Wenn es in NRW großbrennt

In den frühen Abendstunden des 09. Juli brannte in Krefeld in einem Gewerbegebiet ein Holzmarkt in voller Ausdehnung. Solche Großbrände passieren (leider) immer wieder. Hier soll im Anschluss aber nicht über die Häufigkeit eines solchen Ereignisses diskutiert werden, sondern vielmehr das (nach dem Hamburger Brand vom Januar) erneut bemerkenswerte Aufgebot an Mensch und Material, das die Feuerwehr aufbot, um der Lage Herr zu werden.


Zum Vergrößern einfach auf die Grafik klicken (Wer sachdienliche Hinweise beisteuern kann, die das Schaubild einsatztaktisch vervollständigen, trete sehr gerne mit mir in Kontakt)

En Detail stellte sich folgende Sachlage dar: Als die ersten alarmierten Kräfte am Montagabend kurz nach 20 Uhr am Einsatzort eintrafen, brannte eine ca. 30 x 60 Meter große Halle des Holzfachmarktes Roeren im Gewerbegebiet an der Mevissenstraße in Krefeld-Inrath annähernd im Vollbrand. Die Flammen schlugen, aufgrund des aufgefrischten Windes im Verlauf bis zu 50 Meter in den Abendhimmel, und fachten den Brand der dort gelagerten Holzwerkstoffe immer weiter an, so dass schnell eine Gesamtfläche von 35 x 120 Metern lichterloh in Flammen stand. Dadurch mussten sich die Einsatzkräfte zurückziehen. Da die Einrichtungen auf dem Gelände Holzfachmarktes nahezu komplett ein Raub der Flammen geworden waren, konzentrierte man von nun an die Bemühungen das angrenzende real,- Warenhaus vor dem wütenden Feuer zu schützen. Dazu bauten die Einsätzkräfte eine sog. Riegelstellung auf. U. a. sah man die Brandbekämpfung von Drehleitern und vom Dach des Warenhauses vor.

Gegen 21 Uhr griffen die Flammen jedoch auf den Supermarkt über, konnten aber schnell gelöscht werden. Im weiteren Verlauf stellte sich ein ernstes Problem dar: Bedingt durch den hohen Wasserbedarf, der auf das Brandobjekt abgegeben und für die Riegelstellung benötigt wurde, sackte der Leitungsdruck des Hydrantennetzes derart ab, dass die Feuerwehr gezwungen wurde ihre eigene Wasserförderung aufzubauen. Diese fand mitunter über sehr weite Distanzen statt, um das Löschwasser u. a. aus offenen Gewässern herbeizuführen. Ein Grund, weshalb die Bezirksregierung den sog. „NRW-Alarm“ auslöste.

Dank der Unterstützung durch die herbeigerufene HFS-Wasserförderung (Hytrans-Firesystems) aus Krefeld und Duisburg konnten somit insgesamt bis zu 1,8 Millionen Liter/Stunde (ca. 30.000 L/Min.) auf das Feuer abgegeben werden. Bedingt durch den NRW-Alarm bekam die Feuerwehr Krefeld zunächst Unterstützung von Kräften der ortsansässigen Werkfeuerwehren Thyssen-Krupp Nirosta, Currenta (ehemals Bayer), Evonik und dem Flughafen Mönchengladbach, zahlreicher freiwilligen Wehren aus dem Umkreis, u. a. aus Willich, Tönisforst, Waldeck, Goch, den Berufsfeuerwehren, Duisburg und Düsseldorf.

Um 0:22 Uhr alarmierte die Bezirksregierung per Telefon die Region 2 (Mülheim, Essen und Oberhausen), um die bereits vor Ort im Einsatz befindlichen Einsatzkräfte der Region 1 (Duisburg, Wesel und Kleve) abzulösen. Um 07:00 Uhr setzte sich der MEO-Tross, der sich zuvor auf einem Sammelplatz der BF Essen einfand, bestehend aus insgesamt 23 Fahrzeugen in Richtung Krefeld in Bewegung. Die lange Vorlaufzeit liegt ganz einfach darin begründet, dass bei solchen besonderen Ereignissen feste Mindeststärken vorgesehen sind, die erst einmal aus Kräften der BF und der FF zusammengestellt werden müssen. Zudem wurden hier die Fahrzeuge, tw. mit gesondertem Material zusatzbestückt und ausgerüstet.

Vor Ort kümmerten sie die Kräfte aus MEO (Mülheim, Essen und Oberhausen) vornehmlich um Brände, die in einer südlich angrenzenden KFZ-Halle auf dem ehemaligen Gelände der britischen Armee schwelten, zu lokalisieren, zu bekämpfen und ein Ausbreiten der Feuer zu verhindern. Dazu wurden sie u. a. von Kräften der Feuerwehr Krefeld und Waldeck unterstützt. Gegen 16 Uhr am Dienstag wurde der Einsatzabschnitt schließlich an die Bereitschaft der Region 5 (Wuppertal, Solingen, Remscheid) übergeben.

Das Großfeuer war 26 Stunden nach Ausbruch endlich niedergerungen. Dennoch waren aufgrund der zahllosen Glutnester massive Nachlöscharbeiten erforderlich, die sich bis in den Donnerstag erstreckten.

Das Feuer brach, wie Brandsachverständige herausfanden, durch eine glimmende Zigarette aus. Die Polizei nahm einen 57jährigen Mann fest, der sich nach Zeugenaussagen gegen 17 Uhr in der Gartenausstellung der Holzhandlung aufgehalten, und dort nach eigenen Angaben geraucht haben soll. Der Polizei habe er als Reaktion auf den Brand geäußert: „Hoffentlich nicht durch Kippen“. Gegen ihn wird jetzt wegen der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 30 Millionen Euro. Insgesamt vier Tage waren etwa 1.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei an der Mevissenstraße im Einsatz. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung brauchte die Feuerwehr ein ganze Weile, ehe sie eine funktionierende Infrastruktur aufbauen konnte, was aber glücklicherweise letztlich, auch Dank der massiven Unterstützung umliegender Feuerwehren, gelang.

Dennoch räumt die Feuerwehr Krefeld im Nachgang einige Fehler ein. Demnach habe sie zunächst die Intensität des Großbrandes derart unterschätzt, so dass es zu der langen Zeitspanne kam, bis endlich die Brandbekämpfung wirkungsvoll einsetzen konnte. Zudem seien die Bordmittel der Feuerwehr Krefeld in der Schlauchleitungsversorgung unzureichend. Grund hierfür war die tw. über sehr lange Distanzen (bis zu 2.500 m) aufgebaute Infrastruktur der Wasserversorgung, und ein nicht funktionierender Hydrant auf dem Betriebsgelände der Holzfirma.

Feuerwehr Krefeld:
DLK 23/12
WLF + AB-Wasserförderung (HFS)
GTLF 8500/750/120
HLF 20/16
HLF 20/16
LF 20/16 TS
LF 20
2 LF 16-TS
3 LF 8/6
2 RTWs
5 MTW
KdoW
KdoW
ELW

Feuerwehr Duisburg:
HLF 20/16
WLF + AB Löschwasser
WLF + AB ELKO
WLF + AB Wasserföderung (HFS)
AB-Kraftstoff
ELW

Feuerwehr Dinslaken:
TLF 24/50

Feuerwehr Düsseldorf:
TLF 24/48-P

Feuerwehr Essen:
LF 24
LF 16-TS
GW-AWL
GW-L
ELW
KdoW

Feuerwehr Moers:
TLF 30/50 L/S

Feuerwehr Mönchengladbach:
TLF 24/50

Feuerwehr Mülheim (27 Mann, 6 Fahrzeuge):
HLF 20/6
LF 16-TS
ELW 2 (zur Koordinierung der Einsatzkräfte aus MEO)
KEF-Log
MTW
KdoW

Feuerwehr Oberhausen:
TLF 16/25
LF 16/12

Feuerwehr Remscheid (31 Mann, 7 Fahrzeuge):
Dekon-P

Feuerwehr Solingen (20 Mann)

Feuerwehr Wesel:
TLF 16/25
TLF 24/50

Feuerwehr Wuppertal

Freiwillige Feuerwehr Goch:
2 LF 16-TS

Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln

Freiwillige Feuerwehr Hünxe

Freiwillige Feuerwehr Kamp-Lintfort (2 Mann, 1 Fahrzeug):
TLF 24/50

Freiwillige Feuerwehr Neukirchen-Vluyn (6 Mann, 1 Fahrzeug):
TLF 16/25

Freiwillige Feuerwehr Rheinberg:
TLF 24/50

Freiwillige Feuerwehr Schermeck

Freiwillige Feuerwehr St. Tönis:
DLK 23/12
MTW

Freiwillige Feuerwehr Viersen

Freiwillige Feuerwehr Voerde:
MTF

Freiwillige Feuerwehr Walbeck:
LF 16/12

Freiwillige Feuerwehr Willich:
ELW
2 MTW
2 HLF 20/16
HLF 20/30
WLF + AB Schlauch

Werkfeuerwehr Thyssen-Krupp Nirosta (Werk Krefeld):
ULF
GB
WLF

Werkfeuerwehr Evonik (Werk Krefeld):
Stickstoff-GTLF 40/40-5-250-100

Werkfeuerwehr Currenta Krefeld (ehemals Bayer Uerdingen):
GW-G
SLF 60/60-40
WLF

Flughafenfeuerwehr Mönchengladbach

DRK Krefeld
Im Nachgang noch eine Vielzahl an interessanten Links in Form von Videos oder Bildergalerien:

Die Münchner Feuerwehr im Einsatz – Von den Siebzigern bis heute

Bei den aktuellen Buchneuerscheinungen in der Sparte Feuerwehr scheint sich derzeit ein Trend beim Format abzuzeichnen. So sind die bisherigen hier vorgestellten Bücher über die Feuerwehr Hamburg und den Rettungsdienst der Stadt Mülheim an der Ruhr, sowie das an dieser Stelle vorstellte Buch im handlichen DIN A5-Hardcover zu haben. Das mag ja sehr händisch sein, dennoch leiden tw. Abbildungsgrößen, die besonders bei Fahrzeugen durchaus hätten größer ausfallen können und dürfen. Sicher aber stellt hierbei die Buchgröße aufgrund der Produktionskosten dem progostizierten Verkäufen gegenüber einen Kompromiss dar. So ist das halt mit „Special Interest“-Titeln.

Nun aber zum Buch selbst. Die Münchner Berufsfeuerwehr ist eine bedeutsame. Die größte in Bayern und, hinter Berlin und Hamburg, die drittgrößte Deutschlands. Einige Einsätze haben die Wehr auch im Rest der Republik bekannt werden lassen: z. B. als 1994 ein Linienbus durch U-Bahnbauarbeiten im Erdreich versank, als ein angetrunkener Fußballfan 1982 kurz vor Anpfiff der Partie des FC Bayern gegen den HSV das Zeltdach des Olympiastations erkletterte, oder als 1986 der Löwenbräukeller ein Raub der Flammen wurde. Aber über die Jahrzehnte hatte auch immer mal wieder die Feuerwehr selbst Verluste zu beklagen. Glücklicherweise gingen diese aus personeller Sicht meist glimpflich aus.

Der Autor Thomas Gaulke, selbst aktiv im Einsatzdienst – früher als Feuerwehrmann, heute als Fotograf, hat für dieses Buch die spektakulärsten, größten und ungewöhnlichsten Einsätze seit Beginn der 70er Jahre zusammengesammelt und die Bilder mit kurzen informellen Texten ergänzt. So ergibt sich ein anschaulicher Reigen aus dem Alltag der Münchner Feuerwehr durch die Jahrzehnte; sei es bei der Brandbekämpfung, der technischen Hilfeleistung, bei Umweltschutzeinsätzen oder tierischen Rettungsaktionen.

Eine interessante Retrospektive, die neben den Einsätzen auch einen Blick auf längst vergangene Zeiten Blicken lässt.

Buch „Die Münchner Feuerwehr im Einsatz – von den Siebzigern bis heute″, gebundene Ausgabe
Verlag: Sutton Verlag
144 Seiten, 245 (zum Teil farbige) Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-789-1
Größe: 25 x 17,5 x 1,2 cm
Preis: 22,90 Euro

Rettungsdienst in Mülheim an der Ruhr von 1850 bis 2010

Ein geschätzer und guter Bekannter und ehemaliger Bastelkollege von mir, Harald Karutz, der sich, wie ich, seit Kindertagen mit dem Blaulichtthema beschäftigt, hat bereits vor längerer Zeit ein Werk veröffentlicht, das sich komplett mit der Entwicklung des Rettungsdienstwesens in seiner/unserer Heimatstadt Mülheim an der Ruhr der vergangenen 160 Jahre beschäftigt. Ich möchte nun an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und das hervorragende Machwerk einmal näher vorzustellen.

Mülheim an der Ruhr ist nun wirklich keine Stadt von Weltruf. Dennoch bietet diese Stadt mit ihrem Rettungsdienst eine erzählenswerte Geschichte. Auf 144 Seiten werden dem Leser chonologisch sämtliche technischen und medizinischen Entwicklungen, seien es die ersten Krankenkarren in den Anfängen, die Menschenrettung während des zweiten Weltkrieges, der Vorläufer aller Notarztwagen, das sog. „Clinomobil“, der Aufbau eines ärztlichen Notfalldienstes, oder auch die Etablierung des mittlerweile bewährten Rendezvous-Systems von NEF und RTW über alle Hilfsorganisationen hinweg vor Augen geführt und erläutert. Bei vielen dieser „Meilensteine“ betrat man tw. entwicklungstechnisches Neuland und galt mitunter als Vorreiter für andere Kommunen des Landes, die diese Neuerungen später mitunter übernahmen.

Viele Einsatz- und Fahrzeugfotos, sowie eine umfangreiche, abschließende Zeittafel bieten dabei nicht nur für Fahrzeugenthusiasten und Geschichtsfreunde ein umfangreich recherchiertes Nachschlagewerk.

Buch „Rettungsdienst in Mülheim an der Ruhr von 1850 bis 2010″, gebundene Ausgabe
Verlag: Martina-Galunder-Verlag
144 Seiten, 198 (zum Teil farbige) Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-89909-08 1- 9
Größe: 24,6 x 17,4 x 1,3 cm
Preis: 14,90 Euro

Altreifen-LKW

Ein weiteres Fahrzeug eines ortsansässigen Entsorgungsunternehmen, das ich heute vorstellen möchte, ist dieser LKW, beladen mit einer ordentlichen Fuhre Altreifen. Als Teil des Fuhrparks ist er tagtäglich unterwegs die Altreifen der zahlreichen Autohändler und -werkstätten der Stadt abzuholen, wo sie dann bei einem ortansässigen Entsorgungsunternehmen recycelt werden, der die einzelnen Reifenbestandteile anschließend dem Rohstoffkreislauf erneut zur Verfügung gestellt.

Dieser LKW entstand mehr oder minder aus „Restteilen“ und einer eher flüchtigen Idee. Aber damit der Lastwagen nicht wie eine Resterampe aussieht, bekam er ein ansprechendes Tricolor-Farbschema (wenn man die Ladebordwände als Teil des Farbkonzeptes mit einschließt), und einige Details spendiert. Realistisch anmutende Fahrgestellanbauteile, einen Feuerlöscher am Fahrzeugheck, Zusatzscheinwerfer montiert an einem hinter dem Fahrerhaus montierten Bügel und eine satte Ladung verschiedenster Reifen(größen) komplettieren die Ausstattung. Natürlich sind die Bordwände zu drei Seiten herabklappbar. Später, wenn ich wieder die passenden Teile vorrätig habe, soll das Fahrzeug zudem über eine Kippfunktion verfügen – so der Plan.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

# 6420 – Mail Carrier (1998)

Wer hätte gedacht, als 1998 dieser freundliche Postbote auf seinem gelben Drahtesel daher kam, dass das Fahrrad bis heute in seiner Fahrgebung ein rares sein und bleiben sollte. Ich formuliere das mal vorsichtig im Konjunktiv. Denn, dass es anders geht, bewies LEGO® 2010 mit der Neuauflage des gelben Bauarbeiterhelms im Toy-Story-Set #7789 Lotso’s Dump Truck.

Nun aber zurück zum Set. Das Post-Thema wurde ja bereits zu Beginn der 80er Jahre mit mehreren Sets eingeführt. Lange Jahre danach tat sich auf dem Sektor nichts, ehe rund 13 Jahre nach dem letzten Ur-Postset diese und einzige Postneuheit auf den Markt kam. Doch wollte sie sich nicht so recht in die bestehenden Sets einfügen, denn Dienstoverall und Briefkasten waren nun mit einem stilisierten Logo der königlich-dänischen Post bedruckt. Der Korb, der am Fahrrad festklemmt werden kann, erschien in schwarz zum bislang letzten Mal in einem Set. Ansonsten bewährten sich auch hier einmal mehr die im Dekor zeitlos wirkenden 1x2er „Brief“-Fliesen.

Jahr: 1998
Teile: 12
Minifig: 1

Pritschen-LKW mit Ladekran und Tandemhänger

Private Bauunternehmer gibt es in Farnheim ja eine Menge. Diese liefern Kies, Zement, Steine oder aber auch ganze Schreberhäuschen frei Haus und stellen diese auch noch auf. Was aber, wenn in der City, auf öffentlichem Grund, neue Designleuchten aufgestellt werden sollen, um das städtische Antlitz aufzuhübschen? Logisch, da kommt auch ein solcher Unternehmer ins Spiel, und der hat auch gleich adäquates Equipment dabei: einen dreiachsiges Pritschen-Zugfahrzeug mit Ladekran und passendem Tandem-Hänger.

Nachdem ich über einen Kumpel den „Wechselpritschen-LKW“ aus dem Trainset #4537 zugespielt bekam, war die nötige Inspiration, eine dreifarbige Kabine mit klassischem Look zu kreieren, gegeben. Fehlte eigentlich nur die nötige Einsatzbestimmung. Tja, nur… Die darauffolgende Schaffensphase war ein regelrecht harter Entstehungsprozess – Try and Error sozusagen. Zunächst wurde es, wie beim Inspirationsmodell auch, eine Wechselpritsche samt Hänger. Da mir dies zu sehr am alten Original angelehnt war und wenig eigenständigen Charakter besaß, rupfte ich ihn fluchs wieder auseinander. Aus dem Zwei- wurde dann irgendwann ein Dreiachser. Dem Kran, bei dem sich das Verstauen der ausklappbaren Stützen als kniffelig erwies, folgte, ein seltsam anmutender containerhafter Aufbau für Schrott aller Art. Auch dieser wirkte konnte mich nicht vollends überzeugen – werder optisch noch bautechnsch. Also, wieder alles auf Anfang und eine Bestandsaufnahme gemacht, ins Internet geschaut und gehofft, das mich die Muse küsst. Letztendlich hat sie mich mich vielleicht nicht vollends mit ihrem Schmatzer erwischt, aber ich bin dann doch noch mit dem Endergebnis zufriedengestellt. Tja, so fühlt sich wohl eine Baublockade an. Uff!

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er und 2x2er Platte am Zugfahrzeug), 7 Noppen (2x6er Platte und 1x2er Anhängerkupplung am Hänger)

# 853378 – Firefighter Minifigure Pack (2012)

Manche mögen ja TLG gerade auf dem Stadtsektor wenig Kreativität und Ideenmangel nachsagen, mich als feuerwehrinteressierten Mitmenschen aber reizen die neuen Waldbrandsets schon sehr. Dabei aber ganz besonders die neuen Feuerwehrfiguren. Glücklicherweise hatte das Unternehmen meine Wünsche erhört und seit kurzer Zeit ein Minifigure Pack herausgebracht, das gleich vier der neuen Uniformierten samt ein wenig Zubehör und einen kleinen Brandherd enthält.

Die Figuren bieten viel Neues: neue Gesichtsbedruckungen (sogar eine Dame ist darunter), einen dunkelroten Helm und einen hellorangen Overall, der mit zahlreichen Details, wie Taschen, Koppel und Warnstreifen bedruckt ist. Erfreulicherweise hat auch der Rücken einen Aufdruck auf dem u. a. ein rotes Feuerwehrsymbol prangt. Erfreulicherweise deswegen, da sämtliche Minifigs Visier und mit schwerem Atemschutz daherkommen, somit also das Rückendecal verdeckt ist. Aufgrund der Ausrüstung ist es ja beinahe unnötig zu erwähnen, dass alle Figuren obendrein auch mit Handschuhen bekleidet sind.

Das Zubehör bietet alles, was der Waldbrandbekämpfer von heute so benötigt: Funkgerät, Feuerlöscher, Trennschleifer (soll wohl eher eine Kettensäge darstellen), Axt, und so etwas wie einen Monitor. LEGO® bleibt uns allerdings die Antwort schuldig, woher das Wasser kommt, das vorne herausspritzt. Einer kleiner Strauch mit einer großen zweifarbigen und einer kleinen orange-transparenten Flamme als Alibi-Feuerchen geben den vier Spezialisten wenigstens ein klein wenig Arbeit.

Kleiner Wehrmutstropfen: die ursprüngliche Öffnung an der Mündung dieses Tabs ist mittlerweile (seit 2005) verschlossen – Schade eigentlich.

Erhältlich ist das Pack in jedem LEGO Store und kostet die „Kleinigkeit“ von 12,99 Euro.

Jahr: 2012
Teile: 43
Minifig: 4

Abschied von der City-Sparte

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Welche? Diese: Die so beliebte „City“-Sparte, und bislang eigentlich immer absatzstärkste Themenwelt fällt aus dem Sortiment des dänischen Steinebauers. Bereits 2013 soll es schon soweit sein. Das Neuheitenpaket im Sommer sollen die letzten Bausätze auf unabsehbare Zeit werden. Grund für die ersatzlose Steichung des Städtethemas sei die Neuausrichtung des Unternhemens auf neue, mehr Spannung versprechende Spielthemen, wie „Lord of the Rings“, „Ninjago“ oder die „Hero Factory“. „Das Thema hat sich mittlerweile einfach überholt. Zudem wurde mit der Friends-Serie ein Parallelthema etabliert“, so eine Konzernsprecherin.

Wenn man sich die endlosen Neuauflagen der letzten Jahrzehnte ansieht, kommt einem fast unweigerlich der Gedanke, den Entwicklern wären die Ideen ausgegangen. Scheinbar ist es wohl so…

Die Konzernentscheidungen sind aber noch weitreichender: Überdies werden das Zug-Segment und die modulare Häuserserie eingestellt. Die Sparte der Häuser übernimmt lünftig mehr die Architecture- und die Creator-Serie.

Die Flammenhölle von Hamburg-Harburg

Vielleicht hatte es der ein oder andere aus der Presse mitbekommen, dass bereits zu Anfang des Jahres in Hamburg eine etwa 3.000 qm große Lagerhalle im Vollbrand stand. Ein weiterer x-beliebiger Großbrand irgendwo in Deutschland? Mitnichten! Der in der Halle gelagerte Naturkautschuk und das Heizöl in Tanks ließen den Einsatz förmlich zu einer Materialschlacht der Feuerwehr werden und verhielten sich in der Kombination mit dem Löschschaum und dem auslaufendem Heizöl äußerst zäh und klebrig. Im Folgenden lässt ein detaillierter Einsatzbericht das zum Glück nicht alltägliche Ereignis noch einmal ausführlich Revue passieren…

Wie sich ein Großbrand zur Materialschlacht entwickelt

Die Silvesterböller des neuen Jahres sind gerade erst verklungen, da steht am Mittag des 2. Januar im Hamburger Stadtteil Harburg eine etwa 100 x 30 m große Lagerhalle komplett in Flammen. Schon kurze Zeit später sieht sich die Feuerwehr Hamburg mit dem größten und gefährlichsten Löscheinsatz seit dem Großbrand in Schuppen 74A vom 4. April 1985 konfrontiert.

Zum Vergrößern des Lageplans bitte auf die Grafik klicken.

02. Januar 2012 – 14:28 Uhr (FEU)
Harburg, ein industriell geprägter Stadtteil an der Süderelbe gelegen, bietet zahlreichen Unternehmen einen Zugang zum Binnenhafen. Der Quartiersmannbetrieb H. D. Cotterell betreibt in dem 3.000 Quadratmeter großen Areal in der Nartenstraße (Bezirk Harburg) nahe des Hafenbeckens ein Lager für Naturkautschuk und Latex – und das seit Jahrzehnten. Als um 14:30 Uhr der Alarm bei der Feuerwehr aufläuft, können die Wehrmänner noch nicht ahnen, was sie in den kommenden 48 Stunden erwarten wird.

02. Januar 2012 – 14:36 Uhr (FEU2)
Ein erster Löschzug, bestehend aus einem Kleinlöschfahrzeug, kurz KLF, 2 Löschfahrzeugen (HLFs) und einer Drehleiter, rückt aus. Doch keine zehn Minuten nach Eintreffen der Kräfte löst der Zugführer den zweiten Alarm aus. Dies ruft u. a. den B-Dienst auf den Plan. Doch auch dieser erkennt rasch, dass sich mit den bereits vor Ort anwesenden Mitteln der Vollbrand so schnell nicht unter Kontrolle bringen lässt. Um 15:15 Uhr löst der Einsatzführungsdienst den 3. Alarm aus. Immer mehr Personal und Material treffen an der Einsatzstelle (im Folgenden EST genannt) ein. Eine gute Viertelstunde später, um 15:36 Uhr, löst der mittlerweile an der EST befindliche A-Dienst den 4. Alarm (FEU4) aus. Zwischenzeitlich ist der Ort um die Halle in zwei einsatztaktische Bereiche unterteilt worden: Einsatzabschnitt EA Nord und EA Süd.

Wegen der vielen Schaulustigen bricht der Verkehr im Umfeld Harburgs zusammen. Die Polizei sperrt das betroffene Areal großräumig ab. Mittlerweile wird klar,, was in der Halle lagert. Nach ersten Angaben sollen sich darin etwa 2.000 Tonnen Kautschuk, 10.000 Liter Heizöl in vier Tanks, ca. 20 Propangasflaschen und drei gasbetriebene Gabelstapler befinden. Warum die Halle in Flammen aufging, kann derzeit noch niemand sagen. Nur so viel ist sicher: Es scheinen glücklicherweise keine Personenschäden zu beklagen zu sein.

02. Januar 2012 – 15:55 Uhr (FEU5)
Um der Lage Herr zu werden, fordert die Hamburger Wehr bei den Kollegen der Werkfeuerwehr Holborn einen Alco-Großwerfer mit 16.000 L/min. sowie zwei Tauchpumpen mit je 22.000 L/min. Fördermenge an. Bedingt durch die Vielzahl der Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle wird nun ein Bereitstellungsraum an der Feuer- und Rettungswache 31 (Harburg) eingerichtet, von dem nun sukzessive Kräfte zu den Einsatzabschnitten beordert werden können. Auch eine extra angeforderte Teleskopmastbühne der WF Daimler geht hier in Bereitstellung.

Mittlerweile schlagen die Flammen unter starker Rußentwicklung bis zu 80 Meter in den Himmel. Eine tiefschwarze Rauchsäule zieht Richtung Ost-Nordost ab und ist in einem Großteil des Hamburger Stadtgebietes zu sehen. Die Feuersbrunst ist mit rund 1.000 Grad so heiß, dass von den umliegenden Dächern der flüssig gewordene Bitumen heruntertropft. Die Wehrleute konzentrieren ihre Bemühungen nun auf das Kühlen der unmittelbaren Gebäude, zu denen auch eine Tankstelle zählt. Ebenso droht ein neben der brennenden Lagerhalle stehender Heizöltank zu explodieren. Zudem befindet sich südlich des Brandherdes eine 110.000-Vol-Hochspannungsoberleitung. Derzeit sind Löschzüge u. a. aus den südlichen Stadtteilwachen Harburg, Süderelbe, Wilhelmsburg und Veddel am Ort des Geschehens. Die Wachen selbst sind nahezu leergefegt.

02. Januar 2012 – 16:00 Uhr (FEU6)
Gegen 16:00 Uhr wird durch den Amtsleiter der Feuerwehr als diensthabender Feuerwehrleitungsdienst (FL-Dienst) schließlich der sechste Alarm ausgelöst, mit dem zeitgleich vier zusätzliche freiwillige Feuerwehren (FF) angefordert werden. Diese besetzen tw. die leerstehenden Unterbringungen der Berufsfeuerwehr zur Risikoabdeckung, um den Brandschutz im Stadtgebiet weiterhin sicherstellen zu können.

02. Januar 2012 – 18:13 Uhr (FEU8)
Gegen 18:15 Uhr werden zwei weitere Drehleitern, die Teleskopmastbühne 54 und 5 weitere Freiwillige Feuerwehren (FF) alarmiert. Da der Einsatzleitrechner technisch nur bis zu einem Ereignis der Stufe FEU6 eingerichtet ist, können EDV-technisch nicht als Alarmstufenerhöhung erfasst werden. Die Pressestelle der Hamburger Feuerwehr baber ezeichnet diesen Einsatz nun offiziell als 8. Alarm! Die Einsatzkommunikation und -dokumentation übernehmen in dieser Zeit mehrere Sonderkomponenten „Fernmelde“ mit Führungs- u. Lageanhänger zur Unterstützung des Befehlswagens (ELW3).

Seit der ersten Stunden des Einsatzes führt die Feuerwehr eine massive Brandbekämpfung im Außenangriff mittels 8 Wasserwerfern (WAWE) über Drehleitern (DL) und Teleskopmastfahrzeugen (TMF), 6 WAWE (Wasserwerfer) über HLFs, 6 Schaummittel-Rohren, 4 B- und bis zu 12 C-Rohren. Die Löschwasserversorgung wird aus offenen Gewässern und tw. über weite Strecken durch mehrere Schlauchwagen und der neuen LF-KatS der FF sichergestellt. Zwischendurch breitet sich der Brandherd kurzfristig auf ein angrenzendes Dach einer benachbarten Lagerhalle aus, was die Abtragung von etwa 40 Quadratmetern Dachhaut durch mehrere Pressluftatmer-Trupps vonnöten macht. Zudem wird die Brandbekämpfung auf dem Dach mit zwei weiteren C-Rohren vorgetragen.

02. Januar 2012 – 19:37 Uhr
Gegen Abend ist die Einsatzstelle durch den hellen Feuerschein noch immer weithin sichbar. Die höllische Hitze macht einen Innenangriff weiterhin unmöglich. Mittlerweile erhellen 2 Lichtmasten des technischen Zuges der FF Eppendorf (die etwa 20 km von der EST entfernt liegt) mit je 7.000 Watt, sowie zweier 4.000 W Flächenbeleuchtungssystemen und diverse Stativleuchten mit je 1.000 Watt jeweils die EA Nord und die EA Süd. Auch die an den HLFs angebrachten Flutlichtmasten spenden zusätzliche Helligkeit. Zwei extra hierfür angeforderte Löschboote ankern vor dem Anleger an der Treidelgasse, um entsprechend viel Wasser zur Verfügung zu stellen. Noch immer brennt das Feuer und noch immer pumpt die Feuerwehr zehntausende Liter Wasser und Schaum pro Minute in die Flammen.

Die drei im Einsatz befindlichen Abrollbehälter „Atemschutz“ der Feuerwehr Hamburg verkehren seit Stunden mehrfach im Pendelverkehr zwecks Pressluftatmer (PA)-Neubestückung zwischen dem Technikzentrum (F32) und der EST. Ebenso werden die Bestände der drei Abrollbehälter Schaum und Schaumtank mehrfach bei einem ortsansässigen Unternehmen neu befüllt. Insgesamt werden am Ende bis zu 40.000 L Schaumbildner auf das Brandobjekt aufgebracht und 200 Pressluftatmer (PAs) verbraucht.

03. Januar 2012 – 00:50 Uhr
Zwei Radlader der Fachgruppe Räumen des THW-Ortsverbandes Hamburg helfen der Feuerwehr nun durch die Nacht hinweg, um an versteckt liegende Brandnester im Inneren der Lagerhalle zu gelangen und um einsturzgefährdete Gebäudeteile einzureißen, um so Schaden an Personal und von umliegenden Gebäuden abzuwenden. Im Verlauf der Nacht bieten sich den Ablösungen der erschöpften Kräfte mitunter gespenstische Bilder: verwahrloste Einsatzstellenabschnitte mit zurückgelassenen Fahrzeugen.

03. Januar 2012 – 02:49 Uhr
Durch den massiven Einsatz von Wasser, Löschschaum und den durch die Hitze verflüssigten Kautschuk werden im Verlauf ca. 150 Sätze Einsatzkleidung unbrauchbar, dass eine Not-Kleiderkammer in einem Schnelleinsatzzelt des Gerätewagen-Rettungsdienstes eingerichtet werden muss. Das kontaminierte Löschwasser wird indes mittels Lenzpumpen des THW von der Straße abgepumpt. Ein Teil aber gelangt dennoch in das angrenzende Hafenbecken.

03. Januar 2012 – 08:42 Uhr
In den frühen Morgenstunden des 3. Januars bietet die EST ein fürchterliches Bild. Die Lagerhalle ist mittlerweile großflächig eingestürzt und muss noch in der Nacht aufgegeben werden. Der massive Einsatz der Löschmittel der vergangenen Stunden aber zeigt Wirkung: Das Feuer ist niedergerungen. Nun verschleiert beißender, hellgrauer Rauch die EST.

Das Areal um den Brandherd ist großflächig verrußt, und mit Öl und Kautschuk verschmutzter Löschschaum verklebt etliche Löschfahrzeuge, die tw. vor Ort nur mit Hilfe von Hochdruckstrahlern dekontaminiert werden. 20 Fahrzeuge aber müssen von einer Spezialfirma aufwändig gereinigt werden. Zudem sind etliche Schläuche so weit in Mitleidenschaft gezogen, so dass sie nicht mehr verwendet werden können und entsorgt werden müssen. Auch einige Fahrzeuge erleiden hitzebedingte Schäden: So fällt dadurch bedingt bei zwei Drehleitern die Elektronik aus, eine Windschutzscheibe an einem HLF birst. Alleine der Schaden am Material der Feuerwehr geht in die Hunderttausende Euro. Zu allem Überfluss wird während des Einsatzes ein Feuerwehrmann der FF leicht verletzt. Er kann das Krankenhaus glücklicherweise schon bald wieder verlassen.

04. Januar 2012 – 11:42 Uhr (Feuer aus)
Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten sowie eine umfangreiche Brandwache dauern noch bis in den Vormittag des zweiten Folgetages. Das letzte HLF rückt schließlich am 04. Januar um 11:47 Uhr ein.

05. Januar 2012 und folgende
Abschließend ist die Brandursache wohl nicht endgültig zu klären, da das Feuer zu lange mit einer unglaublichen Hitze wütet, so eine Sprecherin der Hamburger Polizei. Die Hinweise verdichten sich aber hinsichtlich eines technischen Defektes. Der Schaden an der Lagerhalle und dem Lagergut geht in die Millionen. Der Pressesprecher der Hamburger Feuerwehr gibt indes bekannt: Hätte die Feuerwehr die umliegenden Gebäude nicht massiv mit Wasser gekühlt, wäre vermutlich der komplette Gewerbekomplex ein Raub der Flammen geworden. Die Reinigungsarbeiten an den umliegenden Straßen- und Gebäudeteilen nehmen noch bis zu vierzehn Tage nach dem Brand in Anspruch.

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Im Anschluss folgt eine detaillierte und beeindruckende Auflistung dessen, was die Hamburger Feuerwehr an Mensch und Material eingesetzt hat und mitunter bis an ihre Belastungsgrenze brachte:

• bis zu 300 Feuerwehrleute in Spitzenzeiten
• 8 alarmierte Wachen der BF
• 31 alarmierte Wachen der FF

Eingesetzte Kräfte der Berufs-, Freiwilligen und Werkfeuerwehren:

• 12 HLFs, davon 6 im Außenangriff mit WAWE
• 5 Drehleitern im Außenangriff mit WAWE
• 4 Teleskopfmastfahrzeuge, davon 3 im Außenangriff mit WAWE
• 1 SMF (Schaummittelfahrzeug)
• 1 TMF 54 im Außenangriff mit WAWE
• 2 Löschboote im Lenzeinsatz
• 2 KLFs
• 8 WLFs + diverse Abrollbehälter
• 1 TMF 32 (WF Daimler)
• 1 WLF + AB Schlauch 1 & 2 (WF Holborn)
• 1 TroLF (WF Holborn)
• 1 WAWE 16.000 L/Min. (WF Holborn)
• 6 Schaummittelrohre
• 4 B-Rohre im Außenangriff
• 12 C-Rohre im Außenangriff
• 3 AB-Atemschutz (je 2x befüllt)
• 3 AB-Schaum mit 5.000 L (je 2x befüllt)
• div. Tauchpumpen
• div. Schlauchmaterial
• div. wasserführende Armaturen
• ca. 200 Pressluftatmer
• ca. 60 Filter

• Fachbereich 03, Technikkomponente Atemschutz
• Fachbereich 03, Technikkomponente Drehleiterwerkstatt

• ca. 25 Millionen Liter auf dem Hafenbecken gepumptes Löschwasser sorgen für ein temporäres Absinken des Wasserstandes im Hamburger Verkehrshafen um ca. 20 cm

• 40.000 L Schaummittel

Schäden am eingesetzten Personal und Material:

• 1 leicht verletzter Feuerwehrmann
• Elektronikausfall an zwei Teleskopmastfahrzeugen und einer DL (DL31)
• eine gesprungene Windschutzscheibe an einem HLF infolge der großen Hitzeeinwirkung
• 47 Fahrzeuge müssen mit Dampfstrahlern aufwändig gereinigt werden
• 2 Löschfahrzeuge erhalten eine komplette Neubeklebung
• 150 Sätze Einsatzbekleidung unbrauchbar
• mehrere tausend Meter Schläuche durch Löschrückstände verklebt und unbrauchbar

Links

Presse:

Videos:

#6661 – Mobile TV Studio

Auch Minifigs haben ein Recht auf Informationen. So erschien relativ spät, nämlich erst 1989, in der klassischen Town-Ära ein mobiler Übertragungswagen, um damit schnell vom Ort des Geschehens berichten zu können. So kann man in Verbindung mit den Polizei- und Feuerwehrsets wahre Heldengeschichten erzählen. Das Kritik an der Förderungs des Voyeurismus verkneife ich mir mal… 😉

Wie sein großes Vorbild ist dieser Ü-Wagen mit allen entsprechenden Finessen ausgestattet: einen Techniker samt großer Kamera, einen Schnittcomputer im Inneren des Vans und eine Satellitenschüssel, um die gedrehten Bilder schnell an die Fernsehstationen zu übertragen. Dieses kleine Set ist aber etwas besonderes, da es sich um eine echte Funktionsneuheit handelte.

Der Van, ein typischer Vertreter des sog. „Box-Designs“ seiner Zeit, weist allerdings, im Gegensatz zu seinen Brüdern (dem Post-Van #6651, dem Highway Truck, #6653, dem Police Van #6681, dem kleinen Paketzusteller #6624, dem Krankenwagen #6680), einige signifikante Unterschiede auf: ein zusätzliches Fenster hinter Fahrerkabine lässt ihn mehr nach Kombi aussehen, die Frontportie wirkt sehr clean, da auf die typischen Lampensteine verzichtet wurde, und die gelungene Farbkombination althellgrau und blau machte trotz damals knapper Farbpalette ordentlich was her. Und die beiden großen Seitenpaneele sind mit einem unübersehbaren „TV“-Schriftzug bedruckt.

Highlight ist aber die tolle Konstruktion der Kamera, die zwar mehr an ein Studiomodell erinnert, und für einen Außeneinsatz wenig mobil genug erscheint. Sei’s drum. Sie fällt mit den wenigen kleinen Teilen sehr realistisch aus, und lässt sich mit einem Hebel auch hervorragend von der Minifig bedienen.

Die Figur, die dem Set beiliegt, ist selbst ein wenig unspektakulär, aber dennoch recht passend gekleidet. Ein weißer Overall mit schwarzen Reißverschlussaufdruck und ein blaues Basecap erinnern ein wenig an Arbeitskleidung. Ich wusste aber gar nicht, dass man sich bei einer solchen Tätigkeit derart einsaut, dass ein Overall von Nöten wäre… 😉

Jahr: 1989
Teile: 78
Minifig: 1