Kommandowagen (KdoW)

Auch eine Werkfeuerwehr verfügt über einige Führungsfahrzeuge. In diesem Falle ist es ein Kommandowagen, den auch der Leiter der Feuerwehr für Dienstfahrten nutzt. Mit ihm können aber auch kleinere Einsätze koordiniert werden.

Das Modell ist baugleich mit den Dienstwagen der städtischen Feuerwehr. Jedoch unterscheidet es sich in Punkto Signalanlage und Farbschema. Hierbei findet auch gleich eine kleine farbliche Weiterentwicklung Anwendung. Alle Fahrzeuge der Werkfeuerwehr erhalten nach und nach einen weißen Streifen an der Stirnseite.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

Sonderlöschfahrzeug (SLF 30/10-250P)

Seit dem letzten Jahr verstärkte sich die Wehr auch bei den Fahrzeugen für die aktive Brandbekämpfung. So beschaffte man zum SLF 16/18-2 ein erweiteres Fahrzeug – das SLF 30/10-250P. Wie die Zahlen darauf hindeuten lassen, transportiert dieses Einsatzfahrzeug 3.000 L Wasser, 1.000 AFFF-Schaummittel, sowie 250 kg Löschpulver zur Einsatzstelle, die allesamt über den kombinierten Dachwerfer auf das Brandgut abgegeben werden können. Es ist Teil des ersten Löschzuges.

Übrigens: Auf die Löschzugkombinationen einer Werkfeuerwehr gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich ein.

Natürlich habe ich dieses Fahrzeug dem älteren SLF nicht zur Seite gestellt, sondern es für die Umgestaltung genutzt. Das Modell wuchs um eine Noppe in der Länge, was dem Tanksegment (zu Erkennen an den 1x3er Fliesen auf den Seitenflächen) zu Gute kam. Grundsätzlich blieb die originale Optik erhalten. Allerdings ersetzte ich die vormals weißen Gerätefachabdeckungen durch hellgraue. Der wuchtige Monitor wich zudem einer filigraneren Version. Überhaupt konzentrierte sich die wesentliche Modifizierung am Heck. Hier kamen neue Schauchhaspeln zum Einsatz, die bereits vom Farnheimer Löschfahrzeug bekannt sein dürften. Auch abgeänderte Lichtmasten sorgen für mehr Helligkeit bei der Einsatzstellenausleuchtung.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x6er + 4x4er +1x4er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket + 2 Lampensteine)

Sondertanklöschfahrzeug (STLF 10.000 HRET)

Ein weiteres Fahrzeug im umfangreichen Fuhrpark der Werkfeuerwehr Jade Öl AG ist  das STLF 10.000 HRET (High Reach Extendable Turret). Es verfügt über 7.000 L Wasser und 3.000 L Schaumittel, eine FP 15-4000 und, um an höher gelegene Brandherde zu gelangen, einen Löscharm. Entgegen der üblichen Montage der feuerlöschtechnischen Einrichtungen auf einem Straßenfahrgestell, entschied man sich für einen geländegängigen Allradantrieb. Ein Grund dafür ist das das Werksgelände umgebene eingedeichte Marschland.

Das Fahrzeug ist als Allrounder konzipiert und kann aufgrund der großzügig dimensionierten Feuerlöschkreiselpumpe auch zur Wasserversorgung herangezogen werden. Der Löscharm hilft an höher gelegene Brandherde zu gelanden, oder über Hindernisse hinweg zu löschen.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Der Ursprung dieses Modells war eigentlich als WLF mit einem passenden AB-Großbrand erdacht. Mir wollte es aber aufgrund der Bauhöhe für diesen Zweck nicht so recht zusagen. So ging ich auf Internetrecherche und schaute, was bei Werkfeuerwehren so geht. Die Fahrzeugparks solcher Sonderfeuerwehren sind für Projekte wie dieses wahre Ideenfundgruben, da derlei Fahrzeuge keiner Norm unterliegen und letztlich individuell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Wehr zugeschnitten sind. Im Verlauf entfiel kurzerhand der Abrollmechanismus für das angedachte Wechselladerfahrzeug, und ich flanschte den Aufbau direkt an das Fahrgestell. Einige Modifikationen waren im Anschluss noch notwendig, um dem Modell den letzten Schliff zu verpassen. So kamen der Löscharm, eine Schnellangriffsvorrichtung, sowie ein portabler Schaum-/Wasserwerfer hinzu.

Die modellbauerische Modernisierung der Werkfeuerwehr nimmt also (weiterhin) Formen an. In den kommenden Tagen folgen einige weitere Vorstellungen teils überarbeiteter, teils neukonstruierter Fahrzeuge. Der geneigte Leser darf schon einmal eine gespannte Erwartungshaltung einnehmen.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x12er + 2x2er Platte + 1×2 auf 1x4er Bracket)1

Neue LF 24 der BF Mülheim

Im Dezember 2014 holte eine Gesandschaft zwei baugleiche Fahrzeuge der neuen Löschgruppenfahrzeuge LF 24 von der Fa. Ziegler in Giengen an ihren neuen Bestimmungsort an der Ruhr. Ein knappes viertel Jahr später, nach Folierung, Ausbildung und der technischen Abnahme stehen diese Fahrzeuge im Einsatzdienst des jeweils ersten Abmarschs auf den Wachen 1 und 2. Sie lösen die Vorgängermodelle aus den Baujahren 2003 und 2005 ab.

Bei den beiden neuen Fahrzeugen handelt es sich um LF 24 auf Mercedes-Benz Atego 1629 F 4×2 Euro 5. Ziegler realisierte die Kabinenverlängerungen als sog. Z-Cab. Der Aufbau wurde aus der bewährten Serie ALPAS mit Aluminium-Profilen gefertigt. Rotzler lieferte die Seilwinde vom Typ „Treibmatic“. Ein Xenon-Lichtmast am Heck vervollständigt die hochmoderne Ausstattung.

Die Sondersignalanlage ist komplett in LED ausgeführt. Im einzelnen sind dies:

  • 2x FG Hänsch Nova LED Kennleuchten
  • 4x Premier Hazard XT4 Frontblitzer (im Kühlergrill)
  • 2x FG Hänsch TOP-Integro H LED am Aufbauheck
  • 1x FG Hänsch Comet LED am Lichtmast
  • 5x FG Hänsch Sputnik pico LED in Orange am Heck (Verkehrswarner)
  • 1x Pressluftanlage Max Martin 2298GM
  • Jumbo JU 57 & 61 Bullhorn

BF_MH30 BF_MH31 BF_MH32(Im Bild das zweite LF der FRW2 in MH-Heißen – Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Zugkombinationen – Teil 4

Wie ich ja eingangs dieser Serie schrieb, soll in loser Folge über verschiedenste Zugkombinationen berichtet werden. Der vierte Teil befasst sich mit dem Rüstzug laut AAO (Alarm- und Ausrückeordnung).

Der Rüstzug ist ein spezieller Fahrzeugverband, der bei Einsatzszenarien, bei denen ein hohes Aufkommen an technischer Hilfe vonnöten ist, alarmiert wird. Unterstellt ist er den Technischen Diensten der Feuerwehr, in die u. a. auch die Höhenretter, die Fachgruppe Atemschutz, die FG Leucht, Bergung und FüKom eingegliedert sind. Zu den klassischen Einsatzszenarien des Rüstzugs zählen bspw. Bauunfälle, Verkehrs- und Bahnunfälle, Gebäudeeinstürze, Zwischenfälle auf und im Wasser oder verschiedene Arten der Rettung und Bergung, bspw. aus großen Höhen oder Tiefen. Dazu rücken neben einem Führungsfahrzeug (ELW), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (Farnheimer FLF) für den Brandschutz der Rüstwagen und der Feuerwehrkran für die technische Hilfe aus. In den meisten Fällen ist auch ein Rettungswagen für den Eigenschutz Bestandteil des Zuges. Ggf. kann, wenn nicht schon alarmiert, auch das NEF hinzugezogen werden.

Dieser Zugverband kann je nach Einsatzbeschreibung, um weitere Spezialfahrzeuge erweitert werden. Unter anderem durch den GW-H für die Höhenrettung, einen Wechsellader mit dem AB-Kran oder AB-Bau, dem ÖWSF, oder auch ein Hubrettungsfahrzeug und/oder den RW-Schiene.

Mannschaftstransportwagen (MTW 14)

Das zweite Fahrzeug der im letzten Jahr beschafften MTWs unterscheidet sich insofern von seinem Schwesterfahrzeug, als dass es mit einem Hochdach ausgestattet ist. Es bietet etwas mehr Raum, da es schnell zu einem Führungsfahrzeug für einsatztaktische Maßnahmen umgebaut werden kann.

Ausnahmslos alle Fuhrparks der 13 Wachen der freiwilligen Kräfte verfügen über solche MTWs. Da die BF solche Fahrzeugtypen nicht im Bestand hat, kann sie für Fahrten (bspw. im Rahmen der Ausbildung) auf die Fahrzeuge der FF zurückgreifen.

Während ich das vorangegangene Modell für die FG Leucht fertigte, kam mir die Idee mit dem Hochdach. Somit wechselte ich zunächst die Dachversion aus, um sie zugutachten. Erst danach baute ich den zweiten Mannschaftstransporter zusammen. Alles ab Hochdach straßenwärts entspricht dem Schwesterfahrzeug. Lediglich am Heck platzierte ich zusätzlich eine Verkehrswarnanlage.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 2x3er + 4x4er Platte)

Mannschaftstransportwagen (MTW 9)

Der kürzlich, im Rahmen der Fachgruppe Beleuchtung vorgestellte MTW soll nun hier etwas genauer gezeigt werden. Die Wehr legt ja bekanntermaßen großen Wert auf einen einheitlichen Fahrzeugpark, so beschaffte sie im vergangenen Jahr abermals zwei Kleinbusse als Mannschafttransportwagen in unterschiedlicher Ausführung beim bekannten Fahrzeughersteller, der in der Vergangenheit schon allerlei Kleinbusse an die Wehr lieferte. Beispielhaft sei in dem Zusammenhang als Querverweis an die ELWs, die Werkstattwagen, und NEFs erinnert.

Die beiden neuen MTW stehen bei der Freiwilligen Feuerwehr im Dienst und dienen, neben dem Personentransport, auch als Führungs- oder Lotsenfahrzeug.

Optisch ansprechende Mannschaftstransporter fehlten der Feuerwehr bislang. Dieses Problem konnte ich nun endlich beseitigen. Das Modell fügt sich von seiner Gestaltung nahtlos in den Fahrzeugpark ein, und vor allem, es passt zu der Schar bisheriger Kleinbusse. Der Rest ist schnell erzählt: Im innern finden, neben dem Fahrer, zwei weitere Minifigs Platz. Ein kleiner „Kofferraum“ bietet Platz für etwas Ausrüstung, Gepäck, o. ä.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 2x3er + 4x4er Platte)

 

Drehleiter DLA (K) 23/12 L32FA (Euro 6)

Nachdem die Drehleiter der FRW 1 vergangenen Sommer bei einem Einsatz einen Stromschlag erlitt, stand relativ schnell fest, dass die Elektronik einen derart großen Schaden erlitt, dass ein Ausstausch der betroffenen Komponenten aus Kostengründen keinen Sinn machen würde.

So wurde die alte DLK außer Dienst genommen, und bis Ende Januar durch eine Reserveleiter ersetzt. Nun ist der Nachfolger angekommen. Im Grunde ist diese letztlich baugleich mit ihren Vorgängerinnen, lediglich das Fahrerhaus ist nun bereits mit dem Facelift ausgeführt, was auf eine Motorisierung nach Euro-6-Schadstoffnorm hindeutet. Heute wurde sie der Presse offiziell vorgestellt.

Um zwischenzeitig immer mal wieder den Gedanken eines großen Einsatzdioramas fortzuführen, müssen dafür mehrere baugleiche Fahrzeuge her. Egal, ob Löschfahrzeuge, Rettungswagen oder eben Drehleitern. So kam diese Drehleiter als weiteres Fahrzeug in den Fuhrpark. Somit schaffe ich zunächst mal die Ausgangsvoraussetzungen, ehe ich den substanziellen Dioramabau angehe.

Das MOC entspricht bis auf ganz wenige Marginalistäten dem Schwestermodell, weshalb ich auch eine detailreiche Fotodokumentation verzichtete.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen: 2x12er + 2x4er Platte

 

LF 20-KatS (Löschgruppenfahrzeug)

Der umfangreiche Fahrzeugpark der freiwilligen Feuerwehr umfasst, neben den HLF 20/6 KatS, auch mehrere Löschfahrzeuge der aktuellen Baureihe der vom Bund beschafften und der Stadt Farnheim zugewiesenen LF 20-KatS. Erstmals wurde eines mit dem neuen Facelift-Fahrerhaus bestückt. Dies ist zeitgleich Teil einer neuen Auslieferungstranche, die das BMI beim Feuerlöschgerätehersteller Steinert in Auftrag gab. Somit ist Zuteilung der neuen Bund-Fahrzeuge – zumindest für Farnheim – abgeschlossen. Das Fahrzeug wird der FF 27 Altengroden und damit der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (FG-LöWaRüHa) unterstellt.

Ein Modellbau eines solchen Fahrzeugtyps stand schon länger auf meiner To-Do-Liste. Sollte es sich an den eingangs beschriebenden Fahrzeugtyp optisch und bautechnisch anlehnen. Im Verlaufe des Baus über die zwei Tage, die es dauerte, optimierte ich das Modell mehr und mehr, wobei es durchaus eine Wandlung vollzog: die Front erhielt durch den Verzicht des Brackets ein sog. „Facelift“. Zudem kamen einige wesentliche Details (z. B. Pumpenabgänge, Verkehrswarnanlage, Federungsnachbildung am Radträger, etc.) zur Urversion hinzu. Auch der hintere Zugang zum Mannschaftsraum, der ja vorbildlicher Weise Teil der Aufbaus ist, wandelte sich von einem zunächst verwedetenen 1x2x3er Glaspaneels zur jetzigen Version mit Autotür und kleinerem 1x2x2er Paneel mit Fenstereinsatz. Selbst die Bereifung erhielt im Verlauf größere, weil geländefähigere Gummis. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir klar, dass ich bei einem der nächsten MOCs mal Fotos von den Baustadien festhalten werde – versprochen.

Fahrgestellbasislänge 12 Noppen (2x12er Platte)

Rüstwagen (RW 1)

Die Mitglieder der Feuerwehrhistoriker der städtischen Feuerwehr konnten einer der alten Rüstwagen RW 1 in hunderten freiwillig geleisteter Arbeitsstunden für die Nachwelt erhalten. Es ist nicht alleine nur einer der Rüstwagen, sondern handelt es sich hierbei um einen der zwei seltenen Fahrzeuge mit Sandbereifung. Die Feuerwehr Fahrnheim verfolgte ab Ende der 1960er Jahre das Konzept auf allen Zugwachen zusätzlich einen RW 1 für die erweitere technische Hilfeleistung zu stationieren. Damit trug sie dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen und den damit einhergehenden steigenden Unfallzahlen Rechnung. In der ersten Generation ab 1967 wurden sechs dieser Fahrzeuge von der Bricksteiner Feuerwehrgerätefabrik ausgeliefert. 1972 modifizierte die Wehr zwei der Fahrzeuge u. a. mit sog. Sandreifen und spezieller Notfallausrüstung, um bei Einsätzen auf losem Untergrund nicht einzusinken. Hautpteinsatzgebiete waren dabei u. a. der Strand, Watt und Dünen. Von 1983-1986 beschaffte die Feuerwehr die zweite Generation dieser wendigen und hochgeländegängigen Fahrzeuge. Im Jahr 1999 wurde schließlich der letzte kleine Rüstwagen außer Dienst gestellt, da das Farnheimer Löschfahrzeug fortan mithilfe entsprechender Beladung kleinere Einsätze zur Hilfeleistung übernehmen konnte.

Irgendwann in den letzten Wochen kam mir der Gedanke der hier nun verwendeten Rad-/Reifenkombination. Irgendwie gefiel es mir, aber ein Einsatz erschien mir unpraktikabel. Dann irgendwann fiel mir ein altes Tanklöschfahrzeug auf Unimog-Basis ein, das bei der FF Wangerooge in Dienst war. Eben jenes Fahrzeug war ausgrüstet mit diesem besonderen Reifentypus. Zeitgleich erinnerte ich mich an die alten RW 1 auf Unimog 406 der Hamburger Feuerwehr. Und so vereinte ich beide Vorbilder mehr oder weniger in diesem Modell. Das alte weiß/rote Farbschema kam wie schon bei den anderen Oldtimern hier erneut zur Anwendung. Details wie Kuhfänger, Dachbeladung und eine dem Aufgabenbereich entsprechende Beladung ergeben das Finish.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)