# 6354 – Pursuit Squad (1990)

1990 startete der Verkauf des sog. „Pursuit Squad“. Er verstand sich durchaus als vorlaufendes Ergänzungsset der „Pier Police“ (# 6540) und kam mit einem hochgeländegängigen Pickup-Truck samt Trailer, auf dem ein kleines Boot transportiert werden konnte, sowie einem Motorrad-Cop und einem Überwachungshelikopter. Somit war die Polizei in der Lage Verbrecher zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu verfolgen und dingfest zu machen.

Neu war allerdings das Farbschema der Einsatzfahrzeuge, das von der anfänglich schwarzen Bauchbinde, was sehr us-amerikanisch anmutete, hin zu einem nahezu unifarbenen Dekor wechselte. Lediglich Zierleisten und Fahrgestellteile waren/blieben schwarz eingefärbt. Schon ein Jahr zuvor startete TLC mit dem „Precinct Cruiser“ (# 6506) mit der Umfärbung der polizeilichen Einsatzfahrzeuge, ehe schließlich 1992 wieder vermehrt Schwarzanteile ins Farbschema zurückzukehrten.

Der Hubschrauber dieses könnte durchaus die behördliche Version des Stunt-Helikopter aus dem Set # 6357 sein. Auch 1993 kam ein ähnlicher Typ in dem abgepeckten Nachfolger-Set # 6664 – „Chopper Cops“ zum Einsatz. Der Zusammenbau und die dabei verwendete Bauteile ähneln sehr stark einander.

Nach der Beseitung des „Staub der Jahrzehnte“ steht nun wieder ein sehr tageslichttaugliches Set auf dem Schreibtisch, dem man seine 25 Jahre kaum ansieht – den Sammler freut’s.

Jahr: 1990
Teile: 171
Minifig: 3

Die MoRaSt-Anlage bei ABSolut Steinchen 2015

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Zugparade aller dienstbereiten Monorails

Eine neue Ausstellung, eine neue Gesamtanlage. Erneut trafen sich Teilnehmer der Monorail-Interessengemeinschaft, um bei der Ausstellung ABSolut Steinchen in der Hochschule Rhein-Sieg in Sankt Augustin am ersten Juni-Wochenende 2015 dem geneigten Besucher eine neue Gesamtanlage zu präsentieren.

Was sich im Vorfeld abzeichnete, bewahrheitete sich dann auch Ort: Die Anlage war, neben ihrer erneuten bunten Themen- und Modellvielfalt, gespickt mit einer Vielzahl von Rekorden. So war der erst im Herbst vergangenen Jahres auf der Fanwelt aufgestellte Streckenrekord bereits wieder Makulatur. In Sankt Augustin rollten die Zügen auf nicht weniger als 273,372 Meter, davon 3,59 Meter Spezial-Looping-Strecke, die zwar nicht für den öffentlichen Zugverkehr freigegeben, aber funktionstüchtig war. 15 Modulbetreiber, mehr als je zuvor, sorgten mit 39 Zügen für eine Menge Betriebsamkeit auf der Anlage. Ebenso wurde mit der Wendel von KoenigPetzi die insgesamt größe Höhendifferenz überwunden. Insgesamt kamen 43 Tischmeter als Unterkonstruktion zum Einsatz. Die kürzesten (bautechnisch möglichen) Module steuerten joro und Thomas52xxx mit je 8 Noppen Breite bei, und friccius präsentierte mit insgesamt 22 Platten, also 704 Noppen, die längste Teilstrecke.

Fußballphrasen finden auch bei uns Anwendung. Somit ist nach der Ausstellung ja bekanntlich vor der Ausstellung. Und so stehen noch einige an, an denen sich die MoRaStafaris mit ihren Modulen sehr gerne beteiligen wollen und werden. Sehr zur Freude aller.

Ebenfalls sollte man sich keinesfalls auch die Bewegtbilder des Modulbetreibers Dirk1313 entgehen lassen:

Und als besonderes Schmankerl Brixes Looping in Aktion:

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# 6530 – Sport Coupe (1990)

Dieses Modell war mir persönlich nie wichtig genug, um Zugang zu meiner Sammlung zu erhalten. Zu futuristisch, zu eigenwillig im Design, und vor allem OHNE Türen.

Jetzt jedoch, als mir kürzlich eine große Sammlung klassischer Sets zukam, war auch eben jenes Coupé dabei. Als ich es vom Speck und Staub der Jahrzehnte befreite und  anschließend so erstaunlich hochglänzend vor mir stand, war ich doch froh, es nun mein Eigen nennen zu dürfen.

Zugegenermaßen stört mich nach wie vor der Umstand, dass das Fahrzeug über keinerlei Autotüren verfügt und damit als Beginn der türlosen Ära gelten darf. Aber bei genauerer Betrachtung braucht es sie gar nicht, denn die große windschnittig geformte Kabinenscheibe lässt einen bequemen Ein- und Austieg zu, den so mancher noch von der guten, alten BMW Isetta oder den Kabinenrollern von Messerschmitt der 1950er Jahre her kennen dürfte.

Als im Jahr 1990 dieses kleine Set in den Handel gelangte, war es zeitgleich die beginnende Abkehr von dem alten, blockigen 1980er-Jahre-Kubismus. Aber was gab es an neuen Teilen in diesem Set? Als neue Farbvariante in transparenten hellblau das große Fensterteil, und als neues Bauteil, die angeschrägte Fahrzeugfront mit integriertem Kotflügel.

Übrigens, ein ähnliches Modell erschien sechs Jahre später in einer Behördenversion der Polizei in dem Set (# 6625 – Speed Trackers).

Jahr: 1990
Teile: 43
Minifigs: 1

# 6357 – Stunt ‚Copter N‘ Truck (1988)

1988 startete Lego eine Serie, von der man damals noch nicht wusste, dass es eine werden würde. Als in jenem Jahr das Set „Stunt Copter N‘ Truck“ erschien, war dies der Auftakt für viele gleichartige Modelle in der Zukunft. Zugegebenermaßen gab es vor diesem bereits viele Sattelschlepper, auf denen alles mögliche verlastet war, aber eben noch kein Hubschrauber.

Das Set, ein Tieflader, auf dem ein kleiner Ein-Mann-Hubschrauber verladen ist, mit einer us-amerikanisch anmutenden Hauber-Zugmaschine und zwei Minifigs in der bekannten Rennoverall-Kluft, bietet mit seinen 177 filigranen Bauteilen ein Menge Aufbauspaß. Das Farbschema erinnert schon etwas, lokalpatriotisch betrachtet, an Deutschland oder, noch etwas weiter herunterskaliert, an Mülheims Stadtfarben.

Jedenfalls. Diese Farbgebung fand, wie auch die bedruckten Türen, lediglich noch ein weiteres Mal in einem Set Anwendung. Thematisch passend bei einem sportlichen Monstertruck. Apropos Farbigkeit. Gleichermaßen lackiert erschienen noch die weiteren Sets „# 6669 – Diesel Daredevil“ und das eher selten anzutreffende Set, da US-only „# 1475 – Airport Security Squad“ – beide von 1991.

Natürlich hielten mit diesem Set auch einige neue Bau- und Formteile Einzug in große Teilevielfalt. Als da wären: die Windschutzscheibe am Helicopter, die roten Geländer auf dem Trailer, den großen althellgrauen Propeller, die schwarze 2x2er Fliese mit Pin als Königzapfen.

Jahr: 1988
Teile: 177
Minifigs: 2

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2015

Als hätte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung ABSolut Steinchen nicht schon alle Hände voll zu tun die Sicherheit zu gewährleisten, kam es überdies zu einem ziemlich schweißtreibenden Großeinsatz.

Am frühen samstäglichen Nachmittag wurde die Feuerwehr zu einem ausgedehnten Feuer auf Meisterschnorrer’s MoRaSt-Modul gerufen. Zahlreiche Augenzeugen berichteten der Leitstelle von einer großen Feuerwalze infolge brennenden Baum- und Buschwerks in der Nähe des Skate Parks am Rocky Lake. Die Feuerwehr setzte sich umgehend mit einem kompletten Löschzug in Bewegung. Bereits auf der Anfahrt war der entfernte Feuerschein zu erkennen, und so wurde der Einsatz sogleich auf die Stufe „FEU3“ erhöht. Dass bedeutete, dass neben weiteren Kräften der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Wehr alarmiert wurde. Auch ein GTLF und die Hochleistungspumpe „Hytrans Fire System“ wurde zum Einsatzort bestellt.

Vor Ort brannten mehrere Bäume in voller Ausdehnung. Um dem großen Flammenschein her zu werden, wurde vorsorglich auch der Lösch- und Hilfeleistungszug in Bewegung gesetzt. Während die Freiwillige Feuerwehr mit der Löschwasserversorgung betraut wurde, kümmerten sich die Berufswehrleute um die Bekämpfung des Feuers mithilfe eines massiven Wasserwerfereinsatzes.

Die Polizei konnte noch am Einsatzort einen männlichen Verdächtigen mit nicht unwesentlichen Mengen brennbarer Substanzen festnehmen. So wie sich die Situation derweil darstellt, wurde das Feuer offenbar mutwillig gelegt. Durch die anhaltene Trockenheit brannte das umliegende Geäst schnell lichterloh und drohte sich rasch auszubreiten. Nur durch den massiven Einsatz großer Wassermengen, gefördert aus dem nahen See, konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es anschließend schnell den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 14:10 Uhr rückten schließlich die ersten Einheiten wieder ein. Ein Brandwache, bestehend aus einem FLF (Farnheimer Löschfahrzeug) wurde sicherheitshalber eingerichtet und letzte Glutnester konnten erfolgreich abgelöscht werden.

Am Rande des Einsatz kam es zudem zu einem weiteren, einem notfalldienstlichen Rettungseinsatz für die Besatzungen von RTW und NEF. Infolge der Ablenkung durch das Feuer war einer der Jugendlichen auf dem Skate Park derart schwer gestürzt, dass er mit mehreren Knochenbrüchen ins nahegelegene Krankenhaus auf sorn’s MoRaSt-Modul eingeliefert wurde.

Einsatzdauer: 22 Minuten

Personalstärke: 19 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 2-1 (Florian Farnhem 01-ELW-2)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Löschgruppenfahrzeug LF20-KatS-4 (Florian Farnheim 04-LF-KatS-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
WLF 4 mit AB HFS (Florian Farnheim 05-WLF-2)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
RTW 36 (Florian Farnheim 01-RTW-2)
NEF 5 (Florian Farnheim 01-NEF-3)
Lösch- und Hilfeleistungszug (Florian Farnheim 05-MoRaSt-1)

Abschließend sei 1000steine-Mitglied René alias Meisterschnorrer herzlich für die Erlaubnis zur Inszenierung und den damit verbundenen Spaß auf seinem Modul gedankt.

Mittleres Löschfahrzeug – MLF

Als Ersatz für die in die Jahre gekommenen LF 10/6 der freiwilligen Feuerwehr beschafft die Feuerwehr Farnheim in diesem Jahr insgesamt 10 sog. MLF. Im Grunde genommen nimmt die Abteilung Technik ein Downgrade vor, jedoch kommen den neuen Fahrzeugen andere Aufgabengebiete zu. Somit werden auch die Zusatzbeladungen der LF 10/6 für die technische Hilfeleistung nicht mehr benötigt, da jeder Stützpunkt der freiwilligen Wehr über mindestens ein größeres LF 16/12-TH, LF 20-KatS oder ein HLF 20/16 verfügt. Die MLF übernehmen u. a. fortan Aufgaben rund um die Löschwasserversorgung oder bei Kleinbränden. Zwei der Fahrzeuge werden aber auch der Berufsfeuerwehr zugeteilt. Zu einem bekommt die Citywache auf der Jadeinsel ein solches Fahrzeug, da gerade in den engen und hochfrequentierten Straßenzügen der Innenstadt die sperrigen Großfahrzeuge der Feuerwehr schnell immer wieder an ihre Grenzen stießen. Für eben jene Kleinbrände ist das MLF mit einen 600L Wassertank und eine FP 10-1000 samt Schnellangriff ausgerüstet.

Die Idee dafür bekam ich auf der Interschutz in Hannover praktisch auf dem Silbertablett serviert, als eines mit seiner Besatzung mit den Aufräumarbeiten auf dem Außengelände betraut war. Mir gefiel seine kompakte Bauform auf Anhieb und ich dachte, so etwas muss sich doch auch in 4wide realisieren lassen. Als Basis bot sich auch hier wieder die beliebte Kleintransporter-Bauform an. Eine Bestätigung, dass dieser Modelltyp äußerst wandlungsfähig ist. Dadurch, dass ich den großen Geräteraumrahmen hinten verbaute, entstand am Heck, zwischen den sich gegenüberstehenden Rahmen eine zwei Noppen breite Lücke über die gesamte Höhe des Fenterrahmens. Diese ließ sich aber mithilfe eines 1x2er SNOT-Steins und einer mit zahlreichen Fliesen reichhaltig dekorierten 4x6er Platte schließen.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

Feuerwehr Farnheim on Tour – III

Neue Ausstellung, neue Gefahren, neue Aufgaben, neue Abnahmen. Im Dienste der Brandverhütung zur Sicherheit für Aussteller und Besucher hatte die Feuerwehr Farnheim auch auf der diesjährigen Ausstellung ABSolut Steinchen in Stankt Augustin erneut alle Hände voll zu tun Gefahren von Mensch und Material abzuwenden. Einen Überblick über die vielseitigen Tätigkeiten des Wochenendes vom 05. bis 07. Juni 2015 soll der anschließende Bilderbogen bieten.

Probebau 2.0

Nachdem die Häuser weitestgehend stehen, habe ich mit dem Feintuning begonnen, in dem ich mit der Ausschmückung durch Ampeln, Straßenbeleuchtungen und Grünzeug begann. Zudem überarbeitete ich als Randnotiz den Bahnhof und fügte noch ein paar weitere Bauwerke hinzu. Dies soll es aber nun aber auch gewesen sein. Jetzt beginnt das Eintüten in die Transportkisten – die Ausstellung darf also kommen. Wie krakehlt Spongebob immer: „Ich bin bereit! Ich bin bereit!“

Octan Versuchszug Typ Monorail

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Der Energieriese Octan ist seit Jahren u. a. mit der Entwicklung alternativ-energetischer Mobilitätskonzepte betraut. Zu diesem Zweck betreibt das Unternehmen eigens einen Versuchszug auf Monorail-Basis, der mit Wasserstoff und Brennstoffzellen ausgerüstet ist und betrieben wird. Das Ziel der Forschung ist es, einen neuzeitliches Transportgerät für den öffentlichen Personennahverkehr serienreif zu entwickeln – energieeffizient, kostengünstig, emissionsfrei, ressourcenschonend und sicher. Viele hochgesteckte Ziele, die es in den kommenden Jahren zu erreichen gilt. Das Unternehmen macht aber bereits jetzt deutlich sichtbare Fortschritte, wie eben dieser Versuchszug zeigt.

Pünktlich zur nahenden Ausstellung, an der ich mich mit einem MoRaSt-Modul beteilige, wurde ein neuer Monorailzug fertig. Ich hatte mir für ihn ursprünglich eine andere Funktion erdacht, welche auch noch nicht endgültig vom Tisch ist: ein Rennzug. Mit Spoilern, Sponsorenaufklebern, windschnittig und mit allem Pipapo. Aber wie bei vielen anderen meiner MOCs, wandelte sich die erste Idee zu etwas völlig anderem: einem Tankzug. Schließlich aber manifestierte sich die Entwicklung der Idee in diesem Versuchszug. Nun ja, wie im echten Leben kommt das, was man vorne eingibt, hinten doch anders raus. 😉

Jedenfalls. Aufgeteilt ist der Zug in seine klassischen Waggonsegmente mit dem mittig installierten Antriebsaggregat. Das vordere Segment ist neben dem Führerstand mit den Brennstoffzellenmodul (Batteriekasten) bestückt. Ein paar zusätzliche Details, wie die gesnottete Geräteräume und etwas Schnickschnack runden es ab. Das hintere Segment bietet durchaus mehr fürs Auge. Neben dem großen (ebenfalls gesnotteten) Wasserstofftank befinden sich im Anschluss daran Sperrventile und Schlauchanschlussstücke, Manometer und Warnschilder. Also der ganze Bedien- und Hinweiskrams. Das Tankdach ist selbstverständlich über die Kompressorverschalung am Heck begehbar. Ein paar Aufkleber und etwas Firlefanz am mittleren Motorgehäuse runden das Modell ab. Die Motoreinheit ist bewusst unverkleidet geblieben, um den Eindruck des insgesamt eher unfertigen Forschungscharakter zu verstärken.

Zugkombinationen – Teil 5

Die hochinfektiöse Viruserkrankung Ebola erlebte jüngst eine große mediale Aufmerksamkeit und sensibilisierte die Bevölkerung und gleichfalls auch die Behörden, ihre aktuellen Sicherheitskonzepte zu überdenken. So stellte die Feuerwehr Farnheim jüngst einen sog. erweiterten Hochinfektionstransport (HIT) vor, der die sichere Patientenverlegung auf die Isolierstation des ortansässigen Tropeninstituts gewährleistet. Im Ernstfall wird eine umfangreiche Einsatzmittelkette, bestehend aus sieben Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst, alarmiert, bei der sämtliche medizinischen Mittel redundant ausgeführt sind, um ständig autark arbeiten zu können. Selbst eine Fahrzeugpanne soll somit ausgeschlossen werden. Überdies ist es möglich, wenn nötig, während des Einsatzes einen Helfer „auszuschleusen“. Notarzt und Rettungsassistenten, die sich in unmittelbarer Nähe zum Patienten aufhalten, tragen während des Transports zum Eigenschutz Gebläse-Überdruckanzüge. Folgende Fahrzeuge gehören der Einsatzmittelkette an (Bild 1 von rechts nach links):

  • ELW (besetzt mit dem OrgL RD)
  • KdoW LNA (besetzt mit dem LNA des städt. Gesundheitsamtes)
  • KEF (mit Zusatzbeladung für Dekontamination, bzw. Desinfektion)
  • NEF (besetzt mit Notarzt und Rettungsassistenten)
  • ITW (Infektionstransportwagen für den sicheren Transport hochinfektiöser Patienten)
  • RTW (ITW-Reservefahrzeug, wie auch zum Eigenschutz der Einsatzkräfte)
  • FLF (erweiterer Geräteträger für autarkes Arbeiten)

Als neuer Bestandteil der AAO ist diese Einsatzmittelkette ein Zugverband per Definition.