Die Menschen hinter den MOCs

Als meine erste große LEGO® Fanwelt als Aussteller war es mir natürlich eine große Freude einmal die Menschen hinter ihren MOCs kennenzulernen. Eigentlich war dies sicher auch das Hauptanliegen eines jeden Ausstellers. Man „kannte“ sich zwar gewiss schon aus dem 1000steine-Forum und dem Chat, aber wer sie in Wirklichkeit waren, blieb mir bis zum Fanwelt-Wochenende verborgen. Und wie sollte es anders sein, bin ich herzlich aufgenommen worden. Vielen Dank Euch dafür!

#60003 – Fire Emergency

Das zweite Set in meiner Sammlung der Januarneuheiten ist das Brandhaus mit der Drehleiter. Auch dieses verfügt wieder über ein paar interessante Bauteile. Allen voran sind sicher die drei neuen Feuerwehr-Figs zu nennen, die, im Gegensatz zum Feuerwehr-Chef, über ein anderweitig (beidseitig!) bedrucktes Oberteil verfügen. Diesmal erkennt man Koppel, Karabiner und eine Manometer-Anzeige auf der linken Brusthälfte. Alle Feuerwehrleute tragen einen dunkelroten Helm. Ebenso ist auch wieder eine „Quoten“-Frau unter ihnen.

Die Geschichte, die dieses Set erzählt, ist ein altes, heruntergekommenes Haus, bei dem der Dachstuhl in hellen Flammen steht. Die Feuerwehr löscht mit Hilfe einer Drehleiter entschlossen den Brand. Ein Schlauch, Feuerlöscher und ein Trennschleifer helfen ihnen dabei.

Das Haus, bei dem nach erfolgreichem Löscheinsatz mittels Klappmechanismus die Flammen aus dem sichtbaren Bereich nach hinten geklappt werden können, reiht sich von der Optik und Machart nahtlos in die bestehenden Stadthäuser à la „City Corner“ ein. Ein paar Accessoires, wie die grüne Mülltonne und die Straßenlaterne (die hierbei dark bley-farbene Elemente erhielt) ergänzen die Szenerie.

Das Feuerwehrfahrzeug, eine Drehleiter, die in der Realität eher einer DL 18/12 entspräche, verfügt, wie auch der ELW aus #60001, über das rot-weiße Farbdesign mit den bekannt abgesetzten dunklen blaugrauen Kotflügel. Zugleich kommt sie mit einem neuen Leiterpark-Formteil daher und verfügt über eine sehr realistisch umgesetzte Leiterpark-Hydraulik. Zudem darf man sich hier auch für über einige der blautransparenten 1x1er Rundfliesen freuen. Positiv zu erwähnen sind die eingesetzten Fahrzeugtüren, die verhältnismäßig große Anzahl an Minifigs und der zweite Ersatzschlauch, der aber entgegen früherer Sets leider nicht mehr in einem Extrakarton verpackt wurde.

Jahr: 2013
Teile: 301
Minifigs: 3
Preis: 29,99 Euro

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

#60001 – Fire Chief Car

Als ich gestern beim Einkauf die ersten Januar-Neuheiten im Regal stehen sah, konnte ich nicht daran vorbeigehen und nahm das „Fire Chief Car“ gleich mal mit. Schließlich bot das kleine Set einige interessante Bauteile, wie die neu bedruckte Feuerwehr-Minifig, der goldene Feuerwehrhelm, das rote Fahrzeugdach, die roten Rückleuchten aus den neuen Rundfliesen, sowie das Motorhaubenbauteil. Sowieso eignet sich das Set recht gut als Teilespender.

Wie jedes Spielset, erzählt auch dieses eine kleine Geschichte: Die Katze der Besitzerin (erfüllt LEGO® nun allmählich die Frauenquote?) ist auf einen (wirklich kleinen) Baum geklettert, und der Feuerwehrmann versucht sie mit einem leckeren Fisch aus der luftigen Höhe zu retten. Allerdings, wenn man das mal versucht auf die Wirklichkeit zu projizieren, dann dürfte sich kaum der Feuerwehrchef (erkennbar an dem goldenen Helm) höchstpersönlich um einen solchen Einsatz kümmern. Dafür ist er im echten Leben mit ganz anderen Aufgaben betreut. Aber für ein kleines Einstiegsset passt es hier. Zudem dürfte es Kindern egal sein, ob der Chef der Feuerwehr diesen Einsatz abwickelt oder nicht.

Es fällt auf, dass das Fahrzeugfarbkonzept hierbei wieder mehr an das der städtischen LEGO®-Feuerwehr angelegt ist, denn die gelben Zierstreifen (bekannt aus den Waldbrand-Sets) sucht man vergebens. Die Montage des sog. Einsatzleitwagens entspricht im wesentlichen den bisherig bekannten Fahrzeugen dieser neuartigen 4er-Baubreite. Interessant sind allerdings Details, wie die Kofferraumladefläche, die einen Feuerlöscher und ein Funkgerät aufnimmt, und eine Armaturentafel, das mit einem Sticker zu einer solchen wird. Überhaupt liegen dem Teil alle Ausschmückungsmöglichkeiten auf einem Stickerbogen bei. Was allerdings etwas schade ist, ist die Tatsache, dass man dem Auto erneut keine Türen spendiert hat. Aber man kann nicht alles haben.

Jahr: 2013
Teile: 80
Minifigs: 2
Preis: 9,99 Euro UVP

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Das war die Fanwelt 2012

Zum zweiten Mal nach 2010 schaute ich mir die LEGO® Fanwelt (22.-25.11.2012) an. Aber diesmal mehr oder weniger in aller Ruhe. Mehr, weil ich über die komplette zeitliche Distanz auf der Ausstellung weilte, und weniger, weil jeder der vier Tage nahezu ein Großkampftag war.

Zu sehen gab es erwartungsgemäß wieder allerhand (neues). Nur einige wenige MOCs, die schon zwei Jahre zuvor zu sehen waren, wie der exzellente Reichstag, wurden erneut ausgestellt. Der Kölner Dom war einem zwar auch noch von der letzten Fanwelt bekannt, jedoch bekam er nun sein bekanntes Umfeld spendiert. Eine üppig gestaltete Anlage des MBFR rekonstruierte rund um den Dom die komplette Altstadt samt Rheinufer, den Hauptbahnhof, die Domplatte und auch die Groß St. Martin Kirche. Überhaupt stand diese Fanwelt unter dem inoffiziellen Titel der Superlativen. Gerade das Star Wars-Thema wartete mit lebensgroßem Darth Vader und R2D2, sowie großen Schlachtschiffe, die zwei Sternzerstören auf. Zudem wurde die Startphase des legendären Podrennens aus „Star Wars Episode I – Die dunkle Bedrohung“ inkl. aller Pod-Racer nachempfunden. Der Angriff auf Minas Tirith, bekannt aus der Verfilmung „Der Herr der Ringe“ präsentierte sich zwar noch als Baustelle, konnte aber zum jetzigen Zeitpunkt durch die schiere Größe und die unglaublich verschwenderische Anzahl als Orks beeindrucken. Auch die Gemeinschaftsanlage wuchs im Vergleich zu 2010 rasant und präsentierte sich heuer in einer noch nicht dagewesenen Größe. Überdies fand man zwischendrin aber auch wieder die vielen kleinen, feinen MOCs. Und so war bei dieser dritten Fanwelt mal wieder für jeden etwas dabei.

DIE BILDER MUSSTEN AUS PLATZGRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN.

Die Feuerwehr Farnheim auf der Fanwelt 2012

Das Fanwelt-Wochenende vom 21.-25.11.2012 in Köln war meine erste große und mehrtägige Ausstellung vor öffentlichem Publikum. Dementsprechend plante ich im Vorfeld, vor allem, wie ich denn meine Ausstellungsstücke am besten für den Transport verpacken würde und könnte. Den stabilen Kunststoffkisten sei dank. Sie waren sicher auch maßgeblich daran beteiligt, dass vor Ort lediglich einige wenige Kollateralschäden zu beklagen waren, die auch mit wenigen Handgriffen schnell wieder behoben werden konnten. Was im zusammengepackten Zustand recht recht überschaubar aussah, entpuppte jedoch vor Ort bald als eine Flutwelle aus roten Steinen.

Die gut 4 1/2 Tage Messezinnober mit allem Tamtam waren zwar äußerst turbulent, anstrengend und schlaftechnisch höchst defizitös, aber außerordentlich gelungen. So war es großartig, die Menschen hinter den MOCs einmal kennenzulernen, interessante Fachsimpeleien zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. Also, alles in allem so gelungen, dass ich gerne in zwei Jahren wieder dabei sein möchte. Daher ein großes Dankeschön an den MBFR, Tretty als Cheforganisator und seinen Mannen (und selbstverständlich Frauen) im Hintergrund für den tollen, reibungslosen Ablauf auf und neben der Messe.

So, nun aber genug der Lobhudelei und Start frei für einen kleinen „Zeitraffer“-Überblick über meine ganz persönliche Ausstellungsfläche, die lediglich nur ein bescheidener Teil der tollen, großen Gemeinschaftsanlage war.

Entgleister Monorailzug – ein Einsatzbericht

Am Samstag, den 24.11.2012, lief um 12:07 Uhr in der Leitstelle der Feuerwehr Farnheim die Einsatzanforderung der Bezirksregierung Köln für eine überörtliche Hilfeleistung auf. Grund für die Alarmierung war ein entgleister, vollbesetzter Monorailzug auf der LEGO® Fanwelt. Innerhalb kürzester Zeit erreichte ein kompletter Rüstzug der Feuerwehr und Rettungkräfte des Roten Kreuzes die Unglückstelle.

Die örtliche Situation stellte sich für die Rettungskräfte wie folgt dar: Aus noch ungeklärter Ursache entgleiste ein vollbesetzter Monorailzug in der Innenstadt von Brixe’s Monorailanlage. Der dreiteilige Zug stürzte mehere Steinhöhen in die Tiefe und verkeilte sich schließlich mit den hinteren beiden Waggons zwischen zwei Bahntrassen und kam auf einem Trägerausleger der in diesem Bereich oberirdisch geführten Bahnanlage zum stehen, oder besser liegen.

Die Einsatzleitung der Feuerwehr koordinierte unverzüglich eine umfassende Rettungsaktion, bei der sie sich zunächst mit Trennschleifern Zugang zum Innenraum verschaffte, um an die verletzte Minifiguren gelangen, um sie in Freie zu schaffen und der ärztlichen Notfallversorgung zukommen zu lassen. Der in Stellung gebrachte Kranwagen sicherte für die Zeit der Evakuierung die Waggons zunächst gegen ein mögliches Abrutschen. Einige Fahrzeuge konnten (dank der kompatiblen Baubreite) nach Stromabschaltung auf Brixe’s Anlage die Trasse entlang fahren, um so noch schneller an den hochgelegenen Einsatzort zu gelangen. Nach der Rettung der Passagiere, die in die umliegenden Krankenhäuser gebracht wurden (glücklicherweise nahm keine Minifig ernsthaft Schaden und schon alsbald konnten sie das Hospital wieder verlassen), begann man mit der Bergung des havarierten Zuges, der anschließend auf Tieflader verladen zu einer umfangreichen Untersuchung durch Zyppers Ingenieure auf das Betriebsgelände der städtischen Monorailbahn gebracht wurde.

Der abschließende Bericht hierzu steht noch aus. Der Einsatz wurde um 13:14 Uhr beendet, und die Besatzungen kehrten mit ihren Fahrzeugen nach Farnheim in ihre Unterkünfte zurück.

Einsatzdauer: 1 Std. 7 Min.

Eingesetzte Personalstärke: 5 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 1-11-1)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 1-46-1)
Rüstwagen RW 2-1 (Florian Farnheim 3-52-1)
Kranwagen KW 25-1 (Florian Farnheim 3-71-1)

sowie ein Rettungswagen des Roten Kreuzes (Rot Kreuz Farnheim 1-83-3)

#4428 – 2012 City Adventskalender

Nachdem zu Beginn dieses Jahres mit der Wald- und Wiesenfeuerwehr ein neues Sub-Thema im LEGO® City-Kosmos eingeführt wurde, folgt zu Jahresende ein Adventskalender gleichen Themas. Gleichzeitig lenkt er den Blick auf die kommenden Neuheiten für 2013, wenn wieder Feuerwehr-Sets anstehen.

Unter den 24 Kleinigkeiten finden sich diesmal auch wieder einige Zubehörteile, die erst seit jüngerem im Bauteilesortiment zu finden sind: als Beispiel wären erwähnt der 1×2 Stein mit Ziegelgravur in dark orange, der Schäferhund, sowie natürlich drei (in der neuen Waldbrandkluft gekleidete) Feuerwehrfrau und -männer. Zur Freude sind gleich fünf dunkelrote Helme dabei. Ebenso, wie die neue Schubkarre.

Die 24 Sets im Einzelnen:

Tag 1: Feuerwehrmann I (5 Bauteile + 2 Extrateile)
Feuerwehrmann in Waldbrandmontur, Megafon und Kopfaufdruck mit gelber Sonnenbrille

Tag 2: Kettensäge (8 Bauteile + 1 Extrateil)
Kettensäge + Holzstamm

Tag 3: Weihnachtsbaum (16 Bauteile + 2 Extrateile)
Weihnachtsbaum samt Beleuchtung und Standfuß

Tag 4: Treppe (8 Bauteile, keine Extrateile)
Dreistufige Treppe sowie Zauberstab als Weihnachtsbaumspitze

Tag 5: Wand mit Feuerwehrzubehör I (17 Bauteile, keine Extrateile)
Wandelement mit Haken zur Befestigung von Feuerlöscher und Axt

Tag 6: Junge (5 Bauteile + 5 Extrabauteile)
Junge mit grüner Winterjacke und Helm und Schneeball

Tag 7: Ferngesteuertes Auto (15 Bauteile + 4 Extrateile)
Feuerwehrleiterwagen als ferngesteuertes Modellauto mit Fernbedienung

Tag 8: Wand mit Feuerwehrzubehör II (24 Bauteile + 1 Extrateil)
Wandelement mit Haken zur Befestigung von einem Paar Skiern + Stöcken

Tag 9: Mechaniker (6 Bauteile + 2 Extrateile)
Mechniker mit blauer Latzhose, schwarzem Basecap und Schraubenschlüssel

Tag 10: Sackkarre (10 Bauteile, Extrateile)
rote Sackkarre mit vier Reifen auf Felgen

Tag 11: Buggy (13 Bauteile, keine Extrateile)
Roter Feuerwehreinsatzbuggy (Räder aus Tag 10 benötigt)

Tag 12: Feuerwehrfrau (5 Bauteile + 1 Extrateil)
Feuerwehrfrau mit Funkgerät in Waldbrandmontur

Tag 13: Büro (13 Bauteile, kein Extrateil)
Schreibtisch mit Computer, Kaffeetasse und Bürostuhl

Tag 14: Brennender Kübel (5 Bauteile, keine Extrateil)
Flammen mit Brandherd und Holzkiste

Tag 15: Wand mit Feuerwehrzubehör III (16 Bauteile, keine Extrateil)
Wandelement mit Befestigungsmöglichkeiten für Atemschutz

Tag 16: Mädchen (5 Bauteile + 4 Extrateile)
Mädchen mit brauener Zopffrisur und Schneeball

Tag 17: Schneeschleuder (15 Bauteile + 1 Extrateil)
Schneeschleuder mit Schneeballgeschossen

Tag 18: Hydrant (6 Bauteile + 1 Extrateil)
Hydrant mit Hund

Tag 19: Feuerwehrmann II (5 Bauteile  + 4 Extrateile)
Feuerwehrmann in Waldbrandmotur und trationeller Kaffeetasse

Tag 20: Schubkarre (7 Bauteile + 2 Extrateile)
Rote Schubkarre mit Schippe und Schneebällen

Tag 21: Absperrmaterial (9 Bauteile + 1 Extrateil)
Zwei beleuchtete Absperrhütchen und ein Warndreieck

Tag 22: Schlittenanhänger (8 Bauteile + 3 Extrateile)
roter Schlitten mit Ladefläche

Tag 23: Geschenke (16 Bauteile + 2 Extrateile)
Zwei große Geschenke

Tag 24: Weihnachtsmann (13 Bauteile, kein Extrateil)
Weihnachtsmann auf rotem Motorschlitten

Jahr: 2012
Teile: 250
Minifigs: 7

WLF 5

Im Zuge der Einsatzwertsteigerung erhalten einige ältere Fahrzeuge kleine Modifikationen. Bei dem hier vorgestellten Wechselladerfahrzeug 5 (WLF), das im Grunde baugleich mit dem alten WLF 1 ist, wurde dafür die gelbe Konturmarkierung angebracht, eine neue Martin-Horn-Anlage installiert, sowie der Kühlergrill getauscht. Der alte war bei einem der letzten Einsätze kürzlich beschädigt worden. Somit soll das zwölf Jahre alte Fahrzeug noch etwa weitere fünf Jahre im Dienst bleiben.

In Wirklichkeit ist mit dem WLF 5 kein neues Modell entstanden. Lediglich das alte WLF habe ich einigen Optimierungen unterzogen, um es einen zeitgemäßeren Look zu verpassen.

ELW

Im Rahmen der Neubeschaffung und Modernierung der Führungsfahrzeuge entschied man sich die kleinen Kombi-PKWs durch wesentlich größere Kleintransporter als Basis zu ersetzen. Die Vorteile liegen mit einer höheren Zuladung und geräumigerem Innenraum bei ähnlichen Fahrzeugabmaßungen auf der Hand. Und die Mehrkosten halten sich in einem überschaubaren Rahmen. Die Ausschreibung für die Beschaffung von zunächst 9 Führungsfahrzeugen inkl. Innenausbau (Mit Lagetisch, einem Funkplatz, Drucker, Rechner, Gefahrgut-Datenbank, sowie Verstaumöglichkeiten entsprechender Materialien im Fahrzeugheck) gewann ein renomiertes Unternehmen, dass sich bereits jahrzehntelang im Karosseriebau betätigt.

Bei der Aktualisierung der eigenen Modellfahrzeugpalette werden auch einige der kleinen, eher unspektakulären Modelle einem Facelift unterzogen. Somit hat es nun auch die Einsatzleitwagen erwischt. Heutzutage sind solche Fahrzeuge bei Berufsfeuerwehren eher größer dimensioniert, um eine entsprechend umfangreiche Ausstattung vor Ort parat zu haben. Somit entschied ich mich, meiner Fantasie-Wehr einen eben solchen Kleintransporter zur Seite zu stellen. Ausgestattet mit einem Funktisch, diversen Koffern, Absperrmaterialien und einer Winkerkelle kann es so gut gerüstet in den Einsatz gehen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

GW-Boot „Bootswagen“

Die Berufsfeuerwehr Farnheim unterhält, bedingt durch die städtische Geografie, zwei Wasserrettungszüge. Während einer im Norden stationiert ist, und für die dortigen öffentlichen Gewässer, sowie den unteren Flusslauf samt Nebenarme bis zur Mündung in die Nordsee zuständig ist, entfallen auf den zweiten Zug alle südlichen Gewässertypen, sowie der Seehafen. Hier sorgt ein sog. schwerer Wasserrettungszug (WRZ) für die Rettung in der Not. Dieser Zug setzt sich i. d. R. aus einem ELW, einem HLF, ggf. Rüstwagen, einem Taucherwagen (GW-Taucher) und einem Bootswagen (GW-Boot) zusammen – immer unterstützt von RTW und NEF.

Neben dem Taucherwagen ist dieser Bootswagen sicher ein fahrzeugtechnisches Highlight des WRZ II. Es ersetzt einen etwa 25 Jahre alten Vorgänger, der nun in den verdienten Ruhestand entlassen wurde. Der neue Bootswagen ging im Sommer dieses Jahres in Dienst und ist mit einem Aluminium-Mehrzweckboot beladen, das mit dem heckseitig verbauten Kran zu Wasser gelassen werden kann. Die Beladung umfasst Tauchgeräte, Rettungsgeräte für Wasser- und Eisunfälle aller Art, sowie Ausstattung zur Mensch- und Tierrettung.
Ich bin derzeit dabei nach und nach meinen gesamten Fahrzeugbestand zu überarbeiten. Manches ist über über drei Jahre alt, und im Vergleich zu den heutigen Modellen nach eigenem Gusto nicht mehr zeitgemäß, was Funktion, Optik und Detailgrad anbelangen. Und somit fiel der alte GW-Wasserrettung dem Bootswagen zum Opfer. Aus einer angedachten Optimierung erwuchs ein komplett neues Modell nach Frankfurter Vorbild. Kniffelig war hierbei zum einen die niedrige Gestaltung des Aufbaus (insbesondere funktionaler Geräteräume), damit darauf höhentechnisch noch ein kleines Boot Platz findet, und zum anderen ein „zusammenfaltbarer“ Heckkran. Hierfür entschied ich mich für einen Klappmachanismus aus Clips, anstelle der alten 2-Finger-/3-Finger-Gelenke. Für den letzten Feinschliff möchte ich zukünftig das Mehrzweckboot mit einer hellgrauen Schale ausstatten (sofern es die Bauteile in der Farbe überhaupt gibt), um ihm ein wenig mehr Aluminiumcharakter zu geben.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1×2 auf 1×4 Bracket, 2x12er Platte)