ELW

Im Rahmen der Neubeschaffung und Modernierung der Führungsfahrzeuge entschied man sich die kleinen Kombi-PKWs durch wesentlich größere Kleintransporter als Basis zu ersetzen. Die Vorteile liegen mit einer höheren Zuladung und geräumigerem Innenraum bei ähnlichen Fahrzeugabmaßungen auf der Hand. Und die Mehrkosten halten sich in einem überschaubaren Rahmen. Die Ausschreibung für die Beschaffung von zunächst 9 Führungsfahrzeugen inkl. Innenausbau (Mit Lagetisch, einem Funkplatz, Drucker, Rechner, Gefahrgut-Datenbank, sowie Verstaumöglichkeiten entsprechender Materialien im Fahrzeugheck) gewann ein renomiertes Unternehmen, dass sich bereits jahrzehntelang im Karosseriebau betätigt.

Bei der Aktualisierung der eigenen Modellfahrzeugpalette werden auch einige der kleinen, eher unspektakulären Modelle einem Facelift unterzogen. Somit hat es nun auch die Einsatzleitwagen erwischt. Heutzutage sind solche Fahrzeuge bei Berufsfeuerwehren eher größer dimensioniert, um eine entsprechend umfangreiche Ausstattung vor Ort parat zu haben. Somit entschied ich mich, meiner Fantasie-Wehr einen eben solchen Kleintransporter zur Seite zu stellen. Ausgestattet mit einem Funktisch, diversen Koffern, Absperrmaterialien und einer Winkerkelle kann es so gut gerüstet in den Einsatz gehen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

GW-Boot „Bootswagen“

Die Berufsfeuerwehr Farnheim unterhält, bedingt durch die städtische Geografie, zwei Wasserrettungszüge. Während einer im Norden stationiert ist, und für die dortigen öffentlichen Gewässer, sowie den unteren Flusslauf samt Nebenarme bis zur Mündung in die Nordsee zuständig ist, entfallen auf den zweiten Zug alle südlichen Gewässertypen, sowie der Seehafen. Hier sorgt ein sog. schwerer Wasserrettungszug (WRZ) für die Rettung in der Not. Dieser Zug setzt sich i. d. R. aus einem ELW, einem HLF, ggf. Rüstwagen, einem Taucherwagen (GW-Taucher) und einem Bootswagen (GW-Boot) zusammen – immer unterstützt von RTW und NEF.

Neben dem Taucherwagen ist dieser Bootswagen sicher ein fahrzeugtechnisches Highlight des WRZ II. Es ersetzt einen etwa 25 Jahre alten Vorgänger, der nun in den verdienten Ruhestand entlassen wurde. Der neue Bootswagen ging im Sommer dieses Jahres in Dienst und ist mit einem Aluminium-Mehrzweckboot beladen, das mit dem heckseitig verbauten Kran zu Wasser gelassen werden kann. Die Beladung umfasst Tauchgeräte, Rettungsgeräte für Wasser- und Eisunfälle aller Art, sowie Ausstattung zur Mensch- und Tierrettung.
Ich bin derzeit dabei nach und nach meinen gesamten Fahrzeugbestand zu überarbeiten. Manches ist über über drei Jahre alt, und im Vergleich zu den heutigen Modellen nach eigenem Gusto nicht mehr zeitgemäß, was Funktion, Optik und Detailgrad anbelangen. Und somit fiel der alte GW-Wasserrettung dem Bootswagen zum Opfer. Aus einer angedachten Optimierung erwuchs ein komplett neues Modell nach Frankfurter Vorbild. Kniffelig war hierbei zum einen die niedrige Gestaltung des Aufbaus (insbesondere funktionaler Geräteräume), damit darauf höhentechnisch noch ein kleines Boot Platz findet, und zum anderen ein „zusammenfaltbarer“ Heckkran. Hierfür entschied ich mich für einen Klappmachanismus aus Clips, anstelle der alten 2-Finger-/3-Finger-Gelenke. Für den letzten Feinschliff möchte ich zukünftig das Mehrzweckboot mit einer hellgrauen Schale ausstatten (sofern es die Bauteile in der Farbe überhaupt gibt), um ihm ein wenig mehr Aluminiumcharakter zu geben.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (1×2 auf 1×4 Bracket, 2x12er Platte)

KEF (Kleineinsatzfahrzeug)

Das Einsatzkonzept der Berufsfeuerwehr sieht u. a. bei Einsätzen kleinen Umfangs, überwiegend bei einfachen technischen Hilfeleistungen, vor, dass ein KEF zur Einsatzstelle beordert wird. Entweder allein als selbsttätiger Trupp, oder als Teil eines Fahrzeugverbandes (mit Löschfahrzeugen oder in Verbindung mit RTW und NEF), wenn sich hinter verschlossenen Türen Personen in aktur Gefahr befinden. Das Einsatzspektrum umfasst kleinere technische Hilfeleistungen, das Beseitigen von Ölspuren, Notfalltüröffnungen oder das Löschen von Kleinstbränden. Ebenso können hiermit Personen aus öffentlichen Gewässern in Ufernähe gerettet werden.

Dieses Fahrzeug ist Teil der Beschaffungsmaßnahme die alte Generation der ersten KEFs zu ersetzen. Nachdem bei den ersten beiden Nachfolgefahrzeugen allerdings eine derart hohe Störanfälligkeit und gar ein gebrochener Rahmen auftrat, sah sich die Abt. Technik nach etlichen werksseitigen Nachbesserungen genötigt von der Bestellung Abstand zu nehmen, die bereits in Dienst gestellten Fahrzeuge zurückzugeben, und neu auszuschreiben. Ein anderer Hersteller konnte gar mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis gefunden werden. Zudem verfügen die Fahrzeuge, dank des neuen Herstellers, ab Werk bereits über eine höhere Gewichtsreserve. Da jede Feuerwache im Stadtgeboet eines dieser Fahrzeugtypen in seinem Fuhrpark vorhält, stehen noch weitere fünf Lieferungen bis Jahresende aus.

Turbolöscher

Der Fahrzeugpark der Werkfeuerwehr Jade Öl war bislang schon ziemlich beeindruckend. Doch nun ist er noch ein wenig beeindruckender geworden. Denn als letzten Neuzugang konnte man ein sog. Aerosol-Löschfahrzeug, im Volksmunds „Turbolöscher“ genannt, in Empfang nehmen. Dieses Fahrzeug ist durch seine besondere Konstruktion zweier Jettriebwerke, in die Löschwasser zur Zerstäubung eingespritzt werden kann, in der Lage bis zu 8.000 L Löschmittel/Minute auf den Brandherd aufzubringen. Es kann neben der aktiven Brandbekämpfung auch zum Kühlen gefährdeter umliegender Gebäude, zum Niederschlagen austretender giftiger Gase und Rauchwolken, sowie zum Belüften von Tunnenanlagen eingesetzt werden. Der massiven Badarf an Löschwasser durch ein sog. Unterstützungsfahrzeug und durch das Hochleistungs-Pumpsystem HFS sichergestellt. So gerüstet sieht die Werkfeuerwehr einem möglichen Störfall ein wenig gelassener entgegen.

Nach dem Großbrand in Krefeld, bei dem ein solcher Turbolöscher der WF Chempark aus Dormagen eingesetzt wurde, und durch die Anregung des Lesers und 1000steine-Mitglieds „amhh“, machte ich mich daran, ein solches Modell in den klassischen LEGO-Maßstab zu transferieren. Die entsprechende Herausforderung und Hauptaugenmerk bei der Umsetzung lag auf der Löscheinrichtung selbst. Natürlich sollte sie über die selben Funktionen verfügen, wie das Vorbild, sprich schwenk und drehbar sein. Dank einiger Brackets und Fliesen lies sich ein entsprechende Ummantelung und Ausgestaltung der Löscheinrichtung realisieren. In den Fotos sind die Details der innenliegenden beiden Jettriebwerke und der Löschwassereinspritzung zu erkennen. Montiert auf einem passenden 3-Achs-Fahrgestell, das neben der Fahrerkabine auch über einen entsprechenden Geräteaufbau zur Wassereinspeisung verfügt. Da dieses Fahrzeug den Lieferzustand zeigt, wird in Eigenregie noch die tradionelle weiße Bauchbinde angelegt. Bilder werden selbstverständlich noch nachgereicht.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er + 1x2er Platte + 1×2 aus 1x4er Bracket)

#1590 – Breakdown Assistance (1982)

Als Sammler an sich erfreut man sich natürgemäß am meisten über die wirklichen raren Dinge im eigenen Sammelgut. So verhält es sich bei mir doch ein wenig mit diesem Set „Breakdown Assistance“, das 1982 in den Niederlanden anlässlich zur Promotion des dort operierenden Pannendienstes ANWB (in etwa vergl. mit dem dt. ADAC) erschien. Hierzulande ergab sich aber kürzlich für ein ein Angebot des im deutschsprachigen Raum (trotz der Nähe zu den Niederlanden) äußerst raren Set, das ich nicht ausschlagen wollte und konnte. Tja, Sammler eben…

Das Promotion-Set fällt von der Ausstattung recht umfangreich aus: Es bietet drei Autos, vier Figuren, allerhand Absperrzubehör, ein Werkstattgebäude und Notrufsäulen. Garniert wird das ganze mit ein wenig Grünzeug auf zwei typischen Straßenplatten aus jener Zeit (Straßenmarkierungen OHNE Radweg). Das Pannenfahrzeug ist ein typischer PKW der „Classic Town“-Ära. Auch die rote Farbe überrascht nicht wirklich. Das Pannenhilfefahrzeug in der Kombiausführung, das mit allerlei Zubehör ausgestattet ist, ist da optisch schon interessanter, da hier offenbar ein echter Renault R4 oder ein DAF 33 Pate gestanden haben. Das spätere Modell #6521 „Emergency Reparier Truck“ könnte durchaus, mit etwas Phantasie, die frei verfügbare Variante dieses Sondermodells darstellen. Das Highlight bildet aber sicher der Abschleppwagen, der überdies mit herabklappbaren Auffahrrampen ausgestattet ist. Mit ihm kann das Pannenfahrzeug in der passenden Werkstatt wieder flottgemacht werden. Das Telefonhäuschen bietet darüber hinaus blaue Scheibenrahmen (mir verklebten Scheiben), die, wie auch die passende Tür, nur in diesem und im vier Jahre später erschienenden Tochter-Set des schweizerischen Pannendienstes #1589 „Touring Club Schweiz“ Verwendung fanden. Die Minifigs, insbesondere die drei Machaniker mit ihren polizeihaften Overalls und ihren weißen Mützen sind in dieser Kombination nur in diesem Set zum Einsatz gekommen. So machen also die vielen Kleinigkeiten und nicht zuletzt die speziellen Aufkleber des ANWB dieses Promo-Set so einzigartig.

Leider sind bei meinem Modell mit den Jahren ein paar der Sticker abhanden gekommen. Ebenso, wie original Scharnierklappen an den Auffahrrampen. Aber immerhin ist die Anleitung dabei. Also ein Indiz dafür, dass dieses Set tatsächlich ein Original war und ist.

Jahr: 1982
Teile: 233
Minifigs: 4

Die olympischen Spiele in LEGO®

Die XXX. olympischen Sommerspiele in London sind zwar seit gestern Geschichte, aber der britische Guardian hat eine illustre und äußerst amüsante Videogalerie zusammengestellt, in der man sich nochmals sämtliche sportlichen Highlights (inklusive des-100 Meter-Sieg von Usain „Lightning“ Bolt) und Missgeschicke der Wettkämpfe als Brickfilm ansehen kann – KLICK

Altreifen-LKW

Ein weiteres Fahrzeug eines ortsansässigen Entsorgungsunternehmen, das ich heute vorstellen möchte, ist dieser LKW, beladen mit einer ordentlichen Fuhre Altreifen. Als Teil des Fuhrparks ist er tagtäglich unterwegs die Altreifen der zahlreichen Autohändler und -werkstätten der Stadt abzuholen, wo sie dann bei einem ortansässigen Entsorgungsunternehmen recycelt werden, der die einzelnen Reifenbestandteile anschließend dem Rohstoffkreislauf erneut zur Verfügung gestellt.

Dieser LKW entstand mehr oder minder aus „Restteilen“ und einer eher flüchtigen Idee. Aber damit der Lastwagen nicht wie eine Resterampe aussieht, bekam er ein ansprechendes Tricolor-Farbschema (wenn man die Ladebordwände als Teil des Farbkonzeptes mit einschließt), und einige Details spendiert. Realistisch anmutende Fahrgestellanbauteile, einen Feuerlöscher am Fahrzeugheck, Zusatzscheinwerfer montiert an einem hinter dem Fahrerhaus montierten Bügel und eine satte Ladung verschiedenster Reifen(größen) komplettieren die Ausstattung. Natürlich sind die Bordwände zu drei Seiten herabklappbar. Später, wenn ich wieder die passenden Teile vorrätig habe, soll das Fahrzeug zudem über eine Kippfunktion verfügen – so der Plan.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

# 6420 – Mail Carrier (1998)

Wer hätte gedacht, als 1998 dieser freundliche Postbote auf seinem gelben Drahtesel daher kam, dass das Fahrrad bis heute in seiner Fahrgebung ein rares sein und bleiben sollte. Ich formuliere das mal vorsichtig im Konjunktiv. Denn, dass es anders geht, bewies LEGO® 2010 mit der Neuauflage des gelben Bauarbeiterhelms im Toy-Story-Set #7789 Lotso’s Dump Truck.

Nun aber zurück zum Set. Das Post-Thema wurde ja bereits zu Beginn der 80er Jahre mit mehreren Sets eingeführt. Lange Jahre danach tat sich auf dem Sektor nichts, ehe rund 13 Jahre nach dem letzten Ur-Postset diese und einzige Postneuheit auf den Markt kam. Doch wollte sie sich nicht so recht in die bestehenden Sets einfügen, denn Dienstoverall und Briefkasten waren nun mit einem stilisierten Logo der königlich-dänischen Post bedruckt. Der Korb, der am Fahrrad festklemmt werden kann, erschien in schwarz zum bislang letzten Mal in einem Set. Ansonsten bewährten sich auch hier einmal mehr die im Dekor zeitlos wirkenden 1x2er „Brief“-Fliesen.

Jahr: 1998
Teile: 12
Minifig: 1

Pritschen-LKW mit Ladekran und Tandemhänger

Private Bauunternehmer gibt es in Farnheim ja eine Menge. Diese liefern Kies, Zement, Steine oder aber auch ganze Schreberhäuschen frei Haus und stellen diese auch noch auf. Was aber, wenn in der City, auf öffentlichem Grund, neue Designleuchten aufgestellt werden sollen, um das städtische Antlitz aufzuhübschen? Logisch, da kommt auch ein solcher Unternehmer ins Spiel, und der hat auch gleich adäquates Equipment dabei: einen dreiachsiges Pritschen-Zugfahrzeug mit Ladekran und passendem Tandem-Hänger.

Nachdem ich über einen Kumpel den „Wechselpritschen-LKW“ aus dem Trainset #4537 zugespielt bekam, war die nötige Inspiration, eine dreifarbige Kabine mit klassischem Look zu kreieren, gegeben. Fehlte eigentlich nur die nötige Einsatzbestimmung. Tja, nur… Die darauffolgende Schaffensphase war ein regelrecht harter Entstehungsprozess – Try and Error sozusagen. Zunächst wurde es, wie beim Inspirationsmodell auch, eine Wechselpritsche samt Hänger. Da mir dies zu sehr am alten Original angelehnt war und wenig eigenständigen Charakter besaß, rupfte ich ihn fluchs wieder auseinander. Aus dem Zwei- wurde dann irgendwann ein Dreiachser. Dem Kran, bei dem sich das Verstauen der ausklappbaren Stützen als kniffelig erwies, folgte, ein seltsam anmutender containerhafter Aufbau für Schrott aller Art. Auch dieser wirkte konnte mich nicht vollends überzeugen – werder optisch noch bautechnsch. Also, wieder alles auf Anfang und eine Bestandsaufnahme gemacht, ins Internet geschaut und gehofft, das mich die Muse küsst. Letztendlich hat sie mich mich vielleicht nicht vollends mit ihrem Schmatzer erwischt, aber ich bin dann doch noch mit dem Endergebnis zufriedengestellt. Tja, so fühlt sich wohl eine Baublockade an. Uff!

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er und 2x2er Platte am Zugfahrzeug), 7 Noppen (2x6er Platte und 1x2er Anhängerkupplung am Hänger)