# 853378 – Firefighter Minifigure Pack (2012)

Manche mögen ja TLG gerade auf dem Stadtsektor wenig Kreativität und Ideenmangel nachsagen, mich als feuerwehrinteressierten Mitmenschen aber reizen die neuen Waldbrandsets schon sehr. Dabei aber ganz besonders die neuen Feuerwehrfiguren. Glücklicherweise hatte das Unternehmen meine Wünsche erhört und seit kurzer Zeit ein Minifigure Pack herausgebracht, das gleich vier der neuen Uniformierten samt ein wenig Zubehör und einen kleinen Brandherd enthält.

Die Figuren bieten viel Neues: neue Gesichtsbedruckungen (sogar eine Dame ist darunter), einen dunkelroten Helm und einen hellorangen Overall, der mit zahlreichen Details, wie Taschen, Koppel und Warnstreifen bedruckt ist. Erfreulicherweise hat auch der Rücken einen Aufdruck auf dem u. a. ein rotes Feuerwehrsymbol prangt. Erfreulicherweise deswegen, da sämtliche Minifigs Visier und mit schwerem Atemschutz daherkommen, somit also das Rückendecal verdeckt ist. Aufgrund der Ausrüstung ist es ja beinahe unnötig zu erwähnen, dass alle Figuren obendrein auch mit Handschuhen bekleidet sind.

Das Zubehör bietet alles, was der Waldbrandbekämpfer von heute so benötigt: Funkgerät, Feuerlöscher, Trennschleifer (soll wohl eher eine Kettensäge darstellen), Axt, und so etwas wie einen Monitor. LEGO® bleibt uns allerdings die Antwort schuldig, woher das Wasser kommt, das vorne herausspritzt. Einer kleiner Strauch mit einer großen zweifarbigen und einer kleinen orange-transparenten Flamme als Alibi-Feuerchen geben den vier Spezialisten wenigstens ein klein wenig Arbeit.

Kleiner Wehrmutstropfen: die ursprüngliche Öffnung an der Mündung dieses Tabs ist mittlerweile (seit 2005) verschlossen – Schade eigentlich.

Erhältlich ist das Pack in jedem LEGO Store und kostet die „Kleinigkeit“ von 12,99 Euro.

Jahr: 2012
Teile: 43
Minifig: 4

Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr – 1960 bis Heute

Manfred Gihl, seines Zeichens 23 Jahre lang Branddirektor der Hamburger Feuerwehr, ist nach wie vor „seiner“ Wehr sehr eng verbunden und hat mit „Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr – 1960 bis Heute“ eine weitere, komplett farbig gestaltete Bilddokumentation vorgestellt, die 2011 im Sutton Verlag erschienen ist.

Dieses Buch beschäftigt sich, wie es der Titel vermuten lässt, mit dem Fahrzeugpark der hansestädtischen Feuerwehr, die zugleich die zweitgrößte Deutschlands ist, und auf nicht weniger als 517 (!) landgebundene Fahrzeuge zurückgreifen kann. Dieser große Anzahl an Fahrzeugen gliedert sich in fünf Kapitel, die die unterschiedlichen Fahrzeugsegmente ausführlich beleuchten. Beginnend mit den Standardlöschfahrzeugen auf den bekannten Mercedes-Pullman, über die klassischen Kurzhauber, dem ersten frontlenkergesteuerten „HANSA-Löschzug“ bis hin zu den heutigen HLFs, die, wie ich jetzt darin las, fälschlicher Weise oftmals als „Hilfeleistungslöschfahrzeuge“ bezeichnet werden. „HLF“ steht in diesem Zusammenhang aber schlicht für „Hamburger Löschfahrzeug“: Ein spezielle hanseatische Entwicklung, die allerdings eng mit dem allgemein bekannten HLF verwand ist. Darüber hinaus werden sämtliche Drehleitertypen und Teleskopmastbühnen, die Einsatzleitfahrzeuge und Befehlswagen, die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und sämtliche Sonderfahrzeuge, wie Rüst- und Gerätewagen, Fahrzeuge des Kampfmittelräumdienstes, sowie WLFs und Kranfahrzeuge in Wort und vor allem Bild vorgestellt.

Kurzum, für Blaulichtfahrzeugfans ein lohnenswerter Bildband und ein großer Ideenquell für Modellbauer aller Maßstäbe.

Buch „Einsatzfahrzeuge der Hamburger Feuerwehr 1960 bis Heute″, gebundene Ausgabe
Verlag: Sutton Verlag
132 Seiten, 216 Fotos
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866807678
ISBN-13: 978-3866807679
Größe: 24,6 x 17,4 x 1,6 cm
Preis: 22,95 Euro

GPLF 12000 – Der zweite Koloss des Faun-Trios

Ich hatte es ja bei der Präsentation des GFLF 6/18-2 bereits angekündigt, dass irgendwann das GPLF folgen würde. Nun, jetzt ist es fertig.

Neben den beiden Großflugfeldlöschfahrzeugen stellte die Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main AG (FAG) in enger Zusammenarbeit mit dem Feuerschutzanbieter Total Anfang der 70er Jahre das hier vorgestellte GPLF 12000 (Großpulverlöschfahrzeug) in Dienst. Zu dem Zeitpunkt befanden sich die Druckgasbehälter noch unverkleidet mittig auf beiden Aufbauseiten. Nach einer Revision im Frühjahr 1971, die zahlreiche Nachbesserungen beeinhaltete, wurde das Fahrzeug schließlich  im Juli 1971 wieder in den Dienst der FAG gestellt. Bei diesen zahlreichen Optimierungen verschwanden auch die gewaltigen Treibgastanks für das Löschpulver in einen zentralen Zylinder, der fortan, wie die beiden großen Pulvertanks oben aus dem Aufbaudach ragte. Die Seitenflächen wurden mit Türen verschlossen, und boten zusätzlichen Stauraum für feuerlöschtechnische Gerätschaften. Alsbald stellte sich jedoch heraus, dass die 12.000 kg Löschpulver zu überdimensioniert waren, was bei der Anschaffung der nächsten Generation an Großlöschfahrzeugen berücksichtigt wurde. 1986 folgte schließlich die Ablösung durch die neuen 8×8 Simba GFLFs von Rosenbauer.

Auch die technischen Daten des Montrums sind gewaltig. So verfügte das Fahrzeug zwei Kessel mit insgesamt12.000 kg Löschpulver mit zwei Dachmonitoren mit je 50 kg/Sek. Durchsatz. Vier riesige Druckgasbehälter mit je 275 L Inhalt erzeugten einen Druck von 200 bar. Als Treibsatz verwendete man getrocknete Pressluft oder Stickstoff. So benötigte das Fahrzeug allerdings 40-50 Sekunden, um den benötigten Betriebsdruck aufzubauen, was viel zu lange dauerte. Nach der Revision verbaute man einen Kompressor, der das Löschpulver konstant auf 32 bar hielt. Ebenso installierte man eine Selbstschutzanlage inkl. Bodensprüdüsen und einen 800L fassenden AFFF-Tank, die man bereits aus den GFLFs kannte.

Mein Modell ist eine Zwitterlösung. Zum einen zeigt es die Treibgasanordnung zum Auslieferungsdatum, allerdings sind diese hier bereits durch die in der Revision angebrachten Geräteraumtüren verschlossen. Ebenso musste ich, aufgrund der Teileverfügbarkeit bei den Frontwerfern einen Kompromiss eingehen. Im Original waren die Werfer getrennt von einander dreh- und schwenkbar. Dieses Problem werde zu gegebener Zeit aber nochmals angehen. Der Rest des Modell basiert im wesentlichen auf dem des GFLF 6/18.

Jetzt sollte nur noch das zweite GFLF folgen, dann wäre das Faun-Trio wieder komplett – zumindest aus LEGO®.

Fahrgestellbasislänge: 2×8 (vorderes Achspaar) + 2×6 (hinteres Achspaar)

GFLF 6/18-2 – Eine Vision wird Wirklichkeit

Die Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main präsentierte, nachdem man 1968 die visionäre „Frankfurter Konzeption“ unter der Leitung von Prof. Dipl-Ing. Ernst Achilles (seines Zeichens Direktor der Branddirektion der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main) ins Leben rief, pünktlich zur damaligen Interschutz 1972 zwei baugleiche Jumbo-Löschfahrzeuge GFLF 6/18 (Bj. 01/70 und 08/70) und ein GPLF 12.000 (Bj. 07/71). Grund für diesen revolutionären Schritt war der Beginn des Jetzeitalters, bei dem die Passagierflugzeuge von nun an zehntausende Liter Kerosin an Bord hatten und damit ein ungleich höhreres Risiko bedeuteten.

Die zwei ersten Faun bekamen Aufbauten von Metz in Karlsruhe und das PLF einen Aufbau von Total-Walter. Das Gesamtgewicht der drei ersten ihrer Art betrug je rund 50-52 Tonnen. Ihre Daimler-Benz-Motoren lieferten je 1.000 PS und ihre Höchgeschwindigkeit betrug schon damals 110 km/h. Ausgestattet waren die beiden GFLFs mit 18.000 Litern Löschwasser und 2.000 L Schaumbildner. Das PLF hatte 12.000 kg Löschpulver in zwei Tanks zu je 6.000 kg an Bord.

Optisch glichen sie bei der Indienststellung den Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr Frankfurt, d. h. Rumpf in rubinrot RAL 3003 mit im oberen Teil weiß abgesetztem Führerhaus, sowie weißen Ecken am Heck mit einem darin diagonal verlaufendem rubinroten Streifen. Ingesamt erfolgten im Laufe der Zeit insgesamt fünf optisch mehr oder weniger auffällige Lackiervarianten. Das aber nur am Rande.

Als 1986 das erste SIMBA 8×8-Löschfahrzeug von Rosenbauer am Franfurter Flughafen seinen Dienst aufnahm, folgte das, was kommen musste: die Außerdienststellung des ersten GFLF 6/18-1. Es wurde im Dezember des Jahres dem Flughafen Budapest übergeben. Das Trio bestand fortan nicht mehr. Das zweite GFLF, welches das Vorbild meines Modells ist, wurde 1988 an den Flughafen Saarbrücken-Ensheim verkauft. Im Herbst 1989 begann für das letzte verbliebene GPLF eine wahre Odysee: zwischen 1989 und 1991 hatte es mindestens drei Besitzer. Erst 1993 konnte der Verbleib des Fahrzeuge zweifelsfrei ermittelt werden.

24  bzw. 25 Jahre nach Indienststellung wurden zwei der Flughafenlöschfahrzeuge mit hohem Aufwand zurück nach Frankfurt geholt: das GPLF und das GFLF aus Saarbrücken. Am 29. Juni 1994 kehrte der „Saarbrücker“ mit Motorschaden (weshalb es dort ausgemustert wurde) „heim“ und am 03. August 1994 folgte das GPLF. Geplant war, die beiden Flughafenlöschfahrzeuge in einem neuen Flughafenmuseum der Öffentlichkeit als Ausstellungsexponate zu präsentieren. Jedoch wurde der Plan des Museums nie realisiert. Das dritte Fahrzeug aus dem Bunde wurde nach seiner Außerdienststellung in Ungarn verschrottet.

Am 22.03.2003 erfolgte die Überstellung des GFLF 6/18-2 von Frankfurt an das Technikmuseum in Speyer. Dort wurde es ab 2009 einer Generalsanierung unterzogen und erstrahlt seitdem in einer Halle in jenem rubinroten Blechkleid, das es zum Zeitpunkt um 1971 gehabt hatte.

Inspririert durch EROLs 8-W-Monstrum versuchte ich mich daran, den Koloss auch in die 4er-Breite zu transferieren. Was ich zum Start noch nicht wusste, war, dass ich während der kompletten Bauphase die Konstruktion für den Löschmitteltank bis zuletzt immer immer wieder änderte. Ich wollte die charakteristische Darstellung des Originalfahrzeug auf auf mein Modell übertragen. Dank der winkligen Adapterplatten (1×2 auf 1×4) und der neuen 2x4er Fliesen klappte dann mein Vorhaben. Zudem bekam das Modell alle typischen optischen Merkmale, wie Abgasanlagen, Blaulichter, Tankklappen auf dem Dach, Frontwerfer und den großen Dachwerfer. Optisch entspricht das Modell im Wesentlichen dem Lackierschema kurz nach seiner Indienststellung.

Ach ja, irgendwann soll auch noch das GPLF folgen…

Fahrgestellbasislänge: 2×8 (vorderes Achspaar) + 2×6 (hinteres Achspaar)

Brotherhood

Vor genau vor zehn Jahren ereigneten sich in New York City, Washington D.C. und Shanksville in Pennsylvania die bislang verheerendsten Terroranschläge der Neuzeit, als entführte und vollbesetzte Passagierjets u. a. in die Türme des World Trade Centers krachten. Hunderte Retter des New York Fire Departments eilten in die beiden Türme, um die vielen Menschen zu retten, die Gebäude zu evakuieren und die schier aussichtlose Lage irgendwie wieder unter Kontrolle zu bringen. Doch als etwas später die beiden Tower kollabierten, begruben die Trümmer über 2.700 Zivilisten und auch 343 Feuerwehrwehrleute. Aus diesem traurigen Anlass möchte ich heute mal wieder (dem Thema entsprechend) ein weiteres Buch vorzustellen.

Der englischsprachige Bildband „Brotherhood“ von Frank McCourt, Rudolph Giuliani und Thomas von Essen, seines Zeichens Commissioner des New Yorker Fire Departments, behandelt das Leben der Wehrleute des F.D.N.Y. in den ersten Wochen nach dem Einsturz des World Trade Centers am 11. September 2001. Viele der Wachen sind mittlerweile zu wahren Huldigungsstätten geworden, dessen Fassaden voller Dankbarkeits- und Beileidsbekundungen der Mitmenschen hängen. Vor den Rolltoren liegen bunte Blumenmeere und Stofftiere, es brennen Grablampen und Lebenslichter. Dazwischen immer wieder ergreifende Kindermalereien von jenem Tag, Fotos vom WTC aus längst vergangenen Zeiten und niedergeschriebene Gedanken: „Thank you rescuers, what you did for our city“. Auch eine Zeichnung findet sich darunter, die die drei Superhelden Spiderman, Batman und Superman zeigt, die einen vorüberstreitenen Feuerwehrmann um ein Autogramm bitten.

New York’s bravest. 343 der tapfersten Feuerwehrleute der Stadt verloren an jenem sonnigen Dienstag im September 2001 ihr Leben. Ihnen ist dieser überwiegend farbig gestaltete Band gewidmet. Am unteren Seitenrand laufen in stillem Gedenken die Namen all jener getöteten Feuerwehrleute durch, und begleiten den Betrachter von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein von der renommierten Werbeagentur Ogilvy & Mather auf 222 Seiten gestaltetes und unglaublich bildbewaltiges Werk des Gedenkens, ganz ohne Pathos und der unfassbaren Dramatik am „Ground Zero“, das einfach nur den damaligen, ergreifenden Ist-Zustand in der geschockten Zeit nach jenem 11. September widerspiegelt. Den Prologue fasst übrigens der damalige Bürgermeister von New York City, Rudolph W. Giuliani, zusammen.

Ein authentisches Stück Zeitgeschichte.

Buch „Brotherhood″, gebundene Ausgabe
Verlag: Main Street Press
222 Seiten, 447 Fotos
Sprache: English
ISBN-10: 0916103943
ISBN-13: 978-0916103941
Größe: 33 x 27,7 x 3 cm
Preis: variiert (da hierzulande vergriffen)

Wie es sich lebt auf der Wache Süd

Nach einigen bildhaften Kurzgeschichten über die Abenteuer der Jungs von Wache Süd, möchte ich heute ein wenig genauer über das Gelände der Feuerwache berichten, das dort bereits ausgiebig als Kulisse gedient hat. Seit der neuesten Geschichte ist aber (wieder) alles anders – nämlich größer.

Um die Wache genauer unter die Lupe zu nehmen, muss ich ein wenig ausholen: Alles begann bekanntlich, nachdem Uschi ein seltsames Artefakt unter dem seit langem nicht mehr Staub gewischten Zentralistentisch vorfand. Als dieses Etwas unter lautem Getöse „explodierte“ war alles auf dem Gelände nicht mehr, wie zuvor.

Die alte baufällige Wache, die als altes Originalset # 6385 (Fire House I von 1985)  in gerademal 19 Szenen Verwendung fand, wich fortan einer modernen Herberge mit allen Schikanen. Optisch bildet sie den Grad zwischen den modernen LEGO®-Sets und den Klassikern der 80er Jahre. Den Baugrund für das eigentliche und wesentliche Hauptgebäude bildet die grüne Bauplatte aus dem Bausatz # 6571 (Flame Fighters aus dem Jahre 1994). Manche halten die Wache Süd für die moderne Variante des letztgenannten Sets.

Wie dem auch sei. Die Wache Süd wird allen Ansprüchen an eine Unterkunft des 21. LEGO®-Jahrhunderts gerecht. Das von einer Mauer (auf der rechten Seite vor dem Turm befindet sich ein offener Waschplatz) umschlossene Areal verfügt im hinteren Teil über eine hohe Fahrzeughalle mit zwei Einstellplätzen, die zwei großen Löschfahrzeugen ausreichend Raum bieten. Zudem finden sich dort von der Decke herabreichende Abgasschläuche und zusätzlicher Lagerplatz für etwas Material.

Das Wachgebäude, ein 3-geschossiger Turm, beherbergt im Erdgeschoss die hochmoderne Zentrale mit einem Zugang zur Fahrzeughalle. Die Zentrale bietet alle computergestützten Spielereien, wie z. B. Digitalfunk. Im Stockwerk darüber befindet sich der Ruheraum der wachhabenden Mannschaft, und im zweiten Obergeschoss ein großer Besprechungs- und Unterrichtsraum samt Whiteboard und Overhead-Projektor.

Erst kürzlich wurde das Gelände auf der linken Seite um einen separaten Hallenstellplatz erweitert. Erbaut wurde dieser auf einer 16x32er Bauplatte in grün, und soll in naher Zukunft als Unterstellplatz für einen geplanten Rettungswagen dienen. Im Augenblick parkt dort der PKW der Tagesdienstes, bzw. sie wird gelegentlich zur Reparaturzwecken genutzt.

Für Erholung der Wehrleute sorgt eine kleine Sitzgelegenheit im Freien, umgeben von ein wenig Grünbepflanzung.

Feuer und Flamme – Die Serie

Webpisode 5: „Der Feuerdieb“

Seit Wochen hat es nun nicht mehr gebrannt. Die Jungs von der Wache Süd wissen schon bald nicht mehr wohin mit der ganzen, unfreiwillig neugewonnen „Freizeit“. Doch als es auf einmal wieder im Bezirk zu züngeln beginnt, da sind plötzlich alle Brandherde auf geheimnisvolle Weise verschwunden, ehe die Feuerwehr am Einsatzort eintrifft.

Fundstück der Woche: Feuerwehr-Oldtimer

Beim Besuch der einmal jährlich stattfindenden „Extraschicht“ (der langen Nacht der Industriekultur) fiel mir an einem der zahlreichen Veranstaltungsorte ein wunderbar restaurierter Feuerwehr-Oldtimer ins Auge. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges LF 16 der Berufsfeuerwehr Herne auf einem Magirus Deutz F 125 A Merkur „Rundhauber“. Der Tank im Aufbau fasst 800 Liter Löschwasser und die Pumpe leistet 1600 L/Min bei 8 bar. Es lief noch bis 1987 im Einsatzdienst, wenn auch in letzten Dienstjahren nur noch als Reservelöschfahrzeug.

Der Stadtfeuerwehrverband verfügt noch über drei weitere Fahrzeuge. Wobei der gewaltige RKW10 sicher das Highlight darstellt. Wer mehr Wissen möchte, folgt einfach dem Link.

TLF 16

In den 1970er- und 80er Jahren stellte die BF acht (1x 1977, 4x 1979, 3x 1982) solcher TLF 16 nach Hamburger Vorbild in Dienst. Die Fahrzeuge verfügen über einen komplett aus Aluminium gefertigten und mit Rolläden ausgestatteten Geräteaufbau samt 2.400-Liter-Löschwassertank, und einem 200 Liter fassenden Behälter für Mehrbereichsschaumbildner. Das 11-Tonnen-Fahrzeug ist mit Allradantrieb ausgestattet und als Besonderheit ist, wie beim Hamburger TLF, auf dem Kabinendach ein Werfer installiert, der durch eine Dachluke erreichbar ist.

Geschichtlich standen nach der Dienstzeit durchschnittlich etwa 59.000 gefahrene Kilometer auf der Uhr. Zwei der Fahrzeuge erlitten im Januar 1990 reparable Schäden durch herabfallende Ast- und Gebäudeteile bei Einsätzen während des Orkantiefs Daria. Ein Fahrzeug wurde während eines Brandeinsatzes im jahr 1993 durch Flammen beschädigt. Auch dieses TLF konnte nach einigen Karosseriearbeiten wieder flottgemacht werden. Nach ihrer Ausserdienststellung bis 1995 liefen die Löschfahrzeuge tw. noch bis etwa Mitte 2000 bei der freiwilligen Wehr.

Es gibt für dieses Moc tatsächlich gleich zwei Vorbilder. Zum einen das bereits oben erwähnte TLF 16 der Hamburger Feuerwehr, sowie in modellbauerischer Hinsicht ein Mercedes-Kurzhauber-Löschzug des AFOLs Wolfgang Köhler. Ich kombinierte beide schließlich zu meiner speziellen Farnheimer Version. Details gibt es bei der Beladung des Modells: neben einem Feuerlöscher zwei Schwerschaumrohren, Verkehrsleitkegel, Werkzeugkoffern und Strahlrohren verfügt dieses Fahrzeug auf über einen Löschwassertank samt heckseitig verbauter Feuerlöschkreiselpumpe.

Die damalige Lackervorschrift fand auch hierbei Berücksichtigung.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x10er + 2x4er Platte)

TroLF 250

Von 1984-1989 besaß die Feuerwehr auch ein solches Unikat. In Eigenregie verpasste man dem Pickup einen Blechaufbau und installierte darin einen 250-kg-Pulvertank samt Schnellangriff. Dieses Fahrzeug gilt somit wohl als eines der ersten KEF (Kleineinsatzfahrzeuge) in der Geschichte. Doch dieser umgebaute Lieferwagen war zudem mit einer Doppelfunktion belegt: im Falle eines Großschadenfalls sollte die Bevölkerung per Lautsprecherdurchsagen vor der drohenden Gefahr gewarnt werden. Die Lackierung fiel ebenfalls nach Frankfurter Vorbild (welches ursprünglich aus Dortmund stammte) aus. Vor dem Umbau lief das Fahrzeug überigens bereits sieben Jahre als LKW zur Abstreuung von Ölspuren.

Dieses Modell hat kein wirklich existentes Vorbild. Vielmehr wurde es mit seiner Farbgebung zu einem Teil der Oldtimer-Flotte. Um den Charakter eines Youngtimers zu wahren, verbaute ich runde Scheinwerfer und auch nur ein einzelnes Blaulicht auf dem Dach. Das Innere des Aufbaus besteht aus einem kleinen, runden Pulvertank, samt Bedieneinrichtung und einem verstaubaren Schnellangriffsschlauch.

Fahrgestellbasisplatte: 11 Noppen (4x10er PKW-Basisplatte + 1x4er Platte)