DLA (K) 23-12 Vario GL-T CS HZL n.B.

Als Weiterentwicklung der ersten Erprobungsdrehleiter von 2005 stehen der Berufsfeuerwehr seit Sommer 2010 nun die ersten drei (von sieben) beschafften vollautomatischen Drehleitern im Fahrzeugpark. Diese Leiterfahrzeuge vom Typ DLA (K) 23-12 Vario GL-T CS HZL sind in niedriger Bauweise ausgeführt, und der Vario-Leiterpark ist im letzten Leiterteil an der Spitze abklappbar, mit Hilfe dieser Funktion lassen sich nun auch verwinkelte Bebauungen oder tieferliegende Einsatzbereiche hinter etwaigen Mauern und Vorsprüngen problemlos erreichen. Bis 2012 soll die Modernisierung der Drehleitern bei der Berufsfeuerwehr abgeschlossen sein.

Ein Besuch der der Lego-Fanwelt im November und die dort ausgestellte Iveco-DLK 23/12 n.B. von Wolfgang Köhler bewegte mich zu diesem Nachbau. Geplant hatte ich solchen einen Drehleitertyp schon lange, nur fehlte mir bis dato die bautechnische Initialzündung. Die Modifizierungen an meiner Drehleiterversion fallen daher im Nachbau auch eher gering aus: eine Fahrerhausgestaltung ohne konkretes Vorbild, sowie einen anderen Leiterstuhl und eine etwas andere Gestaltung der Variofunktion. Einige schwarze Scharnierteile am Leiterpark werde ich zu aber gegebener Zeit noch durch hellgraue Bauteile tauschen. Aller Voraussicht nach wird später auch der Rettungskorb grau.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x6er + 2x8er und je zwei zusätzliche Noppen durch die Abstützungsscharniere)

TLF 10/20

Für besondere Aufgaben im abwehrenden Brandschutz stehen bei der Berufs- und der freiwilligen Feuerwehr solche TLF 10/20 im Dienst. Während die freiwillige Wehr diese Fahrzeuge fast ausschließlich zur Flächen- und Waldbrandbekämpfung, sowie in Extremfällen zur Unterstützung der hauptamtlichen Kräfte einsetzt, dienen sie bei der BF als kleine Tanklöschfahrzeuge, die in bestens in den engen Nebenstraßen in der Innenstadt, oder in niedrigen Unterführungen etc. operieren können. Ein Löschtrupp von zwei Mann und die 1.ooo L Löschwasser an Bord reichen in der Regel aus, einen Motor- oder Mülltonnenbrand schnell und effektiv zu ersticken. Zwei dieser Fahrzeuge sind in den innenstadtnahen Feuerwachen stationiert und rücken nicht im Farnheimer Zugverband aus.

Das TLF 10/20, das die Firma Schlingmann auf dem neuen Unimog U20 auf der Interschutz 2010 in Leipzig präsentierte, diente gewissermaßen als Vorbild für mein MOC. Es weist zwar mit dem zu öffnenden Fahrerhausdach und dem großen Astabweiser darüber typische Merkmale eines Waldbrandlöschfahrzeugs auf, allerdings deuten die kleine Bereifung und die tiefstehenden Blaulichter darauf hin, dass das Fahrzeug vielmehr für einen urbanen Einsatzzweck bestimmt ist. Und so ist es relativ flach und kompakt gehalten. Und wenn das Fahrzeug für den Einsatzzweck nicht mehr ausreicht, dann kann die BF Farnheim ja bekanntlich weiterführendes Löschgerät an die Einsatzstelle beordern. Das Modell verfügt entsprechend dem Einsatzzweck weiter über einen Dachwerfer und eine Schnellangrifseinrichtung.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x8er und 1x2er)

LKW 4 (Abschleppwagen der Zentralwerkstatt)

Im Fahrzeugbestand der Feuerwehr, besser gesagt der Zentralwerkstatt, befindet sich auch ein sog. Abschleppwagen. Dieser wurde Mitte 90er Jahre gebaucht gekauft, mit dem Zweck fahruntüchtige und/oder verunfallte Kleinfahrzeuge der Feuerwehr abzutransportieren und in die eigene Motor- und Karrossieriewerkstatt zu bringen. Da die Statistik von 2009 allerdings (jedoch glücklicherweise) nur 9 Einsätze dieses Fahrzeugs vorsah, wird der gealterte Abschleppwagen im kommenden Jahr ausgesondert und gegen ein neuen Mulden-Abrollbehälter mit Kran ersetzt, der darüberhinaus über etliche Zusatznutzen für die Feuerwehr verfügt, und in finanzieller Hinsicht (in Sachen Anschaffung und Unterhaltung) um ein Vielfaches günstiger ist.

Dieses Modell stammt nicht von mir, sondern ist mit das letzte Überbleibsel aus dem alten 4-W-Bestand des 1000 Steine-Forum-Mitglieds und Legokontrukteurs steinlegoliath. Er war so nett, mir das Modell für meine Feuerwehr zu überlassen. Natürlich hat der Abschleppwagen das für die 80er Jahre so charakteristische „Frontlenker“-Design. So „pimpte“ ich das Fahrzeug lediglich mit einigen Details, wie der Konturmarkierung in gelb, einem neuen Blaulichtbalken, tauschte die ursprünglich gelben Scheinwerfer gegen transparent-klare aus und montierte auch sonst noch einige lichttechnische Einrichtungen, sowie etwas Werkzeug und einen Feuerlöscher.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (1×2 er + 2x6er + 2×8 auf 2x4er Scharnierplatte)

GW-ABS (Einsatzstellenabsicherung)

Neu in Dienst gestellt wurde diese Tage der neue Gerätewagen-Absicherung, und ersetzt damit ein Fahrzeug aus den Anfängen der 90er Jahre. Das neue Einsatzfahrzeug wurde mit einer neuen, auf dem Dach verstauten und aufstellbaren Verkehrswarnanlage ausgestattet, während im Laderaum diverse Verkehrsleitzeichen verstaut sind.

Bereits längere Zeit schwebte mir der Gedanke eines Nachfolgermodells des alten GW-Sicherung vor (siehe Link oben). Entweder in Form eines Anhängers oder als komplett neues Fahrzeug. Nach einiger Zeit der Web-Recherche fand ich auf brickshelf.com ein Modell, dass im Grunde meinen Ansprüchen entsprach. Es entstand so ein optisch modifizierter Lieferwagen mit Kastenaufbau und einer großen Hecktür, durch die die beiden Verkehrsleitpilone verladen werden können. Besonderes Merkmal gilt aber der auf dem Dach montierten Verkehrsleiteinrichtung, die mit zahlreichen Warnelementen ausgestattet ist. Ziel war hierbei eine möglichst flache Gestaltung, sodass das Modell natürlich noch in eine Fahrzeughalle passt, und darüber hinaus weiteren Stauraum für zusätzliche Gerätschaften verfügt.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

PKW 3

Ein weiteres Fahrzeug aus der Rubrick „Mädchen für alles“ ist dieser PKW, der im Tagesdienst u. a. auch für Boten- und Kurierfahrten genutzt wird. Die BF verfügt über insgesamt sieben dieser Fahrzeuge.

Wie heißt es so schön: „Kleinvieh macht auch Mist“, und insofern verfügt die Berufsfeuerwehr auch über solche Fahrzeuge, die bautechnisch eher unspektakulär sind. Wie diesen PKW, der alle Merkmale des klasssichen Fahrzeugbaus aufweist: als Basis dient eine 4x10er PKW-Bodenplatte, darauf baut der typische 80er-Jahre-Look auf, der sich lediglich im kastenförmigen Aufbau von den PKWs aus dem damaligen LEGO-Programm unterscheidet. Einige Details, wie der Leuchtbalken, die Antenne oder die Dekorfliese als Motorhaube runden das MOC ab.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Feuer und Flamme – Die Serie

Webisode 4: „Die legende vom Feuertheuvel“

Halloween – Zeit zum Gruseln. So hat für Tom die eindringlich erzählte „Legende vom Feuertheuvel“ ein mentales Nachspiel: ein furchtbarer Albtraum schickt ihn in das Schattenreich vom Feuertheuvel.

 

Es darf wieder gegruselt werden…

„Trick or Treat – Süßes oder Saures!“ – Es ist wieder die Zeit der Gruselgeschichten. Auch Farnheim hat eine zu bieten:

Es geschah 1583 in einer kalten Novembernacht. Einige junge Männer des Ortes sahen plötzlich am Horizont einen glutroten Feuerschein, der ihr Interesse weckte. Sie machten sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen, und sahen sich alsbald im dunklen Nebelwald dem Scheunenbrand der des eigenwilligen Schmieds Theuvel gegenüber.

Der Legende nach habe der Schmied zu Vollmond die Geister aus dem Jenseits beschwört, damit diese Unheil brängen und sich ein schrecklicher Fluch sich über das kleine, friedvolle Dorf senke. Keiner der Bewohner wollte folglich etwas mit ihm zu tun haben. Die Kinder hatten in Angst. Und immer, wenn er den Ort betrat, um sich einige Vorräte zu besorgen, waren alle Fensterläden verrammelt und das Dorf wie ausgestorben.

Auch die jungen Männer mochten den seltsamen Waldschrat nicht, aber, auch wenn sie ihm insgeheim die Pest an den Hals wünschten, ihn in den Flammen umkommen zu lassen, das wollten die sie auch nicht. So versuchten die einen mit Brunnenwasser gefüllten Eimer gegen die Flammen vorzugehen, während die anderen nach ihm suchten.

Einer der Männer machte sich dann aber urplötzlich auf und rannte in die lichterloh brennende Scheune, indem sie den Schmied schließlich vermuteten. Die übrigen Burschen schauten erstarrt in die Flammen. Dann explodierte das Gebäude in einem riesigen Feuerball und mit einem ohrenbetäubenden Donnern erschien ein haushohes diabolisches Feuerwesen, der Feuertheuvel, und verschlang vor Augen der übrigen Männer denjenigen, der eigentlich zum Retter werden sollte…

Es heißt, der Feuertheuvel habe absichtlich den Brand gelegt, um so an unschuldige Seelen zu gelangen. Die Seele des jungen Mannes fand bis heute keinen Frieden, weil sie den Schmied nicht retten konnte. Und so entsteigt, so will es die Sage, der verbrannte Bursche demnach jedes Halloween, um einen ahnungslosen Menschen dem Feuertheuvel zu opfern, als grausige Erinnerung an jene Nacht.

Ein schaurig-schönes Halloween wünsche ich Euch…

DIE BILDER MUSSTEN AUS PLATZGRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN.

TLF 30/50-SL

Seit kurzem steht im Fahrzeugpark der BF das neue TLF 30/50-SL. Zwar ist dieses Fahrzeug in den täglichen Brandschutz als Fahrzeug des ersten Abmarschs integriert, dennoch ist es ein „Prototyp“. Verläuft diese Phase für die Wehrmänner positiv, werden die bisherigen Tanklöschfahrzeuge gemäß ihres Beschaffungsturnus künftig durch diese leistungsstarken TLFs ersetzt. In dieser Erprobungsphase sollen die Vor- und Nachteile hinsichtlich der Flexibilität und Einsetzbarkeit, Fahr- und Löschverhalten durch größeren Löschmittelvorrat, leistungsfähigerer Pumpe und Werfer, sowie die Handhabung der feuerwehrtechnischen Beladung abgewogen werden, sowie auf die speziellen Wünsche und Anforderungen der Feuerwehrleute eingegangen werden.

Das Fahrzeug bietet permanenten Allradantrieb und hat für die Brandbekämpfung oder Wasserförderung, bzw. -transport über weite Distanzen eine leistungsfähigere Feuerlöschkreiselpumpe von 3.000 L/Min. bei 10 bar, statt der gewöhnlichen 2.400 L/Min. bei 8 bar, sowie 5.000 L Wasser, 500 L AFFF Schaummittel und einen entnehmbaren 250 kg Pulverkessel samt Schnellangriff an Bord.

Das Modell ist ein weiteres Drauflos-gebaut-MOC. Optisch lehnt es sich an die bekannte „Familiengesicht“-Typen an, wobei die Scheinwerfer ein leichtes „Facelift“ erhielten. Der Aufbau ist bewusst flach gehalten, um den Charakter eines Waldbrandlöschfahrzeuges samt hoher Geländegängigkeit zu unterstreichen. Kleine, tief positionierte seitliche Gerätekästen, sowie eine heckseitig verbaute Schnellangriffseinrichtung hinter einer schwenkbare Klappe und einen dreh- und neigbaren Dachwerfer vervollständigen den Bau.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen  (2x8er Bracket, 2x2er Winkelplatte, 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

Ehemaliges der Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr

Bei der Durchsicht der Interschutz-Fotos fielen mir auch einige Bilder ehemaliger Fahrzeuge der BF Mülheim in die Hände. Kaum zu glauben, all diese Fahrzeuge sind heute schon lange nicht mehr im Dienst, tw. sogar bereits in zweiter Nachfolger-Generation modernisiert.

Sicherlich eine Besonderheit stellten die beiden Chevrolet Blazer dar, die in den 80er und 90er Jahren als ELF 11/1 und 11/2 die Führungsfahrzeuge in den beiden Löschzugen waren. Beschafft im Herbst 1978 als geplante Vorausrüstfahrzeuge, beladen mit Schere und Spreizer, mangels Alternativen, wie Mercedes G (noch nicht lieferbar oder/und Range Rover (zu teuer und zu geringe Zuladung). Auf Grund des schwammigen Fahrwerks, was besonders Kurvenfahrten durch das hohe Einsatzgewicht sehr kritisch gestaltete, wurden die Hilfeleistungsaggregate später wieder abgerüstet.

In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmten zahlreiche Fahrzeugbeschaffungen auf Magirus-Fahrgestellen den Bestand. So stellte die BF Mülheim 1964 das TLF 24/35 mit heckseitig offenem Pumpenstand, 1965 einen GW-Öl und drei Jahre später die DL 30 in Dienst. Alle samt auf Magirus Deutz Merkur F 150 D 10 Fahrgestellen. Jedoch verfügten nur der Gerätewagen und das Tanklöschfahrzeug über permanenten Allradantrieb. 1973 kamen ein LF 16 und der Gerätewagen-Wasserrettung auf den neuen Magirus Deutz Frontlenkern hinzu, die 1974 durch das TLF 16 und 1976 durch das TroTLF 16 ergänzt wurden. Novum waren hierbei die Lackierungen in neuen Signalton „Tagesleuchtrot“ RAL 3024.

Mit dem verstärkten Auf- und Ausbau des neuen Wechselladersystems kamen ab 1975 auch eine große Anzahl an Mercedes-Benz Frontlenkern hinzu. 1977 stellte die BF eine neue Drehleiter DLK 23/12 in Dienst. 1979 ergänzte das neu beschaffte TLF 24/50 mit Metz-Aufbau und untypischen Straßenantrieb den Fahrzeugpark. Ferner verfolgte man bei der Feuerwehr ein neues Löschfahrzeugkonzept: mit dem ersten Prototypen eines neuen LF 24 konnte ab 1980 die Erprobung im Einsatzdienst begonnen werden. Somit waren erstmals Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen gleichermaßen möglich. 1981 folgte schließlich der neue Rüstwagen RF 2 auf MB 1019 AF.

Im Rettungsdienst erfolgte ab 1979 die Ablösung der Bonna KTWs durch die sog. „Bäckerwagen“, die neuen „Bremer“-Transporter auf Mercedes-Benz 207-210 D. Ebenso erfolgte die Umstellung der Lackierung nach NRW-Landesregierungserlass von 1980 auch bei den RTWs.

Zwischendrin fanden auch bemerkenswerte Neuanschaffungen statt, wie der FwK 25 auf Faun/MFL von 1972, oder aus das Tr0LF 750 auf MB Unimog U 1300 L, das über eine Streuvorrichtung samt kleinem Streumitteltank und Schneefluganbauplatte verfügte. Beide Trockenlöscheneinrichtungen, die des Unimogs und die des alten TroTLF 16 fanden später Verwendung für den Bau des AB 16 – Pulver/CO2.