Die Feuerwehr Farnheim gratuliert dem Weltmeister

Weltmeister201454 – 74 – 90 – 2014. Die Zeit ist reif!

Nach 24 Jahren ist er endlich da – der vierte Stern für Deutschland. In einem grandiosen wie nervenaufreibenden Finale besiegte die Deutsche Fußballnationalmannschaft Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung und sicherte sich somit nach 1990 erstmals wieder den verdienten Weltmeistertitel samt begehrter Trophäe. Somit hat die „goldene Generation“ endlich ihren langersehnten Titel.

Und die Feuerwehr Farnheim gratuliert noch ganz berauscht vom Fußballfest dem neuen Weltmeister. Selbstverständlich wurde auch auf den Sieg der Deutschen Elf angestoßen – natürlich nur alkoholfrei.

Weltmeister2014b Weltmeister2014c

Feuerwehr Farnheim on Tour – I

Als Organisation für das Gemeinwohl war die Feuerwehr Farnheim natürlich auch auf den MOCs der gesamten Ausstellung des 3. Berliner SteineWAHNs für den Brandschutz zuständig. Eine zweitätige Herkulesaufgabe, die es zu bewältigen galt. Denn selbst auf aus und auf ABS-Kunststoff kreierten Eigenbauten droht durchaus größeres Ungemach. Dem geschulten Auge der erfahrenen Mannen UND Frauen der Farnheimer Feuerwehr entging aber glücklicherweise (fast) nichts. Dafür wurde ihnen mitunter besondere königliche Ehre zuteil, landeten zwischen Zeit und Raum und erlebten ein Wiedersehen mit den aus der Ferne herangereisten Blaumännern des Ingenieurbüros Zypper.

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN

Noch im vergangenen Herbst feierte mein MoRaSt-Modul auf der Bricking Bavaria seine Premiere. Beim 3. Berliner SteineWAHN kam es erneut zum Einsatz. Und mit wenigen Modifizierungen konnte ich auch mit Modulbetrieber Idefix (MBI) an der linken Seite andocken, während ich meine Gleisabschnitte auf der rechten Seite (natürlich vom Betrachter aus gesehen) schloss, so dass dann zwei Züge pausenlos ihre Runden ziehen konnten. Aber eine Ausstellung wäre keine richtige Ausstellung, wenn sich sich während ersten Stunden der Veranstaltung nicht mindestens einmal ein Zug dem Fußboden entgegengestürzt hätte. Insgesamt lief danach der Fahrbetrieb aber weitesgehend störungsfrei.

So präsentierte ich in der Hauptstadt ein leicht abgeändertes, aber in wesentlichen Bestandteilen bereits bekanntes Modul. Allerdings wuchs die Ausstellungsfläche für die Feuerwehrfahrzeuge um zwei 32er Bauplatten in der Länge.

Streckenplan_SW2014Für eine Vergrößerung auf die Grafik klicken

Der Vollständigkeit halber seien für statistische Zwecke im Anschluss dennoch die Längenmaße der Gleisabschnitte aufgelistet und zusammenaddiert.

– Größe: 280,5 x 102 cm, bzw. 11 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 20 langen Gerade
– 22 kurzen Geraden
– 10 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 9 Stoppern
– 6 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 15,534 m

Was war, was ist, was wird – 5 Jahre farnheim.wordpress.com

Menschenskinder, wie die Zeit vergeht! Auf den Tag genau vor fünf Jahren hob ich diese Seite aus der Taufe. Damit ließ ich die Feuerwehr Farnheim als eine persönliche Reminiszenz an längst vergangene Modellbautage wiederauferstehen und verknüpfte sie fortan mit der wieder aufgeflammten Bausteineleidenschaft aus noch weiter entfernten Kinderheitstagen. Damals, an jenem 14. April 2009, als ich das erste Modell in die Weiten des Internets entließ, waren mein Steinevorrat und die dementsprechende Teileauswahl noch arg begrenzt. Zwar wuchs der Steinevorrat in der Folge kräftig an, aber mir der vermehrten Teilebevorratung steigen proportional auch die Ideengrößen für weitere Projekte. Insofern hat man auch heute noch mit zu wenig Steinen zu kämpfen. Der sehr geschätzte Zypper formulierte dieses Schlamassel einst sehr treffend: „Der Steinebedarf ist immer Steinbestand Minus 1“.

5Jahre04

Das erste vorgestellte MOC dieses Blogs. Damals präsentiert in noch bescheidenen Bildgrößen und einer sehr übersichtlichen Anzahl an Fotos

So waren die ersten MOCs – im heutigen Vergleich – noch recht detailarm, bautechnisch mehr als simpel und optisch erinnerten sie nur allzusehr an die alte „Classic Town“-Ära jener 1980er Jahre. Viele der anfangs entstandenen Modelle sind heute bereits wieder Geschichte, da sie durch weiterentwickelte Neubauten ersetzt und vor allem durch immer mehr Neuteile ergänzt wurden. Einige der Bauversuche erblickten erst gar nicht das Licht der Öffentlichkeit. Als die Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr ihre neue Feuerwache Ende September 2010 im Rahmen eines Tag der offenen Türs der breiten Öffentlichkeit präsentierte, kam auch ich zu meiner allerersten, wenn auch (in Lego-Kreisen) inoffiziellen, Ausstellung. Damals reichte ein über und über rotgefluteter Tisch ohne ausstellerische Struktur. Für die Kinder aber war’s ein Fest.

Für mich persönlich markiert mein bautechnischer Ausflug ins zivile Stadtleben im Jahr 2012 einen Wendepunkt bei dem Bau meiner Feuerwehrmodelle. Klingt komisch, ist aber so. Nach dieser thematisch schöpferischen Pause war ich bereit, meine Flotte umfassend zu modernisieren. Den Start der neuen Überarbeitungsphase markierte der Turbolöscher. Den neuen sog. „MOCs 2.0“ spendierte ich von nun an deutlich mehr Details und Funktionen, und inspiriert durch die im November des selben Jahres stattfindende „Fanwelt„, traute ich mich auch an filigranere und etwas knifferligere Bauweisen heran. Da die „Fanwelt“ gleichzeitig meine erste offizielle Austellung als AFOL war, nahm ich entsprechend viele Eindrücke, Inspirationen sowie neue Bekanntschaften mit Heim. Ich trieb meine Fuhrparküberarbeitung in den Wintermonaten weiter voran, in dem ich meiner Rettungsdienstflotte gleich auch ein komplett neues Farbschema verpasste. Aber am meisten beschäftigte mich im Ausstellungsnachgang das Monorail-Thema. Ich selbst, angetrieben durch einen Rettungseinsatz der Feuerwehr Farnheim auf der Fanwelt, verwirklichte ich über die Wintermonate eine Idee Zyppers einen MoRaSt-Rettungszug auf die Beine zu stellen. Zur Austellung „ABSolut Steinchen“ im Mai des darauffolgenden Jahres war es dann soweit. Er absolvierte dort offiziell seine ersten Runden.

Das Jahr 2013 war für mich das Jahr 1 der Ausstellungen. Ich nahm mit Sack und Pack beim 2. Berliner Steinewahn im Hochsommer und gegen Ende des Jahres auf der 10. Bricking Bavaria in München teil, und partizipierte dort an den jeweiligen MoRaStAnlagen. Zuletzt mit einem kompletten Modul.

Was war eigentloch noch? Cran lobte im Jahre 2010 auf 1000steine.de einen 80er Jahre Bauwettwerb aus, bei dem ich *hüstel* den zweiten Preis belegte. Er überreichte ihn mir mit den Worten, diese Übergabe doch bildhaft in einer kleinen Geschichte festzuhalten. Gesagt – getan. So entstand in der Folge und in lockeren Abständen eine illustre Reihe an heiteren Comic-Strips. Bei denen die Jungs der Wache Süd (einer Feuerwache im Süden der Stadt Farnheim) die Hauptrolle spielen und dabei allerlei Abenteuer erleben. Zwischendurch gab ich der mittlerweile eingestellten Seite fwnetz.de 2010 und retter.tv 2011 je ein Interview.

Ganz zu Beginn verstand ich mich zunächst mehr im Supern denn im Bauen von Modellen. Diese drei erblickten nie das Licht der Internetwelt.

Im Folgenden zwei Bilder, die nur zu gut veranschaulichen, wie sich in den vergangenen fünf Jahren die Modelle fortentwickelt und grundlegend geändert haben. Neben vielen Details kam auch ein einheitliches Fahrerhausdesign hinzu, um den Modellen mehr optische Substanz zu verleihen. Interessanterweise wuchsen die Modelle mit der Zeit vor allem in der Länge. Mitunter auch in der Breite, ohne aber die klassische Baubreite von 4  Noppen je verlassen zu haben.

Ein weiteres, sehr aussagekräftiges Beispiel, wie sich Fahrzeugtypen über die Jahre geändert haben, ist das Kranwagen-Projekt. Unter damaligen Aspekten, anno 2009, war der erste Kran sicher eine kleine bautechnische Herausforderung. Der Aufwand und hineingeflossene Hirnschmalz in seinen Nachfolger 2014 war aber ungleich höher.

Für Ausstellungen kreierte ich eigens einen kleinen Flyer für die Besucher, die sich damit ein Stück meiner Modelle mit heimnehmen konnten, um sich anschließend nochmals am Computer und in aller Ruhe die MOCs anzuschauen (Hier gibt es übrigens das PDF zum Download).

Das war das, was war. Im Großen, wie im Ganzen. Aber was ist, und – vor allem – was kommt? Nun, beim Blick in die Glaskugel ist zunächst sicher, dass noch weitere Ausstellungsteilnahmen folgen. Und wer möchte, kann meine Modelle vor Ort ausgiebig in Augenschein nehmen. Natürlich freue ich mich dabei auf einen kleinen Plausch. Die erste Austellung des neuen Jahres erfolgt Ende Mai beim „Absolut Steinchen“ in St. Augustin, und wenn sich tatsächlich gegen Ende des Jahres eine erneute Fanwelt abzeichnen sollte, dann sicher auch noch da. Und dazwischen findet sich sicher auch noch Zeit für öffentliche Präsentationen. Zudem ist das Buchprojekt, auch wenn es hierzu derzeit keine neuen Informationen zu vermelden gibt, weiterhin in der Mache. Ebenso plane ich, da mein Bestand an Flyern arg zur Neige geht, diesen zu überarbeiten und neu aufzulegen.

Die stetig wachsende Leserschaft meines Blogs durfte sich in all den Jahren mehrmals pro Monat an neuen Artikeln erfreuen. Lediglich der März und der Juni 2012 blieben als artikellose Lücken in der ansonsten sehr regelmäßigen Historie zurück. Ich reicherte die Artikelvielfalt vermehrt mit echten Feuerwehrmeldungen aus meiner Heimatstadt und ihrer Umgebung an, analysierte einige Materialschlachten bei jüngeren Großbrandereignissen, rezensierte und philosophierte über alte Sets und ergänzte all dies mit interessanten Links zum städtischen Lego-Thema aus dem Internet. Dennoch gaben und geben die Roten aus Farnheim stets den Ton an und sind hier mein sprichwörtlich roter Faden – auch in den kommenden 5 Jahren.

MoRaSt-Modul „Farnheim“ auf der Bricking Bavaria 2013

BB2013_FH38Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Zum ersten Mal stellte ich bei einer Ausstellung nicht bloß meine zahlreichen Feuerwehrmodelle, sondern auch ein mit dem Städtethema (klassisch angehaucht mit Häusern mit offenen Rückseiten) bebautes Streckenmodul im Rahmen der Interessengeinschaft MoRaSt (MonoRail-Standard) aus. Nach Platzauslotung und Stellproben im Vorfeld wurde es nun ernst. Auf der 2013er Bricking Bavaria fügte sich mein Modul in die dortige MoRaSt-Anlage ein. Nach einer doppelten Eckmodulbestückung beim Steinewahn im vergangenen August, war mir nun ein Standard-Streckenmodul vorbehalten. Zudem sprang ich für einen weiteren Modulbetreiber ein, und beschickte eine seiner beiden Eckmodule mit weiteren Exponaten. Den Aufbau hielt ich in dokumentarischer Art und Weise fest, denn wer weiß, wie mein neues Modul bei zukünftigen Ausstellungen aussehen wird. Einige Ideen sehen im übrigen etwas ganz anderes vor. Aber keine Sorge, es bleibt überwiegend rotlastig. Bevor es aber soweit ist, gibt es im Anschluss für diejenigen, die es interessiert, in epischer Breite Fotos von meinem aktuellen MoRaSt-Modul.

Kurz noch ein paar Eckdaten zum Modul:
– Größe: 229,5 x 102 cm, bzw. 9 x 4 Basisplatten à 32 x 32 Noppen
– Gleisstränge bestehend aus:
– 15 langen Geraden
– 17 kurzen Geraden
– 8 90-Grad-Kurven
– 4 45-Grad-Kurven
– 7 Stoppern
– 7 Weichen
– 2 Rampen mit je 2 Streckenelementen
– entspricht einer Gesamtlänge von 13,394 m

Die MoRaSt-Anlage auf der Bricking Bavaria

BB2013_M01Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Nach Absolut Steinchen in St. Augustin im Frühjahr und dem Berliner Steinewahn im Hochsommer folgte auf der Bricking Bavaria ein weiteres und letztes Mal in diesem Jahr die Präsentation in Form einer großen Gemeinschaftsanlage des MoRaSt. Zu der bedeutenden Ausstellung in Bayern waren erneut 10 Aussteller mit ebensovielen Modulen angereist. Zu sehen gab es eine detaillreiche Zechenanlage samt angrenzendem Fluss, ausgefallene Architektur samt Zypper’s bekannt buntem Turm, eine Steampunk-Unterwasserwelt, ein LEGOLAND im Minifig-Maßstab, sowie ein vollständiger Bahnbetriebshof mit Waschanlage. Zudem schnurrten weit über 30 verschiedene Züge über die Schienen der Anlage. Ach ja, ich war ja bekanntermaßen ebenso mit einem Modul beteiligt. Dazu mehr in einem weiteren Posting.

Stellprobe 2.2 beta

Es geht weiter mit der Ausnutzung der Verfügbarkeit des Raumes auf meinem Modul für Bricking Bavaria. Nachdem nun die endgültige Größe des Moduls feststeht, und damit auch mein Gleisplan fix ist, kam die Feuerwehr an die Reihe. Fahrzeug für Fahrzeug wurde probehalber platziert. Schnell füllte sich das Ausstellungsareal. Letztendlich ist die rechte Hälfte der Anlage also wieder üppig rot eingefärbt. Zudem habe ich mich ins kalte Wasser geschmissen, und meinen Streckenplan im Track-Designer umgesetzt:

Streckenplan BB2013Für eine Vergrößerung auf die Grafik klicken

Zur Erläuterung und besseren Vorstellbarkeit sei genannt, dass sich die Publikumsseite am unteren Bildrand dieses Schemas befindet. Zwei Schienenkreise werden die Szenerie gleichzeitig befahrbar machen. Zum einen die außen verlaufende Transitstrecke, die alle Modulbetreiber mit einander verbindet und einen großen Schienenkreis darstellt. Zum anderen über einen inneren Strang, das sog. Binnengleis. Hier werden lediglich Züge über die Nachbarmodule fahren können. Dieses Binnengleis erstreckt sich über insgesamt drei Module auf eine Gesamtlänge von 28 Platten in der Vermaßung 32 x 32 Noppen.