PKW 3

Ein weiteres Fahrzeug aus der Rubrick „Mädchen für alles“ ist dieser PKW, der im Tagesdienst u. a. auch für Boten- und Kurierfahrten genutzt wird. Die BF verfügt über insgesamt sieben dieser Fahrzeuge.

Wie heißt es so schön: „Kleinvieh macht auch Mist“, und insofern verfügt die Berufsfeuerwehr auch über solche Fahrzeuge, die bautechnisch eher unspektakulär sind. Wie diesen PKW, der alle Merkmale des klasssichen Fahrzeugbaus aufweist: als Basis dient eine 4x10er PKW-Bodenplatte, darauf baut der typische 80er-Jahre-Look auf, der sich lediglich im kastenförmigen Aufbau von den PKWs aus dem damaligen LEGO-Programm unterscheidet. Einige Details, wie der Leuchtbalken, die Antenne oder die Dekorfliese als Motorhaube runden das MOC ab.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Bodenplatte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

TLF 30/50-SL

Seit kurzem steht im Fahrzeugpark der BF das neue TLF 30/50-SL. Zwar ist dieses Fahrzeug in den täglichen Brandschutz als Fahrzeug des ersten Abmarschs integriert, dennoch ist es ein „Prototyp“. Verläuft diese Phase für die Wehrmänner positiv, werden die bisherigen Tanklöschfahrzeuge gemäß ihres Beschaffungsturnus künftig durch diese leistungsstarken TLFs ersetzt. In dieser Erprobungsphase sollen die Vor- und Nachteile hinsichtlich der Flexibilität und Einsetzbarkeit, Fahr- und Löschverhalten durch größeren Löschmittelvorrat, leistungsfähigerer Pumpe und Werfer, sowie die Handhabung der feuerwehrtechnischen Beladung abgewogen werden, sowie auf die speziellen Wünsche und Anforderungen der Feuerwehrleute eingegangen werden.

Das Fahrzeug bietet permanenten Allradantrieb und hat für die Brandbekämpfung oder Wasserförderung, bzw. -transport über weite Distanzen eine leistungsfähigere Feuerlöschkreiselpumpe von 3.000 L/Min. bei 10 bar, statt der gewöhnlichen 2.400 L/Min. bei 8 bar, sowie 5.000 L Wasser, 500 L AFFF Schaummittel und einen entnehmbaren 250 kg Pulverkessel samt Schnellangriff an Bord.

Das Modell ist ein weiteres Drauflos-gebaut-MOC. Optisch lehnt es sich an die bekannte „Familiengesicht“-Typen an, wobei die Scheinwerfer ein leichtes „Facelift“ erhielten. Der Aufbau ist bewusst flach gehalten, um den Charakter eines Waldbrandlöschfahrzeuges samt hoher Geländegängigkeit zu unterstreichen. Kleine, tief positionierte seitliche Gerätekästen, sowie eine heckseitig verbaute Schnellangriffseinrichtung hinter einer schwenkbare Klappe und einen dreh- und neigbaren Dachwerfer vervollständigen den Bau.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen  (2x8er Bracket, 2x2er Winkelplatte, 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

Ölspur Wasch-und Saugfahrzeug (ÖWSF)

Als Ersatz für alten Gerätewagen Saug beauftragte die Wehr im Frühjahr einen Fahrzeuggeätehersteller mit dem Bau eines neuen kompakten ÖWSF auf einem leichten LKW-Fahrgestell, festem Aufbau mit eingebautem säure- und laugenbeständigen Tank, sowie Frischwassertank, Hochdruckreiniger und Geräteräumen für eine entsprechende Beladung.

Nach der technischen Abnahme ist das Fahrzeug letzte Woche nun in Dienst gestellt worden, und ist auf der Wache für technische Dienste und Umweltschutz stationiert.

Vorbild für mein MOC ist das 2010 in Dienst gestellte ÖWSF der BF Düsseldorf. Optische Fahrerhausbasis war beim Bau einmal mehr mein aktuelles Standarddesign für den größten Teil meiner Feuerwehrfahrzeuge der Berufsfeuerwehr. Daran schließt sich große Geräteraum, eine seitlich gerippte Tankfläche, sowie beidseitige Zu- und Abgänge an. Am Heck sorgen weithin sichtbare gelbe Bitzer, sowie Blaulichter und Warnstreifen für Sicherheit. Auf dem Dach sind zwei Saugschläuche verladen und in dem Geräteräumen finden u. a. Streumaterial, Hochdruckstrahler, Pumpenbedienfeld und einige weitere Reinigungsflüssigkeiten. Kernstück ist aber die Saugeinheit an der Fahrzeugfront. Diese ist zwar recht simpel gehalten, verfügt mit Beleuchtungseinheit und Ölaufnahmegerät aber über alle wichtigen Funktionen wie auch beim Original aus Düsseldorf.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

FwA-AK (Absetzkipper)

Im Falle, dass bei einem Großenschadenereignis schnell eine größere Menge Material an die Einsatzstelle herangeschafft werden muss, steht dem Absetzkipper-WLF auch ein Anhänger zu Verfügung, auf den im Ernstfall ein weiterer Container verladen werden.

Der Anhänger entstand parallel zum Ansetzkipper-MOC, allerdings fehlte mir einzig die lange Anhängerdeichsel um das Modell zu komplettieren. Glücklicherweise kam heute die ersehnte Bricklink-Teilebestellung an, und so konnte ich dieses Gespann nun endlich fertigstellen. Dem Zugfahrzeug habe ich auch einige Modifikationen zukommen lassen: so befindet sich nun ein Hydrauliktank am Aufbau und ein heckseitig verbautes Abstützsystem, damit er bei der realistischen Beladung des Hängers nicht urplötzlich vorne abhebt.

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x6er + 1x2er Deichsel + 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

WLF 3 (Absetzkipper)

Mit einem Wechsellader, in Form eines Absetzkippers, verfügt die Berufsfeuerwehr über ein weiteres System, welches aber unmittelbar vor der Ablösung steht. Das System wurde Anfang der 1980er Jahre eingeführt, und sollte als „leichtere“ Variante des mittlerweile etablierten Abrollsystems mit Haken gelten. Jedoch hat sich dieses Absetzsystem, auch bedingt durch eine mit den Jahren erhöhte Gefahrenlage in der Stadt, grundsätzlich überholt und wird nicht mehr weiter ausgebaut.

Ein Wechselladerfahrzeug (von ursprünglich drei) und einige Container stehen jedoch noch im Dienst der Feuerwehr, sollen laut Anschaffungsplan aber Ende 2011 durch ein neues WLF mit dem bewährten Hakenabrollsystem ersetzt werden.

Initiator und Anleitungslieferant war Maurice, besser bekannt als „steinlegoliath“ aus dem TS-Forum. Vielen Dank dafür. Er hat mir eine wunderbare Baumöglichkeit eines Absetzkippers gegeben, die bei mir so gar nicht im aktuellen Bauplanungen vorgesehen war. Natürlich passte ich das Modell meinen „Anforderungen“ (siehe Arbeitsstellenscheinwerfer, Feuerlöscher, Signalanlage, sowie andere Fahrgestellanbauteile) an, und zollte z. B. bei der Absetz-„Hydraulik“ dem Entwicklungsfortschritt neuer Teile entsprechend Tribut.

Für das MOC habe ich noch gleich einige weitere Container gebaut, die ich dann zu einem späteren Zeitpunkt genauer vorstellen werde.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 1x2er + 1x2er auf 1x4er Winkelplatte)

AB-Schiffsbrandbekämpfung (AB 12)

Eine speziell ausgebildete Schiffsbrandbekämpfungsgruppe, bestehend aus 10 Mann (1 EL, 1 Grf. und 8 Einsatzkräften), ist neben ihren Gerätschaften für den Ernstfall auf den Schiffen entlang des Farnheimer Küstenstreifens zuständig. Zudem kann sie aber auch entlang der gesamten deutschen Küste eingesetzt werden.

Ein solch auf die Brandbekämpfung auf Schiffen zugeschnittenes Einsatzmaterial ist der vom Land Niedersachsen beschaffte AB-SB (Schiffsbrandbekämpfung). Auf ihm sind u. a. neben Pressluftatmern, Schläuche in Tragekörben, div. transportable Löschmittelvorräte, entsprechende Gerätschaften zur Brandbekämpfung, Messgeräte zur Schadstoffmessung, Einsatzpläne und einige Bergeseile verladen. Der Container kann neben der Verladung und des Transports auf einem WLF auch per Schiff oder per Hubschrauber bewegt werden.

Auch dieser AB ist für die genormte LEGO-Wechselladerfläche geeignet und basiert ebenfalls auf einer 4×8 Noppen großen Grundplatte. Auf ihr wurde ein Aufbau platziert, den ich mit drei großen Geräteräumen ausstattete. Darin sind diverse Geräte zur Brandbekämpfung (Strahlrohre, Verteiler) sowie Schaumkanister und Feuerlöscher verstaut. Das BF-typische Streifendesign behielt ich auch hier bei.

GW-Wasserrettung (neue Generation)

Wie bereits im September 2009 angekündigt, ist seit wenigen Wochen, im Zuge der Modernisierung, nun das erste, neubeschaffte Wasserrettungfahrzeug im Dienst der BF. Kosten- und Personaleinsparungen zwangen die Wehr nach einer Kombinationslösung von Boots- und Taucherwagen zu suchen. Fündig wurden sie mit diesem, für Ihre Zwecke zugeschnittenem Fahrzeug, das für den nördlichen Einsatzabschnitt der Stadt vorgesehen ist.

Es verfügt über eine Staffelkabine, in der sich die Tauchmannschaft umkleiden kann, und einen Geräteaufbau mit umfangreicher Beladung, wie Defibrillator, Taucherhelm, Gleitschlitten für Eisunfälle, Ersatzkraftstoff für das Rettungsboot, Sauerstoffflaschen für den Taucher und einen Rettungsring. Selbstverständlich ist das Einsatzfahrzeug auch mit Allradantrieb ausgestattet. Mittels Anhängerkupplung wird es gleichzeitig zum Zugfahrzeug des neuen Rettungsbootes (RTB 1) und rückt bei Unfällen auf dem Wasser immer im Gespann mit ELW, HLF, RTW und NEF im sog. Wasserrettungszug aus.

Die Idee für dieses Modell kam mir nach Durchsicht der tollen 4w-Feuerwehrmodelle, die 2008 bei der Lego Fanwelt in Köln ausgestellt waren. Dort stand ein kleines ein ähnliches Fahrzeug, jedoch als Löschfahrzeug. Meine Variante sollte von Beginn einen anderen Einsatzzweck verfolgen, und so bekam es neben dem Staffelkabinen-Geräteaufbau-Kombination einen Allradantrieb und eine Anhängerkupplung verpasst. Diverse verladene Ausrüstungsgegenstände, Teile der neuen Minifig-Sammelfigur „Taucher“, einige Dachkästen und einen Lichtmast am Heck vervollständigen das Modell. Der kleine Reservereifen auf dem Dach des GW-W ist für den Hänger gedacht, da dieser, um das Boot zu Wasser zu lassen, in selbiges einfahren muss, und dort lauert so manch spitzer Gegenstand auf dem Grund.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x8er + 2x2er 2x2er Anhängerkupplung)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwA-RTB 1

Neben dem neuen Gerätewagen zur Wasserrettung beschaffte die Wehr auch ein neues Rettungsboot vom Typ „Speedwave 2000“. Dieses ist nun mit einem festen Rumpf aus GFK ausgestattet, insgesamt auch größer als das alte Schlauchboot und kann somit mehr Material zur Unglücksstelle bringen. Ein 150 PS-Motor treibt das rund 2,2 t. schwere Boot an. Ausgerüstet ist es zudem mit Radar, Echolot, GPS, Kartenplotter und Fishfinder.

Der Trailer verfügt über keinen Gleitschlitten oder absenkbaren Rahmen das Boot zu Wasser zu lassen, so muss der Hänger an einigen dafür vorgesehen Stellen am Fluss in das Wasser hineingefahren werden, damit das RTB aufschwimmen kann. Mit rund 50 cm Tiefgang ist dies aber problemlos möglich.

Vorbild für mein MOC war Legolokes Modell seines Rettungsbootes. Nadem die dafür benötigten Teile endlich eingetroffen waren, legte ich los und startete mit einem 10 Noppen langen Rumpf (das Bauteil für die Spitze nicht mit eingerechnet). Die Beladung besteht aus einem 2x2x2er Schrankelement, daruf habe ich die Halterung für die Antenne, samt Radar-, Sondersignalanlage, Handscheinwerfer und weiteres Rettungsgerät platziert. Der Außenborder ist schwenkbar ausgelgt und soll mit seinen zwei 1x1er Rundsteinen ordentlich Dampf machen können.

Der Trailer ist ein eher unspektakulärer Bau, bei dem das Boot auf mehreren Fliesen ruht und nur von den Zentralnoppenfliesen an zwei Punkten gehalten wird. Ergänzt wird das Modell mit Rückleuchten und Kennzeichenträger, Bremsklötzen und einer speziellen Abstützung an der Hängervorderseite.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x2er Anhängerkupplung + 2x10er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Ja is denn heut scho‘ Weihnachten?

Was tun eigentlich Feuerwehr-Minifig in ihrer Freizeit? Ganz einfach mit ihren ferngesteuerten Autos spielen. Dazu haben sie auf dem Hof der Feuerwache mit einigen Pilonen schnell einen Parcours abgesteckt und schon kann der Große Preis von Farnheim starten…

Inspiriert durch eine veröffentlichte Inhaltsabbildung des kommenden 2010er City-Adventskalender, in auch dem ein Feuerwehrmodell vorkommt, habe ich diesen Gedanken mal weitergeführt und eine ganze Serie aus ein paar Steinen gebastelt.

GW-FM (Fernmeldetechnik)

Teil des Fernmeldezuges der Berufsfeuerwehr ist neben dem vor längerer Zeit bereits vorgestellten GW-NRT (Nachrichtentechnik) auch der GW-FM (Fernmeldetechnik). Dieses neu in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug ist ausgestattet u. a. mit einem kompletten Fernmeldearbeitsplatz mit 4-Meterband-Funkgerät und Relaisstellengerät über Feldtelefonkabel und -fernsprecher, für den Aufbau eines unabhängigen Telefonnetzes, entsprechende Anschlüsse für das öffentliche Telefonnetz, ein 8-kW-Stromerzeuger und ein 6,5-Meter-Schiebe- sowie Lichtmast mit 2 x 1000 Watt.

Als das bei einem großen Online-Auktionshaus ersteigerte Set # 6676 (Mobile Command Unit) bei mir eintrudelte kam mir die Idee, das Fahrzeug in seiner grundlegenden Beschaffenheit für die Feuerwehr umzufunktionieren und seinem Einsatzzweck entsprechend noch etwas anzupassen. Prinzipiell stellt dieses MOC also lediglich eine Portierung dar.

Der Aufbau läuft  im Wesentlichen nach Bauplan des Sets von 1986. Einige Modifikationen bei der Front- und Heckgestaltung unterscheiden dieses Modell vom Original. Neben der typischen gelben Banderole der BF wurde auch die Inneneinrichtung komplett umgestaltet: so erhielt das Fahrzeug dem Einsatzzweck entsprechend Bedienflächen und Anzeigen für den Funkverkehr, zwei mobile Funkgeräte und eine „Flüstertüte“. Am Heck finden zusätzlich eine Funkantenne und ein beweglicher Lichtmast Platz. Vervollständigt wird das Modell auf dem Dach durch zwei Blaulichtbalken, Dachentlüftungen und eine Antenne.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.