ICAO-Löschzug

Nach der Komplettierung des Löschzuges mit dem Rettungstreppenfahrzeug gemäß der internationalen Luftfahrtbestimmungen kann ich hier nun in Wort und Bild den kompletten ersten Löschzug, der bei Flugzeugunfällen ausrückt, vorstellen.

Angeführt wird der Zug vom RIV (Rapid Intervention Vehicle), auch VLF genannt, es folgt das HLF 32/30/3, das u. a. für eine unfangreiche technische Hilfeleistung sorgen kann. Das dritte und vierte Fahrzeug sind die vierachsigen  und das fünfte Fahrzeug ist das kleinere dreiachsige GFLF. Vollstädig wir der Löschzug nach ICAO-Standards durch das RTF. Besetzt sind die Fahrzeuge mit insgesamt 7 Minifigs, die mit den Fahrzeuge 39.800 Liter Wasser und 2.510 Liter AFFF Schaummittel zur Einsatzstelle bringen.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

RTF (Rettungstreppe)

Jeder ICAO-Löschzug wäre nicht komplett, wenn das RTF, das Rettungstreppenfahrzeug fehlen würde. So wurden kürzlich die beiden 23 Jahre alten Fahrzeuge in den verdienten Ruhestand geschickt und durch zwei dieser neuen Modelle ersetzt. Die neuen RTFs besitzen nun auch eine Rettungsbühne u. a. für kleine Sportmaschinen, die an der Fahrzeugfront montiert ist. Die an Bord befindliche Feuerlöschkreiselpumpe die Schnellangriffshaspel an der rechten Fahrzeugseite, sichert einen schnellen Innenlöschangriff. Selbstverständlich verfügt das Fahrzeug über ein geländefähiges Fahrgestell.

Am Bau dieses MOCs habe ich immer wieder und wieder einige Zeit verbracht, da ich nach der optimalen Lösung für eine bewegliche Rettungstreppe suchte. Noch immer ist die jetzige Lösung nicht optimal, da der Aufstieg am Fahrzeugheck sehr hoch ist, aber zumindest kann ich nun einigermaßen damit leben. Aber falls jemand einen Tipp hat, immer her damit…

Ansonsten basiert das Fahrerhaus auf dem bekannten „Familiengesicht“. Der Aufbau orientiert sich an real existierende Vorbilder, die man u. a. auf dem Flughafen Hamburg oder Frankfurt antreffen kann. Einige Ausschmückungsdetails, wie die beiden Reserveräder gehen eher auf die gestalterische Freiheit zurück. 😉 Das offene Fahrgestell erhielt naturgemäß einen Tank (rechte Fahrzeugseite) und u. a. einen Zugang für die FP.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen ( 2x2er + 2x4er +2x6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GB 40

Besondere Einsatzgegebenheiten erforden auch besondere Einsatzfahrzeuge. In diesem Fall ist es die Gelenkbühne  (GB 40) der Farnheimer Flughafenfeuerwehr. Im letzten Jahr in Dienst gestellt rückt sie im zweiten Abmarsch auch bei Flugzeugbränden aus.

Die Anschaffung dieses spektakulären Großfahrzeugs machten u. a. auch die hohen Gebäude (Hotels, Verwaltung, Tower, etc. im nahen Flughafenumfeld notwendig. Zudem kann die GB 40, wie auch die anderen Fahrzeuge) bei außergewöhnlichen Großschadenereignissen zur Unterstützung der städtischen Feuerwehr alarmiert werden.

Die Basis des MOCs ist exakt dieselbe, die auch bereits beim GFLF verwendet wurde. Aber das ist schon alles, was die Gelenkbühne mit dem Schwestermodell gemein hat. Der komplette Aufbau ist anders und gestaltete sich im Hinblick auf funktionstüchtige Abstützungen schwierig, da dieser eigentlich zu hoch ist. So musste ich die grauen Distanzstücke (1x1er Rundsteine) in dunkelgrau dazwischenstecken, damit der Bodenkontakt weiterhin gewährleistet ist. Am Drehstuhl fanden die Absperrungen (bekannt aus der 2007er City Adventskalender) Platz und auf dem Aufbau, hinter den Gerätekästen, zudem vier Verkehrsleithütchen. Der Rettungskorb bietet zahlreiche Details, wie einen Monitor, zwei Zugänge, Bedienpult und Arbeitsscheinwerfer.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2x 2x3er + 2x12er)

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#6680 – Ambulance (1981)

Meine Oldtimersammlung ist um ein weiteres Schätzchen gewachsen. Diesmal um den alten Krankenwagen auf dem Jahr 1981. In den Farben des Rotes Kreuzes kommt er daher und hat ein schmuckes weiß-rotes Streifendesign.

Die Front passt selbstverständlich in die damalige Zeit: Snotsteine als Scheinwerfer. Eine Heckklappe in Wagenfarbe, moderner Leuchtbalken und eine angedeutete Dachluke mittels klarer 2x2er Platte runden das Modell ab.

Interessant sind sicherlich die großen Seitenpaneele, wobei die hinteren beiden hinteren weiß (mit Fensteroptik) und einem zusätzlichen roten Streifen bedruckt sind. Eine gute Lösung, um die Bi-Color-Optik beizubehalten, aber gleichzeitig dort ein Fenster zu platzieren.

Zudem beinhaltet das Set eine Fahrzeugbesatzung von 2 Minifig-Sanitätern und einer entnehmbaren Trage.

Damals wie heute ein gelungenes, kleines Set, das in ähnlicher (modifizierter) Form im Set #6380 (Emergency Treatment Center) von 1988 ein Revival feiern durfte.

LKW 2

Ein weiteres, wenn auch kleines Lastentier, ist dieser kleine Transporter der für die Kurierfahrten im Tagesdienst eingesetzt wird. Zwei dieser Fahrzeuge dienen als Mädchen für alles und sind ein wichtiger Teil des Unternehmens Werkfeuerwehr Flughafen.

Recht unspektakulär und aus einigen (naja, nicht wirklich) „Restteilen“ und als kleine „Fingerübung“ bis zur neuen Teilelieferung entstanden. Die Front fällt mit dem 4er-Schrägstein und der kleinen PKW-Scheibe aerodynamischer aus. Zudem verfügt das Modell über eine funktonierende Heck- und Dachklappe sowie zahlreiche Feuerwehr-Dekore.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

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MTW

Die Berufsfeuerwehr hat zahlreiche Kleinbusse, die als MTWs dienen im Fuhrpark. Mit ihnen ist sie in der Lage schnell und größeren Mengen benötigtes Personal zur Einsatzstelle zu bringen. Im Tagesdienst werden mit diesen Fahrzeugen u. a. auch die täglichen Besorgungs- und Botenfahrten oder Personal zu Schulungszwecken in das Ausbildungszentrum vorgenommen.

Das Fahrzeug ist prinzipiell bereits bekannt von dem Flughafen-MTW. Dieser hier verfügt allerdings „nur“ über einen Straßenantrieb. Ebenso wurde hierbei auf eine Heckklappe verzichtet und stattdessen ein Fenster eingesetzt.

Evtl. werde ich dem MOC später noch eine seitliche Schiebetür verpassen. Samit ein wenig realistischer ausschaut. Aber da tüftle ich aber gerade noch dran.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

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# 6523 – Red Cross (1987)

Vor über 20 Jahren erschien dieses kleine aber feine Set. Es hat zwar nichts mit der Feuerwehr zu tun, aber dennoch möchte ich hiermit die Riege der alten Blaulichts-Sets fortführen. Ich selber habe den Rot-Wagen früher nie besessen. Als dieser erschien war ich dem eigentlichen Lego-Zielgruppenalter bereits entwachsen.

Das Fahrzeug – schätzungsweise ein Notarteinsatzfahrzeug (NEF) – kommt mit einer Notärztin inkl. Koffer daher. Aufgebaut wurde es auf der damals wohl neuen extrem kurzen PKW-Plattform.

Ich habe mir daher einen Nachkauf dieses Sets gegönnt, und sein Zustand ist noch als durchaus gut zu bezeichnen, jedoch doch arg bespielt. Aber wen wundert’s? Erfreulicherweise haben die Aufdrucke kaum gelitten und die weißen Bausteine sind es tatsächlich immer noch.

De Zoch kütt…

Die BF rückt, je nach Einsatzanforderung, in verschiedenen Zugverbänden aus. Zwar wurde der bekannte Löschzug in seiner eigentlichen Struktur aufgelöst, dennoch – um die Stärkeanforderungen der Kräfte am Einsatzort zu gewährleisten, rücken die Wehrleute u. U. von verschiedenen Wachen an, um dann am Einsatzort aufeinander zu treffen.

Bei kleineren Bränden oder Hilfeleistungen rücken somit meist nur noch ein KEF, ein HLF und ein RTW  aus.

Jedoch gibt es sie noch immer: die verschiedenen Zugverbände. Den Anfang macht traditionell der gute alte Löschzug, so wie er Einsatzort am nach wie vor vorzufinden ist. Er setzt sich aus dem ELW, einem HLF 20/16, einer DLK 23/12 CC, einem TLF 24/48 und einem RTW zusammen. Personenstärke: 7 Minifigs. Bei Unfällen auf der Autobahn rückt grundsätzlich ein weiteres HLF mit aus.

Der zweite Zugverband dient der technischen Hilfeleistung und ist als Rüstzug sicher bekannter. Er wird aus dem bekannten ELW, dem HLF 20/16, einem RW 2, dem FwK 25 und einem RTW zusammengestellt. Personenstärke: 7 Minifigs. Ergänzt werden kann der Zug mit einem WLF und aufgesatteltem AB-Kran.

Die dritte Variante kommt bei Unfällen am, im und auf dem Wasser zum Einsatz. Der ELW fährt auch hier wieder voran, gefolgt von dem HLF 20/16, dem Taucherwagen, dem Bootswagen mit RTB und einem RTW. Personenstärke: 7 Minifigs.

Die vorerst letzte Variante, die hier vorgestellt wird, ist der Umweltschutzzug, der aus dem ELW, dem HLF 20/16, WLF mit AB Gefahrgut, dem Saugwagen und einem RTW besteht. Personenstärke: 7 Minifigs. Je nach Gefahrenlage kann dieser Zug auf um ein weiteres WLF mit einem entsprechenden Abrollbehälter (Atemschutz, Umweltschutz, Tank, etc.) und einen RW erweitert werden.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Wasserrettung

Die Feuerwehr Farnheim unterhält derzeit zwei komplette Wasserrettungszüge, die sich u. a. aus einem Taucher- und einem Bootswagen zusammensetzen. Das relativ hohe Personal- und Materialaufkommen soll allerdings in den kommenden Jahren durch in Planung befindliche Kombifahrzeuge kosteneinsparend zurückgefahren werden.

Noch im Dienst befindlich und daher hier und heute vorgestellt: der Gerätewagen Wasserrettung, kurz auch Bootswagen genannt. Dieses bereits etwas in die Jahre gekommene Sonderfahrzeug, rückt wie auch der Taucherwagen, bei allen Einsätzen auf und im Wasser aus. Er dient als Zugfahrzeug für das Rettungsboot (RTB), das auch einem Anhänger verladen ist, und bringt das nötige technische Gerät, was für eine Wasserrettung benötigt wird, mit. So sind dort u. a. Gleitschienen und Eispickel für Eisunfällen, ein Generator, Schwimmwesten, Rettungsringe, und Ersatzkraftstoff für das RTB verladen.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Florian Flughafen 61..

Ich möchte heute mal kein neues MOC, sondern einen Bildband vorstellen, der mir als wunderbare Ideenquelle dient. Es handelt sich um das Buch „Florian Flughafen 61..“, das auf illustre Art die Geschichte der wohl größten und außergewöhnlichsten Flughafenfeuerwehr Deutschlands, von ihrer Enstehung 1953 bis zur Buchveröffentlichung 1998, beschreibt: der Flughafenfeuerwehr Frankfurt auf den Rhein-Main Airport. Auf insgesamt 176 Seiten hat der Autor Reinhard Merlau mit viel Aufwand und Liebe zum Detail ein großartiges Werk geschaffen, das fast schon Kompendiumcharakter genießt.

Die Flughafenfeuerwehr Frankfurt/Main kann als eine der innovativsten Werkfeuerwehren im Luftfahrtbereich auf einem der verkehrsreichsten und umschlagstärksten Luftfahrtdrehkreuze angesehen werden. Nicht umsonst war sie Wegbereiter und -begleiter der ersten Großflughafenlöschfahrzeuge auf Faun-Basis überhaupt. Die Arbeit der Ingenieure und Feuerwehrleute mündete schließlich in den leistungsfähigen und äußerst effektiven „Simba 8×8“. Neben dem geschichtlichen Werdegang der Feuerwehr, zeichnen insgesamt 447 überwiegend farbige Fotos die technologische Entwicklung, die jeweils zum „State-of-the-Art“ ihrer Zeit galten. Ein Fest für Fahrzeugliebhaber.

Zudem widmet der Autor den ersten GFLFs überhaupt, dem „Faun-Dreigestirn“, ein komplettes Kapitel, das auch über die Jahre nach ihren aktiven Diensten bei der Flughafenfeuerwehr hinaus geht, und letztlich gar deren Rücktransport an ihre alte Einsatzstätte beschreibt.

Ein weiterer großer Abschnitt im Buch berichtet zudem über die Geschichten, Aufgaben, Einsätze und Ausrüstungen der Flughafenfeuerwehr der US-Air Force Base, die als europäisches Drehkreuz des amerikanischen Militärs gilt, und ebenfalls auf dem großen Flughafengelände beheimatet ist, und sich somit der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Ein tolles Nachschlagewerk, das dank der beiden offiziellen Broschüren der Fraport AG geschichtlich und technisch bis in Gegenwart hervorragend ergänzt wird. Erhältlich ist dieses Buch-Set allerdings nicht im Handel, sondern nur diekt beim RMM-Verlag, Reinhard Merlau. Wer allerdings das Buch schon haben sollte, kann aber die beiden Ergänzungsbroschüren für auch einzeln bestellen.

Buch „Florian Flughafen 61.. – Die Geschichte der Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Rhein-Main-Flughafen 1953 bis 1998“
gebundene Ausgabe, inkl.
Jubiläumsbroschüre und Ergänzungsbroschüre
RMM-Verlag, Reinhard Merlau
176 Seiten, 447 Fotos
Preis: 15 Euro