Brotherhood

Vor genau vor zehn Jahren ereigneten sich in New York City, Washington D.C. und Shanksville in Pennsylvania die bislang verheerendsten Terroranschläge der Neuzeit, als entführte und vollbesetzte Passagierjets u. a. in die Türme des World Trade Centers krachten. Hunderte Retter des New York Fire Departments eilten in die beiden Türme, um die vielen Menschen zu retten, die Gebäude zu evakuieren und die schier aussichtlose Lage irgendwie wieder unter Kontrolle zu bringen. Doch als etwas später die beiden Tower kollabierten, begruben die Trümmer über 2.700 Zivilisten und auch 343 Feuerwehrwehrleute. Aus diesem traurigen Anlass möchte ich heute mal wieder (dem Thema entsprechend) ein weiteres Buch vorzustellen.

Der englischsprachige Bildband „Brotherhood“ von Frank McCourt, Rudolph Giuliani und Thomas von Essen, seines Zeichens Commissioner des New Yorker Fire Departments, behandelt das Leben der Wehrleute des F.D.N.Y. in den ersten Wochen nach dem Einsturz des World Trade Centers am 11. September 2001. Viele der Wachen sind mittlerweile zu wahren Huldigungsstätten geworden, dessen Fassaden voller Dankbarkeits- und Beileidsbekundungen der Mitmenschen hängen. Vor den Rolltoren liegen bunte Blumenmeere und Stofftiere, es brennen Grablampen und Lebenslichter. Dazwischen immer wieder ergreifende Kindermalereien von jenem Tag, Fotos vom WTC aus längst vergangenen Zeiten und niedergeschriebene Gedanken: „Thank you rescuers, what you did for our city“. Auch eine Zeichnung findet sich darunter, die die drei Superhelden Spiderman, Batman und Superman zeigt, die einen vorüberstreitenen Feuerwehrmann um ein Autogramm bitten.

New York’s bravest. 343 der tapfersten Feuerwehrleute der Stadt verloren an jenem sonnigen Dienstag im September 2001 ihr Leben. Ihnen ist dieser überwiegend farbig gestaltete Band gewidmet. Am unteren Seitenrand laufen in stillem Gedenken die Namen all jener getöteten Feuerwehrleute durch, und begleiten den Betrachter von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein von der renommierten Werbeagentur Ogilvy & Mather auf 222 Seiten gestaltetes und unglaublich bildbewaltiges Werk des Gedenkens, ganz ohne Pathos und der unfassbaren Dramatik am „Ground Zero“, das einfach nur den damaligen, ergreifenden Ist-Zustand in der geschockten Zeit nach jenem 11. September widerspiegelt. Den Prologue fasst übrigens der damalige Bürgermeister von New York City, Rudolph W. Giuliani, zusammen.

Ein authentisches Stück Zeitgeschichte.

Buch „Brotherhood″, gebundene Ausgabe
Verlag: Main Street Press
222 Seiten, 447 Fotos
Sprache: English
ISBN-10: 0916103943
ISBN-13: 978-0916103941
Größe: 33 x 27,7 x 3 cm
Preis: variiert (da hierzulande vergriffen)

Minifigs Sammelfiguren Serie 5 – Teil 1

Nun, nachdem gefühlt ganz Deutschland schon im Besitz der fünften Serie der Sammel-Minifiguren zu sein scheint, habe auch ich endlich meine ersten sechs Tüten ergattern können. Innerhalb weniger Minuten hatte ich meine vermeintlichen Favoriten ertastet. Zuhause dann die Bestätigung: sechs Volltreffer. Na, das war doch einfach… 😉

Allerdings ist die fünfte Serie der Auftakt einer Preiserhöhung auf 2,49 Euro von vormals 1,99 Euro (serie 1-4). Das entspricht satten 20 Prozentpunkten.

Der Tüteninhalt scheint aber nicht mehr so streng zu riechen, wie noch in den ersten beiden Serien. Und die Figuren haben wieder allerlei neue Items und schöne Bedruckungen erhalten.

Bloggerkollege Wortman hat diesbezüglich schon etwas länger die Sammelleidenschaft gepackt.

Küchenbrand in der Nachbarschaft

Wer in meiner Gegend noch nicht sicher war, welche Wache hier zuständig ist, wurde heute schließlich aufgeklärt: FRW 2 (Heißen) – doch das nur am Rande.

Am heutigen frühen Abend wurde die Feuerwehr zu einem Küchenbrand in der Nachbarschaft gerufen. Mit dem kompletten Löschzug rückte diese prompt an und dem Brandherd schließlich mit einen Angriffstrupp und einem C-Rohr auf die Pelle. Entzündet hatte sich ein vergessenes Holzbrett auf einer eingeschalteten Herdplatte. Tatsächlich rückte dazu auch der Löschzug der FRW 1 aus Broich an. Doch die Kräfte wurden nicht benötigt und konnten bald wieder einrücken. Nach etwa einer Stunde war dann auch der Einsatz für die Heißener Jungs schon wieder beendet.

Für die, die es interressiert, sei gesagt, dass die BF Mülheim bereits seit über 30 Jahren auf das Löschzugkonzept mit dem mittlerweile speziell genormten, großen LF 24 setzt, die u. a. eigens in NRW (und Niedersachsen) bezuschusst werden. Seit 2001 setzt man generell auf den sog. „schweren“ Löschzug, der neben der Drehleiter aus dem LF 24 und einem großen TLF 24/50 besteht.

Wie es sich lebt auf der Wache Süd

Nach einigen bildhaften Kurzgeschichten über die Abenteuer der Jungs von Wache Süd, möchte ich heute ein wenig genauer über das Gelände der Feuerwache berichten, das dort bereits ausgiebig als Kulisse gedient hat. Seit der neuesten Geschichte ist aber (wieder) alles anders – nämlich größer.

Um die Wache genauer unter die Lupe zu nehmen, muss ich ein wenig ausholen: Alles begann bekanntlich, nachdem Uschi ein seltsames Artefakt unter dem seit langem nicht mehr Staub gewischten Zentralistentisch vorfand. Als dieses Etwas unter lautem Getöse „explodierte“ war alles auf dem Gelände nicht mehr, wie zuvor.

Die alte baufällige Wache, die als altes Originalset # 6385 (Fire House I von 1985)  in gerademal 19 Szenen Verwendung fand, wich fortan einer modernen Herberge mit allen Schikanen. Optisch bildet sie den Grad zwischen den modernen LEGO®-Sets und den Klassikern der 80er Jahre. Den Baugrund für das eigentliche und wesentliche Hauptgebäude bildet die grüne Bauplatte aus dem Bausatz # 6571 (Flame Fighters aus dem Jahre 1994). Manche halten die Wache Süd für die moderne Variante des letztgenannten Sets.

Wie dem auch sei. Die Wache Süd wird allen Ansprüchen an eine Unterkunft des 21. LEGO®-Jahrhunderts gerecht. Das von einer Mauer (auf der rechten Seite vor dem Turm befindet sich ein offener Waschplatz) umschlossene Areal verfügt im hinteren Teil über eine hohe Fahrzeughalle mit zwei Einstellplätzen, die zwei großen Löschfahrzeugen ausreichend Raum bieten. Zudem finden sich dort von der Decke herabreichende Abgasschläuche und zusätzlicher Lagerplatz für etwas Material.

Das Wachgebäude, ein 3-geschossiger Turm, beherbergt im Erdgeschoss die hochmoderne Zentrale mit einem Zugang zur Fahrzeughalle. Die Zentrale bietet alle computergestützten Spielereien, wie z. B. Digitalfunk. Im Stockwerk darüber befindet sich der Ruheraum der wachhabenden Mannschaft, und im zweiten Obergeschoss ein großer Besprechungs- und Unterrichtsraum samt Whiteboard und Overhead-Projektor.

Erst kürzlich wurde das Gelände auf der linken Seite um einen separaten Hallenstellplatz erweitert. Erbaut wurde dieser auf einer 16x32er Bauplatte in grün, und soll in naher Zukunft als Unterstellplatz für einen geplanten Rettungswagen dienen. Im Augenblick parkt dort der PKW der Tagesdienstes, bzw. sie wird gelegentlich zur Reparaturzwecken genutzt.

Für Erholung der Wehrleute sorgt eine kleine Sitzgelegenheit im Freien, umgeben von ein wenig Grünbepflanzung.

Feuer und Flamme – Die Serie

Webpisode 5: „Der Feuerdieb“

Seit Wochen hat es nun nicht mehr gebrannt. Die Jungs von der Wache Süd wissen schon bald nicht mehr wohin mit der ganzen, unfreiwillig neugewonnen „Freizeit“. Doch als es auf einmal wieder im Bezirk zu züngeln beginnt, da sind plötzlich alle Brandherde auf geheimnisvolle Weise verschwunden, ehe die Feuerwehr am Einsatzort eintrifft.

Projekt „An der Ufertraverse“ – Teil 4

Mittlerweile haben mich einige Anfragen erreicht, die den Wunsch äußerten, Fotos zu zeigen, die meine „Stadt“ einmal im Gesamten zeigen. Dem Wunsch möchte ich mit diesem Artikel heute entsprechen. Denn bislang präsentierte ich die Szenerie nur Häppchen- und Ausschnittsweise.

Nicht, dass bereits alles bebaut sein würde, stattdessen klaffen noch sehr viele Lücken im Straßenbild. Einige schriftliche Ergänzungen zu den Fotos sollen Euch daher die Vorstellung über meine Projekt etwas vereinfachen.

Derzeit umfasst das Projekt derzeit fünf bebaute Straßenplatten, sowie weitere sechs Platten, bei denen die Ausgestaltung noch ansteht. Die Architektur lehnt sich an den aktuellen „City Corner“-Stil an, sprich 1-2 geschossige Stadthäuser mit offener Rückseite. In Kombination mit meiner angedachten Uferbefestigung und einer abgesenkten Wasserfläche an der Vorderseite soll überdies eine gewisse Tiefenwirkung erreicht werden. Vielleicht ergibt sich darüber hinaus noch eine weitere Ausdehnung nach hinten mittels weiterer Bauplatten auf Höhe des Straßenniveaus. Für den besseren Transport und die sichere Verstauung plane ich eine weitestgehend modulare Bauweise mit ein.

Aufgrund der Länge der Bauabschnitte war es nicht möglich diese komplett auf Weiß zu fotografieren. So musste der schnöde Bodenbelag herhalten.

Die bebauten Segmente im Einzelnen:

Segment 1: Hauseigenbau aus dem hellblauen Gebaüde des mittelalterlichen Marktplatzes als Aufstockung des“ TRU“-Spielzeugladens. Daneben findet sich eine eigens errichtete Bushaltestelle samt Wartehäuschen, Sitzgelegenheiten und Fahrkartenautomaten

Segment 2: T-Kreuzung mit kompletter Lichtzeichenanlage und Laternen

Segment 3: unverändeter Bau der bekannten City-Bank plus Modifizierung, bzw. Umbau des zweiten Hauses des mittelalterlichen Markplatzes zu einem historischen Stadthaus und modernem Sportgeschäft im Erdgeschoss. Als Gimmick habe ich zur Überwachung des Verkehrs einen Starenkasten installiert

Segment 4: Schwarzes Stadthaus fungiert als Warenhaus mit Lampengeschäft in der Parterre sowie eine Modifikation des älteren Baustellen-Fertighauses zum Blumenladen. Zur Wasserseite ergänzen einige Sitzgelegenheiten und etwas Grün die Promenade

Segment 5: Gelbes Haus als Eigenentwicklung, dem die Zweiradwerkstatt aus dem Set „City Corner“ als Basis dient. Die „Pizzeria“ daneben ist weitestgehend im Originalzustand belassen worden. Lediglich eine Plakatwand an der rechten Außenseite wurde hinzugefügt

Alle Häuser sind selbstverständlich mit entsprechender Innenausstattung versehen. Dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Die unbebaute Straßenplattenreihe hat noch nicht ihr finales Layout. Jedoch sollen auf ihr einmal eine Feuerwache, ein Stadttor (als Basis dienst  die Tower Bridge) und ein typisches Kontorgebäude zur Wasserseite Platz finden. Zudem folgen Platzierung der Umbauten der „Petshop“-Häuser und des weißen City-Stadthauses aus 2010.

Skurrile Sucheingaben

Weitere vier Wochen + X sind vergangen und mannigfaltige Suchanfragen haben wieder meine Blogseite erreicht. Hier gibt’s nun erneut die lustigsten davon.

11. – linienbus seite

Rechteckig, lang und mit vielen Fenstern.

10. – winkelplatten beim steiler garten

Die braucht man dafür wohl auch.

09. – zivil vito als mtf umbauen

Möglichst eine rote Kombiversion kaufen, Blaulicht drauf, fertig!

08. – rtw crashtest innen

Ich dachte, solche Tests finden immer von außen statt.

07. – sammelfigur uschi

Nein, meine „Zentralistin“ gibt’s noch nicht als Sammelfigur.

06. – feuerwehr lego wache selbst gebaut

Fein gemacht!

05. – wie erkenne ich welche figur 8803

Zweifelsfrei: Tüte aufreißen und reingucken.

04. – minifigs freude

Das ist doch schön, dass Minifigs noch Emotionen auslösen können.

03. – feuerwehr spreizer t-shirt

Neue Dienstbekleidung?

02. – lego feuerwehr mit blaulicht

Ohne wäre es auch in LEGO® witzlos.

01. – horizont verkehrswarnanlage

Eine Anlage, die Autofahrer vor dem Horizont warnt???

Saugwagen

Was tun, wenn’s stockt im Untergrund? Kein Problem, dank des neuen Saugwagens der Stadt gehören durch Laub und Unrat verstopfte Gullis der Vergangenheit an. Mittels eines kleinen 500 L fassenden Aufnahmetanks und zwei Saugeinrichtungen (von der die an der Fahrzeugfront verbaute Vorrichtung vom Fahrerplatz aus fernsteuerbar ist) werden verstopften Abflüssen somit schnell Abhilfe geschaffen.

Nach Kehrmaschine, E-Müllwagen, Schneeräumer und Baustellenfahrzeug fehlte mir noch ein entsprechendes Fahrzeug für die Gullischacht- und Abwasserreinigung. Es sollte obendrein ein handliches und wendiges Modell werden, das speziell auf kleinere Einsätze ausgelegt ist. Bautechnisch orientiert es sich am „Shell“-Pickup und nutzt auch die selbe Fahrgestellbasis. Hauptaugenmerk liegt allerdings auf dem teleskopierbaren Saugrüssel an der Fahrzeugfront. Mit ihm können auch Unterflur liegende Gullis gereinigt werden. Mit einigen Scharnierteilen ließ sich dankenswerter Weise eine filigrane und detaillierte Vorrichtung zusammenzimmern.

Auch dieses Modell erhielt, wie all meine städtischen Einsatzfahrzeuge, das typische wie klassische gelb-rot-gelbe-Farbschema. Details wie ein Besen, eine rückwärtige angebrachte  Hinweistafel und ein Gelblicht vervollständigen das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x8er Platte, die mit dem Doppelwinkel)

LEGO® Sammlerkatalog – 2. Edition

Bereits vor einigen Tagen lag mein langerwartetes Exemplar der Neuauflage des umfangreichen Sammlerkataloges in der Post. Nun aber ein kleiner Einblick, für all diejenigen, die ihn noch nicht kennen oder ihr Eigen nennen. Da dies mein erster Katalog dieser Art ist, war die Erwartung naturgemäß recht hoch und konnte bereits nach dem erstmaligen, schnellen Durchblättern erfüllt werden.

930 komplett farbig gestaltete Seiten warten mit einer Fülle an Informationen auf. Nach Jahreszahlen und fortlaufender Nummerierung sind hier sämtliche rund 7.000 jemals von LEGO® veröffentlichten Bausätze nicht nur abgebildet, sondern auch mithilfe eines Infokastens kurz und bündig erläutert. Darüber hinaus symbolisiert für Sammler eine Skala aus LEGO®-Steinen den Seltenheitswert eines Sets unter heutigen Gesichtspunkten. Allerdings fällt bei genauerer Betrachtung meine persönliche Wahrnehmung zur Verfügbarkeit alter Sets tw. anders aus.

Der Katalog im DIN A5-Format und Softcover wird mit einem exklusiven, streng limitierten LEGO®-„Space“-Schlüsselanhänger ausgeliefert. Tatsächlich finden sich in ihm bereits jetzt erste Abbildungen zu den erwarteten Exklusivsets „Volkswagen T1 – Camper Van“ (#10220) und „Winter Village Post Office“ (#10222), die erst gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Buch „LEGO Collector – 2. Edition“ mit exklusivem Schlüsselanhänger
DIN A5, Softcover

Fantasia Verlag GmbH
390 Seiten, ca. 7.000 Abbildungen
Preis: 27,95 Euro
ISBN-10: 393597664X
ISBN-13: 978-3935976640

 

 

Fundstück der Woche: Feuerwehr-Oldtimer

Beim Besuch der einmal jährlich stattfindenden „Extraschicht“ (der langen Nacht der Industriekultur) fiel mir an einem der zahlreichen Veranstaltungsorte ein wunderbar restaurierter Feuerwehr-Oldtimer ins Auge. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges LF 16 der Berufsfeuerwehr Herne auf einem Magirus Deutz F 125 A Merkur „Rundhauber“. Der Tank im Aufbau fasst 800 Liter Löschwasser und die Pumpe leistet 1600 L/Min bei 8 bar. Es lief noch bis 1987 im Einsatzdienst, wenn auch in letzten Dienstjahren nur noch als Reservelöschfahrzeug.

Der Stadtfeuerwehrverband verfügt noch über drei weitere Fahrzeuge. Wobei der gewaltige RKW10 sicher das Highlight darstellt. Wer mehr Wissen möchte, folgt einfach dem Link.