Fanwelt 2014 in Köln

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, und was schien nicht geeigneter, als den diesjährigen Ausstellungsabschluss gleich vor der eigenen Haustüre zu begehen. So lud die dritte Auflage der Kölner Fanwelt, die zugleich einmal mehr im Verbund mit der internationalen Modellbahnausstellung stattfand, Aussteller und Besucher gleichermaßen in die Messehallen.

Nachdem die Ausrichtung der Fanwelt im Vorfeld lange auf der Kippe stand, fand sie letztlich – wenn auch in einem deutlich geringeren Umfang – doch statt. Und das war auch gut so. Mit dem LEGO Kids Fest teilten sich die Aussteller diesmal eine gemeinsame Halle, was aber der allgemeinen Stimmung keinen Abbruch tat.

So waren die drei Ausstellungstage zum Bersten voll mit tollen Gesprächen und Fachsimpeleien Gleichgesinnter, dem Kennenlernen bislang noch unbekannter Communityanhänger und vielen, vielen Eindrücken, die ich im folgenden Fotoalbum ein wenig Revue passieren lassen möchte. Natürlich erhebt mein Sammelsurium keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern präsentiert sich lediglich als ein quietschbunter Bilderreigen. Viel Spaß!

TZ – Tankzug

Die kürzlich hier vorgestellten Tankzüge waren bereits Fahrzeuge, welche von der Anzahl der Betriebsstunden ihrer Ablösung entgegensteuerten. Und so kam, dass die Werkfeuerwehr Jade Öl AG nun Ersatz beschaffen konnte. Hierbei handelt es sich um gewöhnliche Tankauflieger, in deren Kammern 23.000 L Mehrbereichsschaumittel lagern. Eine installierte Pumpe fördert im Einsatzfall bis zu 800 L/Min. in den Zumischer und damit in das Löschnetz der Einsatzstelle.

Die Werkfeuerwehr hält an ihrem Prinzip „Viel hilft viel“ fest, wenngleich auch mit den modernen Löschfahrzeugen im Verbund mittlerweile ein wesentlich effektiveres Einsetzen des Schaummittels möglich sind.

Mit diesem Tankzug konnte ich einen langgehegten Wunsch eines gesnotteten Tankaufliegers in zylindrischer Form realisieren. Da es die Zylinderhälften des Tanks leider nicht in rot gibt, musste diese Zweifarblösung her. Weil sie aber nicht ins Farbschema der städtischen Wehr passt, bastelte ich die o. g. Geschichte drumherum. Die Zugmaschine sollte bautechnisch dem Auflieger in nichts nachstehen, und so bekam er eine kippbare Fahrekabine mit einem stilisierten Motorblock darunter. Erstmalig an einem meiner MOCs.

Zum Finish zählt sicher die Ausgestaltung mit einigen Details, wie bspw. der Handlauf am Auflieger, die Pumpeneinrichtung auf der Fahrerseite oder auch der transportable Schaum-/Wasserwerfer.

Allerdings, so sei noch abschließend erwähnt, werde ich den älteren Tankzug nicht gleich wieder auseinander nehmen.

Fahrgestellbasislänge: Zugmaschine 10 Noppen (2x8er Platte + 1×2 auf 1x2er Bracket + 1×2 auf 1x4er Bracket), Auflieger (2x6er Platte als Achsenaufnahme)

Trockenlöschfahrzeug (TroLF 6000)

Das Löschkonzept der Werkfeuerwehr sieht bei Mineralölbränden vor, neben einem massiven Einsatz von Schaummitteln auch einen Angriff mit Löschpulver in großen Mengen. Dafür steht den Kräften der Wehr nun ein TroLF 6000 zur Verfügung, das in seinen beiden Kesseln mit je 3.000 kg Löschpulver der Brandklassen B und C beladen ist. Über einen formstabilen Druckschlauch, sowie über den Dachwerfer kann das Pulver auf den Brandherd abgegeben werden. Es ersetzt das in die Jahre gekommene TroLF 1500, welches, wie angekündigt, auf einem kleinen Regionalflugplatz noch einige Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten wird.

Der Ausbau der Flotte der Werkfeuerwehr schreitet peu à peu voran. Die Idee dieses Fahrzeugs ist bereits zwei Jahre alt und wurde auf der letztmaligen Fanwelt geboren.  Dadurch, dass solch offen gestaltete Aufbauten bei diesen Fahrzeugtypen durchaus üblich waren und es auch noch sind, war ich lange Zeit nach der Ausstellung 2012 auf der Suche nach den entsprechenden Bauteilen, insbesondere nach den Pulvertanks. Die Montage selbst ging dann an einem Nachmittag über die Bühne.

In der Regel beginne ich die Montage mit dem Bau des Fahrgestells, in seltenen Fällen – so auch hierbei – lege ich mit dem Aufbau los. Dies bietet den Vorteil, dass er den nötigen Platz zugesprochen bekommt, und alles weitere gestaltet sich im weiteren Verlauf drumherum. Der übrige Zusammenbau bietet keine Besonderheiten. Das übliche Finish komplettiert letztlich das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er Platte)

GW-San

Durch sich verändernde Gefahrenlagen, wie den 11. September 2001 oder Sport-Großereignisse, wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, bei dem ein sog. MANV, ein Massenanfall von Verletzen/Erkrankten eintreten kann, beschäftigen nicht alleine nur die Hilfsorganisationen. Schnell geraten dabei Rettungsdienste an ihren Leistungsgrenzen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es bei beim MANV-Konzept verschiedene Versorgungsstufen (1 bis 4). Entsprechend der Rückmeldungen ersteintreffender Kräfte am Einsatzort wird entschieden, welche MANV-Stufe ausgelöst wird. Entsprechend vordefinierte Rettungsmittel setzen sich daraufhin umgehehend in Bewegung, um die Einsatzkräfte vor Ort massiv zu unterstützen und entsprechend zu entlasten.

Solch schnelle Eingreiftruppen, die bei Terroranschlägen, Großunfällen, wie bspw. Zugunglücken oder Flugzeugabstürzen, Epidemien oder auch ABC-Einsätzen zum Einsatz kommen, setzen sich aus kombinierten Kräften der städtischen Feuerwehr und den zahlreichen Hilfsorganisationen Farnheims zusammen.

Ein Fahrzeug, das in das MANV-Konzept der Stadt Farnheim eingebettet ist, ist der hier vorgestellte GW-San. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe lieferte in der ersten Tranche 40 Fahrzeuge aus, wobei einer an die Feuerwehr Farnheim geliefert wurde. Dieser GW-San ist ausgegestattet, einen Behandlungsplatz für 25 Verletzte zu betreiben, wenn der Abstransport in Krankenhäuser kurzfristig nicht möglich ist.

Der Gerätewagen ist ab sofort auf der Feuerwache 4 stationiert und Teil der Fachgrupe MANV.

Ein gefühlte halbe Ewigkeit lag ein genotteter Aufbau (ich wollte schon seit längerem diese Cupboards um 90 Grad gekippt verbauen) und ein halbfertig montiertes Fahrgestell auf meinem Schreibtisch herum. Bis jetzt fehlte mir die zündende Idee, beides detailreich und wohlproportioniert zu kombinieren. Nachdem ich den halben nachmittag damit verbrachte, den Aufbau immer mal wieder nach dem Zusammenbau auseinander zu rupfen und umzubauen, überzeugte mich persönlich dann endlich der letzte Anlauf. Ich hoffe, dem geneigten Leser ebenso.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x3er + 4x4er + 2x4er Platte)

TLF 30/50-SL 3.0

Da sich dieser Fahrzeugtyp in der Einsatzpraxis in der Vergangenheit sehr bewährte, beschaffte die Abteilung Technik bei zwei baugleiche Neufahrzeuge, als Ersatz für zwei 18 Jahre alte Tanklöschfahrzeuge. Diese werden dem Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt, die dort ihrerseits ältere Typen ablösen. Die neuen TLFs werden ab kommenden Monat jeweils im ersten Löschzug der Wachen 1 und 3 im Einsatz stehen.

Die Neufahrzeuge entsprechen weitestgehend dem Erprobungsfahrzeug. Jedoch wählte man für eine bessere Fahrergonomie (besonders bei Alarmfahrten) und optimalere Gewichtsverteilung ein etwas längeres Fahrgestell mit einer einhergehenden höheren Nutzlast, was dem Aufbau insgesamt mehr Raum gibt. Sowohl die feuerlöschtechnischen Spezifizierungen als auch die Motorisierung blieben hingegen unverändert, jedoch erhielt die Kabine das mittlerweile bei der Marke eingeführte Facelift. Lediglich eine CAFS-Anlage ist fortan ebenso mit an Bord.

In diesem Artikel schrob ich bereits, dass ich über eine Fahrgestellverlängerung nachdachte, den Eingriff aber scheute. Bis heute. Und so bekam es endlich die Länge, die es benötigte, um im Profil nun die richtigen Proportionen zu erhalten. Zeitgleich veränderte ich den Dachwerfer und fügte einige Details, wie den Aufstieg am Fahrerhaus, hinzu.

Die größte Veränderung erhielt allerdings die Fahrzeugfront. Da es sich um Neufahrzeuge handeln sollte, bekamen sie folglich auch eine neue Optik verpasst, was, wie oben beschrieben, einem Facelift und keinen anderen Fahrzeugmarke gleichkommen soll.

Und da ich nun einmal dabei war, konnte ich gleich einen weiteren Zwilling davon bauen. Wohl wissend einmal genügend Fahrzeuge gleichen Typs für ein mögliches Großbrand-Szenario in Petto zu haben.

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen  (2x8er Bracket, 2x4er und 2x2er er Platte, 1×2 auf 1x4er Bracket)

 

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

 

LUG Showcase Store Essen

Seit heute präsentiert sich im LEGO User Group (kurz LUG) Showcase im Essener Brandstore auf der Limbeckerstraße die Feuerwehr Farnheim mit einer Delegation dem geneigten Besucher. Die Damen und Herren der Branddirektion möchten dem interessierten Publikum die Aufgabenfelder der Feuerwehr ein wenig näher bringen und über ihre technische Ausstattung informieren. Dazu hat man ein umfangreiches Repertoire an Fahrzeugtypen sämtlicher Einsatzzwecke für die Brandschutzwochen ausgestellt. Noch bis zum 02.10.2014 sind die Modelle in Essen live in Augenschein zu nehmen.

PKW 7

Als Ersatz für den altersschwachen PKW 2 beschaffte die Feuerwehr Farnheim diesen neuen Van. Er wurde durch die Zentralwekstatt (ZWK) aus- bzw. für die Bedürfnisse seines künftigen Einsatzspektrums umgebaut und wird ebenso, wie die zuvor vorgestellten Dienstwagen für tägliche Boten- und Kurierfahrten genutzt. Erwähnenswert wäre hierbei sicher der hinzugerüstete Ergasantrieb. Seine Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sollen sich gerade bei den vielen Fahrten im Tagesgeschäft positiv auf die Umwelt und den städtischen Geldbeutel auswirken.

Um die Flotte der kleinen Fahrzeuge ein wenig weiter voranzubringen, fertigte ich nach den Dienstwagen einen VW-Caddy-lool-alike Van, nach einem Vorbild von Nils O. (NILSOBRICKS). Jedoch sollte mein MOC entgegen seinem Modell-Vorbild über einen funktionellen Innenraum verfügen – sprich eine Minifig muss unter jeden Umständen hinters Lenkrad, und der Staumraum im Heck sollte nutzbar sein.

PKW Basislänge: 11 Noppen (2x8er + 1x2er Platte +2x2er Platte)

Abrollbehälter AB-Pulver (AB 13)

Bei Bränden von bspw. gasförmigen Stoffen oder Metallen gerät man mit Wasser und/oder Schaummittel schnell an Grenzen, und Löscherfolge bleiben u. U. gänzlich aus. Dagegen eignet sich hervorragend sog. Trockenlöschmittel. Die Salze, die einem Löschpulver beigesetzt sind, ersticken selbst ungewöhliche und schwierige Brandherde.

Um auch solchen Einsatzszenarien entgegnen zu können, stehen bei der Berufsfeuerwehr zwei Abrollbehälter mit jeweils 1.500 Kg Löschpulver bereit. Im ersten Tank befindet sich jeweils (A)BC-Pulver, das sich gegen Brände bei organischen Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen hervorragend eignet. Der hintere Tank ist hingegen mit Trockenlöschmittel der Brandklasse D gefüllt. Mit ihm erzielt man gerade bei Bränden von Metallen gute Löscherfolge.

In den vergangenen Wochen und Monaten geriet der Ausbau der Abrollbehälter ein wenig ins Hintertreffen. Mit der Komplettierung des hier vorgestellten Abrollbehälters ist aber wieder etwas Schwung in die Angelegenheit gekommen. Auf einer 4×8 Noppen großen Basisplatte positionierte ich zwei zylindrische Tanks, um die ich Schnellangriff, einen Geräteraum, Bedienfeld, sowie ein paar mobile 6kg-Pulverlöscher drapierte. Es ergab sich gar noch die Möglichkeit, die Containerbasis mit der gelben Konturmarkierung zu versehen.

Dienstwagen

Für unterschiedliche Aufgabengebiete stehen den verschiedenen Abteilungen und Sachgebieten der Branddirektion Farnheim eine eigene Flotte an Dienstwagen zur Verfügung. Einige der Fahrzeuge wurden kürzlich modernisiert und neu in Dienst gestellt. Dabei handelt es sich um sechs weitgehend baugleiche PKWs, die in verschiedener Funktion eingesetzt werden sollen. So werden bspw. die alten Fahrzeuge des Pressesprechers und der Poststelle ersetzt, während die verbleibenden vier PKWs an verschiedenen Standorten für Botenfahrten vorgesehen sind.

Die Idee für die Modernisierung der Dienstwagenflotte kam mir, als ich dieser Tage über das Eurobricks-Forum browste. Mein Modell ist ein abgewandelteter Nachbau eines PKWs, den der Modellbauer Okiba75 kürzlich dort vorstellte. Natürlich ersetzen die Neubauten einige ältere Fahrzeuge, wie den PKW 1 und den PKW 3. Somit geht ein Stück Nostalgie außer Dienst. Die typischen klassischen Bauformen, die aus dem LEGO-Sortiment der 1980er Jahre bekannt und beliebt waren, gehören auch bei der Feuerwehr Farnheim allmählich der Vergangenheit an.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

Stammtisch-Schild Juni

Aus (noch recht) aktuellem Anlass sei noch die Juni-Ausgabe unseres Stammtisch-Schildes nachgereicht. Nun wissen wir ja endlich, wer neuer Weltmeister ist. Jenes konnte man aber noch nicht absehen, als dieses Schild entstand. Daher auch die vielen verschiedenen Flaggen. Mit dem „Brasilien 2014“-Schild geht der Stammtisch in seine Sommerpause.