# 646 – Auto Service (1979)

Es ist diesmal zwar kein weiteres Feuerwehrmodell, dennoch verbinde ich mit diesem zivilen Werkstattwagen-Modell aus der guten alten „Legoland Stadt“-Epoche eine Menge Kindheitserinnerungen. Ich hatte Glück beim großen Online-Auktionshaus wieder über 30 Jahre altes Set zu ersteigern, was sich in einem wahrlich tadellosen Zustand befindet. Dieses Modell weist kaum Spielspuren auf und so gut wie nicht verkratzt.

Das Set war war damals Teil des neuen LEGO-®Automobilbaus, bei dem die neue Fahrzeugbodenplatte Minifigs endlich vernünftig hinter dem Steuer Platz nehmen ließ und das Auto fahren „konnten“. Dennoch verwendete man noch keine transparenten Plättchen für Scheinwerfer oder Rückleuchten.

Jahr: 1979
Teile: 46
Minifig: 1

# 7213 (Feuerwehrtruck mit Löschboot) – Ein Review

Gestern machte ich Station in einem großen Supermarkt und beim Weg zur Kasse druchstreifte ich dann noch kurz die Spielwarenabteilung und überflog die doch recht gut sortierte LEGO®-Produktpalette. Dabei fixierte mein Augenpaar augenblicklich etwas neues zwischen all den bunten Kartons: die Januar-Feuerwehrneuheit # 7213. Sogar der Preis stimmte: 34,95 Euro. Günstiger als angekündigt. Schön! Also griff ich zu…

Als ich mir daheim zunächst die riesige Verpackung betrachete, fiel mir auf, dass der Kranarm hier eine andere Farbe aufwies, als ich ihn von den damaligen geleakten Images her kannte. Das packte meinen detektivischen Spürsinn, und ich verglich am Rechner direkt mal beide Versionen.

Folgende Änderungen stellte ich am großen 8×8 Truck fest:

  • Kranarm: von rot auf schwarz geändert
  • Krandrehturm: andere Form
  • Scheinwerfer: von 1×1 Rundplättchen auf 1x2er Plättchen gewechselt, Straßenräumer rutschten tiefer
  • Seitenfenster an Fahrerkabine: wurde kleiner
  • Auspuffanlage: Form und Farbe geändert
  • Kranstützen: komplette andere Bauart und -teile
  • umlaufend an der Ladefläche angebrachte 1x2er Platten mit Griffen: gelb statt hellgrau
  • Weißer Streifen an der Ladefläche: neu hinzugekommen

Auch das Löschboot musste einige Modifizierungen über sich ergehen lassen:

  • Monitor an der Front: andere Konstruktion (Verbindung zum Rumpf)
  • Motoren/Antrieb: komplett andere Konstruktion, die weißen Teile verschwanden
  • zudem bekam das Boot eine lange Funkantenne

Zu guter Letzt bekam auch der Buggy ein paar wesentliche Änderungen:

  • Die Farbe invertierte: ursprünglich rote Kotflügel wurden weiß
  • das gelbe, leider nicht wirklich erkennbare Teile an der Front, verschwand
  • scheinbar wurde auch die Aufnahme des Stabblaulichts am Heck geändert und die Halterung für die Axt hinzugefügt

Nun aber zum Wesentlichen. Im Inneren des Kartons warten vier nummerierte Klarsichttüten, zwei Bauanleitungen (eine für Buggy und Boot & eine für den LKW) und ein Stickersheet auf die Montage. Nett auch wieder, dass man nicht alle Tüten aufreißen muss, sondern nur die entsprechende für den jeweiligen Bauabschnitt. So hält sich das Steinechaos auf dem Tisch in Grenzen. Der Aufbau ist wie gewohnt einfach und die Anleitung leicht verständlich. Allerdings muss man später beim Fahrgestell des LKWs bei den vielen ähnlichen Zeichnungen schon einmal genauer hinsehen, welches Teil neu hingefügt werden soll.

Das fertige Modell ist (wie auch immer wieder die Umverpackungen) nicht gerade handlich. Besonders kleine Kinderhände müssen für einen Transport wohl schon beide Hände zuhilfe nehmen. Die gewaltige 32er Noppenlänge (plus Überhang der aufgeladenen Bootes) und die 8er Breite lassen es natürlich auch in keine City-Feuerwachengarage passen – Schade! Zudem ist die „Kranhydraulik“ zu schwergängig, so dass sich beim Heben und Senken des Auslegers immer wieder der Drehturm vom -kranz löst. Das nervt…

Schön ist hingegen die Umsetzung des Allradantriebes gelungen. Mit den verschwindungsfähigen Zwillingsachsen lässt sich das Fahrzeug mühelos durch holpriges Gelände chauffieren. Die Optik des Führerhauses ist gänzlich neu, reiht sich aber gut in die aktuelle LKW-Frontgestaltung der TLG ein und erinnert mit der Spalte zwischen dem grauen Chassis und der Kabine ein wenig an einen Renault Magnum.

Das fertige LKW-Modell ist stabil und robust und droht nicht direkt bei kräftigeren Berührungen wieder auseinander zu fallen. Der Spielspaß ist recht hoch, da alles gewohnt funktionell ausgelegt ist: der Kran ist dreh- und schwenkbar. Das Boot lässt sich somit vorbildgetreu ver- und entladen. Realistische und ausfahrbare Stützen verhindern ein Umstürzen des LKWs. Im großen Fahrerhaus finden zwei der drei Minifigs Platz.

Das Boot ruht satt auf der Ladefläche und seine beide Antriebe strotzen förmlich vor Kraft. Auch hier wieder einige Details funktionell ausgelegt: der Werfer am Bug ist beweglich und die Schiffsmotoren schwenkbar.

Der Buggy, dass kleinste Modell im Set wirkt gegen den roten Koloss beinahe zerbrechlich niedlich und ich unke mal, er fristet in wohl so  manchem Kinderzimmer später eher ein Schattendasein. Naja, irgendwie kommt das „Feuerwehrfeeling“ halt auch nicht so rüber. Ich schätze mal, es liegt auch zu einem erheblichen Maße am extrem hohen Weißanteil.

Zum Abschluss ergänzt einiges Zubehör, wie Äxte, Schwimmwesten, Fernglas und Feuerlöscher das in jeder Beziehung großartige Set.

Man merkt, die Creation bei LEGO® hat wieder ganze Arbeit geleistet und für den maximalen Spielspaß viel Hirnschmalz hineingesteckt.

Teile: 388
Preis: derzeit zwischen 33, 76 Euro (Amazon) und 39,99 Euro (Lego) lag meins preislich am günstigeren Ende. Es ergibt ein ungefährer Stückpreis/Teil von ca. 9-10 Cent. Somit kein wirklicher Schnapper…

#6680 – Ambulance (1981)

Meine Oldtimersammlung ist um ein weiteres Schätzchen gewachsen. Diesmal um den alten Krankenwagen auf dem Jahr 1981. In den Farben des Rotes Kreuzes kommt er daher und hat ein schmuckes weiß-rotes Streifendesign.

Die Front passt selbstverständlich in die damalige Zeit: Snotsteine als Scheinwerfer. Eine Heckklappe in Wagenfarbe, moderner Leuchtbalken und eine angedeutete Dachluke mittels klarer 2x2er Platte runden das Modell ab.

Interessant sind sicherlich die großen Seitenpaneele, wobei die hinteren beiden hinteren weiß (mit Fensteroptik) und einem zusätzlichen roten Streifen bedruckt sind. Eine gute Lösung, um die Bi-Color-Optik beizubehalten, aber gleichzeitig dort ein Fenster zu platzieren.

Zudem beinhaltet das Set eine Fahrzeugbesatzung von 2 Minifig-Sanitätern und einer entnehmbaren Trage.

Damals wie heute ein gelungenes, kleines Set, das in ähnlicher (modifizierter) Form im Set #6380 (Emergency Treatment Center) von 1988 ein Revival feiern durfte.

# 6523 – Red Cross (1987)

Vor über 20 Jahren erschien dieses kleine aber feine Set. Es hat zwar nichts mit der Feuerwehr zu tun, aber dennoch möchte ich hiermit die Riege der alten Blaulichts-Sets fortführen. Ich selber habe den Rot-Wagen früher nie besessen. Als dieser erschien war ich dem eigentlichen Lego-Zielgruppenalter bereits entwachsen.

Das Fahrzeug – schätzungsweise ein Notarteinsatzfahrzeug (NEF) – kommt mit einer Notärztin inkl. Koffer daher. Aufgebaut wurde es auf der damals wohl neuen extrem kurzen PKW-Plattform.

Ich habe mir daher einen Nachkauf dieses Sets gegönnt, und sein Zustand ist noch als durchaus gut zu bezeichnen, jedoch doch arg bespielt. Aber wen wundert’s? Erfreulicherweise haben die Aufdrucke kaum gelitten und die weißen Bausteine sind es tatsächlich immer noch.

De Zoch kütt…

Die BF rückt, je nach Einsatzanforderung, in verschiedenen Zugverbänden aus. Zwar wurde der bekannte Löschzug in seiner eigentlichen Struktur aufgelöst, dennoch – um die Stärkeanforderungen der Kräfte am Einsatzort zu gewährleisten, rücken die Wehrleute u. U. von verschiedenen Wachen an, um dann am Einsatzort aufeinander zu treffen.

Bei kleineren Bränden oder Hilfeleistungen rücken somit meist nur noch ein KEF, ein HLF und ein RTW  aus.

Jedoch gibt es sie noch immer: die verschiedenen Zugverbände. Den Anfang macht traditionell der gute alte Löschzug, so wie er Einsatzort am nach wie vor vorzufinden ist. Er setzt sich aus dem ELW, einem HLF 20/16, einer DLK 23/12 CC, einem TLF 24/48 und einem RTW zusammen. Personenstärke: 7 Minifigs. Bei Unfällen auf der Autobahn rückt grundsätzlich ein weiteres HLF mit aus.

Der zweite Zugverband dient der technischen Hilfeleistung und ist als Rüstzug sicher bekannter. Er wird aus dem bekannten ELW, dem HLF 20/16, einem RW 2, dem FwK 25 und einem RTW zusammengestellt. Personenstärke: 7 Minifigs. Ergänzt werden kann der Zug mit einem WLF und aufgesatteltem AB-Kran.

Die dritte Variante kommt bei Unfällen am, im und auf dem Wasser zum Einsatz. Der ELW fährt auch hier wieder voran, gefolgt von dem HLF 20/16, dem Taucherwagen, dem Bootswagen mit RTB und einem RTW. Personenstärke: 7 Minifigs.

Die vorerst letzte Variante, die hier vorgestellt wird, ist der Umweltschutzzug, der aus dem ELW, dem HLF 20/16, WLF mit AB Gefahrgut, dem Saugwagen und einem RTW besteht. Personenstärke: 7 Minifigs. Je nach Gefahrenlage kann dieser Zug auf um ein weiteres WLF mit einem entsprechenden Abrollbehälter (Atemschutz, Umweltschutz, Tank, etc.) und einen RW erweitert werden.

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

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