Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF 30/50-5)

Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Fahrzeugflotte beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind ab sofort fester Bestandteil des ICAO-Löschzuges, somit erhöht sich Löschmittelbevorratung für einen Erstangriff gemäß der internationalen Sicherheitsbestimmungen. Grund hierfür ist die Heraufstufung der Brandschutzkategorie von 9 auf 10. Denn der Flughafen insgesamt rüstet sich derzeit für die Abfertigung von Großraumflugzeugen, wie den Airbus A380 und Co.

Das HTLF transportiert 5.000 L Wasser und 500 Liter Schaummittel an den Einsatzort. Die fahrzeuggebundene Nieder-/Hochdruckkpumpe fördert 3.000 L/Min. bei 10 bar oder 800 L/Min. bei 24 bar. Zugleich ist es mit einer umfangreichen Beladung für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Somit kann es auch zu Einsätzen auf den Verkehrswegen rund um das Flughafengelände eingesetzt werden.

Die Modellüberarbeitung schreitet voran. Hierfür zerlegte ich die beiden alten HLF 32/30-3 ohne Rücksicht auf Verluste. Als Basis diente für das Fahrerhaus das in der Vergangenheit in den Reihen der Berufsfeuerwehr etablierte schwere Fahrgestell (siehe GTLF 10 oder auch STF 5000), um den optsich Fahrzeugmischmasch weiter zu vereinhetlichen. Lediglich der Aufbau wurde dem Einsatzzweck entsprechend angepasst. Somit wuchs die vormals zweiachsige Basis um eine weitere Achse, und die Bodenfreiheit wurde erhöht. Der so neu gewonnende Platz konnte in zahlreiche Geräteräume investiert werden. So platzierte ich im großen Geräteraum links Utensilien für die Brandbekämpfung, während gegenüber das Werkzeug für die technische Hilfeleistung zu finden ist. Heckseitig wurde eine entsprechende Feuerlöschkreiselpumpe verbaut. Der Dachmonitor ist schwenk- und klappbar, während eine entsprechende Zuleitung auf dem Dach den Werfer mit Löschmittel speist. Ein aufrichtbarer Lichtmast unterstreicht den Aspekt der technische Hilfeleistung. An der Front wurde, wie schon bei den großen GFLFs ein Frontwerfer angebracht, der im Ernstfall die Löschunternehmungen tatkräftig unterstützt. Natürlich bekam auch dieses Fahrzeug ein optimiertes Streifendesign verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2 Stück 1 x 2 auf 1 x 4 Brackets + 4 x 4er Bodenplatte + 2 x 4er und 2 x 6er Platten)

Feuerwehrkran FwK 60

Als Ersatz für den altersschwachen Kranwagen FwK 25, der seit nunmehr 28 Jahren in den Reihen der Berufsfeuerwehr seine Arbeit versah, trat jetzt, kurz vor Jahresende, sein dringend benötigter Nachfolger den Dienst an. Aufgrund des intensiven Übungsbedarfes an diesem Spezialfahrzeug wies der Vorgänger mittlerweile eine außerordentliche hohe Anzahl an Betriebsstunden auf, die nicht immer ohne Ausfall blieben. Somit kam es mitunter immer wieder zu reparaturbedingten Zwangspausen. Der nun neu in Dienst genommene Kranwagen ist nicht nur technisch auf dem letzten Stand, er übertrifft die Leistungskapazitäten des alten Krans bei weitem. So kann der FwK 60 im optimalsten Fall bis zu 60 Tonnen Last heben. Dazu führt das Fahrzeug im Straßenbetrieb bis zu 10 Tonnen Ballast mit sich, was ihn an der Einsatzstelle sofort einsatzbereit macht. Gerade bei Unfällen und der Beseitigung schwerer Hindernisse stieß der alte Kran hier oftmals an seine Leistungsgrenzen. Darüber hinaus war eine anderweitige einsatztaktische Verwendung ausgeschlossen. Mit dem neuen Fahrzeug ändert sich dies allerdings: So kann der Kranwagen auch bei Großfeuern zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Hierzu ist am Auslegerende ein kombinierter Schaum-/Wasserwerfer montiert, der von 1.000 L bis zu 4.000 L/Min. auf den Brandherd variabel abgeben kann. Versorgt wird der Monitor über drei B-Schläuche, die dazu materialschonend am Ausleger eingehängt werden können.

In der Ausrückeordnung ist festgelegt, dass der Kran immer im Rüstzugverbund, bestehend aus HLF 20/16 und einem RW 2, ausrückt. Nicht selten wird das Spezialfahrzeug auch durch ein WLF mit aufgesatteltem AB-Kran mit zusätzlichem Krangeschirr und -gewichten unterstützt. Den Rüstzug werde ich demnächst bildlich in der Serie der Zugkombinationen noch ausführlich vorstellen.

Eine Modernisierung des altes Kranwagens stand schon lange auf meiner To-Do-Liste. Einige Tage vor der Ausstellung auf der Bricking Bavaria begann ich mit dem Bauvorhaben. Als Hauptaugenmerk sollte ein kompletter gesnotteter Kranausleger, und somit kein Standard-Bauteil, für einen entsprechend andersartigen Auftritt sorgen. Das ganze auf einem Vierachs-Fahrgestell samt platzsparend verbauter Abstützung. Soweit der Plan. Jedoch war der Ausleger der Teil, der mit am längsten beschäftigte – ich bekam die beiden gesnotteten Auslegerhälften nicht miteinander befestigt. Erst ein bildhaft gewordener Lösungsansatz an einem Modell des Modellbauers robiwan_kenobi brachten mich auf die Spur. Dabei wurde schnell klar, dass ich das Fahrgestell noch mal komplett überarbeiten und verlängern musste. Das ließ aber Raum für weitere Details. Aufgrund der Baugröße verzichtete ich auf die Krankabine, da bei dieser Baugröße die Kabine eh keine Minifig hätte mehr aufnehmen können. Dafür ist die Motorenabdeckung klappbar gestaltet und gibt einen Blick auf den Dieselmotor frei. Ebenso kam eine andere Windschutzscheibe für das Niederflurfahrerhaus zum Einsatz, was dem Modell optisch eine etwas andere Note verleiht.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (zwei 2 x 16er Platten)

GFLF „Prevailor“ 100/125-15 + 500P

Die Werkfeuerwehr des Flughafens Farnheim, die FAirport AG, stellte im Rahmen der Modernisierung zwei neue Löschfahrzeuge in Dienst. Die beiden GFLF 100/125-15 + 500P vom Typ „Prevailor“ ersetzen zwei ältere Fahrzeuge und sind ab sofort Teil des ersten Abmarsches. Die beiden vierachsigen „Löschmonster“ verfügen über je 12.500 L Wasser und 1.500 L Schaummittel, sowie 500 kg Pulver in einem weiteren Kessel. Der Dachwerfer ist als Ausleger gestaltet, an dessen Ende sich eine Löschlanze befindet, mit der die Außenhaut eines Flugzeug durchstoßen werden kann, um das Löschmittel direkt am Brandherd im Inneren abzugeben. Die Fahrzeuge werden jeweils von einem 1.250 PS starken V12-Turbodiesel betrieben, was sie in 19 Sekunden aus dem Stand auf 80 km/h beschleunigt. Die interne Kreiselpumpe, eine FPN-10-10000, liefert 10.000/Min. und wird von einem V6-Diesel mit 480 PS angetrieben. Der HRET (High Reach Extentable Turret)-Werfer am Löscharmende leistet 5.500 L Löschmittelabgabe/Min. und befördert dieses rund 60 Meter weit. Der Frontwerfer kann 3.500 L/Min. abgeben. Diese beiden „Prevailors“ markieren die ersten beiden Fahrzeuge in einer neuen Löschfahrzeuggeneration. Der Beschaffungsplan sieht vor im kommenden Jahr noch vier weitere Fahrzeuge dieses Typs vor.

Nachdem ich die letzten 12 Monaten ausgebiebig meine Fahrzeugflotte der städtischen Feuerwehren, sowie der Werkfeuerwehr Jade Öl AG modifizierte, ist nun endlich auch der Fahrzeugpark der Flughafenfeuerwehr an der Reihe. Den Start markieren diese beiden Flugfeldlöschfahrzeuge, denen die beiden alten Exemplare (FLF und GFLF) zum Opfer fielen. Gleichzeitig markieren diese beiden Ungetüme ein neues Farbschema, dass auf alle weiteren Modelle übertragen möchte – mal sehen, ob und wie es klappt.

Seit dem Ende der Bricking Bavaria vor wenigen Wochen puzzelte ich mir im Kopf bereits die Optik zusammen: eine schwarzes Fahrerhaus sollte es bekommen, ebenso wieder eine Löschlanze auf dem Dach und ungleich detaillierter als seine Vorgänger sollte es werden. Vor allem aber wünschte ich einen deutlich martialischen Auftritt. So legte ich los. Die Basis des Modells ist aber noch wie vor, die des zerlegten älteren GFLFs. Jedoch gestaltete ich den Aufbau (oberhalb der weißen Gürtellinie) komplett neu. Für eine ungewöhnliche und im vorderen Bereich geringere Bauhöhe sorgen die niedrigeren Windschutzscheiben. Dennoch achtete ich hierbei darauf, dass eine Minifig in der Fahrgastzelle Platz findet – wenngleich auch ohne Helm. Durch die Verwendung der 1x4x3er Paneele als Tankaufbau konnte ich im Heckbereich eine große Klappe installieren, die Zugriff auf die Feuerlöschkreiselpumpe erlaubt. Der Gelenkarm, an dessen Ende sich die Löschlanze und ein Werfer befinden, gestaltete ich komplett um. Zudem fällt die Spitze nun filigraner aus. Eine nicht zu unterschätzende Wirkung haben, was den martialisch wirkenden Auftritt angeht, die auf den Radnaben aufgesteckten schwarzen 1×1 Rundplättchen. Sie unterstreichen das montröse Auftreten der beiden neuen Löschriesen. Apropos… Nachdem ich das erste Fahrzeug fertiggestellt hatte, machte ich mich sogleich daran, noch ein weiteres, baugleiches Exemplar zusammenzuklötzeln. In naher Zukunft wird sich noch ein weiteres Fahrzeug dieses Typs hinzugesellen, das allerdings über einen herkömmlichen Dachwerfer verfügt, um die Anfroderungen des Löschzug gemäß ICAO-Standard erfüllen zu können.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2×12er + 2x 2×3er)

Die Rückkehr der Monorail

Oder: Der König ist tot – es lebe der König

Es gibt sie ja überall, in allen Bereichen des Lebens: Dinge, die zu unrecht ein Schattendasein fristen. Ob Filme, Musik oder Spiele. Erst bei näherer Betrachtung entwickeln sie ihre eigentliche Pracht und Wirkung. Wahre Perlen eben. So verhält es sich mitunter auch bei Spielzeug, wie z. B. den weniger beachteten Bausätzen aus dem Hause LEGO. Genauer gesagt, bei den Monorail-Sets, der sog. Einschienenbahn. Als Eigenschaft eines typischen „Mauerblümchens“ war auch dieser Monorail keine große Glanzzeit beschienen. In nur sechs Produktionsahren, von 1989 bis 1994, hat es LEGO (mit zwischenzeitlichen Pausen) auf lediglich drei Spiel- und zwei Ergänzungssets gebracht. Vermutlich deshalb, weil das Thema (zu unrecht) keine große Bedeutung erfuhr, da zu teuer, zu eigen und inkompatibel, als bspw. das lang und in epischer Breite etablierte Eisenbahn-Thema. Schade eigentlich, denn bei eben dieser näheren Betrachtung wird die Monorail zu einem wahren Schatz. Warum, möchte ich gerne erläutern.

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Die Monorail nimmt fahrt auf (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Als mein Baustein-Interesse gegen Ende der 80er Jahre schon längst wieder nachgelassen hatte, brachte LEGO 1990 das Airport Shuttle-Set (#6399) auf den Markt, auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt in einer Setrezension noch gerne näher eingehen möchte und werde. Ich selber nahm es daher damals auch gar nicht wahr. Erst als meine „Dark Ages“ 2009 endeten, und ich mir meine zu Teenager-Zeit leicht verhökerten Sets aus Kinderheitstagen erneut mühsam zusammenkaufte, fiel mein Blick dann auch auf die Monorail-Bahn anno 1990. Mich beschlich sogleich ein „Must-have“-Gefühl. Jedoch machte einen die Preisentwicklung für ein gut und vollständig erhaltenes Set schwindlig. Gegen Ende 2012 aber nannte ich ein dann komplettes Exemplar schließlich mein Eigen – beflügelt durch die eigene Faszination der Modelle, und der unglaublichen Möglichkeiten, die Brixe, Idefix und Zypper auf der Fanwelt anno 2012 mit diesem System zustande brachten. Mittlerweile hat sich nach einem denkwürdigen Abend im November 2012 (im Dunstkreis der Fanwelt) die Konglomeration „MoRaSt“ gebildet, die mit Ihrer Gemeinschaftanlage, an der auf der 10. Bricking Bavaria mittlerweile nicht weniger als 10 Modulbetreiber mit insgesamt über 170 Meter Gleislänge beteiligt waren, ihren vorläufigen wiederbelebten Höhepunkt erlebte.

Schaut man sich die Technik und die Infrastruktur der Monorail einmal genauer an, dann stellt man fest, dass dieses System ein robustes, einfaches, aber dennoch sehr komplexes und überaus ausbaufähiges war, bzw. noch immer ist. Man kann mit den Schienen, dank der Weichen komplexe Gleislayouts erschaffen, die dem Eisenbahnthema in Nichts nachstehen, und sich darüber hinaus sogar komfortabel in die Höhe bauen lassen. Zudem lässt die klassische Baubreite von vier Noppen bereits auf kleinem Raum komplexe Gleispläne zu. Auch bei den Abmaßungen der Schienenstränge lässt sich ein ausgeklügeltes System erkennen: jede lange Gerade (ob als Rampe oder in der Ebene) ist so lang, wie 32 Noppen, bzw. eine typische Basis- oder Bauplatte. Ein sog. Stopper ist mit 16 Moppen nur halb so lang und eine kurze Gerade misst gerade mal 8 Noppen. Dazu kommen Weichen mit einem speziellem Kurvenstück (45 Grad) und eine große Kurve mit einer 90-Grad-Krümmung. In Kombination mit einer Weiche und einer 45-Grad-Kurve lässt ebenso ein 90-Grad-Radius erschaffen, kann aber gleichzeitig (dank der Weiche) einen zusätzlichen Schienenstrang fortführen. Durch diese kleinen Kurvenstücke, auch 1/8-Kurven genannt – 8 solcher Kurvenelemente ergeben einen Vollkreis – können auch Strecken direkt übereinander geführt werden, was optisch äußerst reizvoll ist. Sind die einzelnen Gleiselemente seitlich mit 1×4 Platten oder Fliesen verknüpft, gehen sie eine sehr stabile und unverrückbare Verbindung ein, denn die Zahnradbahn verzeiht i. d. R. keine Spielräume und Versätze.

Mit den zuvor erwähnten Stoppern ist man in der Lage, die Bahn anhalten zu können, oder sie in der Fahrtrichtung umzukehren. Gerade diese Stopper machen das bahnbetriebliche Salz in der Suppe aus. Dadurch, dass die Züge ursprünglich nicht fernsteuerbar sind, fahren sie unermütlich mit einer durch den Motor festgelegten Geschwindigkeit um den Parcours. Befinden sich nun aber mehrere Bahnen auf ein und dem selben Schienenkreis (um die Frequenz auf langen Strecken aus optischen Gründen gerade bei Ausstellungen zu erhöhen), laufen sie zwangsläufig früher oder später aufgrund unterschiedlicher Schnelligkeiten, bedingt durch differente Ladestände der Batterien und unterschiedliche Zug-Gewichte aufeinander auf. Mittels dieser Stopper, und einem wachen Geist als menschlicher Bahnbetriebsleiter lassen sich drohende Auffahrunfälle reduzieren (NICHT vermeiden – das zeigt die Paxis), in dem mit geschickten Wartepausen die Abstände zwischen den Zügen erneut vergrößert werden.

MR_14Der Batteriekasten (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Der Antrieb dieser Züge erfolgt, wie bereits angedeutet, über einen 9V-Stromquelle, die in einem Batteriekasten direkt in der Bahn verbaut ist. Die Motoreinheit sitzt als sparates Segment zwischen den eigentlichen (bebaubaren) Waggonmodulen. Mittels Kabel ist der Motor (mehr oder weniger) flexibel mit der Stromquelle verbunden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Zahnrad auf einen extra in der Schiene eingelassenen Zahnstrang. Auch die Motorentechnik ist so robust, dass sie selbst über Stunden im Dauerbetrieb keine Ermüdungserscheinungen erkennen lässt, oder gar Motorenschäden zu beklagen sind. Dennoch sollte man mit den Antrieben pfleglich umgehen, da sie seit zwanzig Jahren nicht mehr hergestellt werden, und sich Ersatz mitunter schwierig und kostspielig gestaltet. Gleiches gilt für die Weichen. Ihre beweglichen Teile werden mit der Zeit anfällig für Ausfälle. Es gibt zwar Möglichkeiten zur Instandsetzung, die ist aber aufwändig und zweitraubend. Zwischenzeitige Pflege mittels Silikonspray (keines auf Mineralölbasis verwenden!) hält die Bewegungsabläufe geschmeidig.

Zu guter Letzt sei der Vollständigkeit halber noch ein kleiner Überblick über die recht spärliche Produkt-Historie erlaubt:

1987 – #6990 Monorail Transport System (Futuron Space Theme)
• weißer Zug
• 715 Teile
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 2 lange Geraden

1989 – #6921 Monorail Accessory Pack
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 4 lange Gerade
• 2 kurze Geraden

1990 – #6399 Airport Shuttle (Town Theme)
• roter Zug (einziges Set mit spezieller Motorenabdeckung)
• 767 Teile
• 8 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 5 lange Geraden

1991 – #6347 Monorail Accessory Pack
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 lange Geraden
• 2 kurze Geraden
• 1 Weiche links
• 1 Weiche rechts
• 1 kurze Kurve (45 Grad)
• 1 kurze Kurve (45 Grad)

1994 – #6991 Monorail Transport Base (Unitron Space Theme)
• Althellgrauer Zug mit schwarzer Batteriebox
• 573 Teile
• 4 lange Kurven (90 Grad)
• 2 Stopper
• 2 Rampen aufwärts
• 2 Rampen abwärts
• 1 lange Geraden
• 5 kurze Geraden
• 1 Weiche links
• 1 Weiche rechts
• 1 kurze Kurve (45 Grad)
• 1 kurze Kurve (45 Grad)

Stammtisch-Halbwissen:
Das letzte der drei Spiel-Sets, das gleichzeitig die längste Gleistrecke eines der Sets bot, verfügte über die Möglichkeit, die Streckenbauten einfach gegen andere Spyrius-Modelle der Serie zu tauschen, bzw. diese in den Streckenfluss einzubinden. Die erste Monorail hingegen wurde noch mit kurzen Kupplungsstücken ausgeliefert. Der Airport Shuttle gilt als ein hervorragendes Bindeglied zwischen dem damaligen Flughafen-Bausatz (#6396) und den übrigen Sets aus dem Städte-Thema, ist zweifellos die beliebteste der drei Bahnen, und gleichzeitig das einzige Set, das über eine dem Zugdesign angepasste Motorabdeckung verfügt.

Und noch etwas:
Darüber hinaus existieren im Netz interessante Patentzeichnungen über alternative Antriebe (hier auch in deutsch) und über andersartige Weichen, sowie einer echten Kreuzung. Schade, dass diese Dinge nie realisert wurde, da sie für den Streckenverlauf durchaus eine Bereicherung dargestellt hätten. Wenn man die U.S.-Patente weiter durchsucht, stößt man auch auf Zeichnungen mit alternativen Streckenverbindungen und andersartigen Steigungen.

Das Allerletzte:
Es hält sich das Gerücht mehr oder minder hartnäckig, dass das Unternehmen nach Einstellung der Serie sämtliche Monorail-Spitzgussformen vernichtet haben soll. Darüber hinaus sollen sich in einer Marktforschung befragte Kinder gegen ein Monorailsystem ausgesprochen haben. Ob es sich hierbei um das Aufleben des alten oder eines komplett neuen Systems gehandelt haben soll, ist nicht überliefert.

MoRaSt-Modul „Farnheim“ auf der Bricking Bavaria 2013

BB2013_FH38Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Zum ersten Mal stellte ich bei einer Ausstellung nicht bloß meine zahlreichen Feuerwehrmodelle, sondern auch ein mit dem Städtethema (klassisch angehaucht mit Häusern mit offenen Rückseiten) bebautes Streckenmodul im Rahmen der Interessengeinschaft MoRaSt (MonoRail-Standard) aus. Nach Platzauslotung und Stellproben im Vorfeld wurde es nun ernst. Auf der 2013er Bricking Bavaria fügte sich mein Modul in die dortige MoRaSt-Anlage ein. Nach einer doppelten Eckmodulbestückung beim Steinewahn im vergangenen August, war mir nun ein Standard-Streckenmodul vorbehalten. Zudem sprang ich für einen weiteren Modulbetreiber ein, und beschickte eine seiner beiden Eckmodule mit weiteren Exponaten. Den Aufbau hielt ich in dokumentarischer Art und Weise fest, denn wer weiß, wie mein neues Modul bei zukünftigen Ausstellungen aussehen wird. Einige Ideen sehen im übrigen etwas ganz anderes vor. Aber keine Sorge, es bleibt überwiegend rotlastig. Bevor es aber soweit ist, gibt es im Anschluss für diejenigen, die es interessiert, in epischer Breite Fotos von meinem aktuellen MoRaSt-Modul.

Kurz noch ein paar Eckdaten zum Modul:
– Größe: 229,5 x 102 cm, bzw. 9 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 15 langen Geraden
– 17 kurzen Geraden
– 8 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 7 Stoppern
– 7 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 13,394 m

Die MoRaSt-Anlage auf der Bricking Bavaria

BB2013_M01Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Nach Absolut Steinchen in St. Augustin im Frühjahr und dem Berliner Steinewahn im Hochsommer folgte auf der Bricking Bavaria ein weiteres und letztes Mal in diesem Jahr die Präsentation in Form einer großen Gemeinschaftsanlage des MoRaSt. Zu der bedeutenden Ausstellung in Bayern waren erneut 10 Aussteller mit ebensovielen Modulen angereist. Zu sehen gab es eine detaillreiche Zechenanlage samt angrenzendem Fluss, ausgefallene Architektur samt Zypper’s bekannt buntem Turm, eine Steampunk-Unterwasserwelt, ein LEGOLAND im Minifig-Maßstab, sowie ein vollständiger Bahnbetriebshof mit Waschanlage. Zudem schnurrten weit über 30 verschiedene Züge über die Schienen der Anlage. Ach ja, ich war ja bekanntermaßen ebenso mit einem Modul beteiligt. Dazu mehr in einem weiteren Posting.

Oberleitungswagen

Vor geraumer Zeit kam mir ein Gedanke in den Sinn, als es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts noch die sog. Oberleitungswagen gab. Komischerweise verschwanden diese beinahe komplett aus dem Stadtbild – zumindest kam mir das so vor. Jedoch müssten solche Fahrzeuge doch nach wie vor Verwendung finden in Städten, die über ein großzügig ausgebautes Straßenbahnnetz mit ebensolch umfangreichen Hochspannungsleitungen verfügen. Die Idee eines Nachbaus im 4w-„Maßstab“ reizte mich. Schnell nach ein paar Vorlagenbildern gegoogelt (wie man neudeutsch heutzutage so sagt), und siehe da, es gibt diesen Fahrzeugtypus aktuell immer noch. Also machte ich mich an meine eigene Version. Im Verlaufe der Konstruktionsphase, die sich übrigens über mehrere Monate hinzog – entweder es fehlten Teile, oder es gefielen mir einige Detaillösungen nicht, stellte ich mir vor, dieses Modell könne man auch hervorragend zur Wartung von hochgelegenden Monorail-Strecken heranziehen. Mittels eines Scherenhubtisches, der über allerei Werkzeuge für evtl. Reparaturen an Träger und Streckenabschnitt verfügt, konnte die nötige Arbeitshöhe erreicht werden. Und nicht nur das: gleichzeitig darf man ihn gern als legitimen, wenn auch inoffiziellen Nachfolger des altehrwürdigen Sets #6671 (Utility Repair Lift) von 1989 ansehen. So lassen sich mit ihm problemlos die technischen Sicherheitseinrichtungen, in Form von Straßenlaternen und Verkehrsampeln, in Farnheim komfortabel und zeitgemäß warten. Somit entstand seit langem mal wieder ein kommunales, wenn auch nicht völlig blaulichtfreies Fahrzeug.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2 Stück 1×2 auf 1x4er Platte + 2x12er Platte)

Wechselladerfahrzeug WLF + AB HFS (Hytrans Fire System)

Um bei Größbränden schnell große Mengen Löschwasser bereitstellen zu können, verfügt die Berufsfeuerwehr seit kurzem über einen besonderen Abrollbehälter – den AB HFS. HFS steht als Kürzel für Hytrans Fire System oder auch Holland Fire System. Er ist als Wasserförderungssystem der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa) unterstellt. Das besondere an ihm ist das Hochleistungspumpensystem, das mit speziellen F-Schläuchen (150 mm Durchmesser) bis zu 5.000 L/Min. bei 5 bar und 8.000 L/Min. bei 2 bar fördern kann. Zum Vergleich haben normale „B-Schläuche“, die in der Regel zur Wasserförderung aus dem städtischen Hydrantennetz dienen, einen Durchmesser von „nur“ 75 mm. Ein weiteres Einsatzszenario sind neben der Wasserversorgung bei Großbränden Überflutungen aller Art. Mit diesem System ist man  in der Lage über sog. Flexschläuche große Mengen Wasser aus Überflutungsgebieten zu pumpen. Im Einsatz war dieses System mit einer Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Farnheim zuletzt beim Elbehochwasser im Juni des Jahres 2013.

Um den Abrollbehälter in Überflutungsgebieten oder in unwegsamem Gelände an See- oder Flussläufen in Stellung bringen zu können, muss ein hochgeländegängiges Fahrzeug in der Lage sein, den Container auch gefahrlos (ohne sich festzufahren) zu positionieren. Zu diesem Zwecke beschaffte man ein weiteres vierachsiges Wechselladerfahrzeug, das bis auf das geländegängige Fahrgestell mit dem bereits hier vorgestellten 4-Achs-WLF baugleich ist.

Lage Zeit überlegte ich, wie ich ein solches Containersystem realisieren könnte. Denn im Original sind auf dem eigentlichen Abrollbehälter heckseits zwei separat absetzbare Containerelemente verlastet. D. h., es stehen mir bei meiner nostalgischen Bauart jeweils nur zwei Noppen (!) in der Breite für diese Elemente und ihren Beladungen zur Verfügung. Um dieses realisieren zu können, musste zunächst die Länge um 2 auf insgesamt 10 Noppen wachsen. In der vorderen, fest mit dem Containerboden verbundenen Gerätehauseinheit sind die wasserfördernden Armaturen untergebracht. Bei meinem Modell in Form eines großen Verteilers. Daran schließen sich die kleinen absetzbaren Containerelemente an. Eines von ihnen ist das Pumpen-, das andere das Schlauchmodul. Die Recherche bezüglich der Beladung der beiden Container brachte mich schließlich auf die Idee der Beladung, und wie sie sich möglichst platzsparend verbauen ließ. Zur Erläuterung: das gelbe Modul, an das ein Schlauch angeschlossen werden kann ist die Pumpe samt Schimmkörper. Das schwarze Instrument mit Antenne und hellgrauen Rundeinern, der angesprochene Verteiler. Zudem komplettieren entsprechende Beleuchtungs- und Warneinrichtungen den Container. Einen Abstrich zum Original musste ich dennoch vornehmen: die Saugschläuche musste ich aus Platzgründen auf dem Containerdach platzieren.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x3er + 2x12er + 1 Stück Winkelplatten 1×2 auf 1×4)

Teleskopmastbühne (TMB 42)

Die Abteilung Technik beschaffte kürzlich ein neues Hubrettungsfahrzeug. Die neue Teleskopmastbühne ist nun die gewünschte Ergänzung zu den 30 Meter Drehleitern und gleichzeitig der Ersatz für die testweise übernommene DLA (K) 42, die nun zurück an den Aufbauhersteller geht. Die Hubrettungsbühne verfügt über eine max. Rettungshöhe von 42m. Der Korb bietet zwei Minifigs ausreichend Platz. Ihr Einsatzgebiet sind neben Personenrettungen aus großen und unzugänglichen Höhen (und Tiefen) auch die unterstützende Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung. Somit steht auch der Berufsfeuerwehr Farnheim ein in Deutschland bei vielen Feuerwehren sehr beliebtes Hubrettungsfahrzeug zur Verfügung. Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Red Stone Feuerlöschgerätetechnik in Ziegelbach den Zuschlag, während die Steinburger Fahrzeugwerke den passend motorisierten Untersatz lieferten.

Ein solches Fahrzeug schwebte mir schon lange vor, jedoch fehlten mir (bis zur Fanwelt 2012) entsprechende Denkanstöße und bis zum letzten Stammtischtreffen in Bünde die letzten benötigten Bauteile. Nachdem ich alles zusammen hatte, begann mit dem Bau des Mastes auf Basis eines Modells aus der Feder des damaligen Ausstellers Wolfgang Köhler. Der Korb ist eine Weiterentwicklung des Rettungskorbs der letztlich vorgestellten Drehleitern, jedoch wuchs er in der Breite und bekam ein paar zusätzliche Details, wie eine Krankentragenbefestigung sowie ein Bedienpult spendiert. Um das massive Drehgestell optisch ein zu „verkleinern“ brachte ich hierbei einen Generator und etwas Werkzeug unter. Dank des winkeligen Fahrgestells konnte ich mit SNOT-Steinen eine Abstützung realisieren, die ausfahrbar gestaltet ist, und darüber hinaus noch Platz ließ einen Aufstieg auf das Podest zu gestalten. Das Erscheinungsbild des Fahrerhauses ist bewusst ein anderes, da aufgrund der Gewichtsklasse, in der sich eine solche TMB bewegt, das sog. „Familiengesicht“ nicht glaubwürdig ausgesehen hätte. Und trotz aller Fahrzeugparkvereinheitlichungen, tut manchesmal ein wenig Abwechslung an einigen Stellen durchaus gut.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2 Stück 2x2er + 2x34er + 2×1 1/3x8er Winkelplatte)

ELW (Einsatzleitwagen)

Neben dem geländegängigen Einsatzleitwagen verfügt die Werkfeuerwehr auch über einen Kleinbus, der zur Koordinierung der Einsatzkräfte (auch dank des Hochdachs) mehr Platz im Inneren bietet. Neben dem Pickup bieten diese beiden Fahrzeuge im Einsatz eine Einheit im Bereich der IuK (Information und Kommunikation) der Feuerwehr. Ausgestattet mit Funktisch und PC-Arbeitsplatz, sowie Materialien zur Einsatzstellenabsicherung ist er entsprechend vollständig ausgerüstet.

Das Fahrzeug kommt als Neuanschaffung in den Fuhrpark. Neben den zahlreichen Großfahrzeugen sind es auch solche kleinen Modelle, die ein glaubwürdiges Abbild einer echten Feuerwehr ergeben. Bautechnisch gibt es nicht viel zu sagen, außer vielleicht, dass ich darauf achtete, dass die Seitenfenster mit der Frontscheibe auf einer Höhe verlaufen. Hierbei musste ich mit einer weiteren Plattenhöhe behelfen, um bei der Fensterunterkante keinen Versatz zu haben. Zur Erkennung und visuellen Unterscheidung sorgt auch hierbei das Zwei-Farben-Schema wieder für eine entsprechende Zuordnung.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (Zwei 2x3er + 2x4er Platten)