TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2012

Im regelmäßigen, zweijährigen Abständen findet auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 1 der Tag der offenen Tür (TdoT) statt. Nachdem 2010 diese neue Feuerwache neben der alten Dreherei der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war es nun, wenn man so will, etwas beschaulicher. Denn an spektakulären Neuigkeiten gab es diesmal nichts zu entdecken: die angekündigten Neubeschaffungen (RTWs, LF 24, ELWs) lassen noch auch sich warten, das bei der Fa. Ziegler zur Instantsetzung befindliche TLF 24/50 ist noch nicht wieder zurück. Wenn es überhaupt etwas Neues zu präsentieren gab, dann das (verhältnismäßig) neue NEF auf VW T5 (das ich nun endlich auch einmal fotogen vor die Linse bekam). Denn auch dieses ist seit über einem Jahr im steten Notfall-Einsatz, und einige Kleinigkeiten am Rande, die ich persönlich nicht mehr auf dem Schirm hatte (einige Fahrzeuge der FF, Anhänger, GW-Mess, etc.)

So nutzte ich den vormittag, um verstärkt den Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr, einige Abrollbehälter und die kleine Schar der Anhänger zu fotografieren. Hier, liebe Freunde der roten Fahrzeuge, folgen sie:

Neues NEF der BF Mülheim

Ende Januar stellte die Berufsfeuerwehr ein weiteres neues Fahrzeug in Dienst: ein Notarzteinsatzfahrzeug auf VW Bus T5 (Facelift). Ein Novum für Mülheim, da in Vergangenheit eher Kombifahrzeuge vom Typ Mercedes E-Klasse oder 5er Touring von BMW gefahren wurden.

Ein kleines Video dazu von User Hoffes78:

Ich hoffe, demnächst mal einige Fotos nachreichen zu können.

RTW

Das Rote Kreuz als weitere Hilfsorganisation der Stadt beteiligt sich neben der Feuerwehr als Hauptträger des städtischen Rettungswesens an den Aufgaben des täglichen Rettungsdienstes. Zu diesem Zwecke stehen mehrere Rettungswagen (RTW) bereit, die von der eigenen Rettungswache im Zentrum gelegen zu ihren Einsatzorten im gesamten Stadtgebiet auszurücken.

Ein derartiger RTW – der Kreisverband in Farnheim verfügt über sechs solcher Fahrzeuge – wurde im Herbst letzten Jahres in Dienst gestellt. Er ist, wie die Fahrzeuge von der BF auch, mit u. a. Defibrillator, Beatmungsgerät oder auch Vakuummatratze für einen schonenenden Transport von Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenfrakturen notfallmedizinisch komplett ausgestattet.

Als ich ein MOC eines Wohnmobils von Grimer im Eurobricks-Forum sah, wurde ich unweigerlich an die allgegenwärtigen „Spinter“-RTWs in natura erinnert. Da dachte ich, sowas braucht meine Stadt auch. Also baute ich die Frontpartie einfach nach und der Rest ergab sich. Allerdings wollte ich meinen neuen RTW mit einer seitlichen Aufbautür versehen und ihn mit einem neuen Patiententragesystem, was ich in einem älteren LEGO-Set gesehen hatte, ausstatten.

Der Aufbau stellt ein Novum bei meinen Modellen dar: ist er komplett in einer 5-Noppen-Breite gehalten. Die Wahl für diese Breite hat folgende Gründe: mehr Platz im Innenraum und vor allem eine dem Original entsprechend realistische Wiedergabe im Minifig-Maßstab. Jedoch bringt die ungerade Erweiterung auf fünf Noppen eine Vielzahl an Problemen mit sich, wobei die geringe Festigkeit noch das kleinste Übel darstellt.

Die größte Herausforderung war die Gstaltung der Hecktüren und dabei vor allem deren Beweglichkeit. Nach Wochen der Tüftelei und tatkräftiger Unterstützung bei der Lösungsfindung dank einiger 1000steine-Mitglieder habe ich mich nun für eine, ich nenne sie mal „Clip-Lösung“ entschieden, wobei ein jeder Türflügel mit einem 1×1 Plättchen mit waagerechtem Clip befestigt ist. Dieser kann sich in der Seitenwand nach außen drehen und öffnet somit die Tür. Damit jedoch die Drehung funktioniert muss hinter dem clip eine 1×1 Plättchenlücke verbleiben (siehe Bilder). Nicht schön, aber so passt die Trage hinein. Und das wichtigste: ich kann damit Leben… 😀

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

RTW

Dieses Fahrzeug markiert den Standardtyp des Rettungswagens bei der Feuerwehr. Von ihm sind derzeit insgesamt 17 Stück, verteilt auf die verschiedenen Feuer- und Rettungswachen, im Einsatz. Wenn irgendwo im Stadtgebiet gemeldeter Notfall mit Personen bei der Zentrale der Feuerwehr aufläuft, wird eines dieses Fahrzeuge alarmiert. Je nach Art und Schwere der Verletzung rückt auch das NEF im sog. „Rendevousverfahren“ mit aus.

Ich war schon immer auch der Suche nach einer Idee für einen geeigneten Rettungswagen, der sich von den bislang vorgestellten Fahrzeugen (NAW und KTW) deutlich abheben sollte. Inspiration hierfür war schließlich ein MOC des 1000steine.de-Mitglieds „legoloke“ (Ich hoffe, Du hast nichts dagegen? ;-)), welches ich für meine Zwecke (Farbschema, Innenausbau, Fensterdarstellung) modifizierte. Anzumerken ist diesmal, dass der Behandlungsraum komplett von der Fahrerkabine abgeschottet ist, und an dessen Rückwand zahlreiches medizinisches Gerät in Form zweier Bildsteine angebracht wurde. Das Heck schließt mit einer verlängerten Heckklappe + am Fahrgestell angebrachtem Trittbrett ab. Später soll auf der Heckklappe noch eine 2x2er Fliese mit dem „Star of life“-Symbol angebracht werden.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

GRTW

2005 beschaffte die BF diesen Großraum-RTW, um im Groß- und Größtschadenfall bei einem Massenanfall von Verletzten ausreichend Notallmedizin listen zu können. Dieser Bus verfügt über drei Intensivbehandlungsplätze + je nach Anforderung über bis zu 8 Notfallbetten oder 20 Plätze für sitzende Patienten.

Das Modell ist praktisch baugleich mit dem kürzlich vorgestellten ELW 3. Lediglich der Innenausbau, eine andere Fenstervariante und -anordnung sowie marginale Unterschiede bei der Dachgestaltung grenzen beide Modelle optisch voneinander ab.

Fahrgestellbasislänge: 18 Noppen (2×12er + 2×6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

RTW

Auch die Flughafenfeuerwehr verfügt über einen eigenen Rettungsdienst. So versehen hier insgesamt 4 RTWs dieses Typs ihren Dienst. Deren Einsatzfeld ist umfangreich: neben der Übernhame von Notfallpatienten aus Flugzeugen zur Überführung in die Farnheimer Krankenhäuser, rücken sie nicht ausschließlich nur zu Einsätzen auf dem gesamten Flughafenareal, sondern auch, nach Absprache mit der BF, zu Unglücksstellen, die im Umfeld des Airports liegen, aus.

Das Modell hat eher eine klassische Silhouette mit einer Haube und einem anschließendem Aufbau mit Hochdach. Dieser verfügt über keine seitlichen Fenster, jedoch mit einem Glaseinsatz in der Heckklappe. Trotz der PKW-haften Anmutung kann der Aufbau eine typische Trage aufnehmen. Details wie Dachluken, Leuchtbalken und Frontblitzer und eine heckseitige Trittstufe runden das MOC ab. Auch dieses Rettungsfahrzeug verfügt im Inneren über medizinisches Nottfallgerät, wie Sauerstoffflaschen und EKG.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x3er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

FwA-Rett

Komplettiert wird das Gespann des GW-Rett mit diesem ständig mitgeführten Hänger. Auf ihm werden diverses Material zur Notfallmedizin in größeren Mengen mitgeführt. Ein Lichtmast, der über den auf dem Zugfahrzeug mitgeführten Generator betrieben wird, und zwei Dachgerätekästen komplettieren die feuerwehrtechnische Beladung.

Das MOC entstand quasi als Zwilling zum FwA-Nachschub. Lediglich kleine Veränderungen hinsichtlich des Lichtmastes und der beiden Gerätekästen auf dem Dach unterscheiden ihn von seinem „Bruder“.

GW-Rett

Zu Beginn des neuen Jahrtausends beschaffte die Flughafenfeuerwehr als Ersatz für den in die Jahre gekommenen GW-SAN diesen Gerätewagen-Rettungsdienst. Das Sonderfahrzeug wurde speziell für Großschadensereignisse mit einem hohen Verletztenaufkommen konzipiert. Auf dem allradgetriebenen Fahrzeug und dem ständig mitgeführten Anhänger sind u. a. Notfallkoffer, Vakuummatratzen, Tragen, Decken, Notfallzelte, Verbandmaterial, Stromerzeuger und Flutlichtscheinwerfer in größeren Mengen verladen.

Das Modell bekam als Optik die des bereits vorgestellten GW-Saug 2. Daran schließt ein Sonderaubau mit zwei seitlichen kleinen Gerätenkästen und einem heckseitigen großen Geräteraum an. Letzterer ist beladen mit einem zusammengefalteten Nottfallzelt.

Der Anhänger ähnelt bis auf einige Details dem FwA-Nachschub und ist zudem mit einigen für die Notfallmedizin beladen.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x12er + 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

KTW

Als Hauptträger des Krankentransport- und Rettungswesens in der Stadt stellt die Feuerwehr personell und materiell den größten Anteil. So übernimmt sie auch den Löwenanteil der Krankentransportfahrten. Um diese zu bewältigen steht dem Personal aus Rettungssanitätern und -assistenten ein moderner und zahlenmäßig umfangreicher Fahrzeugpark zur Verfügung. Neben den 6 NAWs, 14 RTWs, 4 NEFs hält die BF unter anderem auch 18 KTWs für Krankentransporte vor.

Optisch sollte sich das Modell später stark vom NAW unterscheiden, das Farbschema zu übernehmen war Pflicht und die Trage sollte natürlich auch hineinpassen. Soweit die Vorgabe. Jedoch kristallisierste sich beim Bau immer mehr ein typischer PKW-Look heraus, der allerdings heute, wenngleich auch nicht mehr weit verbreitet, noch immer gebaut wird und in Diensten div. Hilfsorganisationen steht. Prinzipiell ist Aufbau des Fahrzeugs nahzu mit dem des NAWs identisch. Lediglich die Fensteranordnung wurde geändert. Bedingt durch die hohen Seitenpaneele erhielt auch dieses Fahrzeug ein „Hochdach“ im Bereich der Fahrgastzelle. Die Front bekam mit der 3D-Darstellung des Kühlergrills ein wenig Profil.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

NAW

Wie in vielen Großstädten Deutschlands ist auch in Farnheim Träger des Rettungsdienstes die Stadt selbst. Somit übernimmt folglich die Berufswehr den Großteil des Einsatzaufkommens. Mittlerweile, auf Grund des gestiegenen Gefahrenpotenzials (Internationaler Flughafen, Seehafen, Bundeswehrstandort, zahlreiche Großveranstaltungen, Ölraffinerie, Automobilindustrie, etc.), teilt der städtische Rettungsdienst die Einsätze mit den ortsansässigen Hilfsorganisationen, wie DRK, JUH und dem Malteser Hilfsdienst.

Der Notarztwagen ist einer von 6 Fahrzeugen, die an den Farnheimer Krankenhäusern und dem Uniklimikum stationiert sind, und von Kräften (Rettungsassistenten) der BF und einem diensthabenen Notarzt des hiesigen Krankenhauses besetzt werden. Nach wie vor gibt es zudem das bekannte Rendevoussystem aus NEF und RTW. Dazu aber in einem späteren Artikel mehr.

Der Montage ist vom Bauaufkommen eher etwas unspektakulär und basiert auf dem alten Krankenwagen (#6666). Er bekam „lediglich“ das neue Lego’sche „Spinter“-Gesicht und ein Hochdach.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.