Farnheim Reloaded

2008 nach einem Besuch bei Freunden in Hamburg (passender Weise zum Hafengeburtstag) wollte ich das Projekt Farnheim erneut angehen. Zunächst in Form eines neuen detailreichen Stadtplans, der dann später mal als großer DIN A 1-Plan gedruckt werden und eine Wohnungswand schmücken soll.

Was soll ich sagen, vom alten Farnheim ist ehrlich gesagt nicht mehr viel übrig geblieben. Dank des Internet-Zeitalters konnte man nun in aller Ruhe Stadtpläne online betrachten, Stadtteilnamen neu kombinieren oder auch die schönsten und treffendsten Straßennamen für seine Zwecke heraussuchen. Kurzum: Farnheim, vielleicht meine kleine, persönliche Essenz einiger deutscher Großstädte.

Als ich so vor mich hin recherchierte, fiel es mir wieder ein, warum mich diese Stadtkreation so faszinierte: als Kind besuchten meine Eltern und ich oft im Sommer ihre Bekannten in Wilhelmshaven. Und Wilhelmshaven bot für ein NRW-Kind viele spannende Dinge: einen Marinestützpunkt mit riesigen Fregatten und U-Booten und große Hafenanlagen, eben viel seefahrerisches Flair und zudem hatte der Bekannte meiner Eltern überaus spannende Geschichten für mich auf Lager.

Es entstand so nach und nach das wirkliche Layout meiner „Traum“-Stadt mit meinen persönlichen Erlebnissen der sehr zu schätzen gelernten Städte Hamburg und Wilhelmshaven. Jetzt, nach mehr als zwanzig Jahren, sieht Farnheim realistischer aus denn je – zumindest auf dem Papier… 😉

Stadtplan01

Ein Auszug aus dem aktuellen Stadtplan

Der Ursprung Fa(h)rnheims

Es begann alles ziemlich genau Anfang 1987. Ich interessierte mich für den Modellbau im Maßstab 1:87 und baute fleißig Feuerwehrmodelle (um). Dann erschien die neue Ausgabe des „Blaulicht Fahrzeugmagazins“ und darin ein Artikel über den Modellbauer Jürgen Mischur, der seine Modellbauten der fiktiven Feuerwehr Nordstadt präsentierte.

Die Idee einer „eigenen“ Stadt mitsamt Hilfsorganisationen, allen voran die Berufsfeuerwehr, ließ uns (ich erinnere hier gerne wieder an alten meinen Kumpel Bernd) nicht mehr los. Fortan erdachten wir uns den Stadtnamen, Kennzeichen, Größe und Einwohnerzahl, Infrastruktur, Stadtteile, Wachbezirke und Mannschaftsstärken mitsamt der technischen Ausstattung der Feuerwachen bis hin zu den größten Einsätzen in der „Geschichte“ der Feuerwehr…

So konnte man über die Stadt Farnheim (damals noch mit einem H in der ersten Silbe geschrieben) anno 1987 folgendes lesen:

Fahrnheim, eine Stadt in Niedersachsen. 80 km nordwestlich von Hannover. Unweit liegt Bremen. Fahrnheim beherbergt 520.000 Einwohner, die in 14 Stadtteilen wohnen, leben und arbeiten.

Durch die Gebietsreform und Eingemeindungen Mitte der 50er Jahre entstand durch vorher selbständige Gemeinden die jetzige Großstadt.

Als Standort der chemischen Industrie, des Banken- und Dienstleistungsgewerbes, des großen Güterumschlagplatzes mit internationalem Flughafen und einem Binnenhafen, stellt Fahrnheim ein wichtiges Verkehrs- und Wirtschaftszentrum dar. Die Stadt darf sich zu Recht als einen kulturellen Mittelpunkt betrachten, der seiner Bevölkerung darüber hinaus einen der größten geschlossenen Stadtwälder zur Freizeitgestaltung bietet.

Als kulturellen Mittelpunkt erkennt man den 250 Jahre alten St. Raphael Dom, das 1296 erbaute Saalberger Schloss und der alte Weserleuchtturm aus dem Jahre 1914.

Fahrnheim wurde 1542 gegründet, in den 50er Jahren eingemeindet zur heutigen Großstadt.

Das Stadtgebiet umfasst eine Größe von knapp 27.000 ha, ein Drittel sind Wälder, Parks und weiteres Grünland. Die Stadt hat einen Nord-Süd-Durchmesser von 17 km und einen West-Ost-Durchmesser von 22 km. Die Stadtgrenze zeichnet einen Weg von 143 km.

In Fahrnheims Innenstadt findet man 20 Warenhäuser, 1.100 Großhandelsunternehmen und nicht weniger als 2.300 Einzelhandelsgeschäfte.

Das war 1987…

Neue Teilelieferung

Heute ist endlich die neue Teilelieferung eingetroffen. Naja, eigentlich kein (nach Außen hin nennenwertes)  Highlight, allerdings gibt das schon ein bemerkenswertes Bild, wenn sich ca. 20 Paar 1×3 Autotüren mit Feuerwehrsymbol auf einmal auf dem Tisch ausbreiten. Macht jedenfalls was her, wie ich finde…

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Helden 06 – Die erste Halbzeit

Die deutsche Nationalmannschaft gegen eine fußballerische Weltauswahl im fiktiven WM-Finale 2006. Mit dem unrasierten Kahn, dem ewiglich grinsenden Kuranyi und allen anderen Spielern des damaligen Kaders um Klinsi und Jogi. Herrlich animiert und weltklasse kommentiert von der Hamburger Schnauze Lotto King Karl gibt’s hier die erste Halbzeit des packenden Spiels. Ein Brüller an Gags und Sprüchen.

Den Rest (komplette 16 Minuten Endspiel mit ingesamt 8 – in Worten ACHT – verschiedenen Audiokommentaren + 40 Minuten Bonusmaterial gibt’s auf DVD.

GW-Höhenrettung

Er heißt zwar so, ist aber nicht nur für die Höhenrettung zuständig – der GW-Höhenrettung. Auch eine am Meer gelegene Großstadt, wie Farnheim, verfügt über eine Spezialeinheit, die auf die Rettung aus großer Höhe (Brücken, Baukränke, Fensehturm, etc.) von suizidgefährdeten und lebensbedrohlich verletzten Menschen spezialisiert ist. Nicht mehr nur in die Höhe reicht ihr Einsatzgebiet: vielmehr bei Hilfeleistungen in tiefen Schächten, Erdspalten und Höhlen und bei Eisunfällen im Winter kommen die Männer und Frauen der Höhenrettung zum Einsatz. Ihr Einsatzmittel ist ein allradgetriebenes Fahrzeug mit einem Geräteaufbau, der umfangreiches Material für die Personenrettung aus ungewöhlichen Lagen an Bord hat. Zudem hat man die Höhenrettung in den letzten Jahren auch zur Sicherung von absturzgefährdeten Gegenständen an Hausfassaden eingesetzt.

Bei diesem Modell sollte auch hier wieder die Vereinheitlichung des Fahrzeugparks zur Geltung kommen, sprich es bekam das aktuelle „Sprinter“-Gesicht. Die Fahrgestellbasis setzt sich somit wie beim Taucherwagen und beim MTW zusammen. Nur der Aufbau und die Bereifung unterscheidet sich von ihm.

Das Fahrzeug zeigt aber bereits jetzt das neue Erscheinungsbild der Einsatzfahrzeuge, die ebenfalls nach und nach die gelbe (retroreflektierende) Bauchbinde erhalten. Dazu später mehr…

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

NEF (neue Generation)

Erst vor wenigen Wochen wurde das Fahrzeug geliefert, und in dieser Woche schließlich in Dienst gestellt. Das Notarzteinsatzfahrzeug ist, genau wie sein Vorgänger, mit Allradantrieb ausgestattet und durch seine grobprofiligen Reifen extrem geländegängig.

Dieses MOC soll evolutionstechnisch ein Facelift des altes NEFs darstellen, welches durch die noch flachere Frontscheibe und die etwas rundlichere Frontgestaltung unterstützt wird. Ebenso ist der Leuchtbalken, mit seiner nun durchgehenden Leuchteneinheit, von neuerem Baujahr. Der Rest der Montage bildet keinen Unterschied zum alten Modell oder dem im Vorgänger-Artikel beschriebenen ELW. Die Aussttattung für die Notfallmedizin setzt sich aus einem Defibrillator und einem Beatmungsgerät zusammen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwK 25

Ein (noch) im Dienst stehendes Fahrzeug ist dieses Ungetüm. Der Teleskopkran mit 25 Tonnen Hubkraft ist Baujahr 1985 und soll vorraussichtlich im kommenden Jahr durch einen FwK 60 ersetzt werden. Das hier gezeigte Fahrzeug hat ein Gesamtgewicht von 33.000 kg und ein V6 Turbodiesel mit  320 PS treiben die ersten beiden Achsen an. Die hintere Achse ist als Nachlaufachse ausgelegt. Beladen ist der Krankwagen mit div. Stahlseilen, Umlenkrollen, Gliederketten oder auch ensprechendes Containergeschirr.

Das Modell war schon eine kleine bautechnische Herausforderung, weil es sich zunächst an real existierenden Kranfahrzeugen orientieren, und dann natürlich die typische Funktionalität der Lego’schen 4er-Breite bieten sollte. Nachdem ich für Führerhaus und Fahrgestell recht schnell den entgültigen Look gefunden hatten, gestaltete sich der Aufbau recht schwierig. Hierbei halfen mir allerdings die Abstützung die Aufliegerdrehleiter (#6340) von 1994 und der Aufbau des Drehgestells des Drehleitermodells (#6358) von 1987. Am Ausleger selber brütete ich in der Zwischenzeit über Details, wie die Seilführung und die Dicke des „Seils“. Erst zum guten Schluss fand ich, dank Kommissar Zufall, glücklicherweise in einer Grabbelkiste an einem Legoverkaufsstand das letzte gesuchte (und wahrscheinlich wichtigste) Teil: den Kranhaken.

Fahrgestellbasisänge: 16 Noppen (2x10er & 2x6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

NAW

Wie in vielen Großstädten Deutschlands ist auch in Farnheim Träger des Rettungsdienstes die Stadt selbst. Somit übernimmt folglich die Berufswehr den Großteil des Einsatzaufkommens. Mittlerweile, auf Grund des gestiegenen Gefahrenpotenzials (Internationaler Flughafen, Seehafen, Bundeswehrstandort, zahlreiche Großveranstaltungen, Ölraffinerie, Automobilindustrie, etc.), teilt der städtische Rettungsdienst die Einsätze mit den ortsansässigen Hilfsorganisationen, wie DRK, JUH und dem Malteser Hilfsdienst.

Der Notarztwagen ist einer von 6 Fahrzeugen, die an den Farnheimer Krankenhäusern und dem Uniklimikum stationiert sind, und von Kräften (Rettungsassistenten) der BF und einem diensthabenen Notarzt des hiesigen Krankenhauses besetzt werden. Nach wie vor gibt es zudem das bekannte Rendevoussystem aus NEF und RTW. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Der Montage ist vom Bauaufkommen eher etwas unspektakulär und basiert auf dem alten Krankenwagen (#6666). Er bekam „lediglich“ das neue Lego’sche „Spinter“-Gesicht und ein Hochdach.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Taucher

Da die Stadt am Wasser gelegen ist, verfügt die Berufswehr über geeignete Mittel gegen Wassernotfälle. Den Anfang der Wasserrettungsstaffel der Feuerwache 2 macht der GW-Taucher oder einfach Taucherwagen. Er ist mit allerlei technischem Gerät, wie Sauerstoffflaschen, Rettungswesten, Taucheranzüge, etc. ausgerüstet. Zudem haben die Taucher die Möglichkeit sich im inneren des Fahrzeuges umzuziehen. Unnötig zu erwähnen das dieses Fahrzeug über einen Allradantrieb verfügt.

Das Fahrzeug stellt künftig den „Sprinter“ im Farnheimer Fahrzeuguniversum dar. Beim Durchstöbern der Bauanleitungen fiel mein Augenmerk auf den Van des Windsurfers (#1791) von 1994. Dieser sollte sich doch auch in den Dienst der Feuerwehr stellen lassen. Nun ja, nach einigen leichten Modifikationen, war somit der Kastenwagen neu erschaffen. Ich denke, diese Basis könnte noch für einige Bauvorhaben (RTW, Pritschen-LKW, Gerätewagen, etc.) sehr nützlich sein.

Nachtrag: Ich war die ganze Zeit nicht wirklich zufrieden mit dem Look des Fahrzeugs. Also habe ich mich heute noch einmal an seine Karosserie gemacht und den langen Aufbau durch zwei 2x2x2 Boxen und auf der Fahrerseite mit einem Fensterpaneel optisch aufgewertet. Eine echte Stoßstange lässt das Auto vorne nun endlich nicht mehr so unfertig aussehen. Zudem unterstreicht das neue Farbschema die Signalwirkung des Fahrzeugs. Hoffe es gefällt so besser…?

Ach ja, bei weiteren Modellen aus der Zeit von ca. 93-95 kamen auch die Dänen auf den Trichter, diesen Fahrzeugtyp vielseitig einzusetzen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.