MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN 2016

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Am 17. und 18. September war es nun soweit. Mein umgestaltetes Modul feierte auf dem SteineWAHN in Berlin seine Premiere. Wie ich in einem älteren Artikel bereits ankündigte, diesmal ohne Stadtmitte, dafür mit einer Stadtteilwache der Feuerwehr, mit der ich mit den Worten „Das wurde auch Zeit“ begrüßt wurde.

pano2016(Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)

Für diejenigen, die nicht in Berlin waren, sei in einer üppigen Bildergalerie das neue Modul, das es auch auf der Fanwelt in Köln zu sehen geben wird, nun ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.

Zugunsten der Ausstellungsfläche verzichtete ich erstmals auf einen Binnenschienenkreis. Dieses Vorhaben hatte sich dann in der Austellungspraxis durchaus bewährt, da jedes Modul der Gesamtanlage autark befahren werden konnte, und auf jedem der Module ein Zug für Bewegung sorgte.

Die Evolution eines MOCs

Ich bin immer versucht, meinen Modellen bei einer Erneuerung mitunter auch ein neues, frischeres Äußeres zu verpassen. Entweder als Facelift oder als komplette Neuschöpfung. Wie bei einem typischen Autoleben in der Realität auch.

Jetzt verjüngte ich das SUV des WAL (Wachabteilungsleiters). Dabei kam mir in den Sinn, ob man nicht mittlerweile eine kleine Bilderserie schaffen könnte, in der erkennt, wie sich ein Modell über Generationen designtechnisch und damit modellbauerisch weiterentwickelt.

Tatsächlich. Man kann. Das erste Modell, ein SUV ging anno 2009 bautechnisch noch sehr klassisch angehaucht und sehr blockig an den Start. Kompakt und bullig stand es auf großen, grobstolligen LKW-Reifen. Typische Stilelemente der Classic-Town-Reihe der 1980er Jahre waren seine Merkmale. Der Gebrauch neuer Teile hielt sich damals noch in engen Grenzen, da schlichtweg nicht im eigenen Bestand vorhanden. Ebenso fehlte noch  die mittlerweile etablierte gelbe „Konturmarkierung“. Als Gimmick erhielt das Fahrzeug eine klappbare Motorhaube.

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2013 folgte die erste Überarbeitung. Eigentlich war es eine fasst komplette Neukreation. Auffälligste Änderung war daher sicher die glupschäugig-aerodynamischere Frontgestaltung. Das Lichterband aus gelben Nebelscheinwerfern und blauen Frontblitzern entfiel, aber ohne auf Letztere verzichten zu wollen. Hinzu kamen neue, rote Steckfelgen, eine echte B-Säule und erstmalig die gelben Seitenstreifen. Das Heck blieb bis auf den nun außenliegenden Reservereifen unverändert, die schwarze „Zierleiste“ unterhalb der Seitentüren aber verschwand. Somit weichten die Umbaumaßnahmen den klassischen Look auf. Gen02

Die jetzige Überarbeitung kam wahrlich einem „Facelift“ der zweiten Stufe gleich. Der „Classic-Town-Look“ verschwand nahezu vollkommen. Neben einer neuen, besser sichtbaren Konturmarkierung bekam das SUV nun wieder mehr schwarze Applikationen, die den Offroad-Charakter stärker betonen. Eine Reminszenz an den Ursprung lässt der erneute Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern zu. Neue, wohlwollender proportionierte Reifen passen ingesamt nun besser zur Fahrzeugsilhouette. Die Frontgestaltung – insbesondere die Haube – wurde zugunsten der Aerodynamik nochmals leicht optimiert und mit einer neuen Feuerwehrsymbolik versehen. Insgesamt wirkt das Modell durch seine farbige Akzentuierung etwas detailreicher, was es interessanterweise teilemäßig aber gar nicht ist.Gen03Randnotiz: Ich hatte lange überlegt, ob ich diesem Fahrzeug in der jüngsten Modernisierungsstufe einen um eine Noppe verlängerten Radstand spendieren sollte. Sicher etwas, das die gedrungen wirkende Silhouette etwas entzerrt hätte. Habe mich aber dann dagegen entschieden, um den kompakten Charakter beizubehalten und um bei einem möglichen Bau eines größeren SUVs noch etwas mehr Differenzierungsspielraum zu haben.

Einsatz der Feuerwehr Farnheim bei ABSolut Steinchen 2016

Als hätte die Feuerwehr Farnheim nicht schon genug Arbeit für das Ausstellungswochenende in Sankt Augustin gehabt. Daher kam es, wie es kommen musste. Murphy’s Gesetz eben! Auf dem Römerdiorama von Andreas alias friccius brach am späten Sonntag nachmittag ein Feuer aus. Der Limesturm stand in hellen Flammen und die anwesende Römergarnison war in ebensolcher Aufregung. Denn einer ihrer Wachmänner war durch den Brand der Fluchtweg aus dem Gebäude versperrt. So rettete er sich auf die Balustrade auf wartete dort auf die Retter.

Während der Hauptmann die Garnisonsschar zwecks Bildung einer Wasserkette auf dem Vorplatz aufexerzieren ließ, erreichte ein Notruf eines flinken römischen Melders um 14:50 Uhr die Farnheimer Leitstelle. Die Profis mussten ran. Umgehend setzte sich eine Abgesandschaft der Feuerwehr, die sich mittels Zeitportal erfolgreich in die Szenerie beamen konnte, in Bewegung. Dort angekommen begann der Trupp des Löschfahrzeugs nach kurzer Einweisung des Einsatzleiters umgehend mit der Brandbekämpfung, während man versuchte auf den römischen Wachmann beruhigend einzuwirken. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, allerdings konnte sie zur Menschenrettung nicht eingesetzt werden, so bließ man umgehend das Rettungskissen auf. Während der Einsatzleiter die Alarmierungstufe erhöhte und für Nachschub sorgte, da das Feuer im Turm durch eine abrupte Sauerstoffzufuhr durchzündete.

Die Löschwasserversorgung stellte sich als äußerst kompliziert heraus, da zwar nahe Wasserstellen vorzufinden waren, die sich aber aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die professionelle Brandbekämpfung eigneten. Die inzwischen gebildete Wasserkette verschafffte nicht den erwünschten Löscherfolg. So rückte die Wehr mit einem weiteren Wechsellader samt zweier Container mit großen Mengen Löschmitteln an.

Während die Brandbekämpfung über die Drehleiter und einen Monitor des Löschzug-Tanklöschfahrzeugs lief, landete der leicht schockige Wachmann – nach einigem Überredungsgeschick – sicher im rettenden Sprungkissen. Äußerlich unbeschadet wurde er dennoch zu einem kurzen Check-up ins Krankenhaus verbracht. Die Fachgruppe Spüren und Messen behielt indes die Rauchsäule im Auge, konnte glücklicherweise aber keine signifikante Gefahr für die umliegende Bevölkerung feststellen.

Um 15:26 Uhr konnte die Einsatzleitung, dank des massiven Wassereinsatzes, schließlich „Feuer aus!“ vermelden. Eine anschließend großvolumige Belüftung des Gebäudes stellte die letzte Aktion der Feuerwehr dar, ehe sie die Einsatzstelle wieder verließ und über das Zeitportal zur Wache zurückkehrte.

Während die Mauern des Turms und weite Teile des hölzernen Dachs sowie des Balkons den Flammen und der Hitze standhielten, muss innen wohl nun kernsaniert werden. Glücklicherweise kamen keine Minifigs zu Schaden.

Einsatzdauer: 43 Minuten

Personalstärke: 13 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 02-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 04-ELW-1)
Einsatzleitwagen ELW B-Dienst (FLorian Farnheim 02-ELW-B-Dienst-1)
Einsatzleitwagen ELW 3 (Florian Farnheim 02-ELW-3-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-2 (Florian Farnheim 04-FLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 02-TLF-1)
Tanklöschfahrzeug TLF 30/50 (Florian Farnheim 03-TLF-1)
Drehleiter DLK 23/12 (Florian Farnheim 01-DLK-1)
Gerätewagen-Großlüfter (Florian Farnheim 04-GW-GL-1)
Gerätewagen-Sprungretter GW-SPR (Florian Farnheim 04-GW-SPR-1)
Gerätewagen-Messtechnik GW-Mess (Florian Farnheim 04-GW-Mess-1)
Wechselladerfahrzeug WLF (Florian Farnheim 03-WLF-2)
AB-Tank
AB-Großbrand
RTW 37 (Florian Farnheim 02-RTW-2)
NEF 3 (Florian Farnheim 01-NEF-1)

Aufs Herzlichste sei an dieser Stelle Andreas alias friccius gedankt, der freundlicherweise sein Diorama für diesen kurzweiligen Farnheimer Schabernack zur Verfügung stellte.

Feuerwehr Farnheim on Tour – V

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

So ist das mit dem Gesetz der Serie. Da die Feuerwehren im Bonn’schen Umland durch die hiesigen Wetterkapriolen in diesem Jahr arg in Atem gehalten wurden, stellten die Damen und Herren der Farnheimer Feuerwehr erneut den Brandschutz auf der Ausstellung ABSolut Steinchen in St. Augustin sicher.

Jedes einzelne MOC wurde durch den Brandschutz-TÜV der Farnheimer abgenommen. Bei den zahllosen Modellen bedeutete dies einmal mehr sehr viel Arbeit, die im Anschluss hieran in einer bebilderten Essenz vorgestellt werden möchte.

RTH (Rettungshubschrauber)

Farnheim ist seit Inbetriebnahme eines Luftrettungszentrums am 16. September 1977 Stützpunkt für den Rettungshubschrauber „Christoph 50“. Er ist, wie meisten anderen RTHs in Deutschland, in die primäre Luftrettung eingebunden. D. h. es werden im Einsatzfall mit ihm ein Notarzt und ein Rettungsassistent zur Einsatzstelle beordert. Je nach Alarmierungsort ist der Helikopter noch vor den bodengebundenen Kräften vor Ort und kann mit der fachlichen Erstversorgung beginnen. Zu Sekundäreinsätzen zählen hingegen Flüge, bei denen eine Weiterverlegung eines medizinisch versorgten intensivpflichtigen Notfallpatienten aus einem Krankenhaus (mit weniger Versorgungsmöglichkeiten) in ein anderes, spezialisierteres Krankenhaus mit erweiterten Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Stationiert ist „Christoph 50“ am Farnheimer berufsgenossenschaftlichen Uniklinikum Rechts der Jade (kurz RDJ) und flog allein 2015 zu rund 1.500 Einsätzen.

Das Team im Luftrettungszentrum am RDJ besteht aus insgesamt drei Piloten und 8 HEMS-Crew-Mitglieder (Helicopter Emergency Medical Services), die sich in Schichtdiensten um den technisch einwandfreien Zustand des Helikopters kümmern und seine permanente Einsatzbereitschaft gewährleisten.

„Christoph 50“ ist der einzige in Deutschland von örtlichen Institutionen betriebene Rettungshubschrauber. Daher trägt er auch das weiß-rote Farbschema des städtischen Rettungsdienstes. Seit 2010 ist er mithilfe von speziellen Nachtsichtbrillen auch für den
Nachteinsatz tauglich. Allerdings wird er zu diesen Tageszeiten vornehmlich als Transportmittel genutzt, da vor allem das Landen auf unbekanntem und unbeleuchtetem Terrain nach wie vor sehr riskant ist.

Die Besatzung besteht aus einem Pilot (bei Nachtflügen doppelt besetzt), einem Notarzt aus dem RDJ und einem RA der Feuerwehr Farnheim.

Eine Großstadt braucht natürlich auch einen Rettungshubschrauber. Dem (eigenen) Wunsch konnte ich nun endlich entsprechen und ein wesentliches Modell von meiner Projektliste streichen. Es war wieder eine dieser Baustellen, die ambitioniert startete. um wenig später wieder brach liegengelassen zu werden, weil Teile und Motivation im Einzelnen oder gleichermaßen fehlten, oder es schlichtweg an Lösungen für bauliche Probleme haperte. Die selbstgesteckte Voraussetzung war nämlich ein (mehr oder minder) nutzbarer Patientenraum, Platz für den Piloten sowie ein zeitgemäßes Äußeres. Die Farbgebung, die des feuerwehreigenen Rettungsdienstes, ergab sich dabei dann fast schon wie von selbt. Es brauchte allerdings schon einen ganzen Abend, um aus der Idee, einem Inspirationsquell, einem Teile- und Bautechnikspender und einer Steinebaustelle einen präsentablen Hubschrauber zu zimmern.

Da dieses Modell erneut etwas Besonderes darstellt, fällt die dazugehörige Bildergalerie entsprechend üppig aus – mitsamt Anwendungsbeispiel.

Jahresrückblick 2015

In dieser kleinen Rückschau möchte ich mit Euch gemeinsam auf das blicken, was in den vergangenen 68 Artikeln des Jahres 2015 so Meldung machte. Den Blick noch einmal schärfen für besonderes, außergewöhnliches, amüsantes und interessantes, das sich dieses Jahr in meinem kombinitierten Lego-Feuerwehr-Kosmos getan tat.

Gleich mit dem Jahreswechsel überraschte mich 1000steine-User und Mitstammtischler Thomas (Thomas52xxx) mit einem tollen Geschenk, der mir einen seiner niedlichen Autozwerge-MOCs überließ. Den Peel P 50 – das kleinste Auto der Welt, das sogleich als neues Maskottchen bei der Farnheimer Feuerwehr in Dienst ging. Nachzulesen in einem kleinen Comic-Bilderbogen.

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In diesem Jahr beteiligte ich mich auch wieder an zwei Ausstellungen. Wie schon im Jahr zuvor, inszenierte ich dabei auch jeweils einen Einsatz der Feuerwehr Farnheim. Sehr anschaulich und detailreich gelang mir das am Modell des Berliner Funkturms vom Erbauer Nico alias Gummibär beim 4. Berliner SteineWAHN.

Auf den Ausstellungen war ich auch wieder im Namen der Interessengemeinschaft „MoRaSt“ unterwegs. Ein Artikel in dieses Jahr beschrieb in üppig bebildeter Fülle mein kleines Modul. Ebenso reich bebildert fiel die Berichterstattung zur bislang größten MoRaSt-Gemeinschaftsanlage in seiner bislang kurzen dreijährigen Geschichte aus.

2015 wurden bei der Feuerwehr Farnheim auch wieder zahlreiche neue Fahrzeuge in Dienst gestellt. Kleine, große, spezielle – aber vor allem rote! Das spektakulärste dürfte sicher die erste autonome Löscheinheit (ALE 2000) – ein ausgedienter Micromanager aus dem LEGO® Movie – gewesen sein.

Das Fahrzeug mit ausgefahrener Markise

Ingesamt wurden 28 Fahrzeuge für die städtischen Feuerwehren in Farnheim beschafft, eines neu restauriert und 8 weitere Fahrzeuge bei der Werkfeuerwehr Jade Öl AG in Dienst gestellt. Hinter den zahlreichen und verschiedenartigen Neuanschaffungen steckt auch ein tieferer Sinn. Somit baue ich nicht einfach nur Modelle, die mir Gefallen, sondern welche überdies besonders gut in das Profil einer modernen Großstadtwehr passen. Hierzu veröffentlichte ich zum besseren Verständnis jüngst eine umfassende Dokumentation, welche Art und Anzahl Fahrzeuge in Farnheim stationiert sind. Nebenher erweiterte ich zudem die Rubrik der Zugkombinationen.

Sicher ist sicher: Materialschlacht für einen Patienten

Und Überhaupt Rot. Dies war auch die vorherschende Farbe bei einem Besuch der Feuerwehrmesse Interschutz in Hannover im Sommer.

Sowieso nahmen 2015 Realthemen aus dem Blaulichtsektor wieder einen großen Teil in der Berichterstattung ein. Ob über die Mülheimer Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr Essen oder durch meinen geschätzten Gastautor Adrian (amhh) aus der Schweiz.BF_MH30

Zurück den dänischen Steinen. Irgendwann entdeckte ich ob der vorhandenen Fülle an Möglichkeiten die Leidenschaft des Verwandelns von Minifiguren. Es sollten einzigartige Figuren entstehen, die eine kleine Geschichte zu erzählen haben.

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Schließlich kamen auch wieder einige alte Sets in den Zulauf meiner eigenen Sammlung. und ließen diese um ein paar erhaltenswerte Schätzchen anwachsen.

Alles in allem ein in der Berichterstattung recht abwechslungsreiches Jahr, wenngleich diese doch recht rotlastig ausfiel. Aber hey, dies ist ein Feuerwehr-Blog, da darf das ruhig so sein. Somit freue ich schon darauf, was 2016 für spannende Geschichten bereithält.

Wachen und Fahrzeuge der BF Farnheim

Für den Schutz der Bevölkerung und die Gefahrenabwehr Farnheims ist in erster Linie die modern ausgestattete Berufsfeuerwehr zuständig. 480 Frauen und Männer, sowie 165 Einsatzfahrzeuge, 8 Anhänger und 34 Abrollbehälter (Stand 09/2015) stehen im Ernstfall für ein rasche und angemessene Reaktion bereit, die sich auf fünf strategisch über das Stadtgebiet verteilte kombinerte Feuer- und Rettungswachen, sowie drei eigens errichtete reine Rettungswachen verteilen.

Neben den ganzen Fahrzeugvorstellungen, möchte ich nun einmal dem interessierten Leser präsentieren, was wo in der fiktiven 571.000 Einwohner fassenden Metropole stationiert ist. Es folgt eine detaillierte Standortauflistung.

Was fällt auf? Neben unverlinkten Fahrzeugkürzeln (diese gibt es noch nicht als Modell), sind andere mehrfach verlinkt. Hier ist das Ziel, mittelfristig die Stückzahlen an gleichwertigen Fahrzeugtypen mit weiteren Nachbauten aufzustocken.

Feuerwache 1 (intern F11) – Centrum (Insel)
Helenenstraße 8
48 Mann übernehmen insgesamt die Risikoabdeckung in der Innenstadt. Die Wache, ein altes Backsteingebäude aus den frühen 20iger Jahren des 20. Jh. dient als Unterkunft. Stationiert ist dort ein Löschzug, sowie für kleinere Einsätze ein Mittleres Löschfahrzeug, ein Kleineinsatzfahrzeug, sowie zwei permandent besetzte Rettungswagen.

Feuerwache 2 (intern F12) – Eppendorfer Groden (Nordosten)
Bei der Hauptfeuerwache 1
99 Mann, inkl. der Branddirektion des Amtes 37 sorgen sich für die Sicherheit im Nordosten der Stadt. Im Ausrückebereich liegt neben großen Teilstücken zweier Autobahnen und einem dem BAB Farnheim-Ost, auch das Gelände der Raffinerie Jade Öl AG. Das Wachgebäude ist ein Funktionsbau aus dem 1980er Jahren, der in den ersten Jahren des dritten Jahrtausends um einen modernen, komplett autark gehaltenen Bürotrakt erweitert wurde. Hierin befinden sich u. a. auch Katastrophenschutzlagezentrum. Die F12 ist eine Doppelzugwache, d. h. es sind zwei Löschzüge untergebracht, sowie zahlreiche Sonderfahrzeuge, die unter anderem für die Sonderaufgaben des Kampfmittelräumdienstes (KRD), der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FüKom), der ABC-Gefahrenabwehr und der Fachgruppe Schaum vorgesehen sind. Zudem befindet sich hier die Fahrzeug- und Materialdesinfektion.

Feuerwache 3 (intern F13) „Hafenwache“ – Westerwede (West)
Flottillenstraße 27
87 Mann stellen in drei Schichten den Brandschutz im Westen Farnheims sicher. In ihrem Bezirk liegen der Seehafen und der Marine-Stützpunkt. Der Stützpunkt wurde in den 1950er Jahren erbaut und liegt direkt am Wasser, so dass auch hier das Löschboot in unmittelbarer Nähe zum Wachgebäude vor Anker liegt. Besetzt werden hier ein Löschzug, zwei Rettungswagen ein Wasserrettungszug, sowie einige weitere Mittel für maritime Einsätze. Zugeteilt sind den Frauen und Mannen die Sonderaufgaben der Wasserrettung und die Deichverteidigung im Katastrophenschutzfall.

Feuerwache 4 (intern F14) „Technik- und Umweltwache“ – Farmsen (Mitte)
Mönckebergskamp 12-18
Auf der größten Wache der Berufsfeuerwehr versehen 108 Mann stellen in drei Schichten ihren Dienst. Das Wachgebäude wurde in den späten 1990er Jahren auf dem Gelände des alten städtischen Busdepots neu errichtet. Aufgrund der zentralen Lage ist hier u. a. auch die Logistik, das Materiallager und die Kleiderkammer untergebracht. Ebenso sind hier auch viele Fachgruppen, wie die Höhenrettung, Bergung und Atemschutz beheimatet. Zu den zugewiesenen Sonderaufgaben zählen die Zentralwerkstätten, die Atemschutz-, Feuerlöscher-, sowie Funkwerkstatt, auch die Megacode Trainer werden hier Instand gehalten und die Einsatzkräfteversorgung.

Feuerwache 5 (intern F15) „Flughafenwache“ – Lohstedt (Süden)
Junkersdamm 57
Für die Gefahrenabwehr der südlichen Stadtteile, die gekennzeichnet sind durch den Internationalen Flughafen, einem großen Automobilwerk, dem Kraftwerk, der Fußballarena und weitläufigen ländlichen Nutzflächen und Waldgebieten, stehen den Kräften zwei Löschzüge sowie ausreichend Material für einen Massenanfall an Verletzten zur Verfügung. Ebenso ist auch hier ein zweiter Wasserrettungszug stationiert. Gemeinsam mit der Flughafenfeuerwehr übernimmt man die Risikoabdeckung des Flughafens. Dafür hält die BF extra ein Großtanklöschfahrzeug und einige Abrollbehlter mit Sonderlöschmitteln vor. Ebenso ist hier der Rettungszug Monorail stationiert. Die Feuerwache stammt aus den späten 1980er Jahren und bietet Platz für 102 Beamte in ihren drei Wachabteilungen. Der Wache zugeordnet sind die Fachgruppen MANV und Wasserrettung.

Rettungswache 1 (intern R11) – Schmallenberge Heide (Norden)
Essener Bogen 75
Im Jahre 2014 wurde die neu errichtete Rettungswache eingeweiht. Insgesamt 18 ausgebildete Rettungsassistenten und -sanitäter arbeiten hier in drei Wachabteilungen. Einzugbereich ist die gesamte nördliche Stadtfläche.

Rettungswache 2 (intern R12) – Altenjade (Cityinsel)
Tidestraße 4
Für die Risikoabdeckung bezog die Berufsfeuerwehr im östlichen Teil der Insel 1998 ein umgebautes Gebäude. Zu ihrem EInzugsgebiet gehören neben der Insel auch die westlichen und angrenzenden Festlandsstadtteile. Insgesamt 12 Kräfte sind hier in drei Schichten im Dienst.

Rettungswache 3 (intern R13) – Werdumer Groden (Süden)
Cranzer Hauptdeich 58
Im Süden steht die kleinste Rettungswache mit nur einem RTW, um im Notfall im abgelegenen Stadtteil XXX schnell Hilfe leisten zu können. 6 Kräfte teilen sich hier mit einem Rettungswagen den 3-Schicht-Betrieb.

Feuerwehr- und Rettungsassistentenschule (intern S11) – Süderwarden (Osten)
Nordoststraße 65-67
Die Schule befindet sich im Osten der Stadt auf einem gesonderten Areal. Neben zahlreichen Schulungsräumen finden sich dort Einrichtungen für die Realbrandausbildung und Schulungen mit dem Umgang von Gefahrgut. Dazu wurden eigens ein alter Tanksattelzug und ein Kesselwagen der Deutschan Bahn hergerichtet. Auch ein großes Tauchbecken, sowie ein üppig dimensionierte Atemschutzstrecke lassen dort praxisnahe Arbeiten zu. Die Schule verfügt über einen eigenen Fahrzeugpark, der im wesentlichen den Fahrzeugen des täglichen Einsatzdienstes entspricht. Sie können im Großenschadenfall auch durch die Freischichten der F12 besetzt werden.

In naher Zukunft folgt die der Vollständigkeit halber auch die Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr.

Feuerwehr Farnheim on Tour – IV

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Erneut hatte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung SteineWAHN in Berlin alle Hände voll zu tun. Sozusagen als überörtliche Hilfe übenahm sie anstelle der Berliner Feuerwehr den Sicherheitsdienst vor Ort.

Erneut musste jedes MOC, jedes Exponat und jeder Winkel der Ausstellungsfläche in den Räumlichkeiten der Tegeler Seeterrassen auf mögl. Sicherheitsbedenken überprüft werden. Letztlich konnte aber ein reibungs- und störungsfreier Ausstellungsablauf gewährleistet werden. Was folgt ist ein kleiner, bildlicher Abriss über die vielseitigen Aufgaben der Damen und Herren Feuerlöscher vom Wochenende.