Erprobungs-NEF (Notarzteinsatzfahrzeug)

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Die  Wahrnehmbarkeit von Einsatzfahrzeugen im Straßenverkehr und die damit einhergehende Verbesserung der Verkehrssicherheit ist ein sehr bedeutsames Thema, und nicht erst seit dem stetig steigenden Verkehrsaufkommen ein großes, experimentelles Feld.

Doch zunächst etwas Geschichte. Die Feuerwehr Frankfurt/Main leistete auf diesem Gebiet frühzeitig viel Pionierarbeit. Führte sie in den 1960er Jahren als erste ein rot-weißes Farbschema mit zusätzlichen Diagonalstreifen mit hoher Signalwirkung ein. In den 1980er Jahren wurde das Tagesleuchtrot salonfähig, und seit den Folierungsmöglichkeiten Anfang des 21. Jh. nutzt fast jede Wehr neben der etablierten, gelbreflektierenden Konturmarkierung auch eigens entwickelte Designs, die neben der gesteigerten Wahrnehmung auch der Außendarstellung dienen – Stichwort Corporate Design (siehe Wolfsburg). Wenngleich eine komplette Umstellung auf eine andere Signalfarbe, wie sie in der Schweiz (im z. B. Kanton Zürich) erfolgte, hierzulande (noch) unvorstellbar ist, tut sich aber auch in Deutschland etwas. Seit 2015 ist das hellere Verkehrsrot (RAL 3020) u. a. in Kombination mit Schwefelgelb (RAL 1016) zulässig. Siehe Feuerwehr Ratingen. Durchgesetzt hat sich aber zumindest eine nach EU-Norm gefertigte Diagolalstreifen-Heckbeklebung. Dennoch müssen in Deutschland immer noch 75 Prozent der sichtbaren Fläche an Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr rot sein. Davon sind aber Fahrzeuge des Rettungsdienstes ausgenommen. Und in Europa? Die Briten, Franzosen oder auch Tschechen setzen bei Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes und der Polizei mitunter auf das sog. Battenburg-Design, quadratische, retroflektierende Felder mit hoher Kontrastwirkung.

Auch in Farnheim beschäftigt man sich eingehend mit dem Thema und entwickelte hierzu eigens ein spezielles Farbkonzept, das nun – in Form eines neuen Einsatzfahrzeuges – für die praxisnahe Erprobung zur Verfügung steht: ein NEF. Aber nicht irgendein Notarzteinsatzfahrzeug, sondern ein geländegängiges. Es ist zunächst an der Rettungswache 1 im Norden der Stadt, nahe der Badestrände, stationiert. Mit seinem Allradantrieb ist das Fahrzeug in der Lage, auch diese teils unbefestigten Wege in Ufernähe entlang der Jade zu erreichen.

Lackiert in Schwefelgelb und foliert mit einer leuchtroten Bauchbinde in RAL 3026 sowie einem retroreflekierenden Streifen in Blau und einem dem Battenburg-Muster ähnelndem Design auf den Seitenflächen in Reflexfolie sollen passive Verkehrsicherheit des NEFs erheblich erhöhen. Der Feldversuch, gerade jetzt während der dunklen Jahreszeit, ist zunächst für ein halbes Jahr angesetzt.

Ein Blick auf neue Einsatzfahrzeuge machte mich auf das neue NEF des Rettungsdienstes der StädteRegion Aachen aufmerksam. Dieses aufwendig gestaltete Fahrzeug mit seinem hierzulande untypischen Designs inspirierte mich, dass Thema Farbkonzept mal in den LEGO-Kosmos zu transferieren. Nicht einfach, bringt meine gewählte Fahrzeuggröße doch bauartbedingte Limitierungen mit sich. Das Fahrzeug selbst entspricht weitestgehend den bekannten Transporter, bzw. NEFs. Das höher gelegte Fahrgestell unterstreicht den optischen Anspruch an die Geländegängigkeit.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

GW-BL (Beleuchtung)

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Zahlreiche zeitintensive Einsätze der jüngeren Vergangenheit machten die Verwendung von umfangreichem Flutlicht während der Nachtstunden notwendig. Zwar verfügt die Feuerwehr Farnheim über eine schlagkräftige Fachgruppe, die Fachgruppe Beleuchtung. Doch haben diese Einsätze gezeigt, dass je weitläufiger sich die Einsatzstellen erstreckten, desto schwieriger es wurde sie ausreichend mit Licht zu illuminieren.

Die Branddirektion prüfte daher die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs, da ein eben nicht unerheblicher Teil der Einsatzstunden in der Dunkelheit absolviert wurden. Jetzt, pünktlich mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit, konnte der neue GW-Beleuchtung in Dienst gestellt werden.

Ausgestattet mit sechs 350 Watt Power-LED-Strahlern kann der Mast bis 350 Grad gedreht und bis zu 9 Metern in der Höhe ausgefahren werden. Ein im Fahrzeugaufbau integriertes, schallisoliertes Dieselaggregat versorgt den Lichtmast während der Einsatzzeit mit der notwendigen Energie. Darüber hinaus lassen sich weitere externe Lichtquellen, bspw. sog. Powermoons anschließen. Dank der verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Schwenk- und Neigekopfes des Mastes können Lichtszenarien von punktuellem Licht bis hin zu breitgefächerten Nahfeldausleuchtungen erzielt werden.

Zugeteilt ist der neue Gerätewagen fortan der Fachgruppe Beleuchtung (FG-Leucht) mit ihrem Stützpunkt in Eppenwerder. Sein älteres „Schwesterfahrzeug“ durchläuft indes ein umfassendes Refurbishment.

In meinem Bilderarchiv über nachbauenswerte Einsatzfahrzeuge fand sich ein ähnliches Fahrzeug in Händen der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe. Da ich mein als GW-Licht tituliertes Modell bereits 2013 fertigte, war es nun an der Zeit hierfür etwas neues zu schaffen. Die Kabine besteht aus Gründen der optischen Gleichheit aus demselben Modell, aus dem bereits viele andere Fahrzeuge entstanden, allerdings in der zwischenzeitig facegelifteten Version. Der Aufbau ist bewusst – und dem Vorbild entsprechend – so schmal gehalten, dass außen entlang gelaufen werden kann. Der Gerätekasten hinter dem Fahrerhaus ist als bautechnische Besonderheit gesnottet ausgeführt. Der filigrane Lichtmast ist natürlich wie oben bereits geschrieben, genauso einstellbar. Tja, jetzt fehlt tatsächlich nur noch das (echte) Licht…

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN 2016

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Am 17. und 18. September war es nun soweit. Mein umgestaltetes Modul feierte auf dem SteineWAHN in Berlin seine Premiere. Wie ich in einem älteren Artikel bereits ankündigte, diesmal ohne Stadtmitte, dafür mit einer Stadtteilwache der Feuerwehr, mit der ich mit den Worten „Das wurde auch Zeit“ begrüßt wurde.

pano2016(Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)

Für diejenigen, die nicht in Berlin waren, sei in einer üppigen Bildergalerie das neue Modul, das es auch auf der Fanwelt in Köln zu sehen geben wird, nun ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.

Zugunsten der Ausstellungsfläche verzichtete ich erstmals auf einen Binnenschienenkreis. Dieses Vorhaben hatte sich dann in der Austellungspraxis durchaus bewährt, da jedes Modul der Gesamtanlage autark befahren werden konnte, und auf jedem der Module ein Zug für Bewegung sorgte.

Minifigs kustomisieren – Teil 2

Das neue Zusammensetzen einzelner Bauteile zu völlig andersartigen Minifiguren kann durchaus in einem eigenen Subhobby münden. Wie bereits berichtet sind dieser Tage die Kombinationsoptionen aufgrund der manfigfaltigen Teileauswahl nahezu unendlich.

So entstand eine neue Herrschar gelbbekopfter Figürchen.

Minifig22Dame mittleren Alters beim EinkaufsbummelMinifig23Diensthabener RettungshubschrauberpilotMinifig24Ähnlichkeiten mit dem egozentrischen Frontman der alten Darkrock-Band namens „The Sisters Of Mercy“ sind rein zufälligMinifig25Gökhan, der nette Dönerladen-Besitzer unten an der EckeMinifig26Polizeitrupp hält ein waches Auge auf das Geschehen um sie herumMinifig27Familiendynastie in drei GenerationenMinifig28Hobbymusiker vor einem schweren Riff

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Eine Fashion-Bloggerin auf der Suche nach sehenswerten Inhaltenminifig30

Wenn der Hund mal wieder nicht hören willminifig31

Sommer, Sonne, Schule aus

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Feierabend für den Büromenschen einer großen Versicherungminifig33Wenn sich unterwegs der Durst anmeldet

It’s that time of year again…

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Nein, damit meine ich nicht die drohende Vorweihnachtszeit oder die sog. „Silly Season“, sondern die Ausstellungsvorbereitungen auf den im September stattfindenen Berliner Steinewahn. Seit ich mich einst dem MoRaSt anschloss, wies die Optik meines Moduls auf den Ausstellungen immer eine gewisse Ähnlichkeit auf, auch wenn sie sich in Einzelheiten stetig weiterentwickelte.

Doch nun, so dachte ich mir, sei es an der Zeit, mal etwas anderes zu präsentieren. Gut, das Kernthema Feuerwehr gebe ich nicht auf, wäre ja auch entgegen meiner Prinzipien, aber es ist schließlich Zeit für Neues und präsentatorisch ist eh noch viel Luft nach oben. Denn man kann das Thema Feuerwehr gewiss etwas punktierter darstellen.

Dazu erfüllte ich mir und anderen, die darüber immer wieder mal frotzelten, einen Wunsch. Das Modul wird in seinem Zentrum eine Stadtteilfeuerwache zeigen, die ein Löschzug nebst einiger weiterer Sonderfahrzeuge beherbergt. Auch ein Übungsbecken, an dem Taucher ihre Ausbildung erfahren, wird zu sehen sein.

Was für mich mit jeder Ausstattung mehr und mehr ein Dorn im Auge darstellte, war die kaum auszuhaltene Fülle an roten Fahrzeugen. Der Betrachter fühlte sich beim Anblick schier überwältigt, die Reduzierung auf das Wesentliche, und die damit verbundenen Details gingen dabei vollkommen verloren. Dafür sorgt diesmal ein wahrlich aufgeräumter Fahrzeugpark für ein echtes „Tag der offenen Tür“-Feeling, mit interessierten Zuschauern und vielen kleinen Nebenschauplätzen, die entdeckt werden wollen.

Auf diesem Modul verzichte ich erstmals (testweise) auf einen Binnenkreis, d. h. der Bahnverkehr der Monorail läuft ausschließlich auf dem weiten Schienenrund. Jedoch gibt es bei Problemen auf Nachbarmodulen Möglichkeiten, den Kreis zu verkleinern, oder aufeinander aufzufahren drohende Züge auf einer Verzögerungsstrecke auszubremsen.

Der erfolgte Probeaufbau gilt als Testlauf, ob der digitale Trackdesigner hält, was er mir verspricht. Und siehe da, schon hakt es noch im Bereich der Brücke. Aber wenn es nur das ist…

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Die neue Feuerwache am Rande der InnenstadtModul02Unweit der Wache lockt eine große Fläche Besucher zu einer großen Fahrzeugausstellung

FLF 60/88-12 (Flughafenlöschfahrzeug)

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Mit der Jahrtausendwende beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei baugeiche FLF 60/88-12, die intern auf den Namen FLF 10 hören. Aufgebaut auf einem hochgelängegängigen Allradfahrgestell mit Portalachsen und besonderer Sandbereifung fassen die Löschmitteltanks 8.800 Liter Wasser und 1.200 l Schaum. Die Pumpe fördert 6.000 l/min. Der V8-Dieselmotor leistet 620 PS und beschleunigt das Ungetüm auf stattliche 120 km/h, wenn man bedenkt, dass die Fahrzeuggesamtmasse 32.000 kg beträgt.

Mit der Indienststellung der neuen GFLFs und der entsprechenden beförderten ICAO-Klassifizierung des Flughafens in die höchste Kategorie sind die beiden nicht mehr Teil des ersten Abmarsches, aber weiterhin als Reservefahrzeuge im Dienst.

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Angefixt von einem alten, fahrzeugbewerbenden Flyer aus dem Hause Ziegler, der die Zeit seit der Interschutz 1988 in meinem Archiv papierhaft geduldig überdauerte und von der ungebrochenen Faszination gegenüber dieses Fahrzeuges dachte ich mir, es sei durchaus an der Zeit, so etwas mal in meinen Lego-Kosmos zu schrumpfen.

Und dabei wollte ich die gewaltige Reifengröße auch in der 4er-Baubreite adäquat wiedergeben. Wer sich mit der Reifenmaterie bei Lego ein wenig beschäftigt, stößt schnell an Grenzen. Entweder sind die zu groß oder zu klein, zu breit, zu sportlich, zu ach, was weiß ich was. Um dieses Manko auszugleichen, hilft nur die Komination zweier verschieden großer Pneus. Glücklicherweise passten dieser und jener hervorragend zusammen. Die unterschiedliche Beschaffenheit des Gummimaterials verschaffen dem Gesamtwerk Sandreifen anschließend eine, wie ich finde, interessante Optik.

Die Kabine stellt bewusst ein Ebenbild des zuvor vorgestellten FLF 450/50-5 dar. Jedoch ist diese hierbei kippbar ausgeführt und gibt einen Blick auf eine Motorblocknachbildung preis. Dem aufmerksamen Betrachter mag auch hierbei erneut aufgefallen sein, dass im Radkasten des Fahrerhauses ein großes, bauartbedingtes Loch klafft, welches unabdingbar ist, wenn noch eine Minifig hinter dem Steuer Platz finden soll. Der Aufbau ist im Bereich des Tank gesnottet ausgeführt. Zwei 1 x 2 x 5 großen Steinen mit eingelassener Nut. Die vertikale Lücke zwischen eben jenem Tank und Motorlüftungsgittern soll die modulare Bauweise des Vorbildes nachempfinden. Natürlich verfügt auch dieses Modell wieder über eine feuertechnische Beladung und eine im Heck installierte Pumpe. Eine zweifarbige Farbgebung rundet das äußere Erscheinungsbild ab.

Zum Vorbild sei erwähnt, dass der Stuttgarter Flughafen drei (!) dieser Fahrzeuge der sog. „Advancer“-Serie ab 1988 in Dienst stellte. Ab 2003 folgte dann die Ausmusterung und der Weiterverkauf zweier FLFs an den Flughafen Friedrichshafen und das Dritte im Bunde wechselte an den Flughafen Siegerland. Im August 2016 stand die Nummer „5“, die in Friedrichshafen Dienst tat, bei autoscout24 für knapp 70.000 Euro zum Verkauf. Ob und an wen dieses Fahrzeug verkauft wurde, ist derzeit nicht bekannt.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2x12er + 2x2er Platte)

FLF 450/50+5 (Flughafenlöschfahrzeug)

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Rapid Intervention Vehicle (RIV), zu deutsch Schnelle Vorauslöschfahrzeuge sind so konzipiert, dass mit ihrer HIlfe permanente Sicherheitswachen an Rollfeldern obsolet werden. Durch eine ausgezeichnetes Leistungsgewicht erreichen derartige Fahrzeuge weit über 150 km/h in der Spitze und tragen moderate Löschmittelvorräte sowie Gerät für kleine technische Hilfeleistungen mit sich.

Dieses attraktive Fahrzeugkonzept konnte die Werkfeuerwehr des Flughafens kürzlich mit einer Neubeschaffung in Dienst stellen, und sich damit auch ein wenig gegen den deutschlandweiten Ausmusterungstrend der RIVs stellen. Der Neuling, den die Brickinger Feuerlöschgerätefabrik auf einem Trackstar 4 x 4 der Brickmarscher Automobilwerke aufbaute, tritt die Nachfolge zweier alter PLF 2000 an und trägt damit den sich veränderden Gefahrenlagen und stetig wachsenden Flugbewegungen Rechnung.

Der Nachfolger transportiert nicht mehr nur ein Löschmittel zur Einsatzstelle, sondern vielmehr drei. Genauer gesagt sind das 4.500 L Wasser, 500 L Schaum und 500 kg. Die Pumpe fördert 6.000 L Löschmittel bei 10 bar, bzw. 350 L bei 40 bar. Das 20 Tonnen schwere Gefährt wird dabei von einem 620 PS starken V8-Zylinder-Diesel angetrieben. Der Allradantrieb und sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch den entlegensten Winkel des Flughafenareals erreichen kann. Seine 163 km/h Höchstgeschwindigkeit machen es zum derzeit schnellsten Einsatzfahrzeug seiner Klasse. Außerdem ist es Teil des Gebäudelöschzuges und Erstangriffsfahrzeug bei Schadenereignissen im direkten Ufeld des Flughafens.

Fahrzeug + Aufbau:
Fahrgestell: BAW Trackstar AF20.62/41 4x4
Aufbau: BFF
Baujahr: 2016

Motorisierung:
Motor: V8-Dieselmotor
Motorleistung: 459 kW (620 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 163 km/h
Beschleunigung 0-80 km/h: 15 Sek.
Getriebe: Twin-Disc Automatikgetriebe
Gesamtgewicht: 19.800 kg

Pumpenleistung:
 - 6.000 l/Min. bei 10 bar
 - 350 l bei 40 bar

Löschmittel:
 - 4.500 l Wasser
 - 500 l Schaummittel in 2 Tanks à 250 l
 - 500 kg BC-Löschpulver

Besatzung:
 - 1 Mann (0/1)

Beladung/Ausstattung:
 - Wasser-/Schaummonitor Rosenbauer BFF80WS auf dem Fahrzeugdach
   mit Scheinwerfer, ferngesteuert, Leistung: 4.000 l/Min. bei 10 bar
 - Pulvermonitor Rosenbauer BFF25P an der Fahrzeugfront,
   Leistung: 25 kg/Sek.
 - Automatisches Schaumvormischsystem Foamatic
 - CAFS-Löschanlage
 - Hochdruck-Schnellangriff 80 m
 - Selbstschutzanlage mit 5 Düsen à 100 l/Min.
 - Stromgenerator 8 kVA
 - 2 pneumatische Lichtmasten à 3.000 W
 - Hydraulischer Rettungssatz
 - Hitzeschutzbekleidung
 - Pressluftatmer PA
 - Diverse Schläuche und wasserführende Armaturen

Endlich Ersatz für ein sieben Jahre altes Modell. Wurde auch Zeit – könnte man meinen. Aber ganz so vorhersehbar war der Bau des Neulings dann doch nicht. Alles begann mit der Idee, die neuerlichen Kotflügelteile einmal in eine meiner Konstruktionen einzubauen. Lange lagen diese Kotflügel, so nenne ich sie mal, in meinem Fundus herum, und bislang wollte mir selbst kein vernüftiges Einsatzfeld einfallen, das sich zugleich mit dem klasssichen Erscheinungsbild verbinden ließ. Die Initialzündung ergab sich schließlich durch ein MOC der digital modellbauenden Userin Dorothea Williams auf 1000steine, die diese Bautechnik bei einem ihrer Fahrzeuge anwandt.

Nachdem das Fahrgestell stand, sollte das Fahrzeug zunächst in den Fuhrpark der städtischen Feuerwehr eingereiht werden. Als Sonderlöschmittelfahrzeug. Bei feuerwehren in großen Metrolpolen, z. B. München ist ein Fahrzeugtyp durchaus anzutreffen. Aufgrund der sich immer hochbeiniger gestaltenden Silhouette war es für die BF nicht mehr das Einsatzmittel der Wahl. Also, Flughafen. Da fielen mir eben diese weitverbreiteten RIVs ein. Das Profil erscheint äußerst kompakt, extrem geländegängig, damit gut proportioniert und in der optischen Gesamtaufmachung äußerst bullig. Gleiches wollte ich auch hierbei erreichen. Dabei immer die Bespielbarkeit und die Positionierung einer behalten Minifig hinter dem Steuer. Ich hoffe, all das ist mir, trotz meiner selbststeckten Anforderungen, geglückt. Das mag nun der geneigte Leser entscheiden. Aber, ich lass das jetzt so. 😉

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

GW-W (Gerätewagen-Wasserrettung)

Die Berufsfeuerwehr in Farnheim stellt bekanntermaßen zwei Wasserrettungszüge. Jedoch sind diese nicht identisch. Während für den Hafenbereich und die nördliche Jade der Wasserrettungszug (WRZ) 1, hauptsächlich bestehend aus Boots- und Taucherwagen, zuständig ist, übernimmt die Risikoabdeckung der südlichen und innerstädtischen Wasserwege als Teil des WRZ 2 ein Gerätewagen-Wasserrettung samt auf einem Anhänger verladenem Mehrzweck-Rettungsboot. Besetzt mit 1+2 Mann Besatzung, die in besonderen Fällen auf 1+4 Mann für einen Einsatztauchtrupp aufgestockt werden kann.

Das Anforderungsprofil für diese Neubeschaffung sah vor, aus Kostengründen ein standardisiertes LF 10/6 Allrad als standardisierte Basiskonfiguration zu wählen, der man als Besonderheit im hinteren Aufbauteil eine klimatisierte/beheizbare Kabine anstelle der sonst üblichen Geräteräume und der Kreiselpumpe installierte, in der sich die Taucher umkleiden können. Ferner sind in den Gerätefächern Eisschlitten, Spineboard, Gurtretter, tragbare Seilwinden, Erste-Hilfe-Geräte, Überlebensanzüge, Wathosen, Rettungswesten, Sicherungsgeräte für Taucher und Bergeausrüstung verlastet. Zum besseren Rangieren des Anhängers findet man auch an der Fahrzeugfront eine Anhängerkupplung. Selbstverständlich verfügt der GW-W über Allradantrieb, wobei das Fahrgestell dank Portalachsen höher liegt und mit Singlebereifung ausgestattet ist.

Als Ersatz für das in die Jahre gekommende Vorgängermodell konnte ich einen von mir länger gehegten Wunsch realisieren. Als Ideengeber fungierte der GW-W der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Gleichsam, wie fast alle letzten Indienststellungen Farnheimer Großfahrzeuge, erhielt mein GW-W das bekannte und mehrheitlich verwendete facegeliftete Fahrzeugfront-Design.

Das Boot entspricht einem in der Wirklichkeit häufig anzutreffenden typischen Mehrzweckboot mit Aluminiumrumpf. Zur besseren Be- und Entladung verfügt es daher am Bug über eine funktionale Bordwand. Zahlreiche Details geben dem Modell darüber hinaus den letzten Schliff.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x12er + 1x2er Platte)

KdoW WAL (3. Generation)

Kürzlich präsentierte die Pressestelle der BF der Öffentlichkeit eine neue Generation von KdoW für die Wachabteilungsleiter vor. Er ersetzt die Bisherigen, die aber nicht außer Dienst gestellt werden, sondern für andere Aufgaben innerhalb der Branddirektion vorgesehen sind. Die neuen Fahrzeuge sind allesamt erneut sog. SUVs mit Allradantrieb, die es erlauben, auch wieder eine entsprechende Menge Material zur Einsatzleitung aufzunehmen.

Nachdem ich im Artikel über die Modellevolution das Fahrzeug bereits kurz bildlich anpreiste, will ich nun auch die vollständige Präsentation nachholen. Dieses Modell ist eine Weiterentwicklung mit größeren optischen, weil schwarz gehaltenen Offroad-Stilelementen. Zudem versah ich es mit eine Satz anderer Reifen, wodurch ein insgesamt passenderes Größenverhältnis erreicht wurde. In Bild 5 und 6 lassen sich übrigens, als ein beinahe unsichtbares Detail, die Stoßdämpfer – versinnbildlicht mittels 1x1er Rundplättchen – erkennen. Am Heck kam die neue 1x2er Radaufnahme zum Einsatz, die sich vereinzelt u. a. in den aktuellen Dimensions-Sets finden lässt.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)