ELW

Die Einsatzleitung der Flughafenfeuerwehr organisiert seit kurzem das Einsatzgesehen mit und von diesem Fahrzeug aus. Eigens dazu beschaffte die Werkfeuerwehr ein entsprechend groß dimensioniertes Fahrzeug mit Allradantrieb. Es ersetzt die beiden in die Jahre gekommenen Vorgänger, die zusammen eine Kommunikations- und Befehlseinheit bildeten. Mittlerweile müssen, dank technischer Entwicklungen und geänderter Einsatzanforderungen, selbst für komplexe Einsatzszenarien keine zwei dieser großen Fahrzeuge mehr vorgehalten werden. Dieser Umstand reduziert in erster Linie den Kostenfaktor und den Personaleinsatz enorm.

Das Fahrzeug selbst ist mit sämtlichen Kommunationsmöglichkeiten, wie Digitalfunk und digitalen Kurzzeitdokumentationen sowie GSM ausgerüstet. Die benötigte Energie wird über einen externen Stromerzeuger eingespeist. Ein im Fahrzeug verbauter Akku gewährleistet auch bei plötzlich auftretendem Spannungsausfall über mehrere Stunden weiterhin für eine reibungslose Kommunikation. Ferner helfen den Einsatzkräften Lagekarten, Auflistungen über besondere Objekte, Gefahrgutdatenbanken bei der taktischen Analyse, und zwei fest installierte Funkplätze sorgen für einen reibungslosen Kommunikationsablauf während des kompletten Einsatzzeitraums.

Um die Modernisierung der Flughafenwehr weiter voranzubringen und, um einen hochmodernen ICAO-Löschzug präsentieren zu können, fiel die Entscheidung, das Führungsfahrzeug zu erneuern. Heutzutage sind ja allradbetriebene Transporter mit langem Radstand und Hochdach die gängige Basis für solche Fahrzeugtypen. So auch in meinem (Modell-)Falle.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x10er Platte + 1×2 auf 1×4 Bracket)

Schaumtankfahrzeug – STF 6000

In den Reihen der Werkfeuerwehr Jade Öl AG befindet sich seit kurzem dieses Schaumtankfahrzeug. Der Umstand, wie es zu diesem Fahrzeug letzlich kam, ist tragisch aber durchaus interessant. Der Aufbau samt Tank war vorher auf einem anderen, etwas älteren Fahrzeug montiert. Leider verunfallte dies jüngst auf einer Alarmfahrt zu einem Großbrand im Hafen mit dem Auftrag, den Kollegen der städtischen Feuerwehr Unterstützung zu leisten. Glücklicherweise verletzten sich die Einsatzkräfte nur leicht, allerdings erlitten dabei das Fahrerhaus sowie das Fahrgestell solch strukturelle Schäden, dass eigentlich ein neues Fahrzeug beschafft werden musste, was jedoch aus Kostengründen keine Option darstellte. Die Wahl fiel entweder auch ein Containerchassis für das Wechselladersystem oder die Ersatzbeschaffung eines gebrauchten LKW-Fahrgestells. Zufälligerweise konnte ein entsprechendes Fahrzeug schnell gefunden und kostengünstig finanziert werden. Sämtliche Umbauten, die Reparaturen am Aufbau und Tank, sowie die weitere Ausstattung übernahmen die Kollegen der Zentralwerkstätten der Berufsfeuerwehr Farnheim in Kooperation ihrer Kollegen der Raffineriefeuerwehr. Die wesentlichen feuerlöschtechnischen Merkmale sind ein 6.000 L fassender Schaummitteltank samt Zumischer. Da das Fahrzeug am Heck lediglich über Schaumentnahmemöglichkeiten, und damit die Einspeisung in das Löschnetz verfügt, dabei aber keine eigene Fahrzeugpumpe besitzt, versorgt es im Einsatzfall gleich mehrere Löschfahrzeuge, die damit in der Lage sind, einen großangelegten Schaumangriff vornehmen zu können.

Solch ein Modell ist für mich ein typischer Sonntagnachmittagsbau. Man beginnt ohne große Vorstellung irgendetwas zusammenzusetzen und lässt sich treiben. Die dabei entstehenden Ideen nehmen alsbald konkretere Formen an, und nach und nach entsteht ein vollkommen neues MOC. Während der Bauphase werden immer wieder Bereiche auseinander genommen und abgeändert, um sie zu optimieren und mit weiteren Details zu versehen. Man probiert dieses. Man probiert jenes. Und schließlich ist es vollbracht. Hierbei wollte ich mal eine neue Tankform ausprobieren. Was als Auflieger-Idee begann entpuppte sich schließlich als diese vorgestellte Variante. Auch hierbei versuchte ich wieder eine Vielzahl an Details am Modell unterzubringen, seien es die seitlichen Markierungsbeleuchtungen, die auf dem Aufbaudach montierten Schläuche, das Schwerschaumrohr, der Antriebstrang, oder einfach das Farbkonzept der Werkfeuerwehr.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)

 

Zugkombinationen – Teil 3

In dieser kleinen Serie möchte ich auch solche Kombinationen vorstellen, die nicht Teil der städtischen Feuerwehr sind. In diesem Falle ist es die erste von zwei Löschzugzusammenstellungen der Flughafenfeuerwehr. Der ICAO-Löschzug (intern Löschzug 2) ist immer dann der erste Abmarsch, wenn sich ein Problem bei einer Maschine im Landeanflug oder auf dem Flugfeld abzeichnet. Gleichfalls rückt dieser auch zu Alarmierungen rund um das Flughafengelände aus, desweiteren kann er in speziellen Fällen auch zu Unterstützungseinsätzen der Berufsfeuerwehr herangezogen werden. Dabei muss es sich nicht immer nur um Flugnotfälle handeln.

Im Gegensatz dazu rückt die Berufsfeuerwehr bei gemeldeten Flugnotfällen technischer Art (z. B. Rauch in der Kabine, Triebwerksschaden, etc.) mit einem Löschzug aus den beiden umliegenden Wachen in Beklum und Farmsen aus, um auf den Flughafenvorfeld in Bereitstellung zu gehen. Gleichzeitig wird der Fachgruppe MANV alarmiert). Ein ähnliches Konzept der Zusammenarbeit zur Schadenabwehr verfolgen seit einigen Jahren die Flughafen- und die Berufsfeuerwehr Hamburg.

Dieser ICAO-Löschzug setzt sich aus dem Führungsfahrzeug, dem HTLF 30/50-5, drei GFLF 100/125-15 + 500P und dem Rettungstreppenfahrzeug, sowie einem Rettungswagen zusammen. Dieser Rettungswagen dient in erster Linie, wie es auch bei den städtischen Zugkombinationen der Fall ist, dem personellen Eigenschutz. In den Löschfahrzeugen stehen im Einsatzfall, bei dem binnen 2 Minuten jeder Punkt auf dem Flughafengelände erreicht werden muss, insgesamt 42.500 L Wasser, 5.000 L Schaummittel und 1.500 kg Löschpulver für einen Erstangriff zur Verfügung. Diese Mittel erfüllen somit die Anforderungen der höchsten ICAO-Brandschutzkategorie 10.

Nebenbei noch der Link vom selbigen Löschzug anno 2009.

RTF – Rettungstreppenfahrzeug

Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Fahrzeugflotte der Flughafenfeuerwehr beschaffte die Werkfeuerwehr jüngst ein neues Spezialfahrzeug. Als Ersatz für das alte Rettungstreppenfahrzeug, stellte die Abteilung Technik einen hochmodernen Nachfolger in Dienst, der auch den neuen Einsatzanforderungen augenblicklicher Großraumjets mehr als gerecht wird. Als logische Konsequenz wuchs somit auch das Fahrzeug in der Größe. Ebenso vergrößerte sich der Löschwassertank für den Erstangriff auf 1.000 L, und der für Schaummittel auf 100 L. Die fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe liefert 2.000 L/Min. bei 8 bar. Geräte zur technischen Hilfeleistung, sowie Co2-Löscher runden die Beladung ab.

Lange Zeit schon beschäftigte ich mich mit dem Gedanken, das alte Modell gegen ein neues auszutauschen. Bei dem Nachfolger sollte vor allem die Treppe nun wesentlich filigraner ausfallen, wenn möglich verkleidet sein und darüber hinaus auch über sämtliche beweglichen Merkmale des Originals verfügen. Bei einer Baubreite von nur vier Noppen eine echte Herausforderung. Und so kam es, dass das Treppesegment insgesamt dann auch etwas breiter ausfiel. Aber dadurch ließen sich alle weiteren, und daran anschließenden Bewegungsfunktionen und -abläufe realisieren. Und so sind nun die vorderen Plattformen vorbildgerecht nach vorne fahrbar, die Treppe aufrichtfähig und die hintere Bordwand nach unten schwenkbar. Zudem erhielt das Fahrzeug Geräteräume, einen Generator, eine entsprechende Verkabelung und sonstige, dem Fahrzeugtyp entsprechende Accessoires. Schlussendlich sollte sich auch hier die optische Vereinfachung des Fahrzeugparks bemerkbar machen, indem das Modell über ein „Gesicht“ verfügt, dass als mittelschwere bzw. schwere Klasse meiner Modell-LKWs nun hinlänglich bekannt sein dürfte.

Fahrgestellbasislänge:  15 Noppen (1 x 2 auf 1 x 4 Bracket, 2 x 12er Platte + 2 x 2er Platte)

# 6480 – Hook And Ladder Truck (1986)

Parallel zum „Mobile Police Truck“ erschien mit diesem Bausatz 1986 ein weiteres sog. „Light & Sound“-Set. Denn auch dieses wies die typischen Bauteile der Elektrifizierung auf. Da TLC 1986 noch nicht vorsah den Batteriekasten auch in anderen Farben herzustellen (Rot bspw. folgte erst mit dem „Airport Shuttle“ 1990), musste aus der Not eine Tugend gemacht werden: ein großer schwarzer Aufkleber mit einem Feuerwehrsymbol mit gekreuzten Äxten, Flammen und Helm hinterließ – sorgsam montiert – einen umlaufend gleichmäßig weißen Rahmen um den Sticker, was durchaus als ein Gestaltungselement gewerten werden konnte und noch immer kann.

Um dem Modell darüber hinaus auch einen gewissen Spielwert mitzugeben, wurde um den wuchtigen Batteriekasten allerlei Zubehör drappiert und eine heckseitige Schnellangriffsvorrichtung verbaut und obenauf eine drehbare, zweiteilige Leiter angeflanscht. Somit wirkt das Fahrzeug eher wie ein Zwitter: halb Tanklöschfahrzeug, halb Drehleiter. Aber den Realismus erkaufte man sich bei den Sets von jeher in eher homöopathischen Dosen. Den Kinder schien es egal. Dass dieses Fahrzeug als „Mädchen für Alles“ gilt, zeigt der obendrein mitgeführte Anhänger, der mitsamt zusammenbaubauer Feuerlöscher (soviel zum Thema Realismus) und einiger Saugschläuche ein Pumpenaggregat mitführt. Das generelle Fahrzeugdesign, allen voran das Fahrerhaus, passt zu den übrigen Modellen jener Zeit. Die Lampensteinen-Scheinwerfer samt Leiter als wuchtiger Kühlergrill machen im Wesentlichen das typische Gesicht jener Fahrzeug-Ära aus. Apropos Beleuchtung. Immerhin verfügt dieses Zugfahrzeug mal über einen Satz Rückleuchten, jedoch bleibt der Anhänger im Dunkeln verborgen.

Dankeswerter Weise ist auch dieser Bausatz gut erhalten. Vor allem aber ist auch hier die Elektrik in vollem Umfang funktionstüchtig, und auch der Aufkleber weist nach all der Zeit keinerlei Gebrauchserscheinungen auf. Einmal mehr ein Indiz dafür, dass die Qualität der frühen Siebdruckaufkleber ganz hervorragend war. Mal schauen, ob heutige Aufkleber dies in einem Vierteljahrhundert auch von sich behaupten können.

Wer sich jetzt fragt, an welches Fahrzeug dieses Ungetüm erinnert, sei verdeutlicht, dass die Entwickler wohl maßgeblich hieran dachten:

Typische Fahrzeugfront mit Leiter als Kühlergrill

Typische Fahrzeugfront mit Leiter als Kühlergrill

Wer’s nicht mehr weiß: zu finden in der Allerersten der roten Feuerwachen: #6382 von 1982

Jahr: 1986
Teile: 118
Minifig: 1

Wider dem Purismus

Es gleicht beinahe einer Glaubensfrage, in wie weit man bei seinen MOCs gehen darf oder soll. Ich rede vom kustomizieren, vom modifizieren, schlicht vom pimpen. Puristen schwören ja auf das, was das dänische Unternehmen im Portfolio hat. Alles andere gehört nicht in die Sammlung. Andere hingegen modifizieren ihre Modelle, indem sie ihnen einige Fremdteile als punktuelle Aufhübscher gönnen. Und dann gibt es noch die, die neben unternehmensfremden Bauteilen ihre MOCs mittels Farbe und Werkzeug, ich will mal sagen, optimieren. Ich selbst würde sicher niemals so weit gehen, meine Steine zu bemalen oder zu zersägen. Insofern denke ich, bin ich eher den Puristen zugetan (obwohl ich mir selbst diese Frage noch nie selbst stellte), jedoch bin ich aber auch einigen Fremdteilen nicht gänzlich abgeneigt. Der Einsatz dieser is, meines Erachtens, auch nur dann gerechtfertigt, wenn sie der Sache dienlich sind.

Auf unserem letzten Stammtisch erwähnte ich beläufig, dass ich in Erwägung zöge, meinen Modellen echte Konturmarkierungen in Form von reflektierenden Aufklebern zu spendieren. Das hatte einen mittelschweren Aufschrei zufolge. Dennoch ließ ich mich aber von den Äußerungen nicht abschrecken, denn wollte mir die Idee mit den retroreklektierenden Folien einfach nicht aus dem Kopf gehen. Nachdem ich mir kürzlich ein paar kleine Folienstücke erwarb, probierte ich es sogleich testweise an zwei Modellen aus. Ergebnis? Tja, was soll ich sagen? Der Effekt ist – wie eigentlich zu erwarten war – sprichwörtlich sehenswert. Der Vorteil der Folie ist, neben der Wiederablösbarkeit, dass ihr Farbton annähernd dem Gelbton der Steine entspricht, und sich bei Tageslicht weitestgehend unsichtbar verhält. Während sie aber im angeblitzten Zustand, oder bei Licht im Rücken des Betrachters ihren ganzen Reiz entfaltet. Allen, die sich am Stammtischaufschrei seinerzeit beteiligten, oder sich nun daran beteiligen möchsten, sei gesagt, dass ich lediglich die gelben Steine mit der Folie beklebe, d. h. sämtliche baulichen Gegebenheiten der Modelle bleiben nach wie vor bestehen.

Und damit man mal sieht, wovon ich die ganze Zeit spreche, ein paar Fotos zur optischen Verdeutlichung. Macht Euch selbst ein Bild:

Gleichzeitig beginnt jetzt eine Langzeitstudie, inwiefern sich der Folienkleber mit dem ABS-Kunststoff verträgt.

Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Drei Jahre vor der Beschaffung des neuen HLF 20/6 KatS stellte die Branddirektion, sozusagen in einer Übergangsphase, zwei HLF 20/16 in Dienst und teilte sie zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr zu. Sie ersetzten ab dem Zeitpunkt zwei 18 Jahre alte Bestandsfahrzeuge. Damit stellen diese beiden Indienststellungen allerdings auch eine Außnahme dar, denn weitere Neubeschaffungen dieses Typs sind aus o. g. Gründen nicht geplant. Die HLFs 20/16 sind sind nach DIN bestückt und Teil der Fachgruppen Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa) bzw. Schaum. Ihre Singlebereifung und das Allradfahrgestell lassen auch den Einsatz abseits der befestigen Wege zu.

Diese Modelle waren erst als Ersatz für die beiden alten alten Flughafen HLFs gedacht. Allerdings musste ich wegen des parallel entstandenen HTLFs, welches weit mehr in das Anforderungsprofil einer Flughafenfeuerwehr passte, umdisponieren. Da ich sie nicht wieder zerlegen, bzw. umbauen wollte, fielen sie dem jetzigen Aufgabenbereich der Freilligen Wehr zu. Da sie aber eingentlich nicht in das Beschaffungsschema meiner Wehr passten, musste ich mir diese kleine Geschichte der Übergangsbeschaffung ausdenken. Diese Fahrzeuge sind im Grunde eine Mischung aus bekannten Modellen (HLF 20/6, STF 5000), die sich lediglich in Sachen Beladung und einigen Anbaudetails, wie Schlauchhaspel und Lichtmast unterscheiden.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1 x 2er + 2 x 12er Platte)

Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF 30/50-5)

Im Zuge der umfangreichen Modernisierung der Fahrzeugflotte beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind ab sofort fester Bestandteil des ICAO-Löschzuges, somit erhöht sich Löschmittelbevorratung für einen Erstangriff gemäß der internationalen Sicherheitsbestimmungen. Grund hierfür ist die Heraufstufung der Brandschutzkategorie von 9 auf 10. Denn der Flughafen insgesamt rüstet sich derzeit für die Abfertigung von Großraumflugzeugen, wie den Airbus A380 und Co.

Das HTLF transportiert 5.000 L Wasser und 500 Liter Schaummittel an den Einsatzort. Die fahrzeuggebundene Nieder-/Hochdruckkpumpe fördert 3.000 L/Min. bei 10 bar oder 800 L/Min. bei 24 bar. Zugleich ist es mit einer umfangreichen Beladung für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Somit kann es auch zu Einsätzen auf den Verkehrswegen rund um das Flughafengelände eingesetzt werden.

Die Modellüberarbeitung schreitet voran. Hierfür zerlegte ich die beiden alten HLF 32/30-3 ohne Rücksicht auf Verluste. Als Basis diente für das Fahrerhaus das in der Vergangenheit in den Reihen der Berufsfeuerwehr etablierte schwere Fahrgestell (siehe GTLF 10 oder auch STF 5000), um den optsich Fahrzeugmischmasch weiter zu vereinhetlichen. Lediglich der Aufbau wurde dem Einsatzzweck entsprechend angepasst. Somit wuchs die vormals zweiachsige Basis um eine weitere Achse, und die Bodenfreiheit wurde erhöht. Der so neu gewonnende Platz konnte in zahlreiche Geräteräume investiert werden. So platzierte ich im großen Geräteraum links Utensilien für die Brandbekämpfung, während gegenüber das Werkzeug für die technische Hilfeleistung zu finden ist. Heckseitig wurde eine entsprechende Feuerlöschkreiselpumpe verbaut. Der Dachmonitor ist schwenk- und klappbar, während eine entsprechende Zuleitung auf dem Dach den Werfer mit Löschmittel speist. Ein aufrichtbarer Lichtmast unterstreicht den Aspekt der technische Hilfeleistung. An der Front wurde, wie schon bei den großen GFLFs ein Frontwerfer angebracht, der im Ernstfall die Löschunternehmungen tatkräftig unterstützt. Natürlich bekam auch dieses Fahrzeug ein optimiertes Streifendesign verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2 Stück 1 x 2 auf 1 x 4 Brackets + 4 x 4er Bodenplatte + 2 x 4er und 2 x 6er Platten)

Feuerwehrkran FwK 60

Als Ersatz für den altersschwachen Kranwagen FwK 25, der seit nunmehr 28 Jahren in den Reihen der Berufsfeuerwehr seine Arbeit versah, trat jetzt, kurz vor Jahresende, sein dringend benötigter Nachfolger den Dienst an. Aufgrund des intensiven Übungsbedarfes an diesem Spezialfahrzeug wies der Vorgänger mittlerweile eine außerordentliche hohe Anzahl an Betriebsstunden auf, die nicht immer ohne Ausfall blieben. Somit kam es mitunter immer wieder zu reparaturbedingten Zwangspausen. Der nun neu in Dienst genommene Kranwagen ist nicht nur technisch auf dem letzten Stand, er übertrifft die Leistungskapazitäten des alten Krans bei weitem. So kann der FwK 60 im optimalsten Fall bis zu 60 Tonnen Last heben. Dazu führt das Fahrzeug im Straßenbetrieb bis zu 10 Tonnen Ballast mit sich, was ihn an der Einsatzstelle sofort einsatzbereit macht. Gerade bei Unfällen und der Beseitigung schwerer Hindernisse stieß der alte Kran hier oftmals an seine Leistungsgrenzen. Darüber hinaus war eine anderweitige einsatztaktische Verwendung ausgeschlossen. Mit dem neuen Fahrzeug ändert sich dies allerdings: So kann der Kranwagen auch bei Großfeuern zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Hierzu ist am Auslegerende ein kombinierter Schaum-/Wasserwerfer montiert, der von 1.000 L bis zu 4.000 L/Min. auf den Brandherd variabel abgeben kann. Versorgt wird der Monitor über drei B-Schläuche, die dazu materialschonend am Ausleger eingehängt werden können.

In der Ausrückeordnung ist festgelegt, dass der Kran immer im Rüstzugverbund, bestehend aus HLF 20/16 und einem RW 2, ausrückt. Nicht selten wird das Spezialfahrzeug auch durch ein WLF mit aufgesatteltem AB-Kran mit zusätzlichem Krangeschirr und -gewichten unterstützt. Den Rüstzug werde ich demnächst bildlich in der Serie der Zugkombinationen noch ausführlich vorstellen.

Eine Modernisierung des altes Kranwagens stand schon lange auf meiner To-Do-Liste. Einige Tage vor der Ausstellung auf der Bricking Bavaria begann ich mit dem Bauvorhaben. Als Hauptaugenmerk sollte ein kompletter gesnotteter Kranausleger, und somit kein Standard-Bauteil, für einen entsprechend andersartigen Auftritt sorgen. Das ganze auf einem Vierachs-Fahrgestell samt platzsparend verbauter Abstützung. Soweit der Plan. Jedoch war der Ausleger der Teil, der mit am längsten beschäftigte – ich bekam die beiden gesnotteten Auslegerhälften nicht miteinander befestigt. Erst ein bildhaft gewordener Lösungsansatz an einem Modell des Modellbauers robiwan_kenobi brachten mich auf die Spur. Dabei wurde schnell klar, dass ich das Fahrgestell noch mal komplett überarbeiten und verlängern musste. Das ließ aber Raum für weitere Details. Aufgrund der Baugröße verzichtete ich auf die Krankabine, da bei dieser Baugröße die Kabine eh keine Minifig hätte mehr aufnehmen können. Dafür ist die Motorenabdeckung klappbar gestaltet und gibt einen Blick auf den Dieselmotor frei. Ebenso kam eine andere Windschutzscheibe für das Niederflurfahrerhaus zum Einsatz, was dem Modell optisch eine etwas andere Note verleiht.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (zwei 2 x 16er Platten)

GFLF „Prevailor“ 100/125-15 + 500P

Die Werkfeuerwehr des Flughafens Farnheim, die FAirport AG, stellte im Rahmen der Modernisierung zwei neue Löschfahrzeuge in Dienst. Die beiden GFLF 100/125-15 + 500P vom Typ „Prevailor“ ersetzen zwei ältere Fahrzeuge und sind ab sofort Teil des ersten Abmarsches. Die beiden vierachsigen „Löschmonster“ verfügen über je 12.500 L Wasser und 1.500 L Schaummittel, sowie 500 kg Pulver in einem weiteren Kessel. Der Dachwerfer ist als Ausleger gestaltet, an dessen Ende sich eine Löschlanze befindet, mit der die Außenhaut eines Flugzeug durchstoßen werden kann, um das Löschmittel direkt am Brandherd im Inneren abzugeben. Die Fahrzeuge werden jeweils von einem 1.250 PS starken V12-Turbodiesel betrieben, was sie in 19 Sekunden aus dem Stand auf 80 km/h beschleunigt. Die interne Kreiselpumpe, eine FPN-10-10000, liefert 10.000/Min. und wird von einem V6-Diesel mit 480 PS angetrieben. Der HRET (High Reach Extentable Turret)-Werfer am Löscharmende leistet 5.500 L Löschmittelabgabe/Min. und befördert dieses rund 60 Meter weit. Der Frontwerfer kann 3.500 L/Min. abgeben. Diese beiden „Prevailors“ markieren die ersten beiden Fahrzeuge in einer neuen Löschfahrzeuggeneration. Der Beschaffungsplan sieht vor im kommenden Jahr noch vier weitere Fahrzeuge dieses Typs vor.

Nachdem ich die letzten 12 Monaten ausgebiebig meine Fahrzeugflotte der städtischen Feuerwehren, sowie der Werkfeuerwehr Jade Öl AG modifizierte, ist nun endlich auch der Fahrzeugpark der Flughafenfeuerwehr an der Reihe. Den Start markieren diese beiden Flugfeldlöschfahrzeuge, denen die beiden alten Exemplare (FLF und GFLF) zum Opfer fielen. Gleichzeitig markieren diese beiden Ungetüme ein neues Farbschema, dass auf alle weiteren Modelle übertragen möchte – mal sehen, ob und wie es klappt.

Seit dem Ende der Bricking Bavaria vor wenigen Wochen puzzelte ich mir im Kopf bereits die Optik zusammen: eine schwarzes Fahrerhaus sollte es bekommen, ebenso wieder eine Löschlanze auf dem Dach und ungleich detaillierter als seine Vorgänger sollte es werden. Vor allem aber wünschte ich einen deutlich martialischen Auftritt. So legte ich los. Die Basis des Modells ist aber noch wie vor, die des zerlegten älteren GFLFs. Jedoch gestaltete ich den Aufbau (oberhalb der weißen Gürtellinie) komplett neu. Für eine ungewöhnliche und im vorderen Bereich geringere Bauhöhe sorgen die niedrigeren Windschutzscheiben. Dennoch achtete ich hierbei darauf, dass eine Minifig in der Fahrgastzelle Platz findet – wenngleich auch ohne Helm. Durch die Verwendung der 1x4x3er Paneele als Tankaufbau konnte ich im Heckbereich eine große Klappe installieren, die Zugriff auf die Feuerlöschkreiselpumpe erlaubt. Der Gelenkarm, an dessen Ende sich die Löschlanze und ein Werfer befinden, gestaltete ich komplett um. Zudem fällt die Spitze nun filigraner aus. Eine nicht zu unterschätzende Wirkung haben, was den martialisch wirkenden Auftritt angeht, die auf den Radnaben aufgesteckten schwarzen 1×1 Rundplättchen. Sie unterstreichen das montröse Auftreten der beiden neuen Löschriesen. Apropos… Nachdem ich das erste Fahrzeug fertiggestellt hatte, machte ich mich sogleich daran, noch ein weiteres, baugleiches Exemplar zusammenzuklötzeln. In naher Zukunft wird sich noch ein weiteres Fahrzeug dieses Typs hinzugesellen, das allerdings über einen herkömmlichen Dachwerfer verfügt, um die Anfroderungen des Löschzug gemäß ICAO-Standard erfüllen zu können.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2×12er + 2x 2×3er)