Zugkombinationen, Teil 7 HIT – Hochinfektionstransport

Spätestens seit der Corona-Pandemie rückt der Transport hochinfektiöser Patienten immer mehr in den Blickpunkt. Bereits die zahlreichen Ebola-Ausbrüche in den Jahren davor alarmierten die Behörden hierzulande. Seither gibt es in Farnheim ein Einsatzkonzept, das regelt, mit welchen Einsatzmitteln ein Verlegungstransport solch hochinfektiöser Patienten zum ortänsässigen Tropeninstitut sicher bewältigt werden kann. Daran hat sich im Wesentlichen seit über 10 Jahren, seitdem dieses Konzept ins Leben gerufen wurde, nichts geändert.

Der Zug besteht nach wie vor aus zahlreichen Fahrzeugen. Sie sollen zum einen die bestmögliche Patientenversorgung auf der Fahrt sicherstellen, zum anderen einen für alle Beteiligten sicheren Transportablauf gewährleisten, selbst bei einem technischen Defekt des Patiententransporters. Der Zug ist daher so zusammengestellt, dass selbst ein plötzlicher Ausfall des Patiententransportfahrzeugs durch einen Redundanz-Rettungswagen kompensiert werden kann. Das Hilfeleistungslöschfahrzeugs ist als weiterer technischer Geräteträger in die Desinfektion der Einsatzkräfte eingebunden, ebenso wie das KEF (Kleineinsatzfahrzeug).

Der Zug hat Aufstellung genommen. Von rechts nach links sind es nachfolgende Fahrzeuge:

  • ELW (besetzt mit OrGL RD)
  • ITW (Transportfahrzeug für den sicheren Transport des Patienten)
  • NEF (besetzt mit Notarzt und Rettungsassistenten)
  • KdoW (besetzt mit leitendem Notarzt des städt. Gesundheitsamtes)
  • KEF (bestückt mit Sonderkomponente Dekontamination bzw. Desinfektion)
  • HLF (technischer Geräteträger für autarkes Arbeiten)
  • RTW (Reserve-ITW sowie Eigenschutz für die eingesetzten Rettungskräfte)

In der Infektiologie des Tropeninstituts, das dem Universitätsklinikum Rechts der Jade angehört, stehen sog. „High-consequence infectious diseases“-Patienten, die aus Gründen des Infektionsschutzes nur auf einer Sonderisolierstation (SIS) behandelt werden können, permanent drei Betten bereit.

Mehrmals im Jahr findet zu Schulungszwecken ein solch simulierter Patiententransport unter reellen Bedingungen statt. Dabei wird auch die Polizei mit eingebunden, die den Transport mit zwei Einsatzfahrzeugen und mehreren Beamten begleitet.

Nach der ersten Vorstellung 2015, als selbst die LKWs noch 4-breit waren, war eine fotografische Überarbeitung lange überfällig, da ausnahmslos sämtliche Fahrzeuge, die Teil dieses Einsatzzuges sind, in den vergangenen Jahren überarbeitet und folglich ausgetauscht wurden. Hier nun eine Übersicht der aktuellen Fahrzeuge in der HIT-Zusammenstellung.