LKW

Die Feuerwehr Farnheim nutzt eine Vielzahl von klassischen LKWs, die verschiedenen Fachgebieten zur Verfügung stehen. Sie erfüllen im weitesten Sinne logistische Aufgaben. Aber auch für die Fahrerausbildung werden die LKWs eingesetzt. Das hier gezeigte Fahrzeug ist den Zentralwerkstätten der Feuerwehr, genauer gesagt, der Schlauchwerkstatt, zugehörig.

Immer wieder kommt es vor, dass bei Großbränden, das Schlauchmaterial Schaden nimmt. Nicht nur, dass strukturelle Schäden am Material (Schlauchplatzer) auftreten können, sondern vielmehr werden die Schläuche mit dem verschmutzten Löschwasser, das aus dem Brandobjekt tritt, kontaminiert. Das verbrauchte Löschwasser kann im schlechtesten Fall zu einer zähen Melange aus Wasser und den durch die Hitze des Feuers verflüssigten und ausgetretenen gelagerten Rückständen, wie Fetten, Chemikalien oder Mineralölprodukten, werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Kollegen der Schlauchwerkstatt tauschen mithilfe des LKWs die vor Ort verbrauchten Schläuche gegen neues Material aus und führen sie der Schlauchwerkstatt zu. Dort werden sie gereinigt, auf Dichtigkeit geprüft, getrocknet und wieder eingelagert. Auch werden die Schlauchbestände der einzelnen Feuerwachen regelmäßig aufgefüllt, sodass dort kein Mangel entsteht. Auch diese Touren erledigt man mithilfe dieses LKWs.

Übrigens, um das verbrauchte Löschwasser nicht in die Kanalisation oder das Grundwasser gelangen zu lassen, gibt es in Farnheim die Sonderkomponente Löschwasser-Rückhaltung (LöWaRüHa), die das Löschwasser auffängt und durch einen Aufbereitungsdienstleister abpumpen lässt. Da kommen leicht Abertausende Liter zusammen. Aber das ist ein anderes Thema.

Dieser LKW ist das Ergebnis eines großen „Make-overs“, denn er stammt bereits aus dem Jahr 2009 – somit aus der Anfangszeit meines LEGO-Hobbys. Natürlich war er anfänglich in der klassischen Viererbreite erbaut, weshalb ich den Aufbau während der Überarbeitung auf fünf Noppen verbreiterte. Die Kabine, die etwas japanisch anmutet (Stichwort: Mitsubishi Fuso Canter), gefiel nach all den Jahren noch immer, so dass ich das Modell lieber modernisierte, als es zu zerlegen. Zeitgleich bringe ich meine Flotte an alten Kleintransportern auf die aktuelle Darstellungsform. Tatsächlich schlummern bei mir noch immer alte Klassiker zusammengebaut in Kisten, die, wie in diesem Fall, ein zweites Leben bekommen.

Natürlich verlässt kein Modell den Bautisch ohne entsprechendes Finishing. So bekam auch dieser LKW eine Ausschmückung, auch an der Fahrzeugunterseite. So hängt der Antriebsstrang samt Auspuff und Anbauteilen, dank der neuen Rundeiner-Plättchen mit Clip (Nr. 5264) fest an der Chassis-Platte. Zudem war noch Platz für zwei verschieden lange Staufächer. Da ich für mich annehme, dass der LKW schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, bekam er auch nicht das aktuelle Corporate Design verpasst.

GW-Logistik der FF Sande

Für Logistikaufgaben aller Art kann auf Sanderoog der Gerätewagen-Logistik (GW-L) herangezogen werden, aber nicht nur dafür. Mittels unterschiedlicher Beladungsmodule (u.a. Brandbekämpfung, Sturm, Gefahrgut, Hochwasserschutz) lässt sich das Fahrzeug je nach Einsatzlage schnell in ein vollwertiges Einsatzfahrzeug verwandeln. Mithilfe verschiedener Rollcontainer kann die Ladefläche über eine Ladebordwand schnell und bequem einsatzgerecht bestückt werden. Mal ist er Schlauchverleger, mal Einsatzkräfteversorger, mal hilft beim Verlegen von Sandsäcken bei Hochwasser- bzw. Sturmlagen.

2017 beschaffte die Inselverwaltung für Wehr dieses Fahrzeug auf einem geländegängigen UniMOC-Fahrgestell vom Typ A580UF, dessen 6-Zylinder-Dieselmotor übrigens 174 KW (236 PS) leistet. Permanenter Allradantrieb hält ihn auch auf weichen Untergründen mobil.

Die Kreation verschiedenster Fahrzeuge für ein und dieselbe Wehr sind auch immer ein steter Entwicklungsprozess, bei dem die Theorie ständig von der Praxis überholt wird. Anfangs nahm ich nämlich an, dass dieses Fahrzeug tatsächlich nur ein gewöhnlicher 7,5-Tonnen-Laster mit Kofferaufbau und Straßenantrieb sei. Erst kurz vor Baubeginn dachte ich mir, dass es doch für eine Inselfeuerwehr viel effektiver sei, wenn daraus ein hoch geländegängiges Fahrzeug würde, das bei Weitem noch nicht so alt ist, wie zunächst angenommen. Denn 2001 als Baujahr erschien mir hierfür nicht mehr annehmbar. Wenn auch ich darauf achten möchte, dass Fahrzeuge bei Freiwilligen Wehren deutlich längere Dienstzeiten (25 Jahre und mehr bei Großfahrzeugen) aufweisen, als bei großen Berufsfeuerwehren.

Zum Modell lässt sich erzählen, dass es hierbei gegenüber dem TLF-W oder dem GW-KRD kabinentechnisch keine Veränderungen gibt – vom Farbschema und der Länge der Kabine einmal abgesehen. Auch am Fahrgestell mit seinen Anbauteilen ergeben sich naturgemäß keine Unterschiede. Der Aufbau ist ein aus simplen Paneelen erbauter Koffer mit einer Ladebordwand als Heckabschluss. Aus Stabilitätsgründen des dem 5w-Aufbaus wurde im Inneren ein (dunkelgrauer) Boden ausgelegt. Die Aufkleber stammen aus dem Set Nr. 7945 (Flammenwappen) und dem Sticker-Sammelsurium Nr. 853921 (Warndreieck).

GW-Logistik

Der Kreisverband Farnheim des Roten Kreuzes hat einen Kleintransporter in seinen Reihen, der zu Logistikzwecken herangezogen werden kann. Ein Kastenwagen mit Hochdach und allerlei Stauraum. Darüber hinaus verfügt der Kreisverband über einige weitere Fahrzeuge dieses Herstellers zumeist in Form von MTWs (Mannschaftstransportwagen). Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Seit dem Einsatzfahrzeug des Hausnotrufdienstes gab es lange Zeit nichts Neues mehr aus dem Fahrzeugpark des DRK in Farnheim zu sehen. Nun aber habe ich auch einen vierrädrigen Neuzugang zu vermelden. Mit dem kleinen LKW für die Feuerwehr teilt sich dieser Kleinbus die Basis. Der Aufbau wurde allerdings komplett genottet ausgeführt, und die Hecktüren sind daher auch nicht funktional ausgelegt. Somit ist er ein reines Display- bzw. Standmodell.

Zum Farbdesign lässt sich noch anfügen, dass auch hier wieder das DRK-Farbschema zur Anwendung kam, das eine zentrale rote Bauchbinde mit gelben Konturmarkierungen (eine davon direkt unterhalb des roten Bands) aufweist; Letztere selbstverständlich erneut reflektierend. Die Dachgestaltung beschränkt sich mit SoSi-Anlage, Lüfter und Antenne aufs Wesentliche. Die roten Kreuze sind übrigens zwei eigens gefertigte Aufkleber in 10 x 10 mm Größe (mehr oder weniger präzise gut von Hand geschnitten).

LKW ZBV (LKW zur besonderen Verfügung)

Der Feuerwehr Farnheim steht ein weiterer, kleiner LKW zu verschiedensten Logistikzwecken zur Verfügung. Daher ist er auch der Fachgruppe Logistik unterstellt. In der Ausführung einer Doppelkabine (DoKa) mit einer kurzen Pritsche und Plane kann er zu allerlei Einsätzen herangezogen werden. Die Nutzfahrzeugsparte des traditionsreichen Automobilherstellers Gottlieb Mentz AG lieferte den Courier T2K ausgestattet mit einem 85kW (116 PS) turboerstarkten Vierzylinder mit Frontantrieb.

Ein erneut gelungenes MOC des Modellbauers De_Marco brachte motivierte zu einem Kabinennachbau. Jedoch gestaltete ich den Aufbau um und verpasste ihm anstelle der offenen Pritsche eine komplette Verplanung. Natürlich realisierte ich auch wieder die bekannte Konturmarkierung. Ein in der Baubreite eher gewagtes Detail sind die nachempfundenen Außenspiegel. Im Nachgang betrachtet, denke ich, das kann man so belassen.

Gerätewagen-Logistik (GW-L)

Der Gerätewagen-Logistik in den Reihen der Feuerwehr Farnheim dient zur Bewältigung verschiedenster Einsatzlagen. Ob für die technische Hilfeleistung, bei Sturm- bzw. Hochwasserlagen oder als Nachschubfunktion bei länger andauernden Einsätzen. In ihm können dank der Hebebühne am Heck schnell auf das Einsatzszenario beladene Rollcontainer verstaut werden. Das Fahrzeug entspricht nicht der DIN-Norm, da für die geforderten Zwecke die Einheit Technik + Beschaffung der Feuerwehr ein Allradfahrgestell vorsah, aber auf den beim einem GW-L2 zwingend erforderlichen Gerätekoffer verzichtete. Die beiden Fahrzeuge, über die Feuerwehr Farnheim vervügen kann, sind der Fachgruppe Logistik und der Fachgruppe Bergung unterstellt. Sind die Fahrzeuge nicht im Einsatz, dienen sie im Tagesgeschäft zu Zwecken der Fahrerausbildung.

Nahezu jede Feuerwehr baut für Logistikaufgaben auf solche Fahrzeuge. So baute ich für die Farnheimer entsprechend diesen LKW mit Kofferaufbau. Inspiriert von den THW-Modellen des Modellbaukollegen Wolfgang Köhler der vergangenen Fanwelt bekam dieses Modell eine Staffelkabine, wie sie am Vorbild vielfach zu finden ist (aus platztechnischen und optischen Gesichtspunkten fiel die Kabinenrückseite offen aus), sowie einen Kofferaufbau samt funktioneller Ladebordwand. Ein detailliertes Fahrgestellt sorgt mit seinen Anbauteilen für eine entsprechende Ausgestaltung. Die gelbe Reflexbeklebung fand selbstverständlich auch hier wieder Anwendung.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)