Minifig’sche Ersatzbeschaffung

Wie Bolle freue ich mich über den zweiten Preis bei Crans ausgelobten 80er-Jahre-Bauwettbewerb auf 1000steine.de. Mein Beitrag war, für die jenigen unter Euch, die ihn nicht gesehen haben, die Radarontrolle. Mein gewonnener Preis: der gute, alte „Bucket Loader“ (# 6630) aus dem Jahr 1981. Komplett zerlegt und tadellos in Schuss kam er gestern mit der Post bei mir an.

Vielen Dank an Ralf aka Cran für den tollen Wettbewerb und für die Stiftung der Preise, allen übrigen Gewinnern und natürlich den Wählern, die mein MOC mit ihrer Stimme auf den zweiten Platz hievten.

Cran’s Wunsch war die Preise in einer bildhaften „Übergabe“ zu präsentieren. Also gut, hier ist meine Geschichte:

ULF 80/40/20-2

2004 beauftragte die Werkfeuerwehr den Feuerwehrgerätehersteller „Brickfire“ ein speziell auf die Bedürfnisse und lokalen Anforderungen der Wehr zugeschnittenes Universallöschfahrzeug zu entwickeln und zu bauen. Heraus kam ein dreiachsiges Ungetüm, das neben Werkzeugen zur technischen Hilfeleistung auch eine umfangreiche Ausstattung zur Brandbekämpfung mit an Bord hat. Der Mafas MGA 2644 6×4 der Maschinenfabrik Steinstetten AG ist ausgerüstet mit einer Hochdruckpumpe, die 8.000 L Wasser/Minute durch die Schläuche pumpen kann. Zudem hält es mit insgesamt 4.000 L Löschwasser, 2.000 L AFFF-Schaum, sowie 250 kg BC-Pulver ausreichend Löschmittel für den ersten Angriff parat. Ferner sind ein 12 kVA-Generator für Lichtmast und Co., ein Gaswarnanlage, Selbstschutzdüsen und ein fernsteuerbarer Dachwerfer verbaut.

Idee für den Bau war das ULF der WF Ruhr Oel GmbH Gelsenkirchen am Standort Scholven. Da meine fiktive WF über ein ähnliches Gefahrenpotenzial verfügt, dachte ich, dass sich ein ähnliches Fahrzeug gut in meinem Fahrzeugpark machen würde. So baute ich also drauf los. Die Gruppenkabine und das Dreiachsfahrgestell waren gesetzt, und es sollte sich locker an sein „Vorbild“ anlehnen. Nach einigen unbefriedigenden Versuchen verwarf ich allerdings den Gedanken an eine Haspel am Fahrzeugheck zu installieren. So konzentrierte ich mich beim Bau auf eine strukturierte Tankhaut (siehe Anordnung der 1x2er Fliesen über der Doppelachse), um dem Modell einen besonderen (Spezialfahrzeug-) Look zu verpassen. Abschließend vervollständigen Details wie zwei tiefliegende Schnellangriffseinrichtungen, sowie vollausgestattete Geräteraume darüber und eine entsprechende Dachbeladung (hier verhalf mir das alte Leiterpaket aus den 70ern für mehr Raum für andere Dinge) und ein am Heck angebrachter Lichtmast das MOC.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x16er)

TLF 16 SA (Sonderausführung)

Ein in allen Belangen einzigartiges Fahrzeug war bis zur Indienststellung des SLF 16/18-2 das TLF 16 SA (Sonderausführung). Der 2.500 Liter fassende Wassertank konnte seinen Inhalt mittels einer FP 16/8, die auf der linken Fahrzeugseite verbaut war, auf den Brandherd abgeben. Einige Jahre später installierten die Wehrleute zusätzlich einen Dachmonitor DM 24 M, um mit bis zu 2.400 L Wasserausstoß/pro Minute noch wirkungsvoller gegen Industriebrände vorgehen zu können.

Es sollte mal wieder ein Oldtimer die Bastelstube verlassen, der auch optisch nach einem solchen ausschaut. Inspiriert von den Alternativbauten der Feuerwehrfahrzeuge aus dem alten „Fire House (#6385) von 1986 und einem alten Vorbildfoto auf der Webseite bos-fahrzeuge.info machte ich mich ans Werk. Wichtig war mir, da das Fahrzeug im Dienst der WF Jade Öl „stand“, dass es als mittlerweile Ausgemustert empfunden wird, sowie der zweifabige Look und die zweifelsfreie Erkennbarkeit eines lupenreinen Löschfahrzeugs. Dazu verhalfen mir der mittels roter Leitern offen dargestellte und gerippte Löschwassertank, der linksseitlich angebrachte Pumpenstand, zwei Löschwasserabgänge, eine große Schnellangriffeinrichtung am Fahrzeugheck und der Dachwerfer. Einige (nicht zuviele) Warn-  und lichttechnische Einrichtungen komplettieren das klassisch dreinschauenende Tanklöschfahrzeug.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

FwA-Schlauch

In den Fahrzeugreihen der WF Jade Öl AG befinden sich auch einige Anhänger. Einer dieser Feuerwehrhänger soll nun näher vorgestellt werden: der FwA-Schlauch. Das Fahrzeug wurde 2005 in Dienst gestellt und ist u. a. mit 1000 Metern B-Schlauch, 2 A-Saugschläuchen, Suagkorb, Schlauchbrücken, Strahlrohren und Verteilern beladen und wird immer dann zum Einsatz gebracht, wenn die eigentlich hinreichend dimensionierte Wasserversorgung auf Grund eines extremen Großschadenereignisses zusammenzubrechen droht oder nicht ausreichend erscheint. Ebenso kann der Anhänger auch im Rahmen des TUIS-Abkommens außerhalb der Werkgeländes (z. B. bei Waldbränden, wo lange Schlauchleitungen gelegt werden müssen) angefordert werden.

Das Modell bietet als Basis die gewohnte Zweifarbenlackierung der Werkfeuerwehr. Ein Zwillingsachsfahrgestell lässt auch im Modell eine höhere Nutzlast zu, die in Form von mehreren Geräteräumen und vier kleinen Schlauchtrommeln, einem Verteiler und den zwei langen Saugschläuchen dargestellt ist. Ein Heckabschluss mit Blaulichtblitzern komplettiert das kleine MOC.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er als Anhängerkupplung)

GW-Wasserrettung (neue Generation)

Wie bereits im September 2009 angekündigt, ist seit wenigen Wochen, im Zuge der Modernisierung, nun das erste, neubeschaffte Wasserrettungfahrzeug im Dienst der BF. Kosten- und Personaleinsparungen zwangen die Wehr nach einer Kombinationslösung von Boots- und Taucherwagen zu suchen. Fündig wurden sie mit diesem, für Ihre Zwecke zugeschnittenem Fahrzeug, das für den nördlichen Einsatzabschnitt der Stadt vorgesehen ist.

Es verfügt über eine Staffelkabine, in der sich die Tauchmannschaft umkleiden kann, und einen Geräteaufbau mit umfangreicher Beladung, wie Defibrillator, Taucherhelm, Gleitschlitten für Eisunfälle, Ersatzkraftstoff für das Rettungsboot, Sauerstoffflaschen für den Taucher und einen Rettungsring. Selbstverständlich ist das Einsatzfahrzeug auch mit Allradantrieb ausgestattet. Mittels Anhängerkupplung wird es gleichzeitig zum Zugfahrzeug des neuen Rettungsbootes (RTB 1) und rückt bei Unfällen auf dem Wasser immer im Gespann mit ELW, HLF, RTW und NEF im sog. Wasserrettungszug aus.

Die Idee für dieses Modell kam mir nach Durchsicht der tollen 4w-Feuerwehrmodelle, die 2008 bei der Lego Fanwelt in Köln ausgestellt waren. Dort stand ein kleines ein ähnliches Fahrzeug, jedoch als Löschfahrzeug. Meine Variante sollte von Beginn einen anderen Einsatzzweck verfolgen, und so bekam es neben dem Staffelkabinen-Geräteaufbau-Kombination einen Allradantrieb und eine Anhängerkupplung verpasst. Diverse verladene Ausrüstungsgegenstände, Teile der neuen Minifig-Sammelfigur „Taucher“, einige Dachkästen und einen Lichtmast am Heck vervollständigen das Modell. Der kleine Reservereifen auf dem Dach des GW-W ist für den Hänger gedacht, da dieser, um das Boot zu Wasser zu lassen, in selbiges einfahren muss, und dort lauert so manch spitzer Gegenstand auf dem Grund.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x8er + 2x2er 2x2er Anhängerkupplung)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwA-RTB 1

Neben dem neuen Gerätewagen zur Wasserrettung beschaffte die Wehr auch ein neues Rettungsboot vom Typ „Speedwave 2000“. Dieses ist nun mit einem festen Rumpf aus GFK ausgestattet, insgesamt auch größer als das alte Schlauchboot und kann somit mehr Material zur Unglücksstelle bringen. Ein 150 PS-Motor treibt das rund 2,2 t. schwere Boot an. Ausgerüstet ist es zudem mit Radar, Echolot, GPS, Kartenplotter und Fishfinder.

Der Trailer verfügt über keinen Gleitschlitten oder absenkbaren Rahmen das Boot zu Wasser zu lassen, so muss der Hänger an einigen dafür vorgesehen Stellen am Fluss in das Wasser hineingefahren werden, damit das RTB aufschwimmen kann. Mit rund 50 cm Tiefgang ist dies aber problemlos möglich.

Vorbild für mein MOC war Legolokes Modell seines Rettungsbootes. Nadem die dafür benötigten Teile endlich eingetroffen waren, legte ich los und startete mit einem 10 Noppen langen Rumpf (das Bauteil für die Spitze nicht mit eingerechnet). Die Beladung besteht aus einem 2x2x2er Schrankelement, daruf habe ich die Halterung für die Antenne, samt Radar-, Sondersignalanlage, Handscheinwerfer und weiteres Rettungsgerät platziert. Der Außenborder ist schwenkbar ausgelgt und soll mit seinen zwei 1x1er Rundsteinen ordentlich Dampf machen können.

Der Trailer ist ein eher unspektakulärer Bau, bei dem das Boot auf mehreren Fliesen ruht und nur von den Zentralnoppenfliesen an zwei Punkten gehalten wird. Ergänzt wird das Modell mit Rückleuchten und Kennzeichenträger, Bremsklötzen und einer speziellen Abstützung an der Hängervorderseite.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x2er Anhängerkupplung + 2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Ja is denn heut scho‘ Weihnachten?

Was tun eigentlich Feuerwehr-Minifig in ihrer Freizeit? Ganz einfach mit ihren ferngesteuerten Autos spielen. Dazu haben sie auf dem Hof der Feuerwache mit einigen Pilonen schnell einen Parcours abgesteckt und schon kann der Große Preis von Farnheim starten…

Inspiriert durch eine veröffentlichte Inhaltsabbildung des kommenden 2010er City-Adventskalender, in auch dem ein Feuerwehrmodell vorkommt, habe ich diesen Gedanken mal weitergeführt und eine ganze Serie aus ein paar Steinen gebastelt.

GW-FM (Fernmeldetechnik)

Teil des Fernmeldezuges der Berufsfeuerwehr ist neben dem vor längerer Zeit bereits vorgestellten GW-NRT (Nachrichtentechnik) auch der GW-FM (Fernmeldetechnik). Dieses neu in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug ist ausgestattet u. a. mit einem kompletten Fernmeldearbeitsplatz mit 4-Meterband-Funkgerät und Relaisstellengerät über Feldtelefonkabel und -fernsprecher, für den Aufbau eines unabhängigen Telefonnetzes, entsprechende Anschlüsse für das öffentliche Telefonnetz, ein 8-kW-Stromerzeuger und ein 6,5-Meter-Schiebe- sowie Lichtmast mit 2 x 1000 Watt.

Als das bei einem großen Online-Auktionshaus ersteigerte Set # 6676 (Mobile Command Unit) bei mir eintrudelte kam mir die Idee, das Fahrzeug in seiner grundlegenden Beschaffenheit für die Feuerwehr umzufunktionieren und seinem Einsatzzweck entsprechend noch etwas anzupassen. Prinzipiell stellt dieses MOC also lediglich eine Portierung dar.

Der Aufbau läuft  im Wesentlichen nach Bauplan des Sets von 1986. Einige Modifikationen bei der Front- und Heckgestaltung unterscheiden dieses Modell vom Original. Neben der typischen gelben Banderole der BF wurde auch die Inneneinrichtung komplett umgestaltet: so erhielt das Fahrzeug dem Einsatzzweck entsprechend Bedienflächen und Anzeigen für den Funkverkehr, zwei mobile Funkgeräte und eine „Flüstertüte“. Am Heck finden zusätzlich eine Funkantenne und ein beweglicher Lichtmast Platz. Vervollständigt wird das Modell auf dem Dach durch zwei Blaulichtbalken, Dachentlüftungen und eine Antenne.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwA-Hubtisch-Modul

Teil des Bergungssystems für havarierte Großflugzeuge sind zwei dieser ARTS-5 Hubtische, die in Modulbauweise, die, in Verbindung mit einem Bergedolly für den Flugzugbug, zu einer Hubeinheit zusammengestellt werden können,um damit Passagiermaschinen bis 300 Tonnen Gesamtgewicht über weite Strecke beförderbar machen. Sogar ein Transport über öffentliche Straßen ist somit denkbar. Eine Hubhydraulik, jeweils unter den Tragflächen positioniert, hebt und senkt die Maschine. Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit der computergesteuerten Vielweglenkung, die Lenkmöglichkeiten von Normalfahrt, Diagonalfahrt, Querfahrt und Karusselfahrt ermöglicht.

Basis ist ein Zwillingsachsfahrgestell samt freistehender Kotflügel auf dem der ausklappbare (manuell neu positionierbare) Ausleger ruht. Die Bauhöhe des Auslegers entspricht exakt der Tragflächenhöhe des Passagierjets #6368 (Jet Airliner) von 1985.

Fahrgestellbasislänge: 5 Noppen (2×2 + 2×2 + 1×2)