Räumfahrzeug

Passend zur Jahreszeit juckte es mich in den Fingern, mal etwas Unrotes, Nichtblaulichtiges zu bauen. Cran inspirierte mich mit seinen orangfarbenen Baufahrzeuge zu Bau eines Fahrzeug des Winterdienstes. Da mir allerdings orange Teile nahezu komplett im Bestand fehlen, und es zudem auch nicht alle hierbei verwendeten Bauteile in der gewünschtenFarbe gibt, entschied ich mich für Gelb.

Das Modell ist in seiner eigentlichen Hauptaufgabe ein Kipper auf einem 12-Tonnen-Fahrgestell, der in der kalten Jahreszeit für Winterdienstzwecke aufgerüstet werden kann. Eine Anbauplatte kann vorn am Fahrzeug einen Schneepflug aufnehmen und die Ladefläche bietet Platz für den Streuaufsatz.

Der Aufsatz ist eine möglichst realistische Nachbildung des Originals samt Soletank (hier in Tan ausgeführt),  mit dunklenblauen Dachsteinen abgedecktes Streugut und einem klappbaren Streuarm.

Das Räumschild ist wie das Vorbild an der Oberkante abgeschrägt, um dem Fahrer durch den aufgewirbelten Schnee nicht die Sicht zu nehmen. Zudem kann der Pflug zum rechten Fahrbahnrand gedreht werden und verfügt natürlich auch über Peilstäbe zur besseren Orientierung.

Diverse Details wie Heckwarneinrichtungen, Reserverad, Kraftstofftank, hochgelegte Winterdienstbeleuchtung, sowie ein heckseitig angebrachter Streuschutz und etwas Werkzeug komplettieren das Modell.

NACHTRAG: nachdem hierzulande noch mehr Schnee gefallen ist, inspirierte mich die weiße Pracht zu einer Modifikation des Fahrzeugs. Und zwar soll der LKW ja auch auf Autobahnen die Fahrbahnen von Eis und Schnee befreien. So spendierte ich ihm noch ein weiteres Räumschild inkl. einer Befestigungsmöglichkeit am Rahmen. So ist das Winterdienstfahrzeug von nun an für alle winterlichen Wetterkapriolen einsatzbereit.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + je einmal 1×2 auf 1×4 Converter)

# 6693 – Refuse Collection Truck (1987)

Was wäre eine Stadt ohne Müllabfuhr? Richtig, Neapel! Okay, der war gemein. Aber diese Frage haben sich die LEGO-Designer 1987 wohl auch gefragt, und dieses wunderbar detaillierte Set eines Müllwagens auf den Markt gebracht, und dazu gleich noch die tollen Mülltonnen erfunden.

Aufgrund der damals eher begrenzten Farbpalette bei den Bauteilen schuf man mit diesem gelb-roten Farbschema ein schönes Design, das sich auch noch elegant über die komplette Fahrzeuglänge zieht. Vergleichbar ist die Bicolor-Farbgebung noch mit dem Utility Repair Lift zwei Jahre später.

Der Truck bot eine hohe Spielbarkeit, da man mit ihn nicht nur realistisch die Tonnen entleeren konnte, sondern auch dank mehrerer Scharnierteile den Müll wieder vorschriftsmäßig aus dem Fahrzeuginneren auskippen konnte. Eine clevere Bautechnik, die man ganze zwanzig Jahre später, beim Remake dieses Müllwagens erneut anwandte.

Das Set wird durch etwas Zubehör, wie die Mülltonnen, die 1987 ein neue Teileneuheit darstellten, samt Deckel und zwei Minifigs (einem Fahrer und einem Müllwerker) sowie Schippe und Besen vervollständigt.

Zu guter letzt seien noch die großen Panele erwähnt, die mit einem roten Recycling-Kreislauf-Symbol bedruckt sind.

Teile: 115
Jahr: 1987
Minifg: 2

Ich hab da was entdeckt…

Bei einem wenig erfolgversprechenden rumgegoogle stieß ich auf einen Sucheintrag, der mich stutzig machen ließ: kann man doch bei der US-Version des Online-Großhandels amazon das Tine-Sondermodell „Milk Delivery Truck“ (#1029) aus dem Jahr 1999 käuflich erwerben. Beim zweiten (genaueren) Blick jedoch bei einem angeschlossenem Händler und das zu einem (bei Bricklink) sammlerüblichen Durchschnittspreis.

Dennoch ein ungewöhnliches Suchergebnis…

 

Ein Set, was man zunächst so nicht bei amazon.com erwartet hätte

Hier natürlich noch der Link: Klick

# 6648 – Dump Truck (1980)

Ein weiteres, seltenes Schmuckstück aus den Anfängen der 80er Jahre ist dieser dreiachsige Kipper, den es laut Brickset nur in den USA gab. Vielleicht, das will ich nun nicht mehr ausschließen, auch damals bei Spielzeugkette Vedes.

Ich bekam das Set günstig in der Bucht. Günstig deswegen, da die originale Bauanleitung fehlt, und es sich um einen Nachbau handeln könnte. Dieser gestaltet sich hierbei auch recht einfach, da bei diesem limitierten Bausatz keinerlei Sonderteile zum Einsatz kamen.

Zu meinen favorisierten Unterthemen in der „Classic Town“-Serie zählen nun nicht unbedingt Baufahrzeuge, dennoch gehört das Modell zu einen der gelungeneren, wie ich finde, da es als einziges über ein LKW-mäßiges Erscheinungsbild verfügt. Was man von all den anderen Dump Trucks nicht sagen konnte. Weshalb man dem Modell aber kein Dach verpasst hat, ist mir ein Rätsel. Doch offene Fahrerhäuser gab es zu der Zeit einige.

Der Zustand bei diesem Modell ist recht bespielt, die Frontscheibe leicht getrübt, aber dennoch komplett. Daher die Vorstellung an dieser Stelle.

Teile: 42
Jahr: 1980
Minifg: 1

# 1489 – Mobile Car Crane (1989)

Ein Set, welches seinerzeit nur in den USA erhältlich war und seinerzeit etwa niedliche 13 US Dollars kostete. Es besteht aus einem kleinen, rotweißen PKW einem bulligen blaugelb gehaltenem Kran und zwei Minifigs.

Der PKW, ein Standardmodell (u. a. bekannt als Variation aus dem Metro Park & Service Tower) mit kurzer Fahrgestellbasis (4 x 7 Noppen) mit rotem Blechkeid und weiß abgesetztem Dach samt Ziersteifen wird gefahren von einer braunhaarigen Chauffeuse in weißblauem Dress, bei dem das Oberteil mit blauen Querstreifen bedruckt ist.

Namensgeber ist allerdings der wuchtige Kran, der in abwechslungsreichem blaugelbem Farbschema dahergerollt kommt. Obwohl er klassisch 4w aufgebaut ist, sind Teile der Absützung in 6w ausgelegt, wobei die großen Profilreifen ihn gar auf eine 7w-Breite bringen. Durch die seitlich abstehenden Scheinwerfer bekommt das Modell einen eher antik anmutenden Look und die unverkleideten seitlich angebrachten Winkelplatten wirken etwas nach Baustelle und machen nicht wirklich Sinn. Fahrer ist ein kappentragender Mechaniker mit weißem Oberteil und roter Latzhose.

Dennoch ein, aufgrund seiner Seltenheit, besonderes Set, das sicher für manchen Kenner ein Hingucker auf jeder „Classic Town“-Anlage darstellt. Hierbei besteht allerdings Grund zur Annahme, das es sich um einen Nachbau handelt, da dem Bausatz keine Original-Bauanleitung beilag und einige Bauteile unschiedliche Verfärbungsstufen ausweisen. Dadurch, dass das Originalset über keinerlei Sonderteile verfügt fällt ein Nachbau zudem auch verhältnismäßig leicht – und ist in diesem Falle hier auch dankerwerter Weise exakt ausgefallen.

Jahr: 1989
Teile: 174
Minifigs: 2

LKW

Der Kreisverband Farnheim verfügt für logistische Zwecke über einen schweren, geländegängigen LKW. Seine Einsatzmöglichkeiten sind daher unglaublich vielfältig. Er kann bspw. bei jedweder Art Großschadenereignis eine große Menge benötigter Hilfsgüter herbeischaffen. Im Extremfall dient das Fahrzeug bei solch einem Ereignis auch als überdachte Behandlungsmöglichkeit, da der Aufbau klimatisiert werden kann. In der Vergangenheit wurde der LKW im Rahmen humanitärer Hilfne bereits bei zahlreichen Auslandseinsätzen eingesetzt. So geschehen zuletzt 2005 in denen vom Hurrikan Katrina schwer verwüsteten Teilen im Süden der USA.

Das MOC kreiste mir schon etwas länger im Kopf herum, da ich die Basis des Arla Milk Trucks (#1581) als Feuerwehrfahrzeug hätte gut zweckentfremden können. Allerdings lagen bei mir ein paar große Panele mit Rot Kreuz-Aufdruck herum, sodass ich den Bau kurzerhand farblich umgestaltete. Die Basis entspricht weitestgehend dem Original von 1991, wobei ich unbedingt die Ladebordwand umsetzen wollte. Ebenso wichtig war mir die Trennung des Fahrerhauses vom Aufbau. Entsprechende Details, wie das typische DRK-Zweifarben-Design, Leuchtbalken und ein wenig Zubehör, sowie vier Transportkisten und Sackkarre runden das Modell ab.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er, 2 1x2er Scharnierplatten)

# 6440 – Jetport Fire Squad (1991)

Bei diesem Löschmonster fällt direkt seine Größe auf: es ist das erste Fahrzeug in einer 6-Noppen-Breite im „Classic Town“-Bereich. War dies anno 1991 bereits ein erstes marktingstrategisches Manöver, wie zukünftig größere Modelle von der Zielgruppe angenommen werden? Man weiß es nicht. Es passt jedenfalls in die Zeit, denn nur ein Jahr zuvor erschienen vier Sets, die sich mit dem Thema Luftfahrt beschäftigten. Und somit war das Löschfahrzeug fortan fester Bestandteil des Brandschutzes auf dem damals aktuellen Flughafen.

Das Modell verfügt verfügt über vielerlei Features und Details, wie einen Geräteraum auf der Beifahrerseite, in dem ein Atemschutzgert lagert, zwei Handfeuerlöscher und zwei Äxte dienen als Ausstattung für die beiden mitgelieferten Minifigs (mit einem Flughafensymbol bedruckten Oberteil bekleidet), sowie eine Schnellangriffseinrichtung auf der Fahrerseite, einem beweglichen, großen Dachwerfer und einer Feuerlöscheinrichtung an der Fahrzeugfront, die unter einer abklappbaren Verkleidung schlummert. In der großen Fahrerkabine finden selbstverständlich beide Minifigs Platz.

Hightlight ist aber zweifelsohne das mittels 9-Volt-Block betriebene „Light & Sound“-System, das, einmal mittels Klemmschalter am Heck aktiviert, die roten Dachleuchten zum abwechselnden Blinken bringt, und am schwarzen Drehschalter eine Sirene ertönen lässt, bei der man zwischen einem an- und abschwellenden Heulton oder dem eher klassischen „Martinshorn“ wählen kann. Die Qualität der digitalen Tonfolgen erinnert stark an aufklappbare Glückwunschkarten mit Soundchip.

Jahr: 1991
Teile: 159
Minifig: 2

Das war die LEGO® Fanwelt 2010

Wie das immer so auf Messen und Ausstellungen ist, ist die Zeit, die man zur Verfügung hat, wie immer viel zu kurz. So auch bei meinem Busuch der der diesjährigen LEGO® Fanwelt. Zudem war es für mich auch die erste persönliche Kontaktaufnahme zu dem einen oder anderen MOCcer der „Szene“. Und so hatte man sich bei den Fachsimpeleien hier und da ganz schnell verquatscht. Leider konnte ich aus Zeitmangel auch leider nicht alles fotografisch festhalten.

Die Ausstellung bot neben zahlreichen Verkaufsständen, einer kleinen Verkaufsfläche des LEGO® Store Kölns, etlichen Bau- und Spielflächen für Kinder, 3D-Filmvorführungen und natürlich hauptsächlich viele kleine und große Landschaften und Dioramen, wie detaillverliebte Ritterburgen, belebte Stadtviertel, Kesselwagen-Unglücke, Baustellen, Star Wars-Szenarien und wundervolle Groß-MOCs wie der Kölner Dom, der Reichstag in Berlin oder auch die Dresdner Frauenkirche, und dazwischen immer wieder Züge, Sparschweine, Freiheitsstatuen, Saturn V-Raketen und auch (zu meiner Freude) Feuerwehr-Modelle.

Die Ausstellung bot also für jeden etwas und viele tolle Eindrücke mit ebenso vielen interessanten Gesprächen. Kurzum ein gelungener Nachmittag.

DIE BILDER MUSSTEN AUS PLATZGRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN.

# 6673 – Solo Trainer (1990)

Nach dem Marktstart des mittelgroßen Flugzeugs (#6687 – Turbo Prop I) drei Jahre zuvor veröffentlichte man bei LEGO 1990 einen Nachfolger – eine Maschine gleichen Kalibers. Sogar die Länge und die Position des Fahrgestells sind identisch. Der „Solo Trainer“ unterschiedet sich daher optisch in nur wenigen Punkten von seinem Vorgänger: zu allererst in der Farbe und in der höheren Anordnung der Tragflächen.

Dennoch ist dieses Modell nicht als simpler Abklatsch anzusehen. Dafür sorgt unter anderem auch ein wenig Zubehör, wie ein kleine Betankungsanlage und etwas Werkzeug. Es sorgt auf einem kleinem Flugplatz-Diorama für eine willkommene Abwechslung neben dem ganzen Jet-Einerlei, und wirkt neben dem roten Vorgänger alles andere als ein Zwilling. Zudem bietet die blaue Farben einen netten Farbtupfer zu den übrigen Sets im „Flight“-Thema, und sollte vermutlich dem Set-Namen nach als Teil einer Flugschule dienen.

Jahr: 1990
Teile: 74
Minifig: 1