Feuerwehren in der Schweiz – Das Ausbildungszentrum Andelfingen (1)

FWCH001Oben: Löschangriff mit zwei Schnellangriffen unter Atemschutz. Ein Mann begibt sich zum Verunfallten ins Fahrzeug. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Im Rahmen der Wyland-Mäss 2014, einer Ausstellung des lokalen Gewerbes, zeigten auch Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Andelfingen ihr Können. Das Ausbildungszentrum AZA wurde gerade erst in 5 Jahren Arbeit für 25 Millionen Schweizer Franken (knapp 21 Mio. Euro) ausgebaut. Mit den neu gebauten Übungsgebäuden gilt das AZA nun als modernstes Ausbildungszentrum der Schweiz.

In dem kleinen Dorf innerhalb des AZA existieren neben eigenen Straßen auch ein eigenes Hydrantennetz, sowie komplett möblierte Wohnungen und Geschäfte, in denen für den Ernstfall geübt werden kann. Ernstfall meint auf diesem Gelände unter anderem Erdbeben, Geiselnahmen, Überfälle, Amokläufe, Verkehrsunfälle, Gas- und Gebäudebrände. Das Übungsgelände und die darauf befindlichen Gruppenunterkünfte, Speise- und Theorieräume stehen nicht nur Einsatzkräften aus dem Kanton Zürich, sondern auch denen aus den Kantonen Thurgau, Schaffhausen, Aargau, Basel-Stadt und dem deutschen Baden-Württemberg zur Verfügung.

FWCH002Oben: Die Römerstrasse: eine Strasse nur für Übungen. Alle drei Gebäude können in Brand gesetzt werden, ohne dass sie direkt Schaden nehmen. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Zu den Übungsgebäuden gehören mehrere dreistöckige Wohnhäuser, eine Tankstelle mit Shop, eine Tiefgarage und ein Stahlbau für Gasbrände. Des weiteren gibt es auf dem Gelände einen selbstgebauten Flash-Over Container, in dem die gefährliche Vermischung von Rauchgas und Sauerstoff simuliert werden kann. Befeuert werden diese Anlagen mit Gas, extra hergestellten Holzpaletten und Stroh für den sehr dunklen und undurchdringbaren Rauch. Der dabei entstehende, teils hochgiftige Rauch kann unterirdisch zu einer hochmodernen Rauchgaswaschanlage geleitet und gereinigt werden. Mit Wasser versorgt wird das Gelände über eine 200 mm dicke Wasserleitung und gleich drei Hochdruckpumpen, die dafür sorgen, dass an jedem Hydrant genügend Wasserdruck herrscht. Unter einem der Brandhäuser befindet sich auch eine normale Tiefgarage, in der die Fahrzeuge des Zivilschutzes untergebracht sind.

Während den drei Tagen der Messe vollführten Polizeihunde, Zivilschutz, Jugend-, Orts- und Stützpunktfeuerwehr Einsatzübungen. Im Einsatz waren neben dutzenden Helfern auch ebenso viele Mannschafts- und Gerätewagen des Zivilschutzes (vergleichbar mit dem THW) in Form von VW und Renault Transportern. Die Polizei rückte mit zwei BMW, Auto und Motorrad, sowie einem zivilen Diensthundekraftwagen an. Der Schweizer Armeezulieferer MOWAG zeigte einen Duro IIIP 6×6 GMTF mit Vollpanzerung und 12,7 mm Maschinengewehr.

Doch die meisten Besucher zog die Freiwillige Feuerwehr Andelfingen mit ihrer kleinen Ausstellung und den Einsatzdemos an. Zu sehen waren eine Drehleiter auf einem zweiachsigen Renault Fahrgestell, ein TLF auf Iveco Cursor 4×4 und der neue First Responder. Der auf einem Ford Galaxy aufgebaute First Responder ist ausgestattet mit sämtlichen Einsatzunterlagen für den leitenden Offizier, einem Defibrillator, einem Beatmungsgerät und zwei Rettungsrucksäcken. Das von der Stützpunktfeuerwehr Opfikon übernommene, 11 Jahre alte, Fahrzeug verkürzt die Einsatzzeit im Falle eines Herz-Kreislauf-Notfalls von 15 auf lediglich 5 Minuten. Zum Fuhrpark des AZA gehören zusätzlich zur Drehleiter noch ein Mercedes TLF, ein ausgedienter KdoW, sowie einige MTW und Gerätewagen, die allerdings nicht mehr außerhalb des Geländes zum Einsatz kommen.

(Zu Teil 2 des Artikels)

Weiterführende Links:

Text & Fotos: Adrian Matzinger, Schweiz

TLF 30/50-SL 3.0

Da sich dieser Fahrzeugtyp in der Einsatzpraxis in der Vergangenheit sehr bewährte, beschaffte die Abteilung Technik bei zwei baugleiche Neufahrzeuge, als Ersatz für zwei 18 Jahre alte Tanklöschfahrzeuge. Diese werden dem Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt, die dort ihrerseits ältere Typen ablösen. Die neuen TLFs werden ab kommenden Monat jeweils im ersten Löschzug der Wachen 1 und 3 im Einsatz stehen.

Die Neufahrzeuge entsprechen weitestgehend dem Erprobungsfahrzeug. Jedoch wählte man für eine bessere Fahrergonomie (besonders bei Alarmfahrten) und optimalere Gewichtsverteilung ein etwas längeres Fahrgestell mit einer einhergehenden höheren Nutzlast, was dem Aufbau insgesamt mehr Raum gibt. Sowohl die feuerlöschtechnischen Spezifizierungen als auch die Motorisierung blieben hingegen unverändert, jedoch erhielt die Kabine das mittlerweile bei der Marke eingeführte Facelift. Lediglich eine CAFS-Anlage ist fortan ebenso mit an Bord.

In diesem Artikel schrob ich bereits, dass ich über eine Fahrgestellverlängerung nachdachte, den Eingriff aber scheute. Bis heute. Und so bekam es endlich die Länge, die es benötigte, um im Profil nun die richtigen Proportionen zu erhalten. Zeitgleich veränderte ich den Dachwerfer und fügte einige Details, wie den Aufstieg am Fahrerhaus, hinzu.

Die größte Veränderung erhielt allerdings die Fahrzeugfront. Da es sich um Neufahrzeuge handeln sollte, bekamen sie folglich auch eine neue Optik verpasst, was, wie oben beschrieben, einem Facelift und keinen anderen Fahrzeugmarke gleichkommen soll.

Und da ich nun einmal dabei war, konnte ich gleich einen weiteren Zwilling davon bauen. Wohl wissend einmal genügend Fahrzeuge gleichen Typs für ein mögliches Großbrand-Szenario in Petto zu haben.

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen  (2x8er Bracket, 2x4er und 2x2er er Platte, 1×2 auf 1x4er Bracket)

 

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

 

Blaulichter in Kroatien 2.0

Die letzte Augustwoche weilte ich in Kroatien rund um Zadar, um wenigstens mal ein paar Tage Sonne und Wärme an einem Stück genießen zu können. Und so kam es, dass mir auch diesmal wieder vereinzelt ein paar Blaulichtfahrzeuge vor die Linse fuhren – ungefragt.

Das, was mir vor die Kamera fuhr, war auf kroatischer Seite zu allererst ein FLF der Flughafenfeuerwehr Zadar auf Basis MAN FE 27.410 (Bj. 2003), das im Bereitstellungsraum nach dem rechten schaute. Ziegler zimmerte den Aufbau mit 9.100 L Wasser und 1.240 L Schaummittel. Die FP fördert 6.000 L Wasser/Min. bei 10 bar zu Tage. Der gewaltige Dachwerfer stößt 5.000 L Löschmittel/Min. bei 12 bar rund 80 Meter weit aus, während der Frontmonitor 1.000 L/Min. bei 10 bar 40 Meter weit schleudert.

Darüber hinaus stehen der Flughafenfeuerwehr Zadar ein von Rosenbauer gefertigtes FLF 10.000 auf Volvo F 1220 (Bj. 1980) mit 9.000 L Wasser und 1.000 L Schaummitel und ein Mercedes Actros 3358 (Bj. 2008) ebenfalls mit Ziegler-Aufbau als weiteres FLF 10.000 mit einer FP 10-8000 zur Verfügung. Ein Jeep Cherokee 2.8L CRD von 2008 mit Ziegleraufbau als KdoW und ein Krankenwagen auf Renault Trafic von 1997 vervollständigen den Fahrzeugpark.

An der Polizeiwache am Hafen in Zadar selbst standen ein 2013er Škoda Oktavia III und ein 2008er Seat Altea Freetrack in der Behördenausführung Schmiere.

Zudem lagen im Hafen vor Anker ein modernes Löschboot der BF Zadar, sowie zwei baugleiche Polizei-Schnellboote. Technische Details hierzu liegen mir leider im Verborgenen.

Noch in Düsseldorf verabschiedete uns die deutsche Version des FLF 9800 (Foxtrott 29/9) auf MAN/Rosenbauer Bj. 1999. Mittlerweile ein Reservefahrzeug.

Interessante Links zum Thema:

PKW 7

Als Ersatz für den altersschwachen PKW 2 beschaffte die Feuerwehr Farnheim diesen neuen Van. Er wurde durch die Zentralwekstatt (ZWK) aus- bzw. für die Bedürfnisse seines künftigen Einsatzspektrums umgebaut und wird ebenso, wie die zuvor vorgestellten Dienstwagen für tägliche Boten- und Kurierfahrten genutzt. Erwähnenswert wäre hierbei sicher der hinzugerüstete Ergasantrieb. Seine Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sollen sich gerade bei den vielen Fahrten im Tagesgeschäft positiv auf die Umwelt und den städtischen Geldbeutel auswirken.

Um die Flotte der kleinen Fahrzeuge ein wenig weiter voranzubringen, fertigte ich nach den Dienstwagen einen VW-Caddy-lool-alike Van, nach einem Vorbild von Nils O. (NILSOBRICKS). Jedoch sollte mein MOC entgegen seinem Modell-Vorbild über einen funktionellen Innenraum verfügen – sprich eine Minifig muss unter jeden Umständen hinters Lenkrad, und der Staumraum im Heck sollte nutzbar sein.

PKW Basislänge: 11 Noppen (2x8er + 1x2er Platte +2x2er Platte)

Abrollbehälter AB-Pulver (AB 13)

Bei Bränden von bspw. gasförmigen Stoffen oder Metallen gerät man mit Wasser und/oder Schaummittel schnell an Grenzen, und Löscherfolge bleiben u. U. gänzlich aus. Dagegen eignet sich hervorragend sog. Trockenlöschmittel. Die Salze, die einem Löschpulver beigesetzt sind, ersticken selbst ungewöhliche und schwierige Brandherde.

Um auch solchen Einsatzszenarien entgegnen zu können, stehen bei der Berufsfeuerwehr zwei Abrollbehälter mit jeweils 1.500 Kg Löschpulver bereit. Im ersten Tank befindet sich jeweils (A)BC-Pulver, das sich gegen Brände bei organischen Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen hervorragend eignet. Der hintere Tank ist hingegen mit Trockenlöschmittel der Brandklasse D gefüllt. Mit ihm erzielt man gerade bei Bränden von Metallen gute Löscherfolge.

In den vergangenen Wochen und Monaten geriet der Ausbau der Abrollbehälter ein wenig ins Hintertreffen. Mit der Komplettierung des hier vorgestellten Abrollbehälters ist aber wieder etwas Schwung in die Angelegenheit gekommen. Auf einer 4×8 Noppen großen Basisplatte positionierte ich zwei zylindrische Tanks, um die ich Schnellangriff, einen Geräteraum, Bedienfeld, sowie ein paar mobile 6kg-Pulverlöscher drapierte. Es ergab sich gar noch die Möglichkeit, die Containerbasis mit der gelben Konturmarkierung zu versehen.

Dienstwagen

Für unterschiedliche Aufgabengebiete stehen den verschiedenen Abteilungen und Sachgebieten der Branddirektion Farnheim eine eigene Flotte an Dienstwagen zur Verfügung. Einige der Fahrzeuge wurden kürzlich modernisiert und neu in Dienst gestellt. Dabei handelt es sich um sechs weitgehend baugleiche PKWs, die in verschiedener Funktion eingesetzt werden sollen. So werden bspw. die alten Fahrzeuge des Pressesprechers und der Poststelle ersetzt, während die verbleibenden vier PKWs an verschiedenen Standorten für Botenfahrten vorgesehen sind.

Die Idee für die Modernisierung der Dienstwagenflotte kam mir, als ich dieser Tage über das Eurobricks-Forum browste. Mein Modell ist ein abgewandelteter Nachbau eines PKWs, den der Modellbauer Okiba75 kürzlich dort vorstellte. Natürlich ersetzen die Neubauten einige ältere Fahrzeuge, wie den PKW 1 und den PKW 3. Somit geht ein Stück Nostalgie außer Dienst. Die typischen klassischen Bauformen, die aus dem LEGO-Sortiment der 1980er Jahre bekannt und beliebt waren, gehören auch bei der Feuerwehr Farnheim allmählich der Vergangenheit an.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

Das große Aufräumen nach „Ela“

Tag 11 nach „Ela“. Wie berichtet sind seit der Unwetternacht von Pfingstmontag bis heute Feuerwehren aus ganz NRW im Ruhrgebiet, insbesondere in Essen und Mülheim im Einsatz, die Folgen des mächtigen Sturmtiefs zu beseitigen.

Ich konnte einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Leverkusen in meinem Viertel eine Weile beobachten, und kam mit folgenden Fotos heim. Es wird übrigens hier der Baum gefällt, der in der Sturmnacht u. a. mehrere Autos zerstörte.

NACHTRAG 14.12.2014: Die erschütternde Bilanz des verheerenden Orkans sind in der Nachbetrachtung ein halbes Jahr später insgesamt 15 zum teils schwer verletzte Personen, etwa 20.000 umgestürzte Bäume, unzählige zerstörte Autos, abgedeckte Dächer und vollgelaufene Keller und Tiefgaragen. Alles in allen summiert sich der Schaden – alleine in Mülheim – auf 28 Millionen Euro. Das Gesamteinsatzaufkommen der Feuerwehr beläuft sich in jeden Tagen und Wochen nach dem Ereignis auf über 2.500 Einsätzen – ebenfalls alleine in Mülheim.

NACHTRAG 15.04.2019: Allein der Regierungsbezirk Detmold schickte 546 Helferinnen und Helfer mit insgesamt 119 Einsatzfahrzeugen nach Mülheim, die sich wie folgt aufteilten:

Bezirksbereitschaft 1 Bielefeld 118 Einsatzkräfte
25 Fahrzeuge
Bezirksbereitschaft 2 Kreis Minden-Lübbecke/
Kreis Herford
135 Einsatzkräfte
27 Fahrzeuge
Bezirksbereitschaft 3 Kreis Gütersloh/
Kreis Lippe
126 Einsatzkräfte
28 Fahrzeuge
Bezirksbereitschaft 4 Kreis Paderborn/
Kreis Höxter
167 Einsatzkräfte
39 Fahrzeuge

Schweres Unwetter über dem Ruhrgebiet

Das Unwetterereignis in NRW am späteren Abend des Pfingstmontags war zwar vorhergesagt, aber in seiner unglaublichen Wucht sicherlich unerwartet. Besonders Düsseldorf, Essen und den Mülheimer Nordosten traf es dabei am schlimmsten. Allein in Mülheim spricht man bei dem angerichteten Flurschaden von etwa 20.000 (!) beschädigten Bäumen. Natürlich ist diese Zahl nur eine Schätzung, denn gezählt hat dies noch keiner können.

Auch wenn ich selbst nicht direkt und unmittelbar vom heftigen Unwetter vom betroffen war und bin, möchte auch ich mich auf diesem Wege für die unentwegte und unermütliche Einsatzbereitschaft der Hilfsorganisationen bedanken. Sie wendeten während der ganzen Woche nach dem Sturm weiteren Schaden von den Bewohnern der Stadt ab, und sorg(t)en jeden Tag wieder für etwas mehr Normalität. All dies wäre in der kurzen Zeit nicht zu bewätigen gewesen, würde es das Ehrenamt nicht geben. Die Vielzahl der Helfer, die mit der Beseitigung der Sturmschäden betraut sind, taten dies freiwillig und opferten dafür ihre Freizeit – unentgeltlich!

Sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in der Realität startete in der Folge aus der Bevölkerung eine wahre Welle der Dankbarkeit für die Helfer. So bedankten sich bislang hunderte Bürger für den engargierten Einsatz der Einsatzkräfte, oder unterstützten sie mit kurzerhand mit Kuchen-, Obst und Wasserspenden, oftmals auch spontan vor Ort.

Allein in der ersten Nacht wickelte die Mülheimer Wehr die ersten 95 sturmbedingten Einsätze ab. Bis zum darauffolgenden Donnerstag morgen, Stand 7 Uhr wurden daraus sage und schreibe über 1.200 (!), und rund weitere 400 Einsätze warten vermutlich noch bis zu Wochenende darauf endlich abgearbeitet zu werden. Diese Arbeit war allerdings nicht allein durch die Frauen und Männer der städischen Feuerwehr zu leisten. Neben dem THW, den Hilfsorganisationen, wie DRK, JUH und Malteser, wurden auch hunderte Einsatzkräfte der NRW-Einsatzbereitschaft 3 des RB Düsseldorf sowie im Wechsel der Einsatzbereitschaft des Regierungsbezirkes Detmold um Hilfe gebeten. Zudem halfen Kräfte aus Wuppertal, Solingen, Remscheid, Duisburg, Paderborn, Gütersloh und den Kreisen Lippe, Wesel und Kleve, die u. a. mit zahlreichen Drehleitern wieder für Ordnung und Sicherheit sorgten. Ingesamt waren in Spitzenzeiten über 700 Einsatzkräfte mit dem Beseitigen der Unwetterschäden betraut.

Dieses Einsatzaufkommen überstieg schon nach wenigen Tagen jenes nach dem Orkantief Kyrill im Januar 2007. Vermutlich ist dies, nach dem Hochwassereinsatz vor ziemlich genau einem Jahr entlang der Elbe und in Magdeburg, der längste Einsatz, den die Feuerwehr Mülheim nach dem Krieg zu absolvieren hatte.

Danke Euch!

Badeunfall in Brickstedt – Ein Einsatzbericht

SW2014FWFH01

Die Ausstellung beim 3. Berliner Steinewahn wurde am Sonntag vormittag von einem Badeunfall überschattet. Als um etwa 11:02 Uhr der Notruf bei der Feuerwehr Brickstedt auflief, waren die eigenen Kräfte bereits bei zwei parallel verlaufenen Einsätzen gebunden, so dass umgehend bei der benachbarten Feuerwehr Farnheim um Unterstützung gebeten wurde. Im Rahmen der nachbarbaftlichen Hilfe setzte sich diese sogleich mit entsprechedem Personal und Technikapparaturen in Bewegung.

Vor Ort stellte sich die Situation wie folgt dar: ein Kanu war gekentert, während Sommerloch-Kaiman Sammy über die Hose des Paddlers herfiel. Zeitgleich machte sich der aus dem Wasserpark entkommende Hai Sharky hungrig über das Surfbrett eines weiteren Wassersportlers her.

Sofort wurden die beiden mitgeführten Rettungsboote der Feuerwehr zu Wasser zu gelassen, um den gefährdeten Minifigs zu Hilfe zu eilen. Während der Kanufahrer mit dem Rettungsboot an Ufer geholt wurde, konnte der Surfer mittels der Drehleiter aus seiner misslichen Lage befreit werden. Eine notärztliche Untersuchung, bzw. Versorgung der beiden Sportler war glücklicherweise nicht von Nöten. Jedoch saß Beiden der Schrecken noch längere Zeit in den Beinen. Die alarmierte Tierrettung der Feuerwehr konnte anschließend die beiden Wildtiere dem Wasserzoo, bzw. seinem Besitzer übergeben – nicht ohne mahnende Worte von den Beamten der Polizei und des Ordnungsamtes, ob der Sorgfallspflicht bei solchen Kreaturen. Somit ist die vorausgegangene latente Gefahr, die von diesen beiden Tieren ausging, endlich beseitigt. Die Brickstedter Bevölkerung dürfte über diese Nachricht erfreut aufatmen und wieder mit einen gutem Gefühl ihr geschätztes Naherholungsgebiet aufsuchen können.

Einsatzdauer: 90 Min.

Eingesetzte Personalstärke: 8 Mann

Eingesetzte Einheiten:
Einsatzleitwagen ELW 1-1 (Florian Farnheim 01-ELW-01)
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16-1 (Florian Farnheim 02-FLF-2)
Bootswagen GW-Boot (Florian Farnheim 04-GWBoot-1)
Tauchwagen (GW-Taucher) (Florian Farnheim 04-GwTaucher-1)
DLK 23/12 (Florian Farnheim 03-DLK-1)
Rettungswagen (Florian Farnheim 01-RTW-6)
sowie das Rettungsboot RTB 1

Ein besonderer wie herzlicher Dank gebührt 1000steine-Mitglied brickstedt13 für die Möglichmachung des Szenarios auf seiner Anlage.

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN

Noch im vergangenen Herbst feierte mein MoRaSt-Modul auf der Bricking Bavaria seine Premiere. Beim 3. Berliner SteineWAHN kam es erneut zum Einsatz. Und mit wenigen Modifizierungen konnte ich auch mit Modulbetrieber Idefix (MBI) an der linken Seite andocken, während ich meine Gleisabschnitte auf der rechten Seite (natürlich vom Betrachter aus gesehen) schloss, so dass dann zwei Züge pausenlos ihre Runden ziehen konnten. Aber eine Ausstellung wäre keine richtige Ausstellung, wenn sich sich während ersten Stunden der Veranstaltung nicht mindestens einmal ein Zug dem Fußboden entgegengestürzt hätte. Insgesamt lief danach der Fahrbetrieb aber weitesgehend störungsfrei.

So präsentierte ich in der Hauptstadt ein leicht abgeändertes, aber in wesentlichen Bestandteilen bereits bekanntes Modul. Allerdings wuchs die Ausstellungsfläche für die Feuerwehrfahrzeuge um zwei 32er Bauplatten in der Länge.

Streckenplan_SW2014Für eine Vergrößerung auf die Grafik klicken

Der Vollständigkeit halber seien für statistische Zwecke im Anschluss dennoch die Längenmaße der Gleisabschnitte aufgelistet und zusammenaddiert.

– Größe: 280,5 x 102 cm, bzw. 11 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 20 langen Gerade
– 22 kurzen Geraden
– 10 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 9 Stoppern
– 6 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 15,534 m