4w ist Geschichte…

Die Feuerwehr Farnheim feiert ja bekanntlich dieses Jahr ihr 30jähriges Bestehen. Mit einer Pause zwischendurch hat sich diese Modellfeuerwehr dennoch stetig weiterentwickelt. Damit dies auch in Zukunft vorangehen kann, habe ich somit beschlossen, die bisherige nostalgische Baubreite von vier Noppen aufzugeben, um  zukünftig verstärkt 6w-Modelle (insbesondere bei LKWs) zu bauen. Die breiteren und damit einhergehenden größeren Modelle bieten gleich mehrere Vorteile: Höhere Detaildichte, noch mehr vorbildgerechtere Funktionen und ein noch realistischeres Größenverhältnis von PKW zu LKW. Wie heißt es so schön: Alte Zöpfe soll man abschneiden…

Die alten Modelle werde ich nach und nach zerlegen und die Flut der so freigewordenen Teile in neue Projekte fließen lassen. Erste Modelle stapeln sich indes schon auf dem Schreibtisch, damit rechtzeitig zum Relaunch der Seite im Frühsommer, einiges an neuem Content online gehen kam – „4w“ wäre dann ein abgeschlossenes Kapitel und somit Geschichte.

30 Jahre Feuerwehr Farnheim

Ein weiteres Jubiläum kündigt sich an. Die Feuerwehr Farnheim feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Doch wie war das überhaupt? Wie kam es dazu und was passierte eigentlich in all den letzten 30 Jahren? Ein kleiner geschichtlicher Abriss gibt Antworten.

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Die Fahrzeuge der Feuerwache 1 – Mitte haben 1992 Aufstellung genommen

Damals, als alles noch analog war, bastelte ich an Feuerwehrmodellumbauten mit meist realen Vorbildern im Maßstab 1:87 – ehrlich gesagt mehr schlecht als recht. Und irgendwie war das, rückblickend betrachet, alles etwas uninspiriert. Mit der Oktober-Ausgabe des Jahres 1986 des damaligen „blaulichtfahrzeugmagazins“ erschien erstmals ein Artikel des Modellbauers Jürgen Mischur, dessen modellbauerische Präzision und herausragende Qualität für mich persönlich eine Art Wendepunkt bei meinem Hobby darstellte. Auch wenn ich seine Skills niemals auch nur annähernd erreichte, faszinierte mich allerdings desweitern seine Idee, die Feuerwehrmodelle in einen fiktiven urbanen Mikrokosmos zu stellen. Somit war man frei von allen vorbildmäßigen Restriktionen und konnte bauen, was immer man wollte. Ich war von diesem spannenden Konzept derart elektrisiert, dass ich mir selbiges für eine eigene Großstadt ersann. Irgendwann Anfang 1987 nach Lexikonrecherchen und Atlantenwälzungen (Google war noch nicht erfunden) war Farnheim geboren. Zunächst wurde der Name noch mit einem weiteren „h“ in der ersten Silbe geschrieben. In der Folge entstand, neben zahlreichen Modellen, auch ein erstes, grob skizziertes Bild der Stadt und ihrer Feuerwehr. Und ein Kennzeichen: FAH.

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Der Gerätewagen, intern LKW, bei der Sichtprüfung der Kranhydraulik

Die Faszination hielt einige Jahre an und wuchs stetig. Zahlreiche Modelle füllten den Fahrzeugpark an. Allerdings mit Beginn des Studiums gegen 1997 und einhergehender Interessensverlagerung nahm in der Folge das Engagement aber ab, und das Modellbauhobby kam sogar vollständig zum Erliegen. Die Aktivitäten rund um das Fantasie-Konstrukt sollten nun für beinahe zwei Jahrzehnte ruhen.

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So sah Fahrnheim aus – anno 1987

2009, bei einer Internet-Recherche zu altem Spielzeug aus Kindertagen, entflammte eine alte Liebe: Lego. Mit den ersten nachgekauften Sets aus jenen recht frühen Lebensjahren, erwuchs die Idee, das Thema Feuerwehr und Lego zu verknüpfen. In der Folge erwachte auch Farnheim zu neuem Leben. Wirklichkeitsnaher denn je. Denn es entstanden ein Stadtplan, ein neu verfasste und detailreichere Stadtgeschichte, ein Logo und ein Stadtwappen. Farnheim 2.0 eben und voll digital. Vor allem aber wurde die Feuerwehr mit vielen fiktiven aber realitätsnahen Details ausstaffiert und zu dem, was sie heute ist: eine umfangreiche Modellbau-Feuerwehr in nostalgischer 4-Noppen-Baubreite, die jedes Jahr zu verschiedenen Lego-Ausstellungen auf Reisen geht.

Warum eigentlich diese vier Noppen? Ganz einfach. In meiner Kindheit war das Citythema auch namentlich erheblich kleiner angesiedelt und hieß schlichtweg Town. Und die kleinstädtische Themenwelt bot seinerzeit – mit der Einführung der uns heute noch wohlbekannten Minifigur – auch Fahrzeugmodelle, vor allem LKWs, die eine 4-Noppen-Baubreite aufwiesen. Da mich dies durch die Kindheit begleitete und mir heutige Fahrzeuge für meinen Geschmack tw. viel zu groß ausfallen, hat das Festhalten an vier Noppen simpel einen nostalischen Hintergrund.

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Die Wachbezirke der damaligen Großstadt. Nichts blieb wie es war.

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So präsentiert sich die Farnheimer Innenstadt heute

30 Jahre später erwuchsen daraus weit über 100 Fahrzeuge, Container und Anhänger – alle HIER anzuschauen –, eine Feuerwache, ein Rettungshubschrauber, ein Löschboot, eine autonome Löscheinheit und ein Monorail-Rettungszug. Dazu kamen eine Flughafen-, eine Werkfeuerwehr einer großen Raffinierie und einige Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Farnheim.

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Einsatz in Farnheim

Heute sind die Modelle mit unzähligen Details und viel Zubehör ausgestattet

Dies war sie also, die kleine Rückschau auf eine recht abwechslungs- und wandlungsreiche Geschichte zum 30sten. So hoffe ich ganz optimistisch auf weitere 30 Jahre. Mal sehen, ob’s klappt. Übrigens war 1987 auch das Gründungsjahr der Feuerwehren meiner Modellbaufreunde Barnsburg und Thalburg.

 

Mehrzweckfahrzeug (MZF)

Der Branddirektion steht im Pool auch eine gewisse Anzahl an Mehrzweckfahrzeugen bereit. Mit ihnen werden unterschiedlichste Boten- und Arbeitsfahrten absolviert. Im Heck ist u. a. Platz für die Aufnahme der Ausrüstung.

Dem aufmerksamen Beobachter mag sicher aufgefallen sein, dass es sich hierbei um eine Karosserievariante des KdoW des Wachabteilungsleiters handelt. Ebenso sind die kürzlich vorgestellten Streifenwagen aus dem gleichen „Plastik“ gesteckt. Ich wählte bewusst eine bereits bekannte Form, um auch in dieser Fahrzeugklasse die Vereinheitlichung des Fuhrparks weiter voranzubringen. Die Basis bildet allerdings nicht die gute, alte PKW-Plattform, sondern eine Variante mit verlängerter Sitzwanne für die Minifigs. Dadurch haben zwei Figuren hintereinander tiefliegenden Platz. Diese Basis wird zuküftig sicher noch für weitere Fahrzeuge der Brandditektion herhalten.

Fahrgestellbasisplatte: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

FuStW (Funkstreifenwagen)

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Wie jetzt, blau? Tja ja. Denn. Kürzlich kam im Chat auf der 1000steine-Seite die Frage nach dem generellen Ausrüstungszustand der Polizei in Farnheim samt Anmerkung auf, dass diese mussmaßlicherweise – im Gegensatz zur Feuerwehr – etwas vernachlässigt erscheint. Nun ja, da ist wohl korrekt. Aber bekanntermaßen bin ich ursächlich verantwortlich als Leiter einer städtischen Behörde. Die Zuständigkeiten der Polizei hingegen obliegen dem Land. Also, not my business. Aber nichts desto trotz kann und will ich heute dem Wunsch nach der modernen Ausstattung der Polizei im Außendienst mit einem Funkstreifenwagen nachkommen.

Es handelt sich hierbei um ein sog. SUV in der Behördenversion (welches auch bei der Farnheimer Feuerwehr als Kommadowagen im Dienst ist), das 2015 in einer Stückzahl 25 Fahrzeugen als 5. Leasingfahrzeug-Generation für die Polizeidirektion Farnheim beschafft wurde. Diese Fahrzeugcharge ist noch vor der „VESBA“-Studie, was gehörig sperrig soviel bedeutet: „Verbesserte Erkennbarbeit von Streifenfahrzeugen auf Autobahnen oder autobahnähnlich ausgebauten Straßen“ in Dienst gestellt worden, so dass hierbei die leuchtgelben Konturmarkierungen noch fehlen. Die Wahl fiel auf ein geländegängigs Fahrzeug mit erhöhter Sitzposition für ein schnelleres Zu- und Austeigen, einer besser Übersicht im Straßenverkehr sowie einer höheren Zuladung für die umfangreiche Ausrüstung. Ein 2.2 L Turbodiesel mit 205 PS sorgen für standesgemäßen Vortrieb, auch wenn es mal zügiger sein muss.

Jahresrückblick 2016

Kaum ist das alte Jahr seit wenigen Stunden Geschichte, lassen ich es in einem kurzen Rückblick noch einmal Revue passieren. Inkl. einer kleinen Statistikschau und einem fokussierten Blick auf einige Artikel, die man nicht verpasst habe sollte.

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los geht’s mit den meistgelesenen Artikel im vergangenen Jahr. Ohne Zweifel war es „Tankstellen im klassischen LEGO-Kosmos„. Dazu gehört, der Vollständigkeit halber, auch der gesonderte Artikel über die Exxon-Tankstelle – selbst, wenn er nicht in der Top-3 gelistet ist. Platz zwei geht am einen Beitrag – bereits aus dem Jahr 2012 – der sich auch vier Jahre nach Veröffentlichung ungebrochener Beleibtheit erfreut: „Die größten Berufsfeuerwehren Deutschlands“ – wenngleich sich die ein andere Zahl darin in der Zwischenzeit sicher überholt hat. Bunt gemischt zeigt sich die Top 3 insgesamt, denn der letzte Platz auf dem Treppchen ging an das Set-Review „#6380 – Emergency Treatment Center„.

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Wer sich für reale Feuerwehrfahrzeuge erwärmen kann, dem sei der Artikel über „Die Letzten ihrer Art“ ans Herz gelegt oder der Bericht über Blaulichtfahrzeuge beim NRW-Tag auf den Düsseldorfer Rheinwiesen. Wer allerdings erfahren möchte, warum es in LEGOs City-Sparte überhaupt keine Wohnhäuser mehr gibt, sei der Bericht „LEGO® City – Die Mischung macht’s“ empfohlen.

Eigentlich startete das Blogger-Jahr hier erst im April, da zuvor Privates meine gesamte Aufmerksamkeit erforderte. Aber danach folgten 21 (!) Artikel in nur einem Monat. Das gab es in den acht Jahren seit Bestehen noch nicht. Und fast alle hatten MOCs zum Thema. Sicher ein interessanter Beitrag dürfte „Die Evolution eine MOCs“ sein, in dem ich mich auf Spurensuche über die optische Veränderung meiner Modelle über die Jahre hinweg begab. Im Mai war die Feuerwehr Farnheim in Sicherheitsfragen wieder auf Tour. Dennoch gab es einen Einsatz der Farnheimer bei der Ausstellung ABSolut Steinchen auf dem Römer-Diorama des 1000steine-Mitglieds und Mitausstellers friccius.

An neuen Modellen stellten die Farnheimer 2016 insgesamt 11 Fahrzeuge, 15 Abrollbehälter, 2 Boote/Schiffe, 2 Anhänger, 1 Rettungshubschrauber und 1 Drohne in Dienst und eröffneten feierlich auf dem Steinewahn in Berlin gleich noch ihre neue Feuerwache 4. Die WF FAirport präsentierte zwei neue Fahrzeuge und WF Jade Öl stellte ein neues WLF samt AB-Pulver in Dienst.

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Ach ja, die Feuerwehr Farnheim ist seit Anfang 2016 übrigens auch auf Facebook vertreten.

Und der, pardon, das Blog? Nun die folgenden Zeilen geben dann noch ein paar wilde Statistiken über das vergangene Jahr preis.

Die 327.429 (2015: 320.950) Pageviews des vergangenen Jahres teilten sich wie folgt auf:

  • Jan: 36.734 (29.514)
  • Feb: 29.918 (21.561)
  • Mrz: 26.809 (22.828)
  • Apr: 28.871 (19.068)
  • Mai: 30.798 (21.624)
  • Jun: 31.002 (34.264)
  • Jul: 24.018 (23.321)
  • Aug: 24.993 (21.568)
  • Sep: 23.845 (29.256)
  • Okt: 24.250 (32.578)
  • Nov: 20.756 (33.167)
  • Dez: 25.435 (32.201)

Top-Referrer waren in 2016 (in Klammern 2015):

Wie zu erwarten kamen einmal mehr die meisten Besucher aus Deutschland (229.553) mit weitem Abstand gefolgt von – und das ist neu – den USA (letztes Jahr noch auf Platz 4) mit 19.865 Pageviews. Dann folgten Österreich (18.996), die Schweiz (11.878) und von 0 auf 5 die Niederlande (10.010).

Die kommentierfreudigsten Leser in 2016 (in Klammer die Gesamtanzahl Kommentare seit Bestehen des Blogs):

  1. Wortman (405 Kommentare)
  2. Lyse (87)
  3. BoB (34)
  4. adidasmaker (12)
  5. Thomas52xxx (11)
  6. tbz2013 (11)

Noch ein paar generelle Blog-Facts:

  • 657 Artikel in 17 Kategorien
  • 2.017 Kommentare (was für eine passende Zahl!!!)
  • 23 Follower
  • 7 E-Mail Follower

So war’s und so ist’s. Ich danke Euch fleißigen Followern, Lesern<und Kommentieren.  Auf einen guten Start ins neue Jahr, und auf viele neue und spannende Geschichten in 2017.

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN 2016

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Am 17. und 18. September war es nun soweit. Mein umgestaltetes Modul feierte auf dem SteineWAHN in Berlin seine Premiere. Wie ich in einem älteren Artikel bereits ankündigte, diesmal ohne Stadtmitte, dafür mit einer Stadtteilwache der Feuerwehr, mit der ich mit den Worten „Das wurde auch Zeit“ begrüßt wurde.

pano2016(Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)

Für diejenigen, die nicht in Berlin waren, sei in einer üppigen Bildergalerie das neue Modul, das es auch auf der Fanwelt in Köln zu sehen geben wird, nun ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.

Zugunsten der Ausstellungsfläche verzichtete ich erstmals auf einen Binnenschienenkreis. Dieses Vorhaben hatte sich dann in der Austellungspraxis durchaus bewährt, da jedes Modul der Gesamtanlage autark befahren werden konnte, und auf jedem der Module ein Zug für Bewegung sorgte.

It’s that time of year again…

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Nein, damit meine ich nicht die drohende Vorweihnachtszeit oder die sog. „Silly Season“, sondern die Ausstellungsvorbereitungen auf den im September stattfindenen Berliner Steinewahn. Seit ich mich einst dem MoRaSt anschloss, wies die Optik meines Moduls auf den Ausstellungen immer eine gewisse Ähnlichkeit auf, auch wenn sie sich in Einzelheiten stetig weiterentwickelte.

Doch nun, so dachte ich mir, sei es an der Zeit, mal etwas anderes zu präsentieren. Gut, das Kernthema Feuerwehr gebe ich nicht auf, wäre ja auch entgegen meiner Prinzipien, aber es ist schließlich Zeit für Neues und präsentatorisch ist eh noch viel Luft nach oben. Denn man kann das Thema Feuerwehr gewiss etwas punktierter darstellen.

Dazu erfüllte ich mir und anderen, die darüber immer wieder mal frotzelten, einen Wunsch. Das Modul wird in seinem Zentrum eine Stadtteilfeuerwache zeigen, die ein Löschzug nebst einiger weiterer Sonderfahrzeuge beherbergt. Auch ein Übungsbecken, an dem Taucher ihre Ausbildung erfahren, wird zu sehen sein.

Was für mich mit jeder Ausstattung mehr und mehr ein Dorn im Auge darstellte, war die kaum auszuhaltene Fülle an roten Fahrzeugen. Der Betrachter fühlte sich beim Anblick schier überwältigt, die Reduzierung auf das Wesentliche, und die damit verbundenen Details gingen dabei vollkommen verloren. Dafür sorgt diesmal ein wahrlich aufgeräumter Fahrzeugpark für ein echtes „Tag der offenen Tür“-Feeling, mit interessierten Zuschauern und vielen kleinen Nebenschauplätzen, die entdeckt werden wollen.

Auf diesem Modul verzichte ich erstmals (testweise) auf einen Binnenkreis, d. h. der Bahnverkehr der Monorail läuft ausschließlich auf dem weiten Schienenrund. Jedoch gibt es bei Problemen auf Nachbarmodulen Möglichkeiten, den Kreis zu verkleinern, oder aufeinander aufzufahren drohende Züge auf einer Verzögerungsstrecke auszubremsen.

Der erfolgte Probeaufbau gilt als Testlauf, ob der digitale Trackdesigner hält, was er mir verspricht. Und siehe da, schon hakt es noch im Bereich der Brücke. Aber wenn es nur das ist…

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Die neue Feuerwache am Rande der InnenstadtModul02Unweit der Wache lockt eine große Fläche Besucher zu einer großen Fahrzeugausstellung

Die Evolution eines MOCs

Ich bin immer versucht, meinen Modellen bei einer Erneuerung mitunter auch ein neues, frischeres Äußeres zu verpassen. Entweder als Facelift oder als komplette Neuschöpfung. Wie bei einem typischen Autoleben in der Realität auch.

Jetzt verjüngte ich das SUV des WAL (Wachabteilungsleiters). Dabei kam mir in den Sinn, ob man nicht mittlerweile eine kleine Bilderserie schaffen könnte, in der erkennt, wie sich ein Modell über Generationen designtechnisch und damit modellbauerisch weiterentwickelt.

Tatsächlich. Man kann. Das erste Modell, ein SUV ging anno 2009 bautechnisch noch sehr klassisch angehaucht und sehr blockig an den Start. Kompakt und bullig stand es auf großen, grobstolligen LKW-Reifen. Typische Stilelemente der Classic-Town-Reihe der 1980er Jahre waren seine Merkmale. Der Gebrauch neuer Teile hielt sich damals noch in engen Grenzen, da schlichtweg nicht im eigenen Bestand vorhanden. Ebenso fehlte noch  die mittlerweile etablierte gelbe „Konturmarkierung“. Als Gimmick erhielt das Fahrzeug eine klappbare Motorhaube.

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2013 folgte die erste Überarbeitung. Eigentlich war es eine fasst komplette Neukreation. Auffälligste Änderung war daher sicher die glupschäugig-aerodynamischere Frontgestaltung. Das Lichterband aus gelben Nebelscheinwerfern und blauen Frontblitzern entfiel, aber ohne auf Letztere verzichten zu wollen. Hinzu kamen neue, rote Steckfelgen, eine echte B-Säule und erstmalig die gelben Seitenstreifen. Das Heck blieb bis auf den nun außenliegenden Reservereifen unverändert, die schwarze „Zierleiste“ unterhalb der Seitentüren aber verschwand. Somit weichten die Umbaumaßnahmen den klassischen Look auf. Gen02

Die jetzige Überarbeitung kam wahrlich einem „Facelift“ der zweiten Stufe gleich. Der „Classic-Town-Look“ verschwand nahezu vollkommen. Neben einer neuen, besser sichtbaren Konturmarkierung bekam das SUV nun wieder mehr schwarze Applikationen, die den Offroad-Charakter stärker betonen. Eine Reminszenz an den Ursprung lässt der erneute Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern zu. Neue, wohlwollender proportionierte Reifen passen ingesamt nun besser zur Fahrzeugsilhouette. Die Frontgestaltung – insbesondere die Haube – wurde zugunsten der Aerodynamik nochmals leicht optimiert und mit einer neuen Feuerwehrsymbolik versehen. Insgesamt wirkt das Modell durch seine farbige Akzentuierung etwas detailreicher, was es interessanterweise teilemäßig aber gar nicht ist.Gen03Randnotiz: Ich hatte lange überlegt, ob ich diesem Fahrzeug in der jüngsten Modernisierungsstufe einen um eine Noppe verlängerten Radstand spendieren sollte. Sicher etwas, das die gedrungen wirkende Silhouette etwas entzerrt hätte. Habe mich aber dann dagegen entschieden, um den kompakten Charakter beizubehalten und um bei einem möglichen Bau eines größeren SUVs noch etwas mehr Differenzierungsspielraum zu haben.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2016

Als hätte die Feuerwehr Farnheim nicht schon genug Arbeit für das Ausstellungswochenende in Sankt Augustin gehabt. Daher kam es, wie es kommen musste. Murphy’s Gesetz eben! Auf dem Römerdiorama von Andreas alias friccius brach am späten Sonntag nachmittag ein Feuer aus. Der Limesturm stand in hellen Flammen und die anwesende Römergarnison war in ebensolcher Aufregung. Denn einer ihrer Wachmänner war durch den Brand der Fluchtweg aus dem Gebäude versperrt. So rettete er sich auf die Balustrade auf wartete dort auf die Retter.

Während der Hauptmann die Garnisonsschar zwecks Bildung einer Wasserkette auf dem Vorplatz aufexerzieren ließ, erreichte ein Notruf eines flinken römischen Melders um 14:50 Uhr die Farnheimer Leitstelle. Die Profis mussten ran. Umgehend setzte sich eine Abgesandschaft der Feuerwehr, die sich mittels Zeitportal erfolgreich in die Szenerie beamen konnte, in Bewegung. Dort angekommen begann der Trupp des Löschfahrzeugs nach kurzer Einweisung des Einsatzleiters umgehend mit der Brandbekämpfung, während man versuchte auf den römischen Wachmann beruhigend einzuwirken. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, allerdings konnte sie zur Menschenrettung nicht eingesetzt werden, so bließ man umgehend das Rettungskissen auf. Während der Einsatzleiter die Alarmierungstufe erhöhte und für Nachschub sorgte, da das Feuer im Turm durch eine abrupte Sauerstoffzufuhr durchzündete.

Die Löschwasserversorgung stellte sich als äußerst kompliziert heraus, da zwar nahe Wasserstellen vorzufinden waren, die sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die professionelle Brandbekämpfung eigneten. Die inzwischen gebildete Wasserkette verschafffte nicht den erwünschten Löscherfolg. So rückte die Wehr mit einem weiteren Wechsellader samt zweier Container mit großen Mengen Löschmitteln an.

Während die Brandbekämpfung über die Drehleiter und einen Monitor des Löschzug-Tanklöschfahrzeugs lief, landete der leicht schockige Wachmann – nach einigem Überredungsgeschick – sicher im rettenden Sprungkissen. Äußerlich unbeschadet wurde er dennoch zu einem kurzen Check-up ins Krankenhaus verbracht. Die Fachgruppe Spüren und Messen behielt indes die Rauchsäule im Auge, konnte glücklicherweise aber keine signifikante Gefahr für die umliegende Bevölkerung feststellen.

Um 15:26 Uhr konnte die Einsatzleitung, dank des massiven Wassereinsatzes, schließlich „Feuer aus!“ vermelden. Eine anschließend großvolumige Belüftung des Gebäudes stellte die letzte Aktion der Feuerwehr dar, ehe sie die Einsatzstelle wieder verließ und über das Zeitportal zur Wache zurückkehrte.

Während die Mauern des Turms und weite Teile des hölzernen Dachs sowie des Balkons den Flammen und der Hitze standhielten, muss innen wohl nun kernsaniert werden. Glücklicherweise kamen keine Minifigs zu Schaden.

Einsatzdauer: 43 Minuten

Personalstärke: 13 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 04-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW B-Dienst (FLorian Farnheim 02-ELW-B-Dienst-1)
Einsatzleitwagen ELW 3 (Florian Farnheim 02-ELW-3-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 04-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 03-TLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
Gerätewagen-Großlüfter (Florian Farnheim 04-GW-GL-1)
Gerätewagen-Sprungretter GW-SPR (Florian Farnheim 04-GW-SPR-1)
Gerätewagen-Messtechnik GW-Mess (Florian Farnheim 04-GW-Mess-1)
Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
AB-Tank
AB-Großbrand
RTW 37 (Florian Farnheim 02-RTW-2)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-1)

Aufs Herzlichste sei an dieser Stelle Andreas alias friccius gedankt, der freundlicherweise sein Diorama für diesen kurzweiligen Farnheimer Schabernack zur Verfügung stellte.

Jahresrückblick 2015

In dieser kleinen Rückschau möchte ich mit Euch gemeinsam auf das blicken, was in den vergangenen 68 Artikeln des Jahres 2015 so Meldung machte. Den Blick noch einmal schärfen für besonderes, außergewöhnliches, amüsantes und interessantes, das sich dieses Jahr in meinem kombinitierten Lego-Feuerwehr-Kosmos getan tat.

Gleich mit dem Jahreswechsel überraschte mich 1000steine-User und Mitstammtischler Thomas (Thomas52xxx) mit einem tollen Geschenk, der mir einen seiner niedlichen Autozwerge-MOCs überließ. Den Peel P 50 – das kleinste Auto der Welt, das sogleich als neues Maskottchen bei der Farnheimer Feuerwehr in Dienst ging. Nachzulesen in einem kleinen Comic-Bilderbogen.

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In diesem Jahr beteiligte ich mich auch wieder an zwei Ausstellungen. Wie schon im Jahr zuvor, inszenierte ich dabei auch jeweils einen Einsatz der Feuerwehr Farnheim. Sehr anschaulich und detailreich gelang mir das am Modell des Berliner Funkturms vom Erbauer Nico alias Gummibär beim 4. Berliner SteineWAHN.

Auf den Ausstellungen war ich auch wieder im Namen der Interessengemeinschaft „MoRaSt“ unterwegs. Ein Artikel in dieses Jahr beschrieb in üppig bebildeter Fülle mein kleines Modul. Ebenso reich bebildert fiel die Berichterstattung zur bislang größten MoRaSt-Gemeinschaftsanlage in seiner bislang kurzen dreijährigen Geschichte aus.

2015 wurden bei der Feuerwehr Farnheim auch wieder zahlreiche neue Fahrzeuge in Dienst gestellt. Kleine, große, spezielle – aber vor allem rote! Das spektakulärste dürfte sicher die erste autonome Löscheinheit (ALE 2000) – ein ausgedienter Micromanager aus dem LEGO® Movie – gewesen sein.

Das Fahrzeug mit ausgefahrener Markise

Ingesamt wurden 28 Fahrzeuge für die städtischen Feuerwehren in Farnheim beschafft, eines neu restauriert und 8 weitere Fahrzeuge bei der Werkfeuerwehr Jade Öl AG in Dienst gestellt. Hinter den zahlreichen und verschiedenartigen Neuanschaffungen steckt auch ein tieferer Sinn. Somit baue ich nicht einfach nur Modelle, die mir Gefallen, sondern welche überdies besonders gut in das Profil einer modernen Großstadtwehr passen. Hierzu veröffentlichte ich zum besseren Verständnis jüngst eine umfassende Dokumentation, welche Art und Anzahl Fahrzeuge in Farnheim stationiert sind. Nebenher erweiterte ich zudem die Rubrik der Zugkombinationen.

Sicher ist sicher: Materialschlacht für einen Patienten

Und Überhaupt Rot. Dies war auch die vorherschende Farbe bei einem Besuch der Feuerwehrmesse Interschutz in Hannover im Sommer.

Sowieso nahmen 2015 Realthemen aus dem Blaulichtsektor wieder einen großen Teil in der Berichterstattung ein. Ob über die Mülheimer Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr Essen oder durch meinen geschätzten Gastautor Adrian (amhh) aus der Schweiz.BF_MH30

Zurück den dänischen Steinen. Irgendwann entdeckte ich ob der vorhandenen Fülle an Möglichkeiten die Leidenschaft des Verwandelns von Minifiguren. Es sollten einzigartige Figuren entstehen, die eine kleine Geschichte zu erzählen haben.

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Schließlich kamen auch wieder einige alte Sets in den Zulauf meiner eigenen Sammlung. und ließen diese um ein paar erhaltenswerte Schätzchen anwachsen.

Alles in allem ein in der Berichterstattung recht abwechslungsreiches Jahr, wenngleich diese doch recht rotlastig ausfiel. Aber hey, dies ist ein Feuerwehr-Blog, da darf das ruhig so sein. Somit freue ich schon darauf, was 2016 für spannende Geschichten bereithält.