# 6375 – Trans Air Carrier (1990)

Bei dem Zusammenbau dieses Flugzeugsets wurde mir wieder einmal klar, weshalb LEGO-Bausätze einen so hohen Spielwert besitzen: nicht nur, dass die Steine immer wieder beliebig zusammengesetzt werden können, sie glänzen eben mit vielen durchdachten Details, etwaigen Zusatzmodellen und Zubehör, und sorgen so für mächtig viel Drumherum-Spielspaß.

So auch bei diesem hier vorgestellten Frachtflugzeug aus dem Jahr 1990. Neben einem vierstrahligen Jet in schöner, dreifarbiger Farbgebung unterstützen zwei Bodenfahrzeuge (ein Transportbuggy und ein Gabelstapler) das Be- und Entladen der Maschine. Wie schon beim Airport Container Truck (#1772) dienen gelben „Briefkasten“-Boxen als Ladung. Hier sind sie jedoch leer.

Was mir allerdings bei solchen zusätzlichen „Dreingaben“ bislang immer wieder aufgefallen ist, und was sich bis in die Gegenwart durchzieht, ist die Tatsache, das sie meist einfach gestaltet sind und mit weniger Teilen auskommen müssen. So ist hier besonders der Gabelstapler ein simpler Bausatz und ohne viele Details. Lampen fehlen völlig und auch keine Spur von einem Dach oder Auspuffrohren.

Um aber auch auf die spielerisch nützlichen Details zu sprechen zu kommen, verfügt der Flieger über zwei Möglichkeiten der Beladung: einmal durch eine große, nach oben schwenbare setiliche Ladeluke und, was mir persönlich besonders gefällt, durch die hintere Öffnung, in dem man das komplette Flugzeugheck zur Seite schwenkt (eine Boeing B-377 Super Guppy stand wohl Pate). Und hier kommt der Mehrwert der zusätzlichen Modelle zum Tragen: man kann mit ihnen die Be- und Entladung des Fliegers erspielen.

Zu guter letzt sei noch positiv anzumerken, dass sämtliche Dekore auf die Teile aufgedruckt sind, und nicht als Sticker verklebt werden müssen. Eine schöne Sache, der sich die TLC doch bitte wieder verstärkt annehmen sollte. Dann gehören auch endlich die Diskussionen über die verknickten Stickersheets der Vergangenheit an.

Jahr: 1990
Teile: 208
Minifigs: 2

# 1772 – Airport Container Truck (1992)

1992 veröffentlichte man ein limiertes Promotional-Set, das exklusiv nur an Airlines ging. Hierzulande war das die „Deutsche Aero Lloyd“. Nach all den Jahren kam ich nun in den Besitz dieses Sets, bei dem die Container-Sticker und die weißen Bauteile zu meiner Überraschung in einem tollen Zustand sind. Natürlich nagte auch hier und da der leichte Gilb, aber dennoch muss ich die Teile nicht in eine Wanne voll Chlorreiniger schmeißen.

Das Set selbst besteht aus dem, ich nenne es mal Cateringfahrzeug, welches realistisch mit einer Hebebühne ausgestattet ist, um so die Fracht einfacher ins Flugzeug zu laden. Zwei große Container beladen mit je 2 gelben, unbedruckten „Briefkästen“, die wiederum mit einer klar transparenten Tasse und einem 1x2er Stein in rot als Fracht bestückt sind, sowie einem Fahrer mit blauem Overall und Cappie runden das Set ab.

Das Führerhaus des Kleintransporters erinnert durch seine Bauweise und die ähnliche Farbgebung stark an das limitierte Abschleppfahrzeug aus dem Bausatz #1518 – Racing Service Crew aus dem Jahr ’89.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass dieses Set durch ein weiteres Fluggesellschafts-Promosets, das ebenfalls recht rar ist, und im direkten Zusammenhang steht, komplettiert wird: #1773 (Airline Maintenance Vehicle with Trailer).

Jahr: 1992
Teile: 80
Minifigs: 1

GW-ABS (Einsatzstellenabsicherung)

Neu in Dienst gestellt wurde diese Tage der neue Gerätewagen-Absicherung, und ersetzt damit ein Fahrzeug aus den Anfängen der 90er Jahre. Das neue Einsatzfahrzeug wurde mit einer neuen, auf dem Dach verstauten und aufstellbaren Verkehrswarnanlage ausgestattet, während im Laderaum diverse Verkehrsleitzeichen verstaut sind.

Bereits längere Zeit schwebte mir der Gedanke eines Nachfolgermodells des alten GW-Sicherung vor (siehe Link oben). Entweder in Form eines Anhängers oder als komplett neues Fahrzeug. Nach einiger Zeit der Web-Recherche fand ich auf brickshelf.com ein Modell, dass im Grunde meinen Ansprüchen entsprach. Es entstand so ein optisch modifizierter Lieferwagen mit Kastenaufbau und einer großen Hecktür, durch die die beiden Verkehrsleitpilone verladen werden können. Besonderes Merkmal gilt aber der auf dem Dach montierten Verkehrsleiteinrichtung, die mit zahlreichen Warnelementen ausgestattet ist. Ziel war hierbei eine möglichst flache Gestaltung, sodass das Modell natürlich noch in eine Fahrzeughalle passt, und darüber hinaus weiteren Stauraum für zusätzliche Gerätschaften verfügt.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

PKW 3

Ein weiteres Fahrzeug aus der Rubrick „Mädchen für alles“ ist dieser PKW, der im Tagesdienst u. a. auch für Boten- und Kurierfahrten genutzt wird. Die BF verfügt über insgesamt sieben dieser Fahrzeuge.

Wie heißt es so schön: „Kleinvieh macht auch Mist“, und insofern verfügt die Berufsfeuerwehr auch über solche Fahrzeuge, die bautechnisch eher unspektakulär sind. Wie diesen PKW, der alle Merkmale des klasssichen Fahrzeugbaus aufweist: als Basis dient eine 4x10er PKW-Bodenplatte, darauf baut der typische 80er-Jahre-Look auf, der sich lediglich im kastenförmigen Aufbau von den PKWs aus dem damaligen LEGO-Programm unterscheidet. Einige Details, wie der Leuchtbalken, die Antenne oder die Dekorfliese als Motorhaube runden das MOC ab.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Feuer und Flamme – Die Serie

Webisode 4: „Die legende vom Feuertheuvel“

Halloween – Zeit zum Gruseln. So hat für Tom die eindringlich erzählte „Legende vom Feuertheuvel“ ein mentales Nachspiel: ein furchtbarer Albtraum schickt ihn in das Schattenreich vom Feuertheuvel.

 

Es darf wieder gegruselt werden…

„Trick or Treat – Süßes oder Saures!“ – Es ist wieder die Zeit der Gruselgeschichten. Auch Farnheim hat eine zu bieten:

Es geschah 1583 in einer kalten Novembernacht. Einige junge Männer des Ortes sahen plötzlich am Horizont einen glutroten Feuerschein, der ihr Interesse weckte. Sie machten sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen, und sahen sich alsbald im dunklen Nebelwald dem Scheunenbrand der des eigenwilligen Schmieds Theuvel gegenüber.

Der Legende nach habe der Schmied zu Vollmond die Geister aus dem Jenseits beschwört, damit diese Unheil brängen und sich ein schrecklicher Fluch sich über das kleine, friedvolle Dorf senke. Keiner der Bewohner wollte folglich etwas mit ihm zu tun haben. Die Kinder hatten in Angst. Und immer, wenn er den Ort betrat, um sich einige Vorräte zu besorgen, waren alle Fensterläden verrammelt und das Dorf wie ausgestorben.

Auch die jungen Männer mochten den seltsamen Waldschrat nicht, aber, auch wenn sie ihm insgeheim die Pest an den Hals wünschten, ihn in den Flammen umkommen zu lassen, das wollten die sie auch nicht. So versuchten die einen mit Brunnenwasser gefüllten Eimer gegen die Flammen vorzugehen, während die anderen nach ihm suchten.

Einer der Männer machte sich dann aber urplötzlich auf und rannte in die lichterloh brennende Scheune, indem sie den Schmied schließlich vermuteten. Die übrigen Burschen schauten erstarrt in die Flammen. Dann explodierte das Gebäude in einem riesigen Feuerball und mit einem ohrenbetäubenden Donnern erschien ein haushohes diabolisches Feuerwesen, der Feuertheuvel, und verschlang vor Augen der übrigen Männer denjenigen, der eigentlich zum Retter werden sollte…

Es heißt, der Feuertheuvel habe absichtlich den Brand gelegt, um so an unschuldige Seelen zu gelangen. Die Seele des jungen Mannes fand bis heute keinen Frieden, weil sie den Schmied nicht retten konnte. Und so entsteigt, so will es die Sage, der verbrannte Bursche demnach jedes Halloween, um einen ahnungslosen Menschen dem Feuertheuvel zu opfern, als grausige Erinnerung an jene Nacht.

Ein schaurig-schönes Halloween wünsche ich Euch…

DIE BILDER MUSSTEN AUS PLATZGRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN.

# 6677 – Motocross Racing (1986)

1986 erschien ein Offroad-Gespann, auf dessen Trailer ein Motocross-Maschine verladen war. Karosserie und Hängerfarbe sind Gelb, wobei B-Säule und Dach am Zugfahrzeug weiß abgesetzt sind. Beide Fahrgestelle sind schwarz. Das SUV ist hier ausnahmsweise mal nicht typisch auf eine 4x10er PKW-Bodenplatte aufgebaut, sondern sieht dank einer anderen Grundkonstruktion völlig anders aus. So fällt besonders die Frontgestaltung ins Auge, die komplett ohne einen Überhang auskommt und dadurch wie ein klassischer Jeep wirkt. Dennoch ist die Fahrzeugfront zwei Noppen lang, sodass hier noch eine klappbare Motorhaube samt Motorblock-Anmutung platziert wurde. Die selbe Optik spendierte man auch dem Set „TV Camera Crew“ (# 6659) aus dem selben Jahr.

Der Hänger ist eine gelungene Konstruktion aus mehreren Bauteilen, auf der die blaue Motocrossmaschine gesteckt ist. Der Fahrer, eine Minifig im Rennoverall, ist mit einem schwarzen Helm bekleidet.

Jahr: 1986
Teile: 72
Minifigs: 1

# 6609 – Race Car (1980)

Ein kleines, feines Impulsset, was ich als Kind selber besaß. Es besteht aus lediglich 13 Bauteilen, ergibt aber einen hübschen Rennbuggy, bei dem der frontseitig verbaute, bedruckte 2x2er Schrägstein (dessen Aufdruck leider schon etwas abgegrabbelt ist) wunderbar zum oberen Teil des Rennoveralls Fahrers passt. Der Fahrer ist natürlich sicherheitstechnisch mit einem Helm ausgestattet und kann somit behände über die (selbstverständlich abgesperrten) Pisten von Classic-Town brausen.

Interessanterweise ähneln sich die einige Kleinsets, wie der Fire Ranger (#6611), oder der Space Buggy (#886) und der etwas größere Radar Truck (#889) in der Bauweise aus dem Jahren der End-70er und frühen 80er Jahre sehr.

Jahr: 1980
Teile: 13
Minifig: 1

# 6675 – Road & Trail 4×4 (1988)

Nach dem Monstertruck (#6641) kam bereits ein Jahr später für dessen Ersatz ein neuer Monstertruck auf den Markt, der seinem Namen wahrlich alle Ehre machte und seinen „Bruder“ wahrlich in den Schatten stellte. Eine solche Größe und eine solche (fast) mannshohe Bereifung kannte man bislang noch nicht in der klassischen Stadt.

Doch der Reihe nach. Das Modell unterstreicht sein gewaltiges Erscheinungsbild durch die böse schwarz-gelbe Farbgebung. Dazu passen auch die mit gelben und roten Streifen verzierten Türaufdrucke. Dass diese Gerätschaft nur so vor Kraft strotzt verdeutlichen die gleichfalls hier verwendeten großen Ansaugtrichter in der Motorhaube sowie die riesige Dragster-Look-Alike-Auspuffanlage. Man sieht sie förmlich Flammen spucken. Zudem rollt das Modell standesgemäß auf einem luftgefederten Keilfahrwerk. 4 mächtige Technikreifen pro Achse schlagen wahre Wellen in den Asphalt. Auf der Ladefläche klemmt ein Schraubenschlüssel, falls mal etwas nachgezogen werden muss.

Die Minifig in diesem Set trägt ebenso, wie die Figur aus der #6641, ihr Hobby als Aufdruck auf der Brust. Lediglich eine rote Hose unterscheidet sie von ihrem Pendant aus dem Jahr zuvor.

Jahr: 1988
Teile: 81
Minifigs: 1

# 6641 – 4-Wheelin‘ Truck (1987)

Wer bereits dachte, die damaligen Geländewagen und Pickups, also PKWs mit LKW-Bereifung, seien in der Größe schon maximalbereift, der wurde ab 1987 mit diesem Monstertruck eines besseren belehrt. Nicht nur, dass er auf den Technikwalzen rollte, er bot gleich eine satte Zwillingsbereifung an jedem Achsende.

Schön ist hierbei die Farbgebung gelungen, die dreifarbig ausfällt: während der Vorderwagen blau lackiert ist, erstrahlen ab den Türen heckwärts die Fahrzeugseiten in rot. Dach und mit die Fliesen ausgelegte Ladefläche sind weiß gehalten. Zudem atmet der Motor durch zwei mächtige Ansaugtröten, die durch die Motorhaube lugen. Das Fahrzeug bietet eine komplette Beleuchtung, sowie schicke Zusatzscheinwerfer, montiert am Überrollbügel. Und scheint somit für den Betrieb auf Classic-Towns-Straßen zugelassen zu sein. Das offenbar luftgefederte Fahrwerk ist zur besseren Erkennbarkeit gelb abgesetzt. Der Fahrer, ein Monstertruck-Fan durch und durch, zeigt schließlich seine Vorliebe für große Pickups anderen mit seinem Tshirt-Aufdruck.

Jahr: 1987
Teile: 81
Minifigs: 1