TLF 3000-W

Über 40 Jahre ist es nun her, dass die Bundesrepublik in Niedersachsen von den verheerendsten Waldbränden ihrer Geschichte heimgesucht wurde. Wie in der und um die Lündeburger Heide herum findet man auch in Farnheim, vor allen in den südlichen Stadtteilen, großzügig bewaldete Gebiete vor. Jedes Jahr in den Sommermonaten rückt daher die Feuerwehr auch zu zahlreichen Brandeinsätzen aus, um Flur-, Wald- und Wiesenbrände zu löschen. Die vorherrschende Topografie machte eine Sonderbeschaffung notwendig. In mittlerweile vierter Generation beschaffte die Feuerwehr für die freiwilligen Unterstützer jüngst ein sog. TLF 3000-W. Ausgestattet mit Allradantrieb mit Singlebereifung, einer Bodensprühanlage für den Eigenschutz und einer CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System). Mit seiner Hilfe bleibt das Schaummittel bis zu einer halben Stunde an allem haften und benetzt es sehr nachhaltig. Zudem unterscheiden Astabweiser dieses Fahrzeug von ähnlichen Fahrzeugen dieses Typs.

Mein bisheriges Löschzug-TLF, das TLF 24/48-SL bekommt tatsächlich ernstzunehmende Konkurrenz. Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Gedanken, dieses Fahrzeug etwas zu überarbeiten. Bislang wusste ich allerdings noch nicht wie. Mit diesem Neubau könnte es allerdings nun etwas im Fahrzeugpark geben, von dem ich mir vorstellen kann, noch ein paar weitere Fahrzeuge zu bauen. Für wegen einheitlichem Fuhrpark und so. Dann aber ohne Waldbrand-Brimborium und etwa zwei Noppen länger für ein TLF 4000.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

RTH (Rettungshubschrauber)

Farnheim ist seit Inbetriebnahme eines Luftrettungszentrums am 16. September 1977 Stützpunkt für den Rettungshubschrauber „Christoph 50“. Er ist, wie meisten anderen RTHs in Deutschland, in die primäre Luftrettung eingebunden. D. h. es werden im Einsatzfall mit ihm ein Notarzt und ein Rettungsassistent zur Einsatzstelle beordert. Je nach Alarmierungsort ist der Helikopter noch vor den bodengebundenen Kräften vor Ort und kann mit der fachlichen Erstversorgung beginnen. Zu Sekundäreinsätzen zählen hingegen Flüge, bei denen eine Weiterverlegung eines medizinisch versorgten intensivpflichtigen Notfallpatienten aus einem Krankenhaus (mit weniger Versorgungsmöglichkeiten) in ein anderes, spezialisierteres Krankenhaus mit erweiterten Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Stationiert ist „Christoph 50“ am Farnheimer berufsgenossenschaftlichen Uniklinikum Rechts der Jade (kurz RDJ) und flog allein 2015 zu rund 1.500 Einsätzen.

Das Team im Luftrettungszentrum am RDJ besteht aus insgesamt drei Piloten und 8 HEMS-Crew-Mitglieder (Helicopter Emergency Medical Services), die sich in Schichtdiensten um den technisch einwandfreien Zustand des Helikopters kümmern und seine permanente Einsatzbereitschaft gewährleisten.

„Christoph 50“ ist der einzige in Deutschland von örtlichen Institutionen betriebene Rettungshubschrauber. Daher trägt er auch das weiß-rote Farbschema des städtischen Rettungsdienstes. Seit 2010 ist er mithilfe von speziellen Nachtsichtbrillen auch für den
Nachteinsatz tauglich. Allerdings wird er zu diesen Tageszeiten vornehmlich als Transportmittel genutzt, da vor allem das Landen auf unbekanntem und unbeleuchtetem Terrain nach wie vor sehr riskant ist.

Die Besatzung besteht aus einem Pilot (bei Nachtflügen doppelt besetzt), einem Notarzt aus dem RDJ und einem RA der Feuerwehr Farnheim.

Eine Großstadt braucht natürlich auch einen Rettungshubschrauber. Dem (eigenen) Wunsch konnte ich nun endlich entsprechen und ein wesentliches Modell von meiner Projektliste streichen. Es war wieder eine dieser Baustellen, die ambitioniert startete. um wenig später wieder brach liegengelassen zu werden, weil Teile und Motivation im Einzelnen oder gleichermaßen fehlten, oder es schlichtweg an Lösungen für bauliche Probleme haperte. Die selbstgesteckte Voraussetzung war nämlich ein (mehr oder minder) nutzbarer Patientenraum, Platz für den Piloten sowie ein zeitgemäßes Äußeres. Die Farbgebung, die des feuerwehreigenen Rettungsdienstes, ergab sich dabei dann fast schon wie von selbt. Es brauchte allerdings schon einen ganzen Abend, um aus der Idee, einem Inspirationsquell, einem Teile- und Bautechnikspender und einer Steinebaustelle einen präsentablen Hubschrauber zu zimmern.

Da dieses Modell erneut etwas Besonderes darstellt, fällt die dazugehörige Bildergalerie entsprechend üppig aus – mitsamt Anwendungsbeispiel.

FLB 1 „OBrD Lübben“ (Feuerlöschboot)

LB00

1994 stellte die Feuerwehr Farnheim ein damals neues und hochmodernes Löschboot in Dienst: die „Oberbranddirektor Lübben“. Damals, als die Stadtkassen noch üppig gefüllt waren, stellte sich nicht die Frage, ob das alte Schiff – erbaut in den 1960er Jahren – durch eine Generalüberholung noch weitere Jahre Dienst tun könnte. Stattdessen wurde am Reißbrett ein dem Gefahrenaufkommen wohldimensioniertes neues Schiff konstruiert. Die Kielleigung erfolgte nach intensiver Planungsphase schließlich im Juni 1992 und der Stapellauf dann im November 1993. Seither ist das FLB 1 rund zwei-, dreimal wöchentlich im Einsatz. Sei es zu Wasserrettungseinsätzen, zu Gefahrgut- oder Brandeinsätzen – letzteres auch auf dem wassernahen Festland.

Die Kabine ist gegen ABC-Gefahren mit einer Überdruckanlage ausgestattet. Daher sind alle Werfer und die Schaummittelanlage fernsteuerbar. Zur Dekontamination steht auch ein entsprechender Duschkorridor zur Verfügung. Zudem wird für das traditionelle „Löschen von Hand“ eine umfangreiche Ausstattung bestehend aus Schläuchen, Strahlrohren, Einreißhaken, etc. bereitgehalten. Ferner können über das Heck zu Ölwehr schwimmfähige Sperren zu Wasser gelassen werden.

Ausstattung:
Länge: 29,58 m
Breite: 5,49 m
Höhe: 7,25 m
Besatzung: 4 Mann
Leistung 2 x 850 PS
Wasserverdrängung: 250 to.
Geschwindigkeit: 22 Knoten
3 Schaum-/Wasserwerfer mit je 8.000 L/Min. (120 Meter Wurfweite)
2 Schaum-/Wasserwerfer mit je 6.000 L/Min. (90 Mter Wurfweite)
Hochdrucklöschanlage für Kajütbrände
Wassernebel-Selbstschutzanlage
Schaummitteltank: 10.000 L
2×4 Schaumrohranlage für eine Oberflächenverschäumung von 1/2 qkm während der Fahrt oder ein fußballfeldgrößes Becken kann 5 Meter hoch verschäumt werden
Stromgenerator: 200 KvA
Pumpenmotoren: 3 x 400 PS (50.000 L/Min.)
sowie modernste Navigation- und elektronische einsatztaktische Einrichtungen, wie Radar, Echolot, Ruderlagenanzeige, Windmesser, Bordsprechanlage, Gaswarnanlage, WLAN, Satellitentelefon, Digitalfunk und Maschinenüberwachungsanlage

Wieder ein Projekt getreu dem Motto „Was lange währt…“. Das Schiff stand mit vormontierten Rumpf monatelang im Regal. Bis dato fehlte die zielführende Motivation das MOC weiterzubauen oder gar fertigzustellen. An entsprechenden Vorbildern sollte es zwar nicht mangeln, aber Auto zu bauen ist das eine, Schiffe hingegen eine ganz andere Nummer. Sei’s drum. Die noch anfänglich geplante Idee der Umsetzung eines Gelenkmastes am Heck des Schiffs verwarf ich, da dies selbst im ruhigen Hafen für das Rettungspersonal im Korb eine schaukelige Angelegenheit darstellt. Stattdessen konzentrierte ich mich auch die Kernaufgaben: Feuerlöschen. Gerade bei den Werfern mitschiffs gelang mir eine kompakte Möglichkeit mittels 2x2er Haspelhalterungen.

Die Aufbauten teilen sich Richtung Bug in Mannschaftskabinen, bzw. Brücke, sowie heckseitig in Maschinenraum, respektive Schaummitteltank, etc. Auf dessen Dach sind die Schaumanlage, heckseitiger Werfer und seitlich große B-Abgänge zu erkennen. Abschließend versah ich das Schiff wieder mit allerei Details, wie Antennen für Radar und Funk, Positionslichtern, Arbeitsscheinwerfern usw. usf.

AB-P (Pulver)

Sonderlöschmittel, dazu zählen sämtliche Arten von Löschmittel ausser Wasser, hielt die Feuerwehr vormals außschließlich in entsprechend motorisierter Form vor. Diese Art der Bevoratung war allerdings sehr teuer (Anschaffung, Unterhalt, Reparatur). Gerade Pulver-/Trockenlöschfahrzeuge, deren Löschmittel selten benötigt werden, standen sich eher kaputt. So ersetzte man die Fahrzeuge nach und nach gegen wesentlich wartungsärmere und günstigere Abrollcontainer. Dieser entstand sogar weitenstgehend in Eigenregie aus der Pulveranlage des alten TroLF 1500.

Ein weitere Umarbeitung stellt dieser Abrollbehälter dar. Paradoxerweise stellte mich die Verlängerung hier vor eine Denksportaufgabe. Da die Aufteilung der Beladung über die kürzere 8-Noppen-Länge noch tadellos funktionierte, hatte ich nun zuviel Platz. Pulvertanks, Gerätefach und Schnellangriff ließen sich nicht vergrößern und aufgrund der technischen Gegebenheiten bei seinen Vorbildern auch nicht beliebig platzieren. Also blieb nur die Lückenfüllung mit ein paar weiteren tragbaren Pulverlöschern. Nicht schön, aber wie sagt man doch gern: Viel hilft viel.

AB-S (Schlauch)

Für die Einrichtung einer umfangreichen Löschwasserversorgung über große Strecken stehen der Feuerwehr Farnheim zwei AB-Schlauch zur Verfügung. Beladen jeweils mit 2.000 m B-Schläuchen und diversen wasserführenden Armaturen.

Dieses Modell stellt eine Überarbeitung des alten Containers aus 2009 dar. Gewachsen in der Länge und versehen mit einer Konturmarkierung (soweit dies möglich war) sowie mehr Ausrüstung.

KdoW (Kommandowagen)

Die Branddirektion hält für die Führungskräfte der Berufsfeuerwehr einen Pool an Dienstfahrzeugen, sprich Kommandowagen, bereit. U. a. konnte nun einer davon in einer sog. „getarnten“ Ausführung neu geschafft werden. Der KdoW in diesem vorgetellten Falle ist der Oberbranddirektion als repräsentatives Dienstfahrzeug vorbehalten.

Bei dem hier vorgestellten Modell verzichtete ich zugunsten der „getarnten“ Optik auf die bekannte Feuerwehrsymbolik (Türlogo, gelbe Konturmarkierung, festmontierte SoSi-Anlage) und deutete lediglich ein Magnetblaulicht an.

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x8er Platte)

AB-SM (Schaummittel)

Der Hafen mit seinen großen Lagerkapazitäten für Waren aller Art birgt ein hohes Gefahrenpotenzial. Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu verheerenden Großbränden bekommen. Die macht die Vorhaltung eines hohen Schaummittelvorrats unungänglich. Daher hält die BF (neben den beiden Schaumtankfahrzeugen) auch zwei solcher Abrollbehälter mit je 5.000 L Mehrbereichsschaummittel aufgeteilt auf je zwei GFK-Tanks für alle Eventualitäten bereit. Diese beiden ABs sind der Fachgruppe Schaum zugeteilt.

Neu in der Überarbeitung auf eine Bodengruppenlänge von 10 Noppen ist auch der AB-Schaummittel. Für ihn optimierte ich den Vorgänger und staffierte den Umbau mit einigen weiteren Details, wie eine Konturbeklebung, größere Schaummitteltanks und eine neue heckseitig verbaute Pumpe aus.

AB-AS (Abrollbehälter Atemschutz)

Neu in Dienst gestellt wurde letzte Woche der AB-Atemschutz. Er bildet mit dem GW-Atemschutz und dem GW-Atemschutzwerkstatt eine einsatztaktische Einheit, die bei größeren Schadenladen große Mengen Atemluft für die Wehrfrauen und -männer nicht nur bereitstellen, sondern gebrauchte Masken und Technik warten und verbrauchte Flaschen vor Ort neu befüllen können. Integriert ist er in die Fachgruppe Atemschutz.

Bautechnisch bietet dieses Modell zwar keine Besonderheiten, jedoch gehören auch solche Gerätschaften zum technischen Umfang einer jeden Großstadtwehr. So basiert auch dieser Container auf der neuen 10-Noppen-Länge und fasst dadurch Atemschutz für
vier Minifigs.

WLF (Wechselladerfahrzeug)

Neben dem Schwesterfahrzeug beschaffte die Feuerwehr 2013 noch ein zweites WLF auf einem hochgeländegängigen, vierachsigen Fahrgestell. Die Wahl fiel, wie auch beim 3-Achser, auf einen „Spacestar“ der Brickmarscher Automobilwerke in der Konfiguration FL.3648 8×8 R48. Die Hakenzugvorrichtung stammt erneut von Lademaxx. Der augenscheinlichste Unterschied zum Schwesterfahrzeug ist sicher der zusätzliche Ladekran hinter der Fahrerkabine. Grund für die Beschaffung eines installierten Krans ist, dass dieses Fahrzeug – beladen mit einer Mulde – priorisiert bei Sturmereignissen mit einhergehendem Hochwasser oder zur Deichverteidigung eingesetzt werden kann.

Das zweite Fahrzeug bildet gleichzeitig den modellbauerischen Abschluss der schweren Wechselladerfahrzeuge. Sein Vorgänger zerfiel sogleich in seine Einzelteile. Es werden aber sicher noch ein paar dreiachsige Varianten hinzukommen. Ich hatte in der Vergangenheit bereits ein solches Modell vorbereitet, war aber bislang mit den Kran-Konstrukt unzufrieden. Erst jetzt, mit dem kompletten Fahrzeugneubau, habe ich eine für mich akzeptable und präsentable Lösung gefunden. Desweiteren habe ich die Fahrzeugkabine des Schwesterfahrzeuges überarbeitet, in dem ich das Heckfenster verschloss, um eine explosionsgeschützte Variante darzustellen. Dieses WLF bekommt bei Gefahrguteinsätzen dann auch immer den AB-Tank aufgesattelt (siehe die letzten drei Bilder der Galerie).

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2×12 + 2x3er Platte)

AB-GB (Großbrand)

Besondere Gefahrenlagen erfordern die Vorhaltung von besonderem Einsatzgerät. 2013 beschaffte die BF dazu einen Abrollbehälter Großbrand mit dem 5.000 L Wasser und 1.000 L Schaumbildner im Einsatzfalle zur Verfügung stehen. Die Besonderheit dieses Containers ist die, dass er auch ferngesteuert betrieben werden kann. Aus Kostengründen entschied man sich für die Beschaffung eines Abrollbehälters, der in seiner Funktion und Ausstattung ein komplettes Löschfahrzeug ersetzen kann. Dennoch stehen mit dieser Löschalternative die herkömmlichen Löschfahrzeuge keineswegs vor ihrer Ablösung. Dazu ist das Trägerfahrzeug wiederum zu unhandlich in engen Stadtstraßen. Vielmehr soll er der AB, wie seine Namensgebung bereits verrät, vornehmlich bei Großbränden eingesetzt werden. Sei es aktiv in der Brandbekämpfung oder im Pendel- bzw. Verteilerverkehr in der Löschwasserversorgung.

Im Zuge der Aufmöblierung sämtlicher Abrollbehälter meiner Sammlung förderte ich auch diese Neuanschaffung zu Tage. Dadurch erhielt sein Vorgänger die Kündigung und wurde fachgerecht dem Teilebestand zusortiert. Ich setzte hierbei durch die kantige Modulbauweise auf eine zeitgemäßere Optik. Das Tankmodul verschmälerte ich auf nur drei Noppen, um seitlich eine gerippte Beplankung mittels 1x4er Fliesen zu erreichen. Einige wesentliche Details, wie Konturmarkierung, ein kleiner Monitor, Umweltbeleuchtung, sowie Pumpe und Schnellangriff komplettieren das MOC.