#6621 – Fire Truck (1984)

Ich habe günstig ein, wenngleich auch nicht unbedingt seltenes, altes Town/City-Set erworben: den alten kleinen Leiterwagen aus dem Jahr 1984. Kaum zu glauben, dass das Fahrzeug noch nicht einmal über Blaulichter verfügt. Ansonsten ist er komplett und für seine 25 Jahre in hervorragendem Zustand.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Drehleiter im zusammengebauten Zustand belassen, oder als Teilespender verwenden soll.

AB-Schaummittel (AB 8)

Die hohen Lagerkapazitäten von flüssigen Brennstoffen im Hafen oder in der Raffinerie vor den Toren der Stadt machen das Vorhalten eines hohen Schaummittelvorrats notwendig. Zu diesem Zwecke beschaffte die Berufsfeuerwehr diesen Abrollbehälter mit zwei GFK-Schaumtanks mit je 2.000 Liter AFFF.

Aufgebaut wurde der AB auf der allgemein gültigen 8er Länge. Zwei 2x4er-Steine in hellgrau + je eine dunkelgraue Platte gleicher Größe bilden die beiden Tanks. Getrennt werden diese durch Abgänge in der Mitte inkl. zweier verladener Schaumrohre. Am Heck ergänzen die Schaumkanister aus 1×1 Steine mit Griff und rotem „Verschluss“ die feuerlöschtechnische Beladung.

RW 2 (Neu)

Als Ersatz für den alten (in Würde gealterten) Rüstwagen aus dem Jahr 1989 beschaffte die BF 2006 diesen RW2. Die Besonderheit: er verfügt heckseitig über eine Ladeboardwand und kann dadurch mit mehreren Rollcontainern oder anderen Geräten und Materialien beladen werden.

Modellbautechnisch orientiert sich das Fahrzeug am HLF 20/16. Damit bekam es ebenso das „Familiengesicht“ verpasst. Mal abgesehen von der größeren Kabine, der Haspel und leicht anderen Aufbaugestaltung, sind beide Modelle in weiten Teilen identisch. Das Heck des Rüstwagen mit der Ladeboardwand orientiert sich am 2007 in Dienst gestellen RF 2 der Berufsfeuerwehr Mülheim.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

KTW

Als Hauptträger des Krankentransport- und Rettungswesens in der Stadt stellt die Feuerwehr personell und materiell den größten Anteil. So übernimmt sie auch den Löwenanteil der Krankentransportfahrten. Um diese zu bewältigen steht dem Personal aus Rettungssanitätern und -assistenten ein moderner und zahlenmäßig umfangreicher Fahrzeugpark zur Verfügung. Neben den 6 NAWs, 14 RTWs, 4 NEFs hält die BF unter anderem auch 18 KTWs für Krankentransporte vor.

Optisch sollte sich das Modell später stark vom NAW unterscheiden, das Farbschema zu übernehmen war Pflicht und die Trage sollte natürlich auch hineinpassen. Soweit die Vorgabe. Jedoch kristallisierste sich beim Bau immer mehr ein typischer PKW-Look heraus, der allerdings heute, wenngleich auch nicht mehr weit verbreitet, noch immer gebaut wird und in Diensten div. Hilfsorganisationen steht. Prinzipiell ist Aufbau des Fahrzeugs nahzu mit dem des NAWs identisch. Lediglich die Fensteranordnung wurde geändert. Bedingt durch die hohen Seitenpaneele erhielt auch dieses Fahrzeug ein „Hochdach“ im Bereich der Fahrgastzelle. Die Front bekam mit der 3D-Darstellung des Kühlergrills ein wenig Profil.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

HTLF 32/30/3

Der Brandschutz auf dem Flughafen spielt sich natürlich nicht alleine nur auf dem Vorfeld und der Rollbahn ab. Auch die zugehörigen Gebäude und das Flughafennahe Umfeld fällt in den Einsatzbereich der Werkfeuerwehr. Um auch bei evtl. Gebäude- und Fahrzeugbränden oder technischen Hilfeleistungen schnell und wirkungsvoll eingreifen zu können, stehen den Männern der Wehr fünf baugleiche Fahrzeuge dieses HTLF 32/30/3 zur Verfügung. Zwei HTLFs rücken mit dem Gebäudelöschzug aus und je ein weiteres ist Bestandteil der beiden Crash-Löschzüge nach ICAO-Norm. Das fünfte Fahrzeug ist am hiesigen Ausbildungzentrum stationiert und dient der Ausbildung bzw. der Reserve.

Die Löschmitteltanks des HTLF 32/30-3 fassen 3.000 L Wasser und 350 L AFFF. Die Kreiselpumpe fördert 3.200 Liter/Min. Zudem ist das mit einer Ausstattung zur technischen Hilfeleistung (Schere & Spreizer) ausgestattet. Das Fahrzeug wiegt 22 Tonnen und der 8 Zylinder-Turbodiesel leistet 545 PS.

Das Modell ist sozusagen eine leicht abwandelte Variante der beiden 6×6 und 8×8 GFLFs. Die Fahrgestellbasis ist mit den beiden anderen Fahrzeugen ähnlich. Der Aufbau umfasst eine „Gruppenkabine“ und zahlreiche Geräteräume + eine heckseitig verbaute FP. Der HTLF-Charakter soll durch den Leitersatz, die Dachgerätekästen und die beiden Lichtmasten unterstrichen werden.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x6er + 2x8er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

PKW 1

Ein solches Auto findet sich eigentlich in etlichen Fahrzeugparks diverser größerer Feuerwehren. Ein PKW, der für die Beamten des vorbeugenden Brandschutzes, dem Tagesdienst oder auch den Mitarbeitern des städtischen Amtes 37 für Kurier- und Besorgungsfahrten zur Verfügung steht – kurzum ein Mädchen für alles eben.

Dieses Modell besteht grundsätzlich aus dem klassischen LEGO®-PKW-Modell, kommt allerdings, dank neuer, zweiteiliger Rückleuchten, einer vollverkleideten und in Wagenfarbe lackierten Fahrzeugfront und einer flacheren Bauform deutlich moderner daher. Als ein kleines optisches Gimmick kann man die Darstellung einer dritten Bremsleuchte bezeichnen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

WLF mit Kran (4-Achser)

Das bereits angesprochene neue Großfahrzeug wurde rechtzeitig fertiggestellt konnte nun an die Berufsfeuerwehr Farnheim übergeben werden. Grund für die Beschaffung eines solches Großfahrzeugs in Kombination mit einem Ladekran, sind die Möglichkeiten der technische Hilfeleistung in kleineren Umfängen (z. B. Verkehrunfälle mit umgestürzten PKWs). Hierbei muss zukünftig nicht mehr der schwere Feuerwehr-Kranwagen ausrücken, sondern es kommt das neue WLF (mit AB Rüst?)  zum Einsatz. Durch die immer leistungsfähigeren Krane, die mittlerweile in das untere Leistungsspektrum herkömmlicher Kranfahrzeuge hineinreichen, können mittlerweile ohne Probleme das Ende eines entgleisten Straßenbahntriebwagens anheben und wieder zurück in die Schienen heben. Neben dem Arbeitsbereichs des universellen Arbeitsfahrzeugs ist es ferner im Großschadenfall für den Nachschub zuständig.

Technisch verhält es sich so, dass das vordere Achpaar und die letzte (Nachlauf)-Achse lenkbar sind. Der Motor, ein Turbodiesel, leistet 440 PS. Der Kran arbeitet im Bereich von bis 40 Metertonnen. Das Fahrzeug verfügt selbstverständlich über Allradantrieb, da es bei auch möglichen Zwischenfällen auf dem Flughafen zum Einsatz kommen kann.

Der eigentlich Grundaufbau dieses MOCs verlief recht unproblematisch und nicht erwähnenswert und einige Teile (Wechselladevorrichtung) aus dem alten “Recycle Truck”-Set (#6668) vervollständigen die typsche WLF-Funktion. Kniffelig hingegen wurde es beim Kran, da ich auch mehrere Optionen auf den Bau des Kranauslegers hatte, entschied ich mich allerdings für die Version aus dem Set des „Tow Trucks“ (#6423) aus dem Jahr 2000. Er hatte den Vorteil, dass die Teile bereits Rot waren, und er über einen detailreichen Kranhaken verfügte. Das eigentlich Komplizierte war allerdings, auf Grund der baulichen Konstruktion zwischen Fahrerhaus und Ladefläche, den Kran zum Drehen zu bekommen. Die eckige graue 2×2 Steinbasis des Krans ließ sich logischerweise, wegen des Platzmangels, nicht bewegen. Glücklicherweise ist die Fahrerkabine rückseitig offen, und so konnte ich den Krandrehteller entsprechend höher legen, bis sich der störrische, eckige Klotz endlich drehen ließ.

Dadurch, dass das Fahrzeug mit seinem Look und seiner Funktion eher ungewöhnlicher als die meisten restlichen Fahrzeuge ist, fällt diese Fotostrecke auch entsprechend üppiger aus… 😉

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x3er + 2x8er + 2x4er + 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

DLK 23/12 CC-HZL (erste Generation)

Als Teil des Löschzuges bereits im Bild zu sehen soll die Drehleiter an dieser Stelle nun genau vorgestellt werden. Die Standardisierung im Fahrzeugpark macht auch vor den Hubrettungsfahrzeugen nicht Halt. So soll zufünftig jeder Löschzug der Stadt mit einer hochmodernen Drehleiter ausgerüstet werden. 2005 beschaffte man zu Erbrobungszwecken eine DLK 23/12 CC-HZL (HZL = Hinterachszusatzlenkung). Ihre zweite Generation wird seit 2009 als sog. DLA (K) 23-12 Vario GL-T CS HZL n.B (feuerwehrintern als DLK 32 A gekennzeichnet) mit abklappbaren Leiterpark-Endstück an die BF geliefert. Jede Wache (so geplant ab 2012) soll dann über ein modernes Hubrettungsfahrzeug in ihrem Löschzug verfügen.

Als Modell standen einige reale Fahrzeuge (der BF Mülheim, Duisburg, Düsseldorf oder Krefeld) dem Modell Pate. Mehrere Bastelhürden, insbesondere beim Ausbau oder auch der Korbbefestigung mussten genommen werden. Leider lässt sich der Leiterpark dieses MOCs leider noch nicht, wie im Original, Unterflur ausfahrern, was aber bei der zweiten Generation (die mit dem abklappbaren Leiterteil) funktionieren soll. Um dem Original ein wenig zu entsprechen, musste auch ein seitlicher Maschinistenplatz zur Leiterbedieung eingerichtet werden. Tribut zollt daher die Überbreite an die schmale 4wide-Modellierung. Zum Ausgleich gibt die rechte Seite Platz zur Aufnahme eines kleinen Generators. Wegen der Kürze des Fahrgestells musste der heutzutage übliche Gerätekasten hinter dem Fahrerhaus leider entfallen.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x12er 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Saug 2

Ein weiteres Fahrzeug, was dem bereits im Vorfeld vorgestellten GW-Saug in der Funktionsweise ähnlich ist, ist der Saugwagen 2 der Berufsfeuerwehr. Er ist, im Gegensatz zum kleinen Bruder, in der Lage, in seinem 6.000 L fassenden V4A-2-Kammern-Stahltank, mittels spezieller Dichtungen, 117 verschiedenen Laugen, Öle oder Säuren zu transportieren. Die Tankwände sind 3,5 mm sehr dick und doppelwandig ausgelegt. Zudem verfügt der Wagen über einen Rotationsverdichter mit 850 m³/h Luftmengenleistung. Er wurde im Hinblick der sich bietenden Gefahrenlage im Seehafen beschafft.

Das Modell entstand spontan nach einer eher uninspirierten Durchklickerei der MOCs auf Brickshelf. Und dann fiel mein Blick auf ein städtisches Modell, dass den hierzulande bekannten Fahrzeugen nicht unählich erschien: ein Saugwagen. Der musste sich doch auch für Feuerwehrzwecke gebrauchen lassen. Mein Fahrzeugpark verfügt zwar bereits über einen solchen Typ, allerdings nicht in der Größenordnung, wie sie sich während des Baus herauskristallisierte. Kniffelig war der Bau des Bedienstandes und die kombinierte Leiterkonstruktion am Heck. Musste ich dann doch die Bedienhebel nach Außen legen, damit in der Mitte noch ausreichend Platz für die kleiner Leiter vorhanden war. So entstand schließlich ein recht stattliches MOC mit einer Vielzahl an Details und einem anderen (neuen) Look bei der Fahrzeugfront.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x12er + 2x2er + 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.