WLF (Wechselladerfahrzeug)

Ein weitere Beschaffung stellt dieses Wechselladerfahrzeug dar. Es ist das zweite 4-achsige WLF in den Reihen der Farnheimer Feruerwehren. Auch dieses ist wie sein Schwesterfahrzeug mit einem hochgeländegängigen Fahrgestell ausgestattet, um auch
abseits befestigter Straßen operieren zu können. Auf ihm ist üblicherweise der der AB-Schlauch verlastet. Bedingt durch die höhere Nutzlast ist es aber auch möglich Container mit höherer Nutzlast (z. B. Tanks oder auch div. Löschmittel) zur
Einsatzstelle zu bringen.

Tatsächlich aber steht dem neuen 4-Achser kein Schwesterfahrzeug mehr zur Verfügung, denn aus dem alten wurde dieses hier. Ich nutzte die Gelegenheit, gleich auch die bestehenden WLFs zugunsten der optischen Gleichartigkeit zu überarbeiten.
Natürlich profitierten dieses MOC sogleich auch von einem Mehr an Details. Dazu zählt die Schärfung der Fahrzeugfarbgebung. So war ich bestrebt auch hier auf eine realistischere Wiedergabe lackierter und unlackierter Fahrzeugteile zu achten. Demnach muss bspw. der Schlitten, auf dem der verladene Container ruht, nicht in Wagenfarbe gstaltet sein.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2×12 + 2x3er Platte)

AB-Mulde U-G (Umwelt-Gewässer)

Die weitere Mulde, die mit einer speziellen Aufgabe betraut ist. In Eigenregie sorgte die  die Feuerwehr für eine Einsatzwertsteigerung eines weiteren Muldenbehälters. Permanent sind nun auf ihr mehrere Elemente der mobilen Ölschlängel verladen, so dass sie – je nach Einsatzanforderung – mit dem AB Umwelt-Gewässer gemeinsam zum Einsatzort transportiert werden können.

Baugleich mit dem zuvor vorgestellten Kantholz-Container, unterscheidet sich das MOC lediglich in der Beladung. Hierbei fanden einige weitere Ölschlängel nach bekannter Bauart Verwendung, die in Kombination mit dem AB-U-G zu einem langen Schlauch ausgelegt werden können.

FwA-AB (Abrollbehälter-Anhänger)

Da die BF ihr Abrollbehälterprogramm seit Inbetriebnahme 1976 sukzessive ausbaut, und heutige Einsatzanforderungen es mittlerweile notwendig machen, hat die Wehr in der jüngeren Vergangenheit mehrere Anhänger für Abrollbehälter angeschafft. Hiermit ist sie in der Lage, mit einem WLF als Zugfahrzeug gleich zwei Container zur Einsatzstelle zu befördern. Das spart Personal und vor allem Zeit. Die Anhänger können mithilfe des Zughakens des WLF einfach be- und entladen werden. Die BF verfügt mittlerweile über fünf solcher Anhänger.

Die Idee entstand bei einem Blick in den Fahrzeugpark der Mülheimer Feuerwehr. Sie hat alleine zwei Anhänger im Bestand und nutzt diese oft und gerne. Sei es allein zu Übungs- oder Fahrschulzwecken. Damit lässt sich – gerade für die Fahrerausbildung – ein stattliches Gespann zusammenstellen.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (1x2er 2x10er Platten)

AB-Mulde Rüst

Solche Abrollbehälter überdauern in der Regel Jahrzehnte. Kaum bis gar keine reparaturanfällige Technik, nur lackiertes Blech. Dennoch musste nun einer der Mulden-Container nach 28 Jahren Dienstzeit gegen ein neues Exemplar ersetzt werden. Die lange Standzeit unter freiem Himmel mit dem gleichzeitigen Ausgesetztsein der teils widrigen Witterungseinflüsse machten eine Neubeschaffung – trotz zwischenzeitiger Sanierungsphasen – unumgänglich. Beladen ist er mit allerlei Kanthölzern, um
einsturzgefährdete Bereiche schnell und sicher abstützen zu können.

Die Längenumstellung bei den ABs geht voran. Der nächste Container, der eine Revision erfuhr ist diese Mulde, die ihren bautechnischen Anfang 2009 nahm. Das Plus an zusätzlichem Raum tut auch einer ganz gewöhnlichen Mulde gut. Gleichzeitig habe ich dem Modell auch noch die typischen gelben Konturstreifen spendiert – nun, soweit dies bei all den klappbaren Bracken eben möglich ist, ohne Klebestreifen zu verwenden.

AB-U-G (Abrollbehälter Umwelt-Gewässer)

Ein weiterer, neuer Abrollbehälter ist der AB-U-G. Ihn zieht die Feuerwehr hinzu, wenn auf dem Wasserweg Verunreinigungen aller Art drohen ins Wasser zu geraten, bspw. nach einer Schiffshavarie. In ihm sind u. a. mobile Ölsperren und diverses flüssigkeitsbindendes Streugut verlastet.

Ein Abrollbehälter der Mülheimer gab die nötige Initialzündung für diesen Container. Nicht, dass er meinem Modell ähnlich sähe. Lediglich der vorn montierte Lichtmast und der umwelttechnische Aspekt bilden eine gewisse gemeinsame Basis. Jedenfalls. Während die linke Seite über Gerätefächer verfügt, in denen neben ein Bindemitteln auch einen Dampfstrahler zu finden sind, ist auf der rechten Seite… nichts. Weil heckwärts lange, mehrteilige Ölschlängel eingeschoben sind. Die umwelttechnische Beladung ergänzt sich auf dem Dach durch Besen, Schaufeln und einem säuresicheren Gefäß zur Aufnahme gefährlicher und aggressiver Flüssigkeiten.

WLF (Wechselladerfahrzeug)

In enger Abstimmung mit der Werkfeuerwehr Jade Öl AG beschaffte auch die Abteilung Technik der städtischen Feuerwehr ein neues WLF. Es handelt sich dabei um ein annähernd baugleiches Fahrzeug. Für die Wehr fiel die Wahl nach europaweiter
Ausschreibung ebenfalls auf ein „Spacestar FL.2644 6×4“ mit einer Hakenzugvorrichtung von Lademaxx. Das alte WLF 5 steht damit vor seiner Ablösung.

Da ich das Wechselladerprogramm bei welcher der ortsansässigen Feuerwehren auch immer in der jüngeren Vergangenheit eher vernachlässigt habe, soll dies nun nachgeholt und in einem Rundumschlag wesentlich überarbeitet und erweitert werden. Nicht nur die Trägerfahrzeuge bekommen ein neues Äußeres, auch die Abrollbehälter werden nach und nach modizifiert.

Dieses Modell stellt in der Tat das Schwestermodell des Werkfeuerwehrpendants dar. Allerdings unterscheiden sich beide Fahrzeuge bei genauerem Hinschauen, um somit die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wehren zu verdeutlichen. Auch hierbei experimentierte ich wieder mit einigen Rad-Reifen-Kombinationen für eine unverwechselbare Optik.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (1x2er + 2x12er + 2x2er Platten)

LKW-KRD (Kampfmittelräumdienst)

Als am 01. Januar 1996 der Kampfmittelräumdienst des Landes an die Zuständigkeit der Feuerwehr überging, übernahm man auch einige Sonderfahrzeuge. Diese wurden in den Jahren danach tw. 1:1 durch Neubeschaffungen ersetzt, teils aber auch ersatzlos ausgemustert. Eines der Fahrzeuge, das in 2008 in einer weiteren Generation neu beschafft wurde, ist der LKW-KRD. Ausgestattet mit einem hochgeländegängigen Fahrgestell, einer entsprechend speziellen Bereifung für umwegsames Terrain, sowie einer vorgelagerten, kleinen Pritsche, einem heckseits installierten Ladekran und einer Frontseilwinde. Mit ihm ist die Fachgruppe Kampfmittelräumung in der komfortablen Lage auch größere, entschärfte Kampfmittel auch aus schwer zugänglichen Bereichen zu bergen.

Die Idee entstammt einmal mehr aus dem reichhaltigen Hamburger Fuhrpark. Hatten sie doch bis 2004 das Vorbild in Dienst. Das Original besticht durch seine Kompaktheit und hat dank des Allradantriebs und der Portalachsen eine recht imposante Erscheinung. Gleiches wollte ich auch für meine Portierung in Vierbreit erreichen. Ebenso nutzte dieses Modell auch für ein paar neue Bereifungsspielereien. Genauer gesagt zwei Reifen übereinander aufzuziehen, um einen besonderen Look hinzubekommen. Die profilierten Reifen außen sind gewöhnliche Motocross-/Motorrad-Reifen, die über einen Standard-PKW-Breitreifen gezogen wurden. Der Kran am Heck ist selbstredend funktional ausgeführt. Schlussendlich komplettieren viele Details, wie eine Konturmarkierung, seitliche Begrenzungsleuchten und ein detailreiches Fahrgestell samt Anbauteilen das Fahrzeug rundum.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x 2x6er Platten)

ELW 3 (Befehlswagen)

Das alte Jahr endet doch noch mit der Auslieferung eines neuen Großfahrzeugs: einem neuen Befehlswagen für große Schadenlagen. Er löst zukünftig den alten Bus ab, der aufgrund seiner hohen Dienstzeit mittlerweile engmaschige und damit kostenintensive Wartungsintervalle einfordert, damit seine Einsatzbereitschaft weiterhin gewährleistet werden kann. Seine mittlerweile 15 Jahre im Einsatzsatzdienst sowie weitere 8 Jahre zuvor im Farnheimer ÖPNV sind nicht ohne Spuren geblieben und nagen bereits seit längerem an der automobilen Substanz.

Grund genug nun für einen adäquaten Ersatz zu sorgen, der – wie es heute üblich ist – auf einem dreiachsigen LKW-Fahrgestell mit Kofferaufbau realisiert wurde. Den Zuschlag für den Auf- und Ausbau erhielt die Firma Brickfire GmbH in Steinheim, die seinerzeit auch schon mit dem Ausbau der ELW 1 betraut wurde. Letzte Bestückungen werden ab Anfang Januar in den feuerwehreigenen Zentralwerkstätten durchgeführt. Nachdem die Fachkräfte an dem Fahrzeug hinreichend ausgebildet wurden, folgt gegen Frühjahr 2016 die Indienststellung.

Die Vorbilder für ein solches Modell sind heutzutage gar nicht so selten. Für meine Version standen Vorbilder aus Düsseldorf und Hannover Pate. Grundsätzlich verfügen viele Großstadtwehren ab etwa 450.000 EW über ELWs dieser größten Kategorie.

Zu Beginn experimentierte ich noch, ob sich der Aufbau mit dem seitlichen Auszug (der war modellbauerisch unbedingt gesetzt) nicht in 4w realisieren ließe. Jedoch konnte dabei der Auszug nur 3w breit werden, was ingesamt etwas schmal wirkte. So entschied ich mich für die komplexere Bauweise des Aufbaus in fünf Noppen Breite – eine Sonderlösung und eine seltene Ausnahme. Ich begann mit der Dachfläche und seinen Aufbauten (Satellitenschüssel, Klimaanlage, Lautsprecher ein kleiner Antennenwald etc.), so konnte ich zugleich die Kofferaufbaulänge ausloten, um nicht zu lang zu werden und arbeitete mich Richtung Fahrgestell voran. Für die Optik des Fahrerhauses entschied ich mich für eine Version, die ich schon beim SLF 100/180 realisierte. Sie stellt eine Modifizierung dieser Variante dar.

Etwas kniffelig wurde die Verbindung des in der Breite ungeraden Aufbaus mit der gerade Anzahl Noppen des Fahrgestells. Mittels AZMEPs/Jumper in 1×2 und 2×2 ließ sich das aber relativ stabil an mehreren Punkten realisieren. Die Auszugführung und -auflage des Anbaus erfolgte mittels Fliesen. Zur Vollendung dieser recht lange schon schwelenden Idee bekam der ELW ein graues Trittpodest, um den Minifigs zu Zugang zum höhergelegenden Innenraum zu erleichtern sowie ein Markise.

Fahrgestellbasislänge 18 Noppen (2x16er + 2x2er Platte)

GW-KRD (Kampfmittelräumdienst)

Als mit Beginn des Jahres 1995 die bis dahin bestehenden Katastrophenschutzeinheiten mit Auflösung des Bundesamtes für Zivilschutz in die städtischen Feuerwehren eingegliedert wurden, bekam auch der Kampfmittelräumdienst fortan bei der Berufsfeuerwehr eine neue Heimat. Bedingt dadurch, dass die Stadt gegen Ende des zweiten Weltkriegs wiederholt Ziel alliierter Bomberverbände wurde – nicht zuletzt während des verheerenden Bombardements in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1944, werden bei Bauarbeiten in regelmäßigen Abständen alte Blindgänger ans Tageslicht gefördert.

Die Abt. KRD (Kampfmittelräumung) hält für solche Einsatzszenarien zwei spezielle Gerätewagen bereit. Diese sind Allradantrieb und Sperrdifferenzial ausgestattet und verfügen über eine besondere EX-II-Zulassung. D. h., die Fahrzeuge haben speziell gekapselte elektrische Leitungen und erfüllen besondere Anforderungen an Batterien, Kraftstoffbehälter und Auspuffanlage. Zudem sind sie beladen einer ex-geschützten Sicherheitsbox für kleinere Sprengkörper, sowie Pulverlöscher, Atemschutzmaske und pers. Schutzausrüstung.

Ein solches Vorbild befindet u. a. in neuerer Generation bei der Feuerwehr Hamburg. Die reizvolle Idee, ein solches Fahrzeug auch in den Reihen der Farnheimer Feuerwehr zu sehen. Gesagt, getan. Als Basis entschied ich mich für das jüngst beim LKW der Feuerlöscherwerkstatt vorgestellte Design.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (neueres PKW-Fahrgestell mit längerem Innenteil in 4 x 10)

ELW B-Dienst (Einsatzleitwagen)

Bei Einsatzszenarien, die über das normale Maß hinausgehen, bspw. ab der zweiten Alarmierungsstufe und/oder bei besonderen Ereignissen, übernimmt der B-Dienst als nächst höhrere Instanz die Leitung an der Einsatzstelle. Er fungiert als Schnittstelle zwischen den C-Diensten und der Leitstelle sowie anderen Einheiten und Ämtern, wie Polizei, Hilfsorganisationen oder dem Ordnungsamt der Stadt. Er kann, im Gegensatz zum C-Dienst (der nur in seinen Wachbezirken eingesetzt wird) über das gesamte Stadtgebiet hinweg alarmiert und eingesetzt werden. Dazu stehen der Branddirektion zwei baugleiche ELWs auf einem Kleintransporterfahrgestell zur Verfügung. Von der technischen Ausstattung und Beladung entsprechen sie weitestgehend den C-Dienst Einsatzleitwagen.

Nach dem ELW-U und der Beschaffung fehlender Teile konnte ich nun ein Modell des B-Dienst-ELWs fertigstellen. Er unterscheidet sich absichtlich kaum vom ELW-U. Lediglich die Karofläche (eine vom Battenburg-Design abgeleitete Markierung namens Sillitoe Tartan) am oberen Aufbauende sollen ihn wenigstens visuell von den übrigen Modellen etwas abheben. Die übrigen Unterscheidungsmerkmale, z. B. auf dem Dach sind marginal.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x4er + 4x4er + 2x3er Platte)