämlich allerbestens. Es brauchte allerdings etwas Gehirnschmalz, ehe der Geistesblitz in meiner Denkschale einschlug.
Die seitliche Aufbautür ist leider nicht zu öffnen, dafür aber komplett neu gestaltet. Um den Kofferaufbau gewohnt schnörkellos darzustellen, bekam er ein gefliestes Dach. Zusätzlich, für den erleichterten Einstieg an der Seite, bastelte noch ein kleine Treppchen, das dem originalen Alu-Gestell recht nahe kommen soll. Überhaupt setze ich diese Farbroller für Details sehr gerne ein; auch die Rückleuchten werden übrigens von diesen in der Farbe Schwarz gehalten.
Die Beschaffungsstelle der städtischen Feuerwehr Farnheim bezieht derzeit neue Helme für sämtliche Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr. Die Wahl fiel nach der Ausschreibung auf den F.1000 von Fengler, der neben einer spürbaren Gewichtsersparnis auch mit intregalen Komfort- und Sicherheitsmerkmalen gegenüber seinem Vorgänger aufwarten kann. Neben einem Nackenschutz ist auch eine Funksprecheinheit integriert, zudem fallen seine Abmessungen kompakter aus. Auch schützt die Helmstruktur dank neuer Verbundmaterialien besser gegen Schläge, Hitze und sonstige äußere Einflüsse, was nicht nur ein erheblich Sicherheitplus bedeutet, sondern auch gleichzeitig ein wesentlich komfortableres Tragegefühl bedeutet. Das Visier und somit das Gesicht kann zudem hinter einem ausklappbaren verspiegelten Hitzeschutz verborgen werden.
Dankenswerterweise hat TLC nun endlich den alten Feuerwehrhelm überarbeitet und ihn gleichzeitig auch etwas „europäisiert“. Das alte Modell, das unübersehbar amerikanische Vorbilder hatte, wird wohl nach und nach ausgedient haben. Einziger Wehrmutstropfen: Noch sind die Helme lediglich in weiß zu haben. Meine zuvor praktizierte Unterscheidung der Dienstgrade durch verschiedenfarbige Kopfbedeckungen funktioniert somit leider erst einmal nicht mehr.
Als Ersatz für den altersschwachen Kranwagen FwK 25, der 28 Jahre in den Reihen der Berufsfeuerwehr seine Arbeit versah, trat 2013 sein dringend benötigter Nachfolger den Dienst an. Aufgrund des intensiven Übungsbedarfes an und mit dem Spezialfahrzeug wies der Vorgänger mittlerweile eine außerordentliche hohe Anzahl an Betriebsstunden auf, die nicht zuletzt immer ohne Ausfälle blieben. Somit kam es mitunter immer wieder zu reparaturbedingten Zwangspausen und die Berufsfeuerwehr musste im Falle spontan auf eine Sein Nachfolger ist nicht nur technisch auf dem aktuellsten Stand der Technik, er übertrifft auch die Leistungskapazitäten des alten Krans bei weitem. So kann der FwK 60 im optimalsten Fall bis zu 60 Tonnen Last heben. Dazu führt das Fahrzeug im Straßenbetrieb bis zu 10 Tonnen Ballast mit sich, was ihn an der Einsatzstelle sofort einsatzbereit macht. Gerade bei Unfällen und der Beseitigung schwerer Hindernisse stieß der alte Kran hier oftmals an seine Grenzen. Darüber hinaus war auch eine anderweitige einsatztaktische Verwendung weitestgehend ausgeschlossen. Mit dem neuen Fahrzeug wurde hierbei Abhilfe geschaffen: So kann der Kranwagen auch bei Großfeuern zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Dazu ist am Auslegerende ein kombinierter Schaum-/Wasserwerfer montiert, der variabel zwischen 1.000 L bis zu 4.000 L/Min. auf den Brandherd abgeben kann. Versorgt wird der Monitor über drei B-Schläuche, die dazu materialschonend am Ausleger eingehängt werden können.
In der Ausrückeordnung ist festgelegt, dass der Kran immer im Rüstzugverbund, bestehend aus einem HLF und einem RW 2, ausrückt. Nicht selten wird das Spezialfahrzeug auch durch ein WLF mit aufgesatteltem AB-Kran mit zusätzlichem Krangeschirr und -gewichten unterstützt. Der überarbeitete Rüstzug, inkl. des neuen Krans, ist auch bildlich im Ramen der Zugkombinationen aktualisiert.
Als mein Feuerwehrkran im vergangenen Jahr auf dem Berliner SteineWAHN beim Auspacken zu Bruch ging, meinte ich zu einem der Mitaussteller, dass ich nun einen guten Grund hätte, (endlich) einen neuen zu bauen. Tatsächlich war ich mit ihm schon etwas länger nicht mehr recht zufrieden. Zu fummelig der Aufbau und überhaupt stimmte die Größenverhältnismäßigkeit im Vergleich zu meinen mittlerweile gewachsenen LKW-Modellen auf 5w nicht mehr. Denn der Kran zählte bis dato doch nur 4 Noppen in der Breite. Es dauerte wiederum über ein weiteres halbes Jahr, bis dass es der in Bruchstücken in seiner Tüte schlummernde Feuerwehrkran auf meinen Bautisch schaffte.
Ich zwar gerade dabei ein neues Flughafenlöschfahrzeug zu bauen, bei dem das Fahrgestell samt Kabine in 6er Breite auf dem Bautisch meinem prüfenden Blicken standhalten musste. Genehmigt. Nur wollte kein Aufbau so recht dazu passen. Dieses Bauprojekt war aus einer Ich-bau-mal-wieder-was-Laune entstanden; also kein wirkliches „must have“ für meinen Fuhrpark. Dann erinnerte ich mich an die sterblichen Überreste meines Krans, und dachte, dass hierfür sehr wohl vordringlicher Ersatz erforderlich sei. Also ran ans Werk. Zunächst habe ich das Fahrgestell meines Flughafenlöschfahrzeugs verlängert und ausgelotet, inwieweit sich die alte Abstützung noch verwenden ließe. Überhaupt wollte ich auch den gesnotteten Kranausleger weiter verwenden. Dieser musste im Verlauf jedoch um einige Noppen verlängert werden, denn auch hier gilt die simple Rechenformel Länge mal Breite. Legt ein Auto in der Breite zu, so logischerweise es auch entsprechend in der Länge. Als schließlich klar war, wie sich die alte Abstützung beim Nachfolger verbauen ließ, konnte ich allmählich Gedanken an die Aufbauplattform verschwenden. Auch hierbei sollte wieder eine Motornachbildung unter einer zu öffnenden Abdeckung/Klappe stecken. Ein verborgenes, aber reizvolles Detail, wie ich finde.
Nachdem der Kran nun einen ersten Eindruck davon vermitteln konnte, wie er sich denn später einmal präsentieren würde, wurde mir bewusst, dass ich mich auch noch einmal an das Fahrerhaus setzen musste. Denn das sah zuvor noch wenig nach tiefergelegter Kran- denn nach typischer LKW-Fahrerkabine aus – blockig-würfelig. Allerdings dauerte diese Anpassung beinhae bis zum Ende des Bauvorhabens. Erst der Einsatz der Windschutzscheibe des Safari-Jeeps (#60267) brachte den optischen Durchbruch. Viel weitere Zeit nahm auch das Drehgestell ein. Hier musste unbedingt eine stabilere Lösung für die Hydraulikzylinder her (ein wesentliches Manko des Vorgängers) sowie überhaupt eine realistischere Gestaltung mitsamt einer Kanzel für den Maschinisten. Als auch hier die Lösung gefunden war, erfolgte als Finish ein noch wenig Detailing. So ist er nun das derzeit größte Fahrzeug im Fuhrpark der Berufsfeuerwehr und wird es vermutlich auch bleiben.
Nicht, dass ein neuer Kran aufgrund seiner Laufleistung lt. Beschaffungsplan wirklich nötig gewesen wäre, aber das „Upscaling“ war nun doch unvermeidbar, wenn der gewaltige Kran wieder zum Rest passen sollte. Kaum zu Glauben, denn der Vorgänger war auch schon wieder über sieben Jahre alt. Dann darf er ruhigen Gewissens auch als Modell modernisiert werden.