KEF (neue Generation)

In direkter Zusammenarbeit mit der Branddirektion und dem Hersteller konnte nun ein auf die Einsatzanforderungen der Wehrmänner berücksichtigtes neues Kleineinsatzfahrzeug (KEF) der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Diese Bauart ersetzt die nach und nach die Fahrzeuge der alten Generation. Einsatzgebiet sind kleinere technische Hilfeleistungen, wie Türenöffnungen, das Beseitigen kleiner Ölspuren oder das Löschen von Kleinstbränden. Insgesamt sollen in 2010 sechs weitere Fahrzeuge beschafft werden.

Die Optik lehnt sich bewusst an die der bekannten „Sprinter“-Versionen an und stellt eine weitere Fahrzeugvarianz dar. Die Basis entspricht in großen Teilen der des GW-Höhenrettung oder des Taucherwagens und unterscheidet im wesentlichen nur in der höheren Bauweise (mit großer Windschutzscheibe) und einer anderen Aufbaugestaltung mit vier seitlichen Geräteräumen, einer darüber platzierten Umfeldbeleuchtung und zwei langen Dachkästen. Heckseitig habe ich eine Leiter plus einen Trittabschluss montiert, damit meine Minifigs auch das Aufbaudach begehen können.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

PLF 750 (Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main)

Dies ist mein erstes MOC mit einem direkten Vorbild: das PLF 750-2 auf Mercedes-Benz Unimog S 404 des Frankfurter Flughafens Rhein/Main. 1958 beschafft, versah das Fahrzeug 16 Jahre lang dort seinen Dienst. Der Aufbau stammt von Total-Walther. Signifikantester Unterschied zu später gebauten Fahrzeugen war der erheblich kleinere Gerätekasten direkt hinter dem Fahrerhaus. 1969 erhielt das PLF nach einem Unfall mit einem anderen Einsatzfahrzeug u. a. eine neue Fahrerkabine ohne Dachluke, neue Gerätekästen, ein neues Farnschema und man demontierte zudem den Rammschutz.

Ich wollte mich beim Modell in der traditionellen 4er-Breite so nah wie Möglichkeit am Original halten, und versuchen Proportionen und den Look des Fahrzeugs einzuhalten bzw. möglicht genau wiederzugeben. Nun bei dieser recht kleinen Modellgröße kein leichtes Unterfangen. Wie sich im Verlauf des Zusammenbaus dann auch heraustellte, musste ich bei der Reservereifenanordnung (längs zum Auto und nicht wie originalerweise am Fahrgestell befestigt), der Gerätekastenfunktionalität am Fahrzeugaufbau (bedauerlicherweise nicht zu öffnen) und in der Bauhöhe der Fahrerkabine (Problem mit der Sitzhöhe einer Minifig inkl. Helm) leichte Kompromisse eingehen.  Mit letzterem bin ich aber noch nicht fertig. Dadurch, dass meine Modelle normalerweise eine hohe Funktionalität aufweisen sollen, geht in diese Falle eine nicht vernünftig hinter das Steuer zu setzende Minifig eigentlich gar nicht. Jetzt ist guter Rat teuer, denn eine höhere Windschutzscheibe ist zwar möglich, macht aber die flache Optik des Original-Fahrerhauses leider zunichte.

Dennoch verfügt das MOC über die nötigen Details, die auch schon das 50 (!) Jahre alte Vorbild auszeichneten. Im einzelnen sind das der Rammschutz an der Front, der große Arbeitsstellenscheinwerfer an der Beifahrerseite, die div. Handfeuerlöscher auf der Ladefläche, die Druckgasflaschen inkl. Bedienfeld für die Pulverlöschanlage, die Dachluke und heckseitig eine Anhängerkupplung.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Streu

Ein weiteres Kleinfahrzeug aus dem umfangreichen Fuhrpark ist dieser bereits etwas ältere Gerätewagen mit Ladefläche. Er dient, neben täglichen Dienst- und Transportfahrten auch im Winter dazu, die Wachen schnee- und eisfrei zu halten und rückt bei kleineren Unfällen, bei denen Betriebsmittel auslaufen, mit aus.

Ein kleines MOC, das quasi aus „Reststeinen“ entstand und somit in der eher klassischen PKW-Bauform daherkommt. Vorne wie hinten sind die Scheinwerfer in die Karosserie eingefasst, um das klassische SNOT-Lampendesign zu gunsten eines moderen Looks zu vermeiden. Die Motorhaube besteht zudem aus der neuen 2x4er Fliese. Ich verwendete auch eine niedrigere Windschutzscheibe in Kombination mit dem 4x4er gewölbten Dach, um das Profil nicht allzu sehr nach „Kleinbus“ aussehen zu lassen. Die Länge des Fahrzeugs ist am Heck um eine Noppe erweitert, so dass die Ladefläche etwas größer ausfällt. Hierauf finden nun zwei Trageeimer mit Bindemitteln Platz, und am Heck eine Streueinrichtung, die im Behälter mit 1x1er Plättchen in Gelb als Streumittel gefüllt ist.

Besonderer Dank geht an Ralf alias Cran aus dem „1000 Steine“-Forum für die Bereitstellung der Gitterfliesen in Altdunkelgrau. 😀

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (4x10er PKW-Basisplatte + 1x4er)

RW3-Kran

Wenige Tagen vor Weihnachten wurde das neue Rüstfahrzeug der Berufsfeuerwehr in Dienst gestellt. Es stellt eine Besonderheit in Deutschland dar. Auf Grund der besonderen Gefahrenlage, die sich der Feuerwehr im Stadtgebiet bietet, entschied man sich für einen besonders schweres Einsatzfahrzeug, um im Einsatzfall eine Vielzahl Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung vor Ort vorzuhalten. Der Kran, der 55 kN Hubkraft verfügt, soll zudem den großen FwK entlasten. Um all die feuerwehrtechnische Beladung unterzubringen, wurde auf ein geländefähiges 3-Achs-Fahrgestell zurückgegriffen. Es entspricht somit nicht der Norm, denn ein RW3-Kran sieht die DIN nicht vor.

Dieses neue Großfahrzeug dient als Ersatzbeschaffung für den 25 Jahre alten RW2, der nun in Eigenleistung restauriert und dann, neben zwei ausrangierten MTWs, einem KTW und einem RTW, im kommenden Sommer einer Feuerwehr in Griechenland in einer feierlichen Zeremonie als Geschenk übergeben werden soll.

Nachdem ich mir die Set-Neuheit # 7213 zugelegt hatte, wollte ich die glatte Frontgestaltung auch mal an einem 4-W-MOC ausprobieren. Mit etwas Tüftelei und dank der neuen 1er-SNOT-Steine bekommt das Modell einen ganz anderen und sehr modernen Look.

Natürlich bekam auch dieses MOC wieder eine detaillierte Beladung verpasst, die diversen Werkzeugen, Hebekissen, Feuerlöscher, Eimer mit Streugut, Warntafel zur Verkehrssicherung, Generator, transportablem Arbeitsscheinwerfer Trennschleifer und Helm mit Schutzvisier besteht.

Der Kran mit einem auf drei Segmente gekürzten Ausleger ist komplett beweglich ausgelegt. Details wie ein Bedienpult, Umfeltausleuchtung am Kranarmende, sowie Gerätekästen auf dem Aufbau und eine warnende Heckgestaltung komplettieren das MOC.

UPDATE 02.01.:  Ich habe nach steinlegoliaths tatkräftig bebildeter Unterstützung meinem Rüstwagen noch eine hintere Kranabstützung verpasst und die gelben Elemente an der Fahrzeugfront gegen rote getauscht – so sieht’s doch um Längen gefälliger aus. Auf Grund der neu installierten Abstützung wuchs die Fahrgestelllänge um zwei Noppen auf nun insgesamt 18 Knöpfe.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2x12er + 2x3er +2x 1x2er + 1 Noppenreihe Luft für die Abstützung)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

AB-Kran (AB 11)

Bei besonderen Einsatzanforderungen stößt der Kran der Feuerwehr mit seiner „serienmäßigen“ Ausstattung u. U. schnell mal an seine Grenzen. Aus diesem Grund hält die BF einen Abrollcontainer mit spezieller Zusatzausstattung vor. Diese besteht aus verschiedenen Hakengeschirren, Anschlagmittel, Netzen und Ketten, Unterlegplatten und einem Kontergewicht für den FwK.

LockeresVorbild war hier der Ab-Kran der BF Düsseldorf. Ein wenig Tüftelei war die Darstellung verschiedener Haken und Hebemöglichkeiten sowie dem Kontergewicht. Das ganze sollte natürlich auch noch so verstaut werden, dass man es im „Einsatzfall“ auch entnehmen kann.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

ELW 2

Im Jahre 2002 beschaffte die Flughafenfeuerwehr zwei ELW2 mit Kofferaufbau, die sich in ihrer äußerlichen Beschaffungheit kaum unterscheiden. Mehr noch, der Aufbau ist beim zweiten zweiten Fahrzeug gespiegelt ausgeführt. Vorteil: beide Einsatzleitwagen können von einer Seite betreten werden. Ebenso verfügen die beiden über eine große schwenkbare Hecktür, die man im geöffneten Zustand gegeneinander posititionieren kann. Somit muss man das eine Fahrzeug nicht mehr verlassen, um das andere zu betreten.

Der ELW 2/1 ist ausgestattet mit einem großen Funktisch, Kartenmaterial, Internetzugang und Notebook. Zudem verfügt er über eine kleine Küchenzeile mit Kühlschrank. Der zweite ELW verfügt hingegen über einen großen Lage- und Briefingraum, inkl. Beamer, Telefon- und Internetzugang. Beide Fahrzeuge gegeneinander gekoppelt ergänzen sich so im Einsatzfall perfekt.

Lange Zeit wollte ich einen weiteren ELW der größeren Sorte bauen. Ein Bus stand bereits im Dienste der BF. Aber ein kleinerer LKW mit Kofferaufbau würde sich gut bei der Flughafenfeuerwehr machen. Ich blättere ein wenig in der Fachliteratur und im Internet. Dann fiel mein Augenmerk auf die Geschwister ELWs der Flughafenfeuerwehr FFM. Mir gefiel die Idee, 2 identische Fahrzeuge heckwärts aneinanderzustellen.

Und so entwickelte ich zunächst einen Look, der sich an das bekannte „Familiengesicht“ anlehnt, aber dennoch optisch unterscheidet. Es soll eine Fahrzeugklasse darunter angesiedelt sein. Der Aufbau entstand aus den bekannten Fenster- und Wandpanelen und wurde auf dem Dach mit einer Lautsprechereinheit, Lüfter, Antennen und Leuchtbalken ergänzt.

Die Innenräume sind unterschiedlich ausgebaut. Im ersten Fahrzeug fand ein Arbeitsplatz mit Computer (Funktisch) und eine (immens wichtige) Kaffeemaschine für länger andauernde Einsätze Platz, und im zweiten richtete ich einen Konferenztisch samt Tischlampe und zwei Sitzgelegenheiten ein.

Natürlich bekamen beide zu guter letzt das typische weiße Streifendesign derFlughafenfeuerwehr verpasst.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + je ein 1×2 Winkel vorn und hinten)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

AB-Havariepumpe (AB 10)

Bedingt durch die Nähe zum Wasser kam es in den vergangenen Jahren durch Sturmfluten immer wieder zu tw. katastrophalen Überschwemmungen. Besonders als im Januar 2007 Kyrill soviel Wasser in die Jademündung drückte, dass zwei aufgeweichte alte Deichabschnitte dem Druck nicht standhielten und brachen. Die überfluteten Stadtteile mussten damals mit Hilfe vieler konventioneller Lenzpumpen mühsam trockengelegt werden.

Dieses Ereignis rechtfertigte die Anschaffung zweier baugleicher Großpumpen auf Basis eines Abrollcontainers. Diese (Havarie-) Pumpen fördern ca. 900 m3/h, bzw. 15.000 L in der Minute, was einem Wasserdurchsatz von 250 L in der Sekunde entspricht.

Der Einsatzbereich dieser Abrollbehälter mittlerweile vielfältig. So helfen sie mitunter vollgelaufene Schiffsrümpfe schnell und effizient zu entleeren, oder bei Großbränden in entsprechend kürzester Zeit eine ausreichende Menge Wasser in das Löschnetz der Wehrkräfte vor Ort einzuspeisen.

Das MOC schwirrte mir einige Zeit im Kopf herum. Das Basiskonstrukt, sprich der Rahmen, war eigentlich recht schnell fertig gestellt. Jedoch kam ich bei der Pumpe nicht wirklich weiter. Erst die neuen „Fahrzeugfronten“ in Dark Bluish Grey sorgten für den Durchbruch. Noch ein bisschen Deko und schon ist der AB-HP komplett.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

KEF

Auch die Flughafenwehr hat in ihren Fahrzeugreihen ein Kleineinsatzfahrzeug, das besonders in den niedrigen Parkhäusern und Tiefgaragen auf dem großen Airportgelände eingesetzt wird, um Kleinst- und PKW-Brände zu löschen. Es verfügt zu diesem Zwecke (neben der niedrigen Beuart) über eine kleine Hochdrucklöschanlage mit einem 200 L Wassertank und zusätzlichen 20 Liter AFFF-Schaummittel. Zudem zählen zwei Pressluftatmer, Axt und Trennschleifer zur Ausstattung.

Das Modell basiert wie der RTW auf dem selben PKW-Chassis nur mit kürzerem Radstand und entsprechend anderem Aufbau. Die kleinen Wandpanele (1x2x2) und die kleineren (in Wagenfarbe gehaltenen) Heckklappen ließen eine niedrigere Bauhöhe zu. Zwei flache Dachkästen und ein Trittbrett am Heck ergänzen den einfachen Bau dieses kleinen MOCs.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

RTW

Dieses Fahrzeug markiert den Standardtyp des Rettungswagens bei der Feuerwehr. Von ihm sind derzeit insgesamt 17 Stück, verteilt auf die verschiedenen Feuer- und Rettungswachen, im Einsatz. Wenn irgendwo im Stadtgebiet gemeldeter Notfall mit Personen bei der Zentrale der Feuerwehr aufläuft, wird eines dieses Fahrzeuge alarmiert. Je nach Art und Schwere der Verletzung rückt auch das NEF im sog. „Rendevousverfahren“ mit aus.

Ich war schon immer auch der Suche nach einer Idee für einen geeigneten Rettungswagen, der sich von den bislang vorgestellten Fahrzeugen (NAW und KTW) deutlich abheben sollte. Inspiration hierfür war schließlich ein MOC des 1000steine.de-Mitglieds „legoloke“ (Ich hoffe, Du hast nichts dagegen? ;-)), welches ich für meine Zwecke (Farbschema, Innenausbau, Fensterdarstellung) modifizierte. Anzumerken ist diesmal, dass der Behandlungsraum komplett von der Fahrerkabine abgeschottet ist, und an dessen Rückwand zahlreiches medizinisches Gerät in Form zweier Bildsteine angebracht wurde. Das Heck schließt mit einer verlängerten Heckklappe + am Fahrgestell angebrachtem Trittbrett ab. Später soll auf der Heckklappe noch eine 2x2er Fliese mit dem „Star of life“-Symbol angebracht werden.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

GRTW

2005 beschaffte die BF diesen Großraum-RTW, um im Groß- und Größtschadenfall bei einem Massenanfall von Verletzten ausreichend Notallmedizin listen zu können. Dieser Bus verfügt über drei Intensivbehandlungsplätze + je nach Anforderung über bis zu 8 Notfallbetten oder 20 Plätze für sitzende Patienten.

Das Modell ist praktisch baugleich mit dem kürzlich vorgestellten ELW 3. Lediglich der Innenausbau, eine andere Fenstervariante und -anordnung sowie marginale Unterschiede bei der Dachgestaltung grenzen beide Modelle optisch voneinander ab.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2×12er + 2×6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.