Vorausrüstwagen (VRW)

Als Ersatz für ein alterschwaches Fahrzeug ist dieser VRW vor wenigen Tagen in Dienst gestellt worden, da sich die Anschaffung eines neuen Rüstwagens auch weiter verzögert. Der Geländewagen konnte günstig gebraucht von einer anderen Feuerwehr erworben werden und wurde in den letzten Wochen in Eigenregie komplett überholt und einsatzwertsteigernd modernisiert.

Beladen mit allerlei Werkzeug, Feuerlöschern, Notfallkoffern und einem Generator ist das Fahrzeug für unterschiedliche Einsatzanforderungen ausgelegt. Diese umfassen bspw. kleinere technische Hilfe- und Umweltschutzleistungen, oder auch das Löschen von Kleinstbränden.

Dieses Modell ist eher ein Zufallsprodukt. Meine Anstrengungen, eine aktuelle PKW-Bodenplatte in meine klassischen Bauweisen zu integrieren, schlugen fehl. So erbaute ich mir auf trationellere Art eine entsprechende Plattform. Dabei sitzt der Fahrer nicht auf der selben Platte unter der für gewöhnlich auch die Achsplatten geklemmt werden, sondern tiefer. Schließlich sollte ja das Dach noch drauf passen. Damit der Fahrer an den Beinen aber nicht unverkleidet im Fahrzeug sitzen muss, wurde die rote „Wanne“ unterhalb der weißen Binde drangezimmert. Die Frontgestaltung sollte im weiteren Verlauf eine lange Haube erhalten, um den klassischen Pickup-Truck-Charakter noch etwas besser zur Geltung kommen zu lassen. Die von mir gern genutzten Nachtischschränkchen geben einen prima Fahrzeugaufbau ab, der mit Dachgerätekästen, Lichtmast und ein paar Umfeldbeleuchtungsfunzeln ausgestaltet wurde.

Aufgrund der komplizierteren Basis muss die Fahrgestellbasis an dieser Stelle mal entfallen.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim auf der Fanwelt 2014

Am Sonntag, den 23. November kam es zu einer Verkettung unglücklicher Ereignisse auf dem Diorama von Thomas52xxx. Dort war es zu einem folgenschweren Unfall mit Gefahrstoffen gekommen. Ein Paketzustellerfahrzeug war aufgrund erhöhter Unachtsamkeit seitlich in einen Tankzug gerast und hatte diesen zum Umsturz gebracht. Da dieser Verkehrsraum zum Zeitpunkt des Unfalls sehr stark frequentiert war, und sich der Zwischenfall überdies in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle (zu der der Tanklaster unterwegs war) ereignete, musste schnell und massiv gehandelt werden.

Um 15:46 Uhr liefen zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr auf. Aufgrund der geschilderten Situation alarmierten die Disponenten der Leitstelle umgehend einen erweiterten Löschzug samt entsprechender Rettungsmittel (NEF, Leitender Notarzt) zur Einsatzstelle, da akute Explosionsgefahr vorherrschte. Zur Sicherheit, aufgrund der Brisanz zum anliegenden Tankstellengelände, erbat die Feuerwehr Farnheim bei der Flughafenfeuerwehr und der Werkfeuerwehr Jade Öl AG um personelle wie materielle Unterstützung. Diese beorderten unverzüglich zwei Flugfeldlöschfahrzeuge und einen Schaumtankzug zur Einsatzstelle.

Rasch konnte mit der Versorgung der glücklicherweise nur leicht verletzten Fahrern der Unglücksfahrzeuge begonnen werden, während sich die Feuerwehr für den Fall einer Entzündung mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Löschmitteln in Bereitstellung begab.

Nachdem man die auslaufenden Betriebsmittel abstreute, konnte mit dem Abpumpen des Kraftstoffes aus den Tanks des umgestürzten Tanklasters begonnen werden. Glücklicherweise hielt der Tank den einwirkenden Kräften beim Unglück stand und blieb dicht.

Die im Bereitstellungsraum stehenden GFLFs und der Schaumtankzug mussten nicht eingreifen und konnten daher zeitig wieder einrücken.

Schließlich war auch für die Kräfte der Berufsfeuerwehr um 17:06 Uhr der Fototermin der Einsatz beendet.

Ob erhöhte Geschwindigkeit, Übermüdung oder sonstige halluzinogene Stoffe beim Fahrer des Zustellerfahrzeugs zum Unglück führte, werden die abschließenden Ermittlungen der Polizei zeigen.

Einsatzdauer: 15 Min.

Eingesetzte Personalstärke: 16 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-01)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-01)
Einsatzfahrzeug des Wachabteilungsleiter WAL (Florian Farnheim 01-KdoW-2)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-5 (Florian Farnheim 01-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Tanklöschfahrzeug TLF 24/48-SL-1 (Florian Farnheim 01-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-3 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50-SL-2 (Florian Farnheim 05-TLF-1)
Großtanklöschfahrzeug GTLF 10 (Florian Farnheim 05-GTLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 02-DLK-1)
Schaumtankfahrzeug STF 5000-1 (Florian Farnheim 04-STF-1)
Gerätewagen GW-Licht (Florian Farnheim 05-GW-Licht-2)

sowie:
Flugfeldlöschfahrzeug Crash 31 (Florian FAirport Crash 1-31)
Flugfeldlöschfahrzeug Crash 32 (Florian FAirport Crash 1-32)
Schaumtankzug (Florian Jade Öl 01-TZ-1)

An dieser Stelle möchte ich 1000steine-Mitglied Thomas52xxx herzlich dafür danken, dass die Feuerwehr Farnheim auf seinem Diorama nach Herzenslust retten durfte.

Trockenlöschfahrzeug (TroLF 6000)

Das Löschkonzept der Werkfeuerwehr sieht bei Mineralölbränden vor, neben einem massiven Einsatz von Schaummitteln auch einen Angriff mit Löschpulver in großen Mengen. Dafür steht den Kräften der Wehr nun ein TroLF 6000 zur Verfügung, das in seinen beiden Kesseln mit je 3.000 kg Löschpulver der Brandklassen B und C beladen ist. Über einen formstabilen Druckschlauch, sowie über den Dachwerfer kann das Pulver auf den Brandherd abgegeben werden. Es ersetzt das in die Jahre gekommene TroLF 1500, welches, wie angekündigt, auf einem kleinen Regionalflugplatz noch einige Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten wird.

Der Ausbau der Flotte der Werkfeuerwehr schreitet peu à peu voran. Die Idee dieses Fahrzeugs ist bereits zwei Jahre alt und wurde auf der letztmaligen Fanwelt geboren.  Dadurch, dass solch offen gestaltete Aufbauten bei diesen Fahrzeugtypen durchaus üblich waren und es auch noch sind, war ich lange Zeit nach der Ausstellung 2012 auf der Suche nach den entsprechenden Bauteilen, insbesondere nach den Pulvertanks. Die Montage selbst ging dann an einem Nachmittag über die Bühne.

In der Regel beginne ich die Montage mit dem Bau des Fahrgestells, in seltenen Fällen – so auch hierbei – lege ich mit dem Aufbau los. Dies bietet den Vorteil, dass er den nötigen Platz zugesprochen bekommt, und alles weitere gestaltet sich im weiteren Verlauf drumherum. Der übrige Zusammenbau bietet keine Besonderheiten. Das übliche Finish komplettiert letztlich das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

Video

Feuerwehren in der Schweiz – Das Ausbildungszentrum Andelfingen (2)

FWCH023Oben: Die Übungsanlage in Vollbrand. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Während am Freitagabend die Jugendfeuerwehr noch mit nur einem TLF einen Gasbrand bekämpfte, war es am nächsten Tag bei Orts- und Stützpunktfeuerwehr schon ein Verkehrsunfall, dessen Feuer auf das Gebäude übergreift. Hierzu kam von der Stützpunktfeuerwehr Weinland noch ein Pionierfahrzeug (PIF) mit einem kompletten Einsatztrupp angereist. Auf Grund des Besucherandrangs mussten der Einsatzleiter und sein Gehilfe zu Fuß zum Einsatzort gehen. Gleich erging es den rund 30 Mann die nun gleichzeitig einen Brand löschen und einen Verletzten retten mussten. Die Aufgabenverteilung ist eindeutig: Die Ortsfeuerwehr Andelfingen ist für den Brand im zweiten Stock des Gebäudes verantwortlich, die Stützpunktfeuerwehr Weinland übernimmt das Kommando und mit Hydraulikspreizer und -zange die Rettung des Autofahrers. Die Erfahrung als Autobahnstützpunkt kam den Einsatzkräften zu Gute und nach rund 15 Minuten waren der Verletzte in Sicherheit und alle Brände gelöscht. Dank dem Kommandanten der Feuerwehr Andelfingen wurden alle Zuschauer über die genauen Arbeitsabläufe und das Eintreffen – aus Platzgründen nicht vorhandener – weiterer Einsatzkräfte informiert.

Als beinahe perfekt erwiesen sich für die Zuschauer die Balkone der angrenzenden Übungsgebäude. Den Blick aus dem dritten Stock nutzte auch ich am Sonntag um die dritte und größte Vorführung mit der Kamera zu dokumentieren.

Um halb zwei Uhr Nachmittags begrüßte der Kommandant die Messebesucher zum letzten Mal zu einer Feuerwehrdemo. Das Szenario war gleich wie am Vortag, nur dass diesmal noch etwas mehr Bezug zur Realität hergestellt wurde. 90 Sekunden nachdem der „Augenzeuge“ die 118 gewählt hat, fuhr der First Responder mit dem leitenden Offizier auf den Schadensplatz und begutachtete die Sachlage, bevor nach einer weiteren Minute das TLF mit 10 Mann Besatzung eintraf. Kurze Zeit später kam aus einer Seitenstraße auch schon das PIF, gefolgt von einem Ford MTW, angefahren und rangierte, dicht an den Zuschauern vorbei, auf den abgesperrten Übungsplatz. Nach kleinen Startschwierigkeiten mit dem Löschangriff verlief der restliche Einsatz reibungslos. Während mit einem Elektrolüfter das Treppenhaus vom Rauch befreit wurde, begannen zwei Trupps mit Schnellangriff den Brand am Auto zu löschen. Weitere Einsatzkräfte stützen das umgestürzte Fahrzeug ab und begannen am anderen Fahrzeug mit dem Abtrennen des Daches. Während drei Mann unter Atemschutz das Treppenhaus betraten, um an den Brand im zweiten und dritten Stockwerk zu kommen, trugen vier Mann den Verletzten aus der Gefahrenzone, wo ein weiterer Feuerwehrmann bereits mit einem Rettungsrucksack wartete.

FWCH028Oben: Entfernung des Autodaches. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Schon bald hörte der Kommandant über Funk „Das Feuer ist aus“ und er erklärte die Übung für beendet. Nun stand auch der Junglenker wieder von der Bahre auf und verließ den Platz. Ein letztes Mal galt es nun für dieses Wochenende die Schläuche aufzurollen und die Scherben zusammen zu kehren. Die beiden Unfallfahrzeuge wurden fachgerecht mit dem Gabelstapler wieder zurück zu den anderen Übungsautos gebracht.

Wenn auch die Feuerwehren Andelfingen und Weinland noch etwas größere Fahrzeuge hätten zeigen können, waren diese Vorführungen für mich garantiert ein Highlight des Jahres.

(Zu Teil 1 des Artikels)

Zu guter letzt noch Bewegtbilder von der Übung:

Weiterführende Links:

Text & Fotos: Adrian Matzinger, Schweiz

Feuerwehren in der Schweiz – Das Ausbildungszentrum Andelfingen (1)

FWCH001Oben: Löschangriff mit zwei Schnellangriffen unter Atemschutz. Ein Mann begibt sich zum Verunfallten ins Fahrzeug. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Im Rahmen der Wyland-Mäss 2014, einer Ausstellung des lokalen Gewerbes, zeigten auch Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Andelfingen ihr Können. Das Ausbildungszentrum AZA wurde gerade erst in 5 Jahren Arbeit für 25 Millionen Schweizer Franken (knapp 21 Mio. Euro) ausgebaut. Mit den neu gebauten Übungsgebäuden gilt das AZA nun als modernstes Ausbildungszentrum der Schweiz.

In dem kleinen Dorf innerhalb des AZA existieren neben eigenen Straßen auch ein eigenes Hydrantennetz, sowie komplett möblierte Wohnungen und Geschäfte, in denen für den Ernstfall geübt werden kann. Ernstfall meint auf diesem Gelände unter anderem Erdbeben, Geiselnahmen, Überfälle, Amokläufe, Verkehrsunfälle, Gas- und Gebäudebrände. Das Übungsgelände und die darauf befindlichen Gruppenunterkünfte, Speise- und Theorieräume stehen nicht nur Einsatzkräften aus dem Kanton Zürich, sondern auch denen aus den Kantonen Thurgau, Schaffhausen, Aargau, Basel-Stadt und dem deutschen Baden-Württemberg zur Verfügung.

FWCH002Oben: Die Römerstrasse: eine Strasse nur für Übungen. Alle drei Gebäude können in Brand gesetzt werden, ohne dass sie direkt Schaden nehmen. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Zu den Übungsgebäuden gehören mehrere dreistöckige Wohnhäuser, eine Tankstelle mit Shop, eine Tiefgarage und ein Stahlbau für Gasbrände. Des weiteren gibt es auf dem Gelände einen selbstgebauten Flash-Over Container, in dem die gefährliche Vermischung von Rauchgas und Sauerstoff simuliert werden kann. Befeuert werden diese Anlagen mit Gas, extra hergestellten Holzpaletten und Stroh für den sehr dunklen und undurchdringbaren Rauch. Der dabei entstehende, teils hochgiftige Rauch kann unterirdisch zu einer hochmodernen Rauchgaswaschanlage geleitet und gereinigt werden. Mit Wasser versorgt wird das Gelände über eine 200 mm dicke Wasserleitung und gleich drei Hochdruckpumpen, die dafür sorgen, dass an jedem Hydrant genügend Wasserdruck herrscht. Unter einem der Brandhäuser befindet sich auch eine normale Tiefgarage, in der die Fahrzeuge des Zivilschutzes untergebracht sind.

Während den drei Tagen der Messe vollführten Polizeihunde, Zivilschutz, Jugend-, Orts- und Stützpunktfeuerwehr Einsatzübungen. Im Einsatz waren neben dutzenden Helfern auch ebenso viele Mannschafts- und Gerätewagen des Zivilschutzes (vergleichbar mit dem THW) in Form von VW und Renault Transportern. Die Polizei rückte mit zwei BMW, Auto und Motorrad, sowie einem zivilen Diensthundekraftwagen an. Der Schweizer Armeezulieferer MOWAG zeigte einen Duro IIIP 6×6 GMTF mit Vollpanzerung und 12,7 mm Maschinengewehr.

Doch die meisten Besucher zog die Freiwillige Feuerwehr Andelfingen mit ihrer kleinen Ausstellung und den Einsatzdemos an. Zu sehen waren eine Drehleiter auf einem zweiachsigen Renault Fahrgestell, ein TLF auf Iveco Cursor 4×4 und der neue First Responder. Der auf einem Ford Galaxy aufgebaute First Responder ist ausgestattet mit sämtlichen Einsatzunterlagen für den leitenden Offizier, einem Defibrillator, einem Beatmungsgerät und zwei Rettungsrucksäcken. Das von der Stützpunktfeuerwehr Opfikon übernommene, 11 Jahre alte, Fahrzeug verkürzt die Einsatzzeit im Falle eines Herz-Kreislauf-Notfalls von 15 auf lediglich 5 Minuten. Zum Fuhrpark des AZA gehören zusätzlich zur Drehleiter noch ein Mercedes TLF, ein ausgedienter KdoW, sowie einige MTW und Gerätewagen, die allerdings nicht mehr außerhalb des Geländes zum Einsatz kommen.

(Zu Teil 2 des Artikels)

Weiterführende Links:

Text & Fotos: Adrian Matzinger, Schweiz

TLF 30/50-SL 3.0

Da sich dieser Fahrzeugtyp in der Einsatzpraxis in der Vergangenheit sehr bewährte, beschaffte die Abteilung Technik bei zwei baugleiche Neufahrzeuge, als Ersatz für zwei 18 Jahre alte Tanklöschfahrzeuge. Diese werden dem Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt, die dort ihrerseits ältere Typen ablösen. Die neuen TLFs werden ab kommenden Monat jeweils im ersten Löschzug der Wachen 1 und 3 im Einsatz stehen.

Die Neufahrzeuge entsprechen weitestgehend dem Erprobungsfahrzeug. Jedoch wählte man für eine bessere Fahrergonomie (besonders bei Alarmfahrten) und optimalere Gewichtsverteilung ein etwas längeres Fahrgestell mit einer einhergehenden höheren Nutzlast, was dem Aufbau insgesamt mehr Raum gibt. Sowohl die feuerlöschtechnischen Spezifizierungen als auch die Motorisierung blieben hingegen unverändert, jedoch erhielt die Kabine das mittlerweile bei der Marke eingeführte Facelift. Lediglich eine CAFS-Anlage ist fortan ebenso mit an Bord.

In diesem Artikel schrob ich bereits, dass ich über eine Fahrgestellverlängerung nachdachte, den Eingriff aber scheute. Bis heute. Und so bekam es endlich die Länge, die es benötigte, um im Profil nun die richtigen Proportionen zu erhalten. Zeitgleich veränderte ich den Dachwerfer und fügte einige Details, wie den Aufstieg am Fahrerhaus, hinzu.

Die größte Veränderung erhielt allerdings die Fahrzeugfront. Da es sich um Neufahrzeuge handeln sollte, bekamen sie folglich auch eine neue Optik verpasst, was, wie oben beschrieben, einem Facelift und keinen anderen Fahrzeugmarke gleichkommen soll.

Und da ich nun einmal dabei war, konnte ich gleich einen weiteren Zwilling davon bauen. Wohl wissend einmal genügend Fahrzeuge gleichen Typs für ein mögliches Großbrand-Szenario in Petto zu haben.

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen  (2x8er Bracket, 2x4er und 2x2er er Platte, 1×2 auf 1x4er Bracket)

 

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

 

Blaulichter in Kroatien 2.0

Die letzte Augustwoche weilte ich in Kroatien rund um Zadar, um wenigstens mal ein paar Tage Sonne und Wärme an einem Stück genießen zu können. Und so kam es, dass mir auch diesmal wieder vereinzelt ein paar Blaulichtfahrzeuge vor die Linse fuhren – ungefragt.

Das, was mir vor die Kamera fuhr, war auf kroatischer Seite zu allererst ein FLF der Flughafenfeuerwehr Zadar auf Basis MAN FE 27.410 (Bj. 2003), das im Bereitstellungsraum nach dem rechten schaute. Ziegler zimmerte den Aufbau mit 9.100 L Wasser und 1.240 L Schaummittel. Die FP fördert 6.000 L Wasser/Min. bei 10 bar zu Tage. Der gewaltige Dachwerfer stößt 5.000 L Löschmittel/Min. bei 12 bar rund 80 Meter weit aus, während der Frontmonitor 1.000 L/Min. bei 10 bar 40 Meter weit schleudert.

Darüber hinaus stehen der Flughafenfeuerwehr Zadar ein von Rosenbauer gefertigtes FLF 10.000 auf Volvo F 1220 (Bj. 1980) mit 9.000 L Wasser und 1.000 L Schaummitel und ein Mercedes Actros 3358 (Bj. 2008) ebenfalls mit Ziegler-Aufbau als weiteres FLF 10.000 mit einer FP 10-8000 zur Verfügung. Ein Jeep Cherokee 2.8L CRD von 2008 mit Ziegleraufbau als KdoW und ein Krankenwagen auf Renault Trafic von 1997 vervollständigen den Fahrzeugpark.

An der Polizeiwache am Hafen in Zadar selbst standen ein 2013er Škoda Oktavia III und ein 2008er Seat Altea Freetrack in der Behördenausführung Schmiere.

Zudem lagen im Hafen vor Anker ein modernes Löschboot der BF Zadar, sowie zwei baugleiche Polizei-Schnellboote. Technische Details hierzu liegen mir leider im Verborgenen.

Noch in Düsseldorf verabschiedete uns die deutsche Version des FLF 9800 (Foxtrott 29/9) auf MAN/Rosenbauer Bj. 1999. Mittlerweile ein Reservefahrzeug.

Interessante Links zum Thema:

PKW 7

Als Ersatz für den altersschwachen PKW 2 beschaffte die Feuerwehr Farnheim diesen neuen Van. Er wurde durch die Zentralwekstatt (ZWK) aus- bzw. für die Bedürfnisse seines künftigen Einsatzspektrums umgebaut und wird ebenso, wie die zuvor vorgestellten Dienstwagen für tägliche Boten- und Kurierfahrten genutzt. Erwähnenswert wäre hierbei sicher der hinzugerüstete Ergasantrieb. Seine Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sollen sich gerade bei den vielen Fahrten im Tagesgeschäft positiv auf die Umwelt und den städtischen Geldbeutel auswirken.

Um die Flotte der kleinen Fahrzeuge ein wenig weiter voranzubringen, fertigte ich nach den Dienstwagen einen VW-Caddy-lool-alike Van, nach einem Vorbild von Nils O. (NILSOBRICKS). Jedoch sollte mein MOC entgegen seinem Modell-Vorbild über einen funktionellen Innenraum verfügen – sprich eine Minifig muss unter jeden Umständen hinters Lenkrad, und der Staumraum im Heck sollte nutzbar sein.

PKW Basislänge: 11 Noppen (2x8er + 1x2er Platte +2x2er Platte)

Abrollbehälter AB-Pulver (AB 13)

Bei Bränden von bspw. gasförmigen Stoffen oder Metallen gerät man mit Wasser und/oder Schaummittel schnell an Grenzen, und Löscherfolge bleiben u. U. gänzlich aus. Dagegen eignet sich hervorragend sog. Trockenlöschmittel. Die Salze, die einem Löschpulver beigesetzt sind, ersticken selbst ungewöhliche und schwierige Brandherde.

Um auch solchen Einsatzszenarien entgegnen zu können, stehen bei der Berufsfeuerwehr zwei Abrollbehälter mit jeweils 1.500 Kg Löschpulver bereit. Im ersten Tank befindet sich jeweils (A)BC-Pulver, das sich gegen Brände bei organischen Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen hervorragend eignet. Der hintere Tank ist hingegen mit Trockenlöschmittel der Brandklasse D gefüllt. Mit ihm erzielt man gerade bei Bränden von Metallen gute Löscherfolge.

In den vergangenen Wochen und Monaten geriet der Ausbau der Abrollbehälter ein wenig ins Hintertreffen. Mit der Komplettierung des hier vorgestellten Abrollbehälters ist aber wieder etwas Schwung in die Angelegenheit gekommen. Auf einer 4×8 Noppen großen Basisplatte positionierte ich zwei zylindrische Tanks, um die ich Schnellangriff, einen Geräteraum, Bedienfeld, sowie ein paar mobile 6kg-Pulverlöscher drapierte. Es ergab sich gar noch die Möglichkeit, die Containerbasis mit der gelben Konturmarkierung zu versehen.

Dienstwagen

Für unterschiedliche Aufgabengebiete stehen den verschiedenen Abteilungen und Sachgebieten der Branddirektion Farnheim eine eigene Flotte an Dienstwagen zur Verfügung. Einige der Fahrzeuge wurden kürzlich modernisiert und neu in Dienst gestellt. Dabei handelt es sich um sechs weitgehend baugleiche PKWs, die in verschiedener Funktion eingesetzt werden sollen. So werden bspw. die alten Fahrzeuge des Pressesprechers und der Poststelle ersetzt, während die verbleibenden vier PKWs an verschiedenen Standorten für Botenfahrten vorgesehen sind.

Die Idee für die Modernisierung der Dienstwagenflotte kam mir, als ich dieser Tage über das Eurobricks-Forum browste. Mein Modell ist ein abgewandelteter Nachbau eines PKWs, den der Modellbauer Okiba75 kürzlich dort vorstellte. Natürlich ersetzen die Neubauten einige ältere Fahrzeuge, wie den PKW 1 und den PKW 3. Somit geht ein Stück Nostalgie außer Dienst. Die typischen klassischen Bauformen, die aus dem LEGO-Sortiment der 1980er Jahre bekannt und beliebt waren, gehören auch bei der Feuerwehr Farnheim allmählich der Vergangenheit an.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)