KEF (Kleineinsatzfahrzeug)

Das Einsatzkonzept der Berufsfeuerwehr sieht u. a. bei Einsätzen kleinen Umfangs, überwiegend bei einfachen technischen Hilfeleistungen, vor, dass ein KEF zur Einsatzstelle beordert wird. Entweder allein als selbsttätiger Trupp, oder als Teil eines Fahrzeugverbandes (mit Löschfahrzeugen oder in Verbindung mit RTW und NEF), wenn sich hinter verschlossenen Türen Personen in aktur Gefahr befinden. Das Einsatzspektrum umfasst kleinere technische Hilfeleistungen, das Beseitigen von Ölspuren, Notfalltüröffnungen oder das Löschen von Kleinstbränden. Ebenso können hiermit Personen aus öffentlichen Gewässern in Ufernähe gerettet werden.

Dieses Fahrzeug ist Teil der Beschaffungsmaßnahme die alte Generation der ersten KEFs zu ersetzen. Nachdem bei den ersten beiden Nachfolgefahrzeugen allerdings eine derart hohe Störanfälligkeit und gar ein gebrochener Rahmen auftrat, sah sich die Abt. Technik nach etlichen werksseitigen Nachbesserungen genötigt von der Bestellung Abstand zu nehmen, die bereits in Dienst gestellten Fahrzeuge zurückzugeben, und neu auszuschreiben. Ein anderer Hersteller konnte gar mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis gefunden werden. Zudem verfügen die Fahrzeuge, dank des neuen Herstellers, ab Werk bereits über eine höhere Gewichtsreserve. Da jede Feuerwache im Stadtgeboet eines dieser Fahrzeugtypen in seinem Fuhrpark vorhält, stehen noch weitere fünf Lieferungen bis Jahresende aus.

Turbolöscher

Der Fahrzeugpark der Werkfeuerwehr Jade Öl war bislang schon ziemlich beeindruckend. Doch nun ist er noch ein wenig beeindruckender geworden. Denn als letzten Neuzugang konnte man ein sog. Aerosol-Löschfahrzeug, im Volksmunds „Turbolöscher“ genannt, in Empfang nehmen. Dieses Fahrzeug ist durch seine besondere Konstruktion zweier Jettriebwerke, in die Löschwasser zur Zerstäubung eingespritzt werden kann, in der Lage bis zu 8.000 L Löschmittel/Minute auf den Brandherd aufzubringen. Es kann neben der aktiven Brandbekämpfung auch zum Kühlen gefährdeter umliegender Gebäude, zum Niederschlagen austretender giftiger Gase und Rauchwolken, sowie zum Belüften von Tunnenanlagen eingesetzt werden. Der massiven Badarf an Löschwasser durch ein sog. Unterstützungsfahrzeug und durch das Hochleistungs-Pumpsystem HFS sichergestellt. So gerüstet sieht die Werkfeuerwehr einem möglichen Störfall ein wenig gelassener entgegen.

Nach dem Großbrand in Krefeld, bei dem ein solcher Turbolöscher der WF Chempark aus Dormagen eingesetzt wurde, und durch die Anregung des Lesers und 1000steine-Mitglieds „amhh“, machte ich mich daran, ein solches Modell in den klassischen LEGO-Maßstab zu transferieren. Die entsprechende Herausforderung und Hauptaugenmerk bei der Umsetzung lag auf der Löscheinrichtung selbst. Natürlich sollte sie über die selben Funktionen verfügen, wie das Vorbild, sprich schwenk und drehbar sein. Dank einiger Brackets und Fliesen lies sich ein entsprechende Ummantelung und Ausgestaltung der Löscheinrichtung realisieren. In den Fotos sind die Details der innenliegenden beiden Jettriebwerke und der Löschwassereinspritzung zu erkennen. Montiert auf einem passenden 3-Achs-Fahrgestell, das neben der Fahrerkabine auch über einen entsprechenden Geräteaufbau zur Wassereinspeisung verfügt. Da dieses Fahrzeug den Lieferzustand zeigt, wird in Eigenregie noch die tradionelle weiße Bauchbinde angelegt. Bilder werden selbstverständlich noch nachgereicht.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er + 1x2er Platte + 1×2 aus 1x4er Bracket)

Wenn es in NRW wieder großbrennt

Erst knapp drei Monate waren vergangen, dass für einen Großbrand in einem Krefelder Holzgroßhandel der sog. NRW-Alarm ausgelöst wurde. Nun brannte es wieder, wieder in Krefeld, und wieder wurde NRW-Alarm gegeben. Der Brand diesmal ereignete sich am frühen Dienstag Morgen, kurz nach 7 Uhr des 25.09.2012 in einer Düngelmittelfabrik in Uerdingen, im Osten der Stadt. Dieser sollte der langwierigste Einsatz in der Geschichte der Feuerwehr Krefeld seit Ende des zweiten Weltkriegs werden.

Die Lage: eine alte, holzüberdachte Lagerhalle, in der Dimension 180 x 250 Meter, der Firma Compo an der Ohlendorffstraße im Krefelder Hafengebiet stand im Vollbrand. Wie sich im Verlauf des Einsatzes herausstellte, brannten etwa 33.000 Tonnen Rohstoffe und Fertigprodukte für sogenannte mineralische Mehr-Nährstoffdünger, teils verpackt, teils in loser Schüttung. Aufgrund der schnellen Brandentwicklung drohte anfangs das Feuer auch auf eine benachbarte Produktionshalle, in der sich auch größere Mengen gelagerten Ammoniaks befanden, überzugreifen. Erst durch den massiven Einsatz von Löschmitteln und eine Riegelstellung gegen das vom Feuer bedrohte, weitere Hallengebäude konnte Schlimmeres verhindert werden.


Zum Vergrößern einfach auf die Grafik klicken (Wer weitere, sachdienliche Hinweise beisteuern kann, die das Schaubild einsatztaktisch vervollständigen, trete sehr gerne mit mir in Kontakt)

Dem Brandherd entstieg eine dichte, teils geruchsbelästigende Rauchwolke, die bis weit in den Essener Norden sichtbar war. Sie reichte 300 Meter in den Himmel und erstreckte sich über eine Breite von 2 Kilometern. Eine Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffbelastungen des dichten Rauchs konnte für die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Messungen ergaben zunächst keine wesentliche Gefährdung. Dennoch wurde die Bevölkerung im direkten Umfeld (Krefeld Gellep-Stratum, Linn und Teile Uerdingens, sowie Duisburg Mündelheim) über Lautsprecherdurchsagen und Sirenenalarm aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich nicht im Freien aufzuhalten. Schulen und Kindergärten stellten den Betrieb ein. Die BAB 57, die B 288, sowie der Rhein zwischen Düsseldorf-Wittlaer und Rheinberg-Orsoy wurden für verschieden längere Zeiträume für den Individualverkehr gesperrt.

Acht Löschzüge aus Krefeld und Duisburg kämpften mit etwa 200 Wehrleuten gegen die Flammen an. Insgesamt waren rund 450 Feuerwehrleute aus der gesamten Region, sowie letztlich insgesamt 1.340 Helfer, inkl. der Hilfsorganisationen, der Polizei und des THWs, im Einsatz. Dadurch, dass permanent sehr viel Wasser bereitgestellt werden musste, waren hierfür die Löschboote aus Krefeld und Duisburg, sowie die HFS-Systeme der Krefelder, Duisburger und Essener Feuerwehr im Einsatz. Die eigentliche Brandbekämpfung erfolgte über drei Gebäudeseiten mittels Wasserwerfer an Drehleitern und über Fahrzeugen, sowie C-Rohrangriffe mit PA-Trupps (was einen hohen Bedarf an Pressluftatmern nötig machte), sowie über den „Turbolöscher“ der WF Chempark aus Dormagen. Der Fernmeldedienst der Feuerwehr Duisburg war alleine 64 Stunden im Einsatz. Die Einsatzbereitschaft II (MEO) war ab 9:32 Uhr morgens ingesamt 13 Stunden im Einsatz, ehe sie von der Bereitschaft IV (DÜS) abgelöst wurde. Am Abend des selben Tages leistete bspw. die Feuerwehr Mülheim noch weitere 6 1/2 Stunden Dienst, in dem sie regelmäßig mit einem Messfahrzeug die Schadstoffkonzentration in der Umgebungsluft überwachte.

Der Einsatz erstreckte über mehrere Tage und wurde erst am darauffolgenden Sonntag (5 Tage nach dem Brand) beendet, da im Nachgang noch etliche Glutnester mit Baggern auseinandergezogen und abgelöscht werden mussten. Die Brandsachverständigen machten schließlich technisches Versagen für den Störfall verantwortlich. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Neben dem gewaltigen Sachschaden wurden auch zwei Compo-Angestellte und zwei Feuerwehrleute leicht verletzt.

Der von der Bezirksregierung Düsseldorf gegebene „NRW-Alarm“ betraf die Bereitschaften I-IV. Dieses System des Katastrophenschutz zur Abwehr von Großschadensereignissen funktioniert, kurz beschrieben, so: die fünf Bezirkregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) halten jeweils die sog. Bereitschaften vor. Der Bezirksregierung Düsseldorf sind in diesem Falle fünf Bereitschaften unterstellt, die sich aus Personal und Gerätschaften der Feuerwehren aus den Städten zusammensetzen. Diese wiederum sind in mehrere Einsatzzüge unterteilt, die so zusammengestellt sind, dass sie autark agieren können. Sprich, sie können ihren Einsatzabschnitt selbständig verwalten und koordinieren, eine eigene Wasserversorgung aufbauen und Löschunternehmungen durchführen.

Alarmierte Wehren:
FW Krefeld (BF und FF)
Rettungsdienst
Werkfeuerwehr Evonik
Werkfeuerwehr Currenta
Bereitschaft I:
FW Duisburg
Breitschaft II:
FW Mülheim a. d. Ruhr
FW Essen
FW Oberhausen
Bereitschaft III:
FW Tönisvorst
FW Willich
Breitschaft IV:
FW Düsseldorf
FW Meerbusch
FW Mettmann
FW Ratingen
FW Neuss
FW Köln
WF Chempark Leverkusen
Links zum Thema:

TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2012

Im regelmäßigen, zweijährigen Abständen findet auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 1 der Tag der offenen Tür (TdoT) statt. Nachdem 2010 diese neue Feuerwache neben der alten Dreherei der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war es nun, wenn man so will, etwas beschaulicher. Denn an spektakulären Neuigkeiten gab es diesmal nichts zu entdecken: die angekündigten Neubeschaffungen (RTWs, LF 24, ELWs) lassen noch auch sich warten, das bei der Fa. Ziegler zur Instantsetzung befindliche TLF 24/50 ist noch nicht wieder zurück. Wenn es überhaupt etwas Neues zu präsentieren gab, dann das (verhältnismäßig) neue NEF auf VW T5 (das ich nun endlich auch einmal fotogen vor die Linse bekam). Denn auch dieses ist seit über einem Jahr im steten Notfall-Einsatz, und einige Kleinigkeiten am Rande, die ich persönlich nicht mehr auf dem Schirm hatte (einige Fahrzeuge der FF, Anhänger, GW-Mess, etc.)

So nutzte ich den vormittag, um verstärkt den Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr, einige Abrollbehälter und die kleine Schar der Anhänger zu fotografieren. Hier, liebe Freunde der roten Fahrzeuge, folgen sie:

Die größten Berufsfeuerwehren in Deutschland

In Anlehnung an den (mittlerweile fast drei Jahre alten) Artikel der größten Feuerwehren in Deutschland habe ich mal die traditionellen Größenverhältnisse weitestgehend aktualisiert (insofern es sich denn herausfinden ließ), und zudem um ein paar weitere, ich denke recht interessante Punkte angereichert. Die angegebene Personalstärke der jeweiligen Feuerwehren setzt sich immer auch der Gesamtanzahl von BF und FF zusammen. Gleiches gilt für die Fahrzeuge. Die Einsatzzahlen variieren von Stadt zu Stadt deshalb so stark, weil tw. nur die Einsatzaufkommen der Feuerwehr, nicht aber aller Alarmierungen (inkl. der Hilfsorganisationen) aufgezählt sind. Herausgekommen ist dabei folgende Aufstellung, die insgesamt auf jeweilige Statistikdaten der entsprechenden Städte und angegebenen Jahre basieren:

Die Feuerwehr einer Weltstadt Die Berliner Feuerwehr

3.583 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
913 Einsatzfahrzeuge (davon 194 Löschfahrzeuge, 41 Drehleitern und Teleskopmastbühnen und 202 Rettungsdienstfahrzeuge)
35 Feuer- und Rettungswachen
57 Freiwillige Feuerwehren (davon 41 mit eigenem Ausrückebereich)
6 Werk- und Betriebsfeuerwehren
353.724 Einsätze (2010)


Die Superlative im hohen Norden – Feuerwehr Hamburg

4.912 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst (sowie 523 Einsatzkräfte der Werkfeuerwehren)
597 Einsatzfahrzeuge (davon 231 Löschfahrzeuge, 22 Drehleitern und Teleskopmastbühnen, 134 Rettungsdienstfahrzeuge und drei Löschboote)
22 Feuer- und Rettungswachen (darunter 2 Löschbootstationen)
87 Freiwillige Feuerwehren
6 Werk- und Betriebsfeuerwehren
244.903 Einsätze (2011)


Metropolenwehr in Bayern – Berufsfeuerwehr München

2.160 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
277 Einsatzfahrzeuge (davon 92 Löschfahrzeuge, 19 Drehleitern, 34 Rettungsdienstfahrzeuge)
10 Feuer- und Rettungswachen
21 Freiwillige Feuerwehren
5 Werk- und Betriebsfeuerwehren
71.263 Einsätze (2010)


NRWs größte Feuerwehr – Berufsfeuerwehr Köln

2.022 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
269 Einsatzfahrzeuge (davon 78 Löschfahrzeuge, 13 Drehleitern, 68 Rettungsdienstfahrzeuge und ein Löschboot)
12 Feuer- und Rettungswachen (darunter 1 Löschbootstation)
25 Freiwillige Feuerwehren
9 Werk- und Betriebsfeuerwehren
102.341 Einsätze (2010)


Großstadtwehr am östlichen Ende des Ruhrpotts – Berufsfeuerwehr Dortmund

1.471 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
xxx Einsatzfahrzeuge (davon xx Löschfahrzeuge, xx Drehleitern, xx Rettungsdienstfahrzeuge)
9 Feuer- und Rettungswachen
19 Freiwillige Feuerwehren
x Werk- und Betriebsfeuerwehren
112.860 Einsätze (2011)


Die größte Wehr in den neuen Bundesländern – Berufsfeuerwehr Dresden

1.327 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
xxx Einsatzfahrzeuge (davon xx Löschfahrzeuge, xx Drehleitern, xx Rettungsdienstfahrzeuge)
4 Feuer- und Rettungswachen
22 Freiwillige Feuerwehren
3 Werk- und Betriebsfeuerwehren
141.786 Einsätze (2011)


Mit die modernste Wehr Deutschlands – Berufsfeuerwehr Düsseldorf

1.284 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
356 Einsatzfahrzeuge (davon 57 Löschfahrzeuge, 11 Drehleitern, 83 Rettungsdienstfahrzeuge und ein Löschboot)
13 Feuer- und Rettungswachen (darunter 1 Löschbootstation)
10 Freiwillige Feuerwehren
4 Werk- und Betriebsfeuerwehren
117.718 Einsätze (2011)

Die Retter der Landeshauptstadt Niedersachsen mit vielfältigen Aufgaben – Berufsfeuerwehr Hannover

1.154 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
232 Einsatzfahrzeuge (davon 53 Löschfahrzeuge, 11 Drehleitern, 26 Rettungsdienstfahrzeuge)
5 Feuer- und Rettungswachen
17 Freiwillige Feuerwehren
11 Werk- und Betriebsfeuerwehren
155.099 Einsätze (inkl. WF) (2011)


Die Größe im Ruhrgebiet – Berufsfeuerwehr Essen

1.145 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
275 Einsatzfahrzeuge (davon 47 Löschfahrzeuge, 9 Drehleitern, 60 Rettungsdienstfahrzeuge und ein Löschboot)
10 Feuer- und Rettungswachen (darunter 1 Löschbootstation)
15 Freiwillige Feuerwehren
4 Werk- und Betriebsfeuerwehren
127.712 Einsätze (2011)


Ruhrgebietsfeuerwehr mit vielen Sonderaufgaben – Berufsfeuerwehr Duisburg

1.030 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
270 Einsatzfahrzeuge (davon 90 Löschfahrzeuge, 9 Drehleitern, 69 Rettungsdienstfahrzeuge und ein Löschboot)
10 Feuer- und Rettungswachen (darunter 1 Löschbootstation)
26 Freiwillige Feuerwehren
4 Werk- und Betriebsfeuerwehren
ca. 54.000 Einsätze

Hessens Größte mit viel Pioniergeist – Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main

940 Feuerwehrbeamte und Angestellte im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst
xxx Einsatzfahrzeuge (davon 78 Löschfahrzeuge, 13 Drehleitern, 68 Rettungsdienstfahrzeuge und ein Löschboot)
12 Feuer- und Rettungswachen (darunter 1 Löschbootstation)
28 Freiwillige Feuerwehren
7 Werk- und Betriebsfeuerwehren
xxx Einsätze (2010)

#1590 – Breakdown Assistance (1982)

Als Sammler an sich erfreut man sich natürgemäß am meisten über die wirklichen raren Dinge im eigenen Sammelgut. So verhält es sich bei mir doch ein wenig mit diesem Set „Breakdown Assistance“, das 1982 in den Niederlanden anlässlich zur Promotion des dort operierenden Pannendienstes ANWB (in etwa vergl. mit dem dt. ADAC) erschien. Hierzulande ergab sich aber kürzlich für ein ein Angebot des im deutschsprachigen Raum (trotz der Nähe zu den Niederlanden) äußerst raren Set, das ich nicht ausschlagen wollte und konnte. Tja, Sammler eben…

Das Promotion-Set fällt von der Ausstattung recht umfangreich aus: Es bietet drei Autos, vier Figuren, allerhand Absperrzubehör, ein Werkstattgebäude und Notrufsäulen. Garniert wird das ganze mit ein wenig Grünzeug auf zwei typischen Straßenplatten aus jener Zeit (Straßenmarkierungen OHNE Radweg). Das Pannenfahrzeug ist ein typischer PKW der „Classic Town“-Ära. Auch die rote Farbe überrascht nicht wirklich. Das Pannenhilfefahrzeug in der Kombiausführung, das mit allerlei Zubehör ausgestattet ist, ist da optisch schon interessanter, da hier offenbar ein echter Renault R4 oder ein DAF 33 Pate gestanden haben. Das spätere Modell #6521 „Emergency Reparier Truck“ könnte durchaus, mit etwas Phantasie, die frei verfügbare Variante dieses Sondermodells darstellen. Das Highlight bildet aber sicher der Abschleppwagen, der überdies mit herabklappbaren Auffahrrampen ausgestattet ist. Mit ihm kann das Pannenfahrzeug in der passenden Werkstatt wieder flottgemacht werden. Das Telefonhäuschen bietet darüber hinaus blaue Scheibenrahmen (mir verklebten Scheiben), die, wie auch die passende Tür, nur in diesem und im vier Jahre später erschienenden Tochter-Set des schweizerischen Pannendienstes #1589 „Touring Club Schweiz“ Verwendung fanden. Die Minifigs, insbesondere die drei Machaniker mit ihren polizeihaften Overalls und ihren weißen Mützen sind in dieser Kombination nur in diesem Set zum Einsatz gekommen. So machen also die vielen Kleinigkeiten und nicht zuletzt die speziellen Aufkleber des ANWB dieses Promo-Set so einzigartig.

Leider sind bei meinem Modell mit den Jahren ein paar der Sticker abhanden gekommen. Ebenso, wie original Scharnierklappen an den Auffahrrampen. Aber immerhin ist die Anleitung dabei. Also ein Indiz dafür, dass dieses Set tatsächlich ein Original war und ist.

Jahr: 1982
Teile: 233
Minifigs: 4

Die moderne Berliner Feuerwehr – Fahrzeuge von 1996 bis 2011

Berlin ist Weltmetropole, Hauptstadt, kultureller Schmelztiegel und hoch verschuldet. Letzteres betrifft auch die Berliner Feuerwehr. Zwar ist eine Wehr der Superlative, die aber immer seltener aus dem vollen Schöpfen darf (wenn sie es denn je konnte). Dennoch ist sie in der Pflicht den Brandschutz für ihre 3,3 Millionen Einwohner sicherzustellen. Dies stellt die Großstadtwehr vor große Herausforderungen und vielseitige Aufgaben. Wer jetzt einen unfamgreichen Gemischtwarenladen im Fahrzeugpark erwartet wird allerdings enttäuscht: die Berliner Feuerwehr hat ihren Fahrzeugpark in den vergangenen Jahren weitestgehend standardisiert. Und das ist auch gut so. Für das Personal, die Bevölkerung und den Geldbeutel.

Das Buch gibt einen prallgefüllten Einblick in den kompletten Fahrzeugpark der letzten 15 Jahre. Zeigt die (Weiter-)Entwicklung des Berliner LHF (Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugs), die in den 80er Jahren mit Mercedes-Benz und Bachert begann. Wie und wann die Folienbeklebung Einzug hielt. Wie Wehr vom Konjunkturprogramm II profitierte, und wie sich die Feuerwehr ein eigenes Corporate Identity zulegte. Für Liebhaber aktueller Fahrzeugbestände im Brand- und Rettungswesen ein Fest, da hier (wie schon im Hambugrer Buch) alle Fahrzeugtypen, angefangen bei ELWs, PKWs und RTWs, über Lösch- und Drehleiterfahrzeuge, bis hin zu Rüst- und Gerätewagen, Wechselladerfahrzeuge, Abrollbehältern und Anhängern alles dabei ist, was bei der Berliner Feuerwehr im Dienst ist, und darüber hinaus welcher Wache sie zugeordnet sind.

Der Autor Hans-Jörg Schierz ist selbst aktiver Feuerwehrmann in Diensten der Berliner Feuerwehr, passionierter Modellbauer, und Jounalist und veröffentlichte hiermit nun sein erstes Buch.

Skurrile Suchanfragen

In der Rubrik der skurrilsten Suchanfragen gibt es nach längerer Pause nun wieder eine Top-12. Dies besten und merkwürdigsten habe ich erneut in einer kleinen Hitparade zusammengefasst. Viel Spaß!

12. – modell kehrmaschine auf autobahn
Sind die etwa schneller?

11. – massenanfall von verletzten comic
Ich empfehle die Zombie-Comics aus dem Splitter-Verlag.

10. – richtiges verladen von fertigbauteilen
Mein Blog ist auch Teil der Unfallverhütungsvorschrift.

09. – futterstöcke
Schaut mal in der Zoohandlung nach.

08- – vatrogasci wo ist das
Vatrogasci (Feuerwehr) – nicht wo, sondern was…

07. – feuer in kroatien
Ebenso wie in Deutschland: lodernd heiß.

06. – lego city alter krankenwagen kaufen umsonst
Ja was nun nun? Geschenkt haben wollen oder Geld ausgeben?

05. – glatte uschi
Ist das etwa nicht jugendfrei?

04. – aus reststeinen bauen
Komm schon, lasst Euch was einfallen…

03. – geistertruck
Ein LKW, der permanent im Gegenverkehr fährt.

02. – preise gullireinigung
Wofür gibt’s denn wohl die gelben Seiten?

01. – baywatch hq grundriss
Manche wollen aber auch alles über ihre Lieblingsserien erfahren.

Die olympischen Spiele in LEGO®

Die XXX. olympischen Sommerspiele in London sind zwar seit gestern Geschichte, aber der britische Guardian hat eine illustre und äußerst amüsante Videogalerie zusammengestellt, in der man sich nochmals sämtliche sportlichen Highlights (inklusive des-100 Meter-Sieg von Usain „Lightning“ Bolt) und Missgeschicke der Wettkämpfe als Brickfilm ansehen kann – KLICK