# 6688 – Ambulance (1985)

Wie beinahe alles in der Town/City-Reihe in gewissen Abständen erfuhr auch der beliebte Krankenwagen 1985 eine Frischzellenkur. So fielen kurzerhand die alten bedruckten großen Fensterflächen weißen und undurchsichtigen Wandpanelen zum Opfer. Das vordere Paar bekam darüber hinaus einen „Rot Kreuz“-Aufdruck, eine 2x2er Fliese ein weiterer weißer 1x2er Stein zwischen den Scheinwerfern ebenfalls. Durch die inverten Schrägsteine bekam das Modell einen gewissen Amphibien-Fahrzeug-Touch, was es in Gesamtheit optisch etwas merkwürdig aussehen ließ. Nichtsdestotrotz verfügt der Bausatz über ein simples und funktionelles Design, das im cleanen Zweifarben-Look daherkommt. Die Blaulichtanordnungen auf dem Dach fanden auch bei einigen Polizeifahrzeugen zu der Zeit Anklang. Erwähnenswert sei noch die Tragen-Formneuheit, die samt Patient und Rettungssanitäter das Set komplettieren.

Als ich das ersteigerte Set schließlich in Händen hielt, war ich sehr positiv überrascht, wie unverkratzt und unvergilbt 25 Jahre alte Modelle sein können. Es war lediglich ein wenig verstaubt. Manchmal frage ich mich, wie pfleglich der oder die Vorbesitzer damit umgegangen sind. Teilweise standen diese offenbar die ganze Zeit als Standmodelle in irgendwelchen Vitrinen. Sammler scheint es wohl auch schon damals gegeben zu haben…

Jahr: 1985
Teile: 72
Minifigs: 2

# 6593 – Victory Cup Racers (1993)

1993 ging ein sog. Hybridset an den Start. Hierbei sorgten nicht alleine nur die die vier Renncarts samt Boxengasse für Spielspaß, sondern darüber hinaus bereiteten ein Sattelschlepper und ein Gabelstapler zusätzliches Vergnügen: konnte man doch die Carts in entsprechenden Containern auf den Sattelzug verladen und so noch besser in das Oberthema „Town/City“ eingliedern.

Das Set setzt sich vier unterschiedlichen Baugruppen zusammen: vier baugleiche, verschiedenfarbige Renn-Carts inkl. Container zu deren Verladung, ein Sattelschlepper, ein Gabelstabler, der bei der Beladung des LKWs behilflich ist, und ein Boxengassenbereich, für die Wartung der Renner und eine entsprechende Siegerehrung nach dem Rennen.

Die vier kleinen Carts bauen sich exakt gleich und verfügen je über eine kleine Motornachbildung samt Auspuffkomponente. Eines ist gar in den Farben der fiktiven Mineralölfirma „Octan“ gehalten. Mit entsprechenden offen gestalteten Containern lassen sich mittels Stapler drei der vier Renner auf dem Auflieger verladen.

Der Auflieger glänzt mit einigen kleinen wie feinen Details. So verfügt er über eine gefakte Luftfederung, die mittels zweier hohen Rundsteine angedeutet wird. Zudem ist die Zwillingsachse „pendelnd ausgelegt“, d. h. jedes Achspaar ist in der Höhe regulierbar. Also gut geeignet, wenn man z. B. Teppichkanten herunterfahren muss ;-). Schön wurde die vordere Abstützung umgesetzt. Ein schwenkbarer Achshalter sorgt dafür, dass der Auflieger nicht auf den Königszapfen fällt. Zudem sind seitlich noch eine Schaufel und ein Besen verstaut.

Gezogen wird das beladene Ungetüm von einer Zugmaschine, die später noch für zahlreiche Nachbauten und Abwandlungen herhalten musste. Hier ist sie, wie auch bereits der Auflieger in einem schicken Bicolor-Schema in Schwarz/Rot. Eine leider nicht nutzbare Schlafkabine hinter dem Führerhaus ist in der 5er-Breite gestaltet und ein imposanter Doppelauspuff sowie Antennen und Gelblichter runden das Modell ab.

Der Gabelstapler, ein recht formschönes Gerät in warnendem Gelb, kommt mit „Highjackers“ daher: steht er doch hinten höher als vorne. Seine breite Gabel passt perfekt unter die Container und kann sie so wunderbar auf den Auflieger heben.

Die Boxengassenszenerie verfügt, wenn auch etwas kompakt geraten, über alles was eine Rennstrecke so braucht: Werkstatt, Siegerpodest, Startampel, Werbeplakate und die bekannte „Checkered Flag“. All das ist mit zahlreichem Zubehör inkl. Siegerpokal aufgewertet.

Und dank der mitgelieferten Minifigs hat man sogar gleich vier Fahrer parat, die dann um den Sieg auf der Piste fighten können.

Die Optik der Steine und Aufkleber dieser Sets befinden sich bis auf einige wenige (austauschbare) Kleinigkeiten trotz seiner 17 Jahre glücklicherweise noch in einem wirklich guten Zustand.

Jahr: 1993
Teile: 458
Minifig: 4

TLF 16 SA (Sonderausführung)

Ein in allen Belangen einzigartiges Fahrzeug war bis zur Indienststellung des SLF 16/18-2 das TLF 16 SA (Sonderausführung). Der 2.500 Liter fassende Wassertank konnte seinen Inhalt mittels einer FP 16/8, die auf der linken Fahrzeugseite verbaut war, auf den Brandherd abgeben. Einige Jahre später installierten die Wehrleute zusätzlich einen Dachmonitor DM 24 M, um mit bis zu 2.400 L Wasserausstoß/pro Minute noch wirkungsvoller gegen Industriebrände vorgehen zu können.

Es sollte mal wieder ein Oldtimer die Bastelstube verlassen, der auch optisch nach einem solchen ausschaut. Inspiriert von den Alternativbauten der Feuerwehrfahrzeuge aus dem alten „Fire House (#6385) von 1986 und einem alten Vorbildfoto auf der Webseite bos-fahrzeuge.info machte ich mich ans Werk. Wichtig war mir, da das Fahrzeug im Dienst der WF Jade Öl „stand“, dass es als mittlerweile Ausgemustert empfunden wird, sowie der zweifabige Look und die zweifelsfreie Erkennbarkeit eines lupenreinen Löschfahrzeugs. Dazu verhalfen mir der mittels roter Leitern offen dargestellte und gerippte Löschwassertank, der linksseitlich angebrachte Pumpenstand, zwei Löschwasserabgänge, eine große Schnellangriffeinrichtung am Fahrzeugheck und der Dachwerfer. Einige (nicht zuviele) Warn-  und lichttechnische Einrichtungen komplettieren das klassisch dreinschauenende Tanklöschfahrzeug.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

FwA-Schlauch

In den Fahrzeugreihen der WF Jade Öl AG befinden sich auch einige Anhänger. Einer dieser Feuerwehrhänger soll nun näher vorgestellt werden: der FwA-Schlauch. Das Fahrzeug wurde 2005 in Dienst gestellt und ist u. a. mit 1000 Metern B-Schlauch, 2 A-Saugschläuchen, Suagkorb, Schlauchbrücken, Strahlrohren und Verteilern beladen und wird immer dann zum Einsatz gebracht, wenn die eigentlich hinreichend dimensionierte Wasserversorgung auf Grund eines extremen Großschadenereignisses zusammenzubrechen droht oder nicht ausreichend erscheint. Ebenso kann der Anhänger auch im Rahmen des TUIS-Abkommens außerhalb der Werkgeländes (z. B. bei Waldbränden, wo lange Schlauchleitungen gelegt werden müssen) angefordert werden.

Das Modell bietet als Basis die gewohnte Zweifarbenlackierung der Werkfeuerwehr. Ein Zwillingsachsfahrgestell lässt auch im Modell eine höhere Nutzlast zu, die in Form von mehreren Geräteräumen und vier kleinen Schlauchtrommeln, einem Verteiler und den zwei langen Saugschläuchen dargestellt ist. Ein Heckabschluss mit Blaulichtblitzern komplettiert das kleine MOC.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er als Anhängerkupplung)

RTW

Das Rote Kreuz als weitere Hilfsorganisation der Stadt beteiligt sich neben der Feuerwehr als Hauptträger des städtischen Rettungswesens an den Aufgaben des täglichen Rettungsdienstes. Zu diesem Zwecke stehen mehrere Rettungswagen (RTW) bereit, die von der eigenen Rettungswache im Zentrum gelegen zu ihren Einsatzorten im gesamten Stadtgebiet auszurücken.

Ein derartiger RTW – der Kreisverband in Farnheim verfügt über sechs solcher Fahrzeuge – wurde im Herbst letzten Jahres in Dienst gestellt. Er ist, wie die Fahrzeuge von der BF auch, mit u. a. Defibrillator, Beatmungsgerät oder auch Vakuummatratze für einen schonenenden Transport von Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenfrakturen notfallmedizinisch komplett ausgestattet.

Als ich ein MOC eines Wohnmobils von Grimer im Eurobricks-Forum sah, wurde ich unweigerlich an die allgegenwärtigen „Spinter“-RTWs in natura erinnert. Da dachte ich, sowas braucht meine Stadt auch. Also baute ich die Frontpartie einfach nach und der Rest ergab sich. Allerdings wollte ich meinen neuen RTW mit einer seitlichen Aufbautür versehen und ihn mit einem neuen Patiententragesystem, was ich in einem älteren LEGO-Set gesehen hatte, ausstatten.

Der Aufbau stellt ein Novum bei meinen Modellen dar: ist er komplett in einer 5-Noppen-Breite gehalten. Die Wahl für diese Breite hat folgende Gründe: mehr Platz im Innenraum und vor allem eine dem Original entsprechend realistische Wiedergabe im Minifig-Maßstab. Jedoch bringt die ungerade Erweiterung auf fünf Noppen eine Vielzahl an Problemen mit sich, wobei die geringe Festigkeit noch das kleinste Übel darstellt.

Die größte Herausforderung war die Gstaltung der Hecktüren und dabei vor allem deren Beweglichkeit. Nach Wochen der Tüftelei und tatkräftiger Unterstützung bei der Lösungsfindung dank einiger 1000steine-Mitglieder habe ich mich nun für eine, ich nenne sie mal „Clip-Lösung“ entschieden, wobei ein jeder Türflügel mit einem 1×1 Plättchen mit waagerechtem Clip befestigt ist. Dieser kann sich in der Seitenwand nach außen drehen und öffnet somit die Tür. Damit jedoch die Drehung funktioniert muss hinter dem clip eine 1×1 Plättchenlücke verbleiben (siehe Bilder). Nicht schön, aber so passt die Trage hinein. Und das wichtigste: ich kann damit Leben… 😀

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Minifigs Sammelfiguren Serie 1 – Teil 2

Noch einmal habe ich mich aufgemacht, meine letzten Wunsch-Minifigs aus der ersten Sammelserie zu ergattern. Diesmal hatte ich mich allerdings besser vorbereitet und gespickt – sprich mir die Barcodes vorher als Handout ausgedruckt. So ausgestattet verglich ich im selben Laden von vor etwa einer Woche die letzten Tüten in der mittlerweile arg dezimierten Box. Scheinbar sollte ich mit dem verbliebenen Rest Tüten doch Glück haben, denn lt. Barcode-Vergleich waren noch zwei Ärztinnen und ein Emoskater darunter. Zu Hause folgte dann selbstverständlich die Überprüfung: und tatsächlich, aus den Bags purzelten nach und nach die Bauteile für die zwei Ärztinnen und den Skater! Har, Har, Har – cheaten macht Spaß! 🙂

Hier nun die Bilder…

GW-Wasserrettung (neue Generation)

Wie bereits im September 2009 angekündigt, ist seit wenigen Wochen, im Zuge der Modernisierung, nun das erste, neubeschaffte Wasserrettungfahrzeug im Dienst der BF. Kosten- und Personaleinsparungen zwangen die Wehr nach einer Kombinationslösung von Boots- und Taucherwagen zu suchen. Fündig wurden sie mit diesem, für Ihre Zwecke zugeschnittenem Fahrzeug, das für den nördlichen Einsatzabschnitt der Stadt vorgesehen ist.

Es verfügt über eine Staffelkabine, in der sich die Tauchmannschaft umkleiden kann, und einen Geräteaufbau mit umfangreicher Beladung, wie Defibrillator, Taucherhelm, Gleitschlitten für Eisunfälle, Ersatzkraftstoff für das Rettungsboot, Sauerstoffflaschen für den Taucher und einen Rettungsring. Selbstverständlich ist das Einsatzfahrzeug auch mit Allradantrieb ausgestattet. Mittels Anhängerkupplung wird es gleichzeitig zum Zugfahrzeug des neuen Rettungsbootes (RTB 1) und rückt bei Unfällen auf dem Wasser immer im Gespann mit ELW, HLF, RTW und NEF im sog. Wasserrettungszug aus.

Die Idee für dieses Modell kam mir nach Durchsicht der tollen 4w-Feuerwehrmodelle, die 2008 bei der Lego Fanwelt in Köln ausgestellt waren. Dort stand ein kleines ein ähnliches Fahrzeug, jedoch als Löschfahrzeug. Meine Variante sollte von Beginn einen anderen Einsatzzweck verfolgen, und so bekam es neben dem Staffelkabinen-Geräteaufbau-Kombination einen Allradantrieb und eine Anhängerkupplung verpasst. Diverse verladene Ausrüstungsgegenstände, Teile der neuen Minifig-Sammelfigur „Taucher“, einige Dachkästen und einen Lichtmast am Heck vervollständigen das Modell. Der kleine Reservereifen auf dem Dach des GW-W ist für den Hänger gedacht, da dieser, um das Boot zu Wasser zu lassen, in selbiges einfahren muss, und dort lauert so manch spitzer Gegenstand auf dem Grund.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x8er + 2x2er 2x2er Anhängerkupplung)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwA-RTB 1

Neben dem neuen Gerätewagen zur Wasserrettung beschaffte die Wehr auch ein neues Rettungsboot vom Typ „Speedwave 2000“. Dieses ist nun mit einem festen Rumpf aus GFK ausgestattet, insgesamt auch größer als das alte Schlauchboot und kann somit mehr Material zur Unglücksstelle bringen. Ein 150 PS-Motor treibt das rund 2,2 t. schwere Boot an. Ausgerüstet ist es zudem mit Radar, Echolot, GPS, Kartenplotter und Fishfinder.

Der Trailer verfügt über keinen Gleitschlitten oder absenkbaren Rahmen das Boot zu Wasser zu lassen, so muss der Hänger an einigen dafür vorgesehen Stellen am Fluss in das Wasser hineingefahren werden, damit das RTB aufschwimmen kann. Mit rund 50 cm Tiefgang ist dies aber problemlos möglich.

Vorbild für mein MOC war Legolokes Modell seines Rettungsbootes. Nadem die dafür benötigten Teile endlich eingetroffen waren, legte ich los und startete mit einem 10 Noppen langen Rumpf (das Bauteil für die Spitze nicht mit eingerechnet). Die Beladung besteht aus einem 2x2x2er Schrankelement, daruf habe ich die Halterung für die Antenne, samt Radar-, Sondersignalanlage, Handscheinwerfer und weiteres Rettungsgerät platziert. Der Außenborder ist schwenkbar ausgelgt und soll mit seinen zwei 1x1er Rundsteinen ordentlich Dampf machen können.

Der Trailer ist ein eher unspektakulärer Bau, bei dem das Boot auf mehreren Fliesen ruht und nur von den Zentralnoppenfliesen an zwei Punkten gehalten wird. Ergänzt wird das Modell mit Rückleuchten und Kennzeichenträger, Bremsklötzen und einer speziellen Abstützung an der Hängervorderseite.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x2er Anhängerkupplung + 2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.