Rettungswache 1

Neben fünf Unterkünften der Berufsfeuerwehr, sind auch 3 Rettungswachen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie dienen ausschließlich der notfallmedizinischen Versorgung der Einwohner. Die heute hier vorgestellte Rettungswache befindet sich im nördlichen Stadtteil Beklum. An ihr sind zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert und rund um die Uhr vom Rettungsdienstpersonal der Feuerwehr besetzt.

Das notfallmedizinische Konzept der BF Farnheim, das in seinen wesentlichen Strukturen mit Beginn des 21. Jahrhunderts Start der Realisierung fand, beinhaltet die strategische Verteilung von medizinischem Personal und Material, neben der bisherigen Unterbringung an den Feuerwachen, in speziell errichteten über das Stadtgebiet verteilten Rettungswachen. Mit dieser Umstrukturierung sollten die Anfahrtswege auf ein mögliches Minimum verkürzt werden, was auch entlegene Gebiete einschließt. Mit den zusätzlichen drei permanent besetzten Rettungswachen ist im Einsatzfall jeder Ort Farnheims innerhalb von 6 Minuten erreichbar. Das verkürzte die Anfahrtszeit mitunter um bis zu 5 Minuten.

Neben der umfangreichen Überarbeitung der kürzlich vorgestellten Rettungsdienstfahrzeuge sollte zudem ein Modell einer eigenen Rettungswache entstehen. Da mir noch diverses Baumaterial aus einigen Sets älterer Feuerwachen aus dem 2010er Programm vorlag ging ich ans Werk. Die Optik orientiert sich ein wenig an die käuflich zu erwerbenden Wachgebäuden, ohne diese kopieren zu wollen. Der neugestaltete Gebäudekomplex bietet Platz für drei Fahrzeuge (einem NEF und zwei RTWs), sowie komplett eingerichtete Sozialräume für das Personal. Hierunter findet sich ein Computerarbeitsplatz, Büromöbel, Küchenzeile, Aufenthalts- sowie Ruheraum, Toilette und Möglichkeiten der Umkleide. Das große beleuchtete Dachtransparent macht weithein sichtbar, um welche Art öffentlicher Einrichtung es sich hierbei handelt.

S-RTW (Sonder-Rettungswagen)

Die Modernisierung des Rettungsdienst-Fahrzeugparks schreitet zügig voran. So erhielt die Berufsfeuerwehr kürzlich ihren ersten S-RTW, der so mittlerweile bei zahlreichen Feuerwehren Deutschlands zu finden ist. Dieses Fahrzeug wurde für unterschiedliche Einsatzanforderungen und -szenarien der Berufsfeuerwehr Farnheim konzipiert. Auf einem leichten LKW-Fahrgestell mit ausreichender Motorisierung setzte man einen in sich abgeschlossenen Kofferaufbau samt Hebehühne, um mit ihm vor allem adipöse Nottfallpatienten zu transportieren. Ein spezielle Schwerlasttrage kann Gewichte bis zu 700 kg aufnehmen. Der so konstruierte Fahrzeugaufbau lässt somit auch den Transport höchst infektiöser Patienten zu. Sein spartanisches Inneres lässt sich zudem einfach und schnell reinigen. Die Verbindung vom Patientenraum zum Fahrer erfolgt hierbei über eine Gegensprechanlage. Der Patientenraum ist überdies klimatisiert.

Viele Feuerwehren in Deutschland verfügen in ihrem Fuhrpark mittlerweile über ein ähnliches Exemplar für ebensolche Aufgaben. Bei der Recherche dieses Fahrzeugtyps stieß ich auf den Mehrzweck-Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Herne, der meinen Vorstellungen eines solchen Fahrzeugs am meisten entsprach. Bei meiner Umsetzung kam natürlich auch wieder das neue Farbschema zum tragen, dass, wie ich finde, auch an einem Fahrzeug mit solch großen Seitenflächen hervorragend funktioniert. Die Fahrerkabine trägt erneut das schon bekannte „Familiengesicht“, um die optische Vereinheitlichung des Fahrzeugparks zu versinnbildlichen. Details wie eine Ladebühne, Gerätefächer, eine umfangreiche Sondersignalanlage, Dachlüfter, Umfeldbeleuchtung und eine spezielle Trage runden das Modell ab.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2 x 8er + 1 x 2er Platte + 2 Stück 1 x 2er Fingerscharnier für den Ladebordwandmechanismus)

Neuheitenrecyling, oder „Never touch a running system“

Gerade ist ja wieder die Zeit der Spielwaremessen. Aktuell präsentieren sich die Hersteller mit ihren Produktneuheiten in Nürnberg. So auch das dänische Traditionsunternehmen mit den genoppten Bausteinen. Man präsentiert sich in der fränkischen Metropole mit den kommenden Sommerneuheiten sämtlicher Themenbereiche.

Und somit erwarten uns im Laufe der Zeit wieder, wie jedes halbe Jahr, mitunter tolle Setneuigkeiten. Gleichzeitig begrüßt uns dabei aber auch das sog. Murmeltier. Sicher, sämtliche Neulinge sind durchdesignt, glänzen mit tollen neuen Bauteilen und Farben und überzeugen mit hohem Spielwert. Allerdings haben sie besonders für die ältere Käuferschar den, ich will mal sagen Beigeschmack, dass L. bekannte Sets in im wieder regelmäßigen Abständen als Remake neu veröffentlicht. Eine solche Strategie mag bei einigen Dauerbrenner-Bausätzen durchaus Sinn machen, aber wie schön wäre es doch mal die Palette um ein paar frische Modelle zu erweitern. Eine Stadt (als Beispiel, bei das Set-Recycling sicher in einem hohen Maße auffällt) besteht nun mal nicht nur aus Feuerwachen und Polizeistationen. Überspitzt gesagt.

Versetzt man sich allerdings mal in Lage des Unternehmens, kann man sicher argumentieren, dass L. vornehmlich ein Kinderspielzeug ist, und die avisierte Zielgruppe aus jungen Menschen im zarten Alter von 6-12 Jahren besteht. Zur Kundenbindung sei randnotizlich erwähnt, dass sie im voranschreitenden Alter in „erwachsenere“ Themenbereiche, wie Technic oder Creator wechseln können. Das hieße ganz nüchtern, dass sie in diesem Zeitraum eh nicht so viele Neuauflagen mitbekämen. Und außerdem bieten typische Blaulicht-Heldenberufe auch viel mehr Action als ein Marktstand samt Blumenverkäufer.

Aber genau diese querdenkerische, blumenverkäuferische Herangehensweise würde sicherlich auch die jenigen Käufer zu schätzen wissen, die länger als die prognostizierten sechs Jahre dem oben genannten Bau-Genre treu bleiben. Mut zur Lücke muss nicht immer heißen in neue Themennischen vorzustoßen, auch kleiner gedacht ist in den etablierten Themenwelten durchaus Luft für andersartiges. Warum also nicht mal…:

• ein Taxistand mit Droschke, Fahrer und Fahrgst
• ein Handwerkerlieferwagen samt Monteur
• ein gescheites Stadtausgestaltungszubehör (mit mehreren Laternen, neuen Verkehrszeichen, etc.)
• verschiedentliche Geschäftshäuser (à la City Corner)
• ein Kinderspielplatz
• ein Supermarkt
• ein Betonwerk (um mal Crans geäußerten Wunsch aufzugreifen)

Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Dass es geht, bewies das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder. Z. B. mit dem 1988er Parkhaus, der 1990er Monorail-Bahn (inkl. der Space-Derivate), dem 2010er VIP-Shuttleservice, oder auch dem 2010er Recyclinghof.

Bedenke, was für das Städtthema gilt, gilt natürlich gleichermaßen für alle anderen Brot-und-Butter-Themenbereiche. So, nu aber Schulz gezz mit meinem Geseier. Und genug der Ideenvorschläge, denn wenn es das doch irgendwann einmal alles gäbe, hätten wir ja schließlich nichts mehr zu bauen. 😉

Nun ja, jedem sein Stein.

Sportcoupé Brickstreet GT R/T

Neben den Neubeschaffungen bei der Feuerwehr tut sich auch auf dem zivilen Sektor einiges. So ist z. B. dieses neue Sportcoupé hinzugekommen. In strahlendem, weil trendigem Weiß mit schwarzen Applikationen und stilvollen Alufelgen kommt der komfortable Grand Turismo in der R/T- (Road & Track) Variante daher. Seine großzügig dimensionierte Abgasanlage und die satte Spurverbreitungen lassen erkennen, dass der Sportler unter der Haube über ein paar ordentliche Muskeln verfügen muss. Understatement eben.

Nach meiner letzten großen Bricklink-Bestellung, die unter anderen viele Teile für den Fahrzeugbau beeinhaltete, kann ich mich nun wieder ungehemmter dem Fahrzeugbau widmen. Den Start macht dieser hier vorgestellte GT. Der formentechnisch im Sinne der ursprünglichen Wortbedeutung als klassischer Gran Turismo auf „große Fahrt“ geht. Dem Cars™-Thema sei Dank, konnte ich dem Modell auch adäquate Leichtmetaller auf die Niederquerschnittsgummis ziehen. Diese entstammen in dieser Farbgebung aber dem Promotional-Set „Mini Hogwarts Express“ (#40028). Ebenso runden (im wahrsten Wortsinne) die neuerlichen Rundfliesen als Beleuchtungseinheiten die Bauteileliste ab.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4 x 10er PKW Basisplatte – lang)

# 6679 – Exxon Tow Truck (1980)

Passsend zum noch sehr jungen Town-Thema veröffentlichte die TLC, in Verbindung mit Exxon, einem US-Mineralölgiganten, zwischen 1979 und 1984 ganze vier Promotion-Bausätze. Eines dieser Sets war der Exxon Tow Truck (#6696) aus dem Jahr 1980. Es kam nur als Exklusiv-Set und in begrenzter Stückzahl in den Verkauf, und besteht aus einem mehrheitlich blauen Abschleppwagen mit roten Akzenten, einem kurzen Roadster in patriotischem Lackkleid, einem Exxon-Mitarbeiter und einem blauen Sturzhelm. Ob der Helm für den Betrieb des Roadster erforderlich ist, wird nicht weiter aufgelöst. Ab man benötigt ihn (wegen der Sicherheit), wenn man die Alternativbauten auf der Kartonrückseite nachbaut.

Wer sich in der klassischen Set-Welt vergangener Jahrzehnte ein wenig auskennt, dem fällt sofort auf, dass sich der namensgebende Abschleppwagen in nur wenigen Details vom gelben Tow Truck aus dem Set # 6363 – Auto Repair Shop aus dem selben Erscheinungsjahr unterscheidet. Es wurde also für das Mineralölunternehmen nicht wirklich etwas neues entwickelt, sondern lediglich in den Exxon-Firmenfarben umgestaltet.

Das Pannenfahrzeug ist ein kleiner weißer Roadster, der von der Seitenansicht betrachtet, vor allem heckseitig arg zu kurz geraten ist. Das abwechslungsreiche Farbschema in „red, white and blue“ schaut indes recht gelungen aus. Ein entsprechend zweifarbiger 2×2 Noppen großer Aufkleber auf der Motorhaubenfliese ergänzt und unterstützt die dreifarbige Optik.

Apropos Aufkleber. Überhaupt sind/waren sämtliche Dekorelemente in diesem Set als Aufkleber ausgelegt. Das hat, vor allem nach über 30 Jahren, den Nachteil, dass sie tw. in einem bemitleidenswerten Zustand sein können und auch mitunter sind. Ich lenke dabei das Hauptaugenmerk mal auf eines der Fotos, das den Logo-Sticker der Beifahrertür des Abschleppwagens zeigt. Hier ist dringend entsprechende Nachsorge vonnöten. Ansonsten aber kleben (hierbei) alle übrigen Aufkleber seit dem ersten Tag nach wie vor auf ihrem vorgesehenen Teileträger. Sie sind zwar abgewetzt und etwas speckig. Besonders fällt dies an der Minifig auf. Aber, sie sind noch da.

Jahr: 1980
Teile: 79
Minifigs: 1

TroLF 1500

Die Werkfeuerwehr Jade Öl AG hat in ihren Reihen auch ein, mittlerweile älteres Trockenlöschfahrzeug. Dieses Fahrzeug wurde Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts beschafft, und steht bald vor seiner Ablösung. Ein lokaler Regionalflugplatz in der Umgebung hat bereits Interesse bekundet. Das Fahrzeug verfügt über zwei je 750 kg fassende Löschpulverbehälter der Brandklassen B und C und entsprechende Schnellangriffeinrichtungen mit je 30 m Hochdruckschlach. Ein Seilwinde an der Fahrzeugfront wurde nachträglich montiert.

Als eines der dienstältesten Fahrzeuge ging das alte TroLF 1500 nun in Rente und seiner Bestimmung nach, als Teilelieferant für ein neues Modell zu dienen. Nicht für irgendeins, sondern für einen gleichwertigen Ersatz. Das neue Fahrzeug wird aber nicht länger im Farnheimer Berufsfeuerwehrfuhrpark seinen Dienst verrichten, sondern bei der Werkfeuerwehr Jade Öl AG. Das alte Modell mutete doch, rückblickend betrachtet, mittlerweile vom Baustand sehr antiquiert an und passte von der Optik und seinem Detailgrad nicht mehr in die Reihe der aktuellen Fahrzeugflotte.

Das neue Modell wurde auch etwas größer und stellt so etwas wie einen Unimog dar. Wenngleich auch ohne einen Unimog darstellen zu wollen. Das Modell selbst soll bereits einige Dienstjahre auf dem Buckel haben. Die Gerätekästen am Ende des Aufbaus beeinhalten die beiden Schnellangriffseinrichtungen, die ich hierbei auch nutzbar darstellen wollte. Vergleichbare Modelle, die ich bei der Recherche fand, hatten hier lediglich einen 1 x 4er Stein verbaut. Ansonsten verfügt das Modell über eine entsprechend dem Original nachempfundene feuerlöschtechnsiche Einrichtung mit zwei Pulvertanks, Druckgasbehälter, Bedienungsfeld zum Betrieb des Löschmittels, sowie zwei kleinen, separaten Pulverlöschern. An der Front ist eine abgedeckte Seilwinde und auf dem Kabinendach eine Ausstiegsluke erkennbar.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er + 2x2er Platte)

Notarzteinsatzfahrzeug

Neben der Modernisierung im Bereich der Rettungsdienstfahrzeuge wurde an die Berufsfeuerwehr im ersten Schritt auch ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug ausgeliefert. Als Basis beschaffte die Abteilung Technik in Absprache und Planung mit den Kollegen, den eingesetzten Notärzten und dem leitenden Notarzt nun ein größeres Fahrzeug auf Kleinbusbasis. Die DIN-Beladung des Fahrzeugs umfasst, neben einem Defibrillator, EKG-Gerät, auch ein komplettes Apullarium, Perfusor, Sauerstoffbehandlungsgerät und Rettungsrucksäcke. Zur Gesamtbeschaffung sind hiervon noch fünf weitere Fahrzeuge dieses Typ für 2013 in Auftrag gegeben.

Neben der farblichen Überarbeitung des LNA und des Neubaus der Rettungswagen entstand, um die ersten und wichtigsten Rettungsdienstfahrzeuge für Farnheim in der Überarbeitungsphase zu komplettieren, auch ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Dieses ist gewissermaßen der andersfarbige „Zwilling“ des im November hier vorgestellten Einsatzleitwagens. Ich wählte hierfür selbe Basis – wegen der optischen Fahrzeuggleichheit. Allerdings verzichtete ich auch eine Beifahrerfondtür. Ebenso wie am großen Rettungswagen, wie auf beim Dienstswagen des LNA ließ sich auch hier das neue Farbeschema wunderbar anwenden.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

Rettungswagen

Die Berufsfeuerwehr Farnheim stellte Ende des vergangenen Jahres als letzte Fahrzeugbeschaffungen zwei neue Rettungswagen in Dienst. Diese ersetzen die bisherigen RTWs und NAWs. Zu Notfalleinsätzen wird zukünftig nur noch das sog. und allgemein übliche „Rendevous-System“ mit Notarzt-Einsatzfahrzeug und Rettungswagen praktiziert. Ein ständige Vorhaltung spezieller Notartwagen (also Rettungswagen, die permandent auch mit einem Notarzt besetzt sind) an verschiedenen Klinikstandorten der Stadt wird es nicht mehr geben.

Diese beiden neuen Fahrzeuge sind auch in einem komplett neuen Farbschema gehalten, das von nun an sämtliche neuen Rettungsmittel bekommen werden. Eine groß angelegte Versuchsreihe mit zwei umgestalteten (alten) Rettungswagen und eine zusätzliche (repräsentative) Umfrage bei den Verkehrsteilnehmern empfand dieses Farbschema als aufmerksamkeitsstärksten.

Die Rettungsdienstfahrzeuge in meinem Bestannd waren mir, ehrlich gesagt, von von Beginn an ein optischer und bautechnischer Dorn im Auge. So zerlegte ich kurzhand die bestehenden Modelle (KTW, RTW und NAW) und schlachtete sie für eine Reihe an neuen Fahrzeugen aus. Der/die Rettungswagen machen dabei den Anfang. Zudem erhielten sie ein neues Farbschema, welches sich dankenswerterweise auch bei allen ürigen Fahrzeugen realisieren lässt. Was mir bei der Farbgestaltung wichtig war, ist die Abgrenzung dieser Modelle von den Standard-roten Feuerwehrfahrzeugen – was zunächst mal keine Kunst darstellt 😉 – aber gleichzeitig auch eine visuelle Unterscheidung zu den Rotkreuz-Fahrzeugen möglich macht.

Fahrgestellbasislänge 12 Noppen (2×12 Platte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Großlüfter

Das Schienennetz des ÖPNV Farnheims sowie der Individualverkehr führen, bedingt durch die außergewöhliche geografische Gesamtsituation der Stadt, durch etliche längere Unterführungen und Tunnel. Zu diesem Zwecke gab die Abteilung Technik der Berufsfeuerwehr Farnheim im Herbst vergangenen Jahres einen Gerätewagen mit einem montierten Großlüfter in Auftrag. Mit seiner Hilfe können große Tunnelanlagen schnell und effektiv entraucht und belüftet werden. Ebenso kann im Lüftungsbetrieb Wasser in den Luftsog gegeben werden, was eine großflächige Zerstäubung zur Folge hat, um bei Schadenfällen, bei denen Rauch oder andere Schadstoffe niedergeschlagen werden müssen, schnelle Erfolge zu erzielen.

Das Modell stellt gewissermaßen eine Weiterentwicklung des bekannten AB-Großlüfter dar. Er musste für dieses Fahrzeug weichen. Was im Grunde nicht schlimm ist, denn der alte Abrollhälter war noch ohne Funktion ausgestattet. Bei diesen neuen Fahrzeug lässt sich, wie beim Original, der Lüfter entsprechend mit einem Scherenlift hochfahren. Die Scherenlift-Technik mit diesen Bauteilen ist allerdings nicht von mir, sondern vom Modellbauer Wolfgang Köhler. Das Fahrzeug, bzw. die Basis selbst verfügt der Gleichheit halber über die bereits bekannte Optik anderer Feuerwehrfahrzeuge der BF. Von wegen Einheitsfuhrpark, und so…

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

#105 – Mail Van

1982, das Classic-Town-Thema steckte noch in den Kinderschuhen, da erblickte dieser Post-Van das Licht der Welt. Allerdings offiziell nur in Kanada und auch nur in begrenzter Stückzahl. Dennoch schafften es einige Sets über den großen Teich und eines davon nun in meine Sammlung.

Der 14-Noppen-lange Van folgt mit seiner Optik den typischen Fahrzeugkonstruktionen jener Zeit. Gehalten ist er in den Farben der Canada Post Corporation. Um das zweifelsfrei zu belegen, wurden hierzu extra zwei speziell bedruckte reinweiße 1x6er Steine für jede Fahrzeugseite beigelegt. Dass das Stadtthema noch in den Kinderschuhen steckte, erkennt man daran, das gerade in den ersten Jahren die Verkehrssicherheit bei den Fahrzeugmodellen mitunter sträflich vernachlässigt wurde. So auch hier: fehlt es dem Lieferwagen doch an Rückleuchten. Zudem gibt die Dachflächenkonstruktion ein Rätsel auf. Weshalb wurden hierbei zwei 2x8er Platten anstelle einer einzigen 4x8er Platte verbaut?

Diese eher hypothetische Frage ist an dieser Stalle nicht zu beantworten. So wenden wir uns lieber dem Fahrer zu. Unspektakulär aber erwähnenswert hierbei ist, dass die Minifig einen (für damalige Verhältnisse typischen) blauen Overall und eine schwarze Mütze als Kopfbedeckung trägt.

Trotz annähernd 28jähriger Existenz auf diesem Erdball, und einer sicherlich spielerisch-bewegten Geschichte, machen sämtliche Teile des Sets noch immer einen guten Eindruck. Zwar sind sie, insbesondere die roten Teile wirken so, sehr bespielt, aber der rare Aufdruck scheint wenig gelitten zu haben. Auch das Weiß gibt sich noch als solches zu erkennen.