SW 2000-Tr.

Eine weitere spezielle „Fach“-Abteilung in den Reihen der Berufswehr in Farnheim ist die der Feuerwehrhistoriker. Sie besteht derzeit aus rund 45 Mitgliedern, von denen je ein Teil aus aktiven und pensionierten Wehrleuten besteht. Sie können dazu auf die komplette Infrastruktur der Zentralwerkstatt zurückgreifen. Der Verband der hat seit seiner Gründung 1995 bereits eine stattliche Anzahl historischer Feuerwehrfahrzeuge für die Nachwelt erhalten können. Man ist zudem in der glücklichen Lage, die Oldtimer (es sind derzeit 27 Fahrzeuge und 5 Anhänger) in einer eigenen Halle auf dem Gelände der Technik- und Umweltwache (FRW 4) unterzustellen.

Den Anfang historischer Fahrzeuge macht heute ein alter Schlauchwagen aus dem Jahr 1968. Aufgebaut ist der LKW auf einem 9-Tonnen-Straßenfahrgestell, bei dem das Dieselaggregat 110 PS leistet. Dieses Fahrzeug war eine speziell für die Feuerwehr entwickelte Kleinserie, die aus vier baugleichen Schlauchwagen bestand, aber nur dieser ließ sich für die Nachwelt erhalten. Zwei der übrigen drei SW 2000-Tr. wurden 1984 und 1986 außer Dienst gestellt und verkauft. Der dritte im Bunde verunfallte bereits 1973 bei einer Alarmfahrt und erlitt einen Totalschaden.

Bereits 1965 experimentierte man mit einer auffälligen Fahrzeuglackierung zur Steigerung der Aufmerksamkeit der übrigen Verkehrsteilnehmer. Nach Frankfurter Vorbild lackierte man sämtliche Karosserieteile entlang der Kotflügelhöhe, sowie das Dach weiß. PKWs erhielten zudem weiß abgesetzte Kotflügel. So entstand die „Farnheimer Bauchbinde“. Das Lackierschema hatte bis weit in die Achtziger Jahre bestand – bis es schließlich von den gelben reflektierenden Konturmarkierungen abgelöst wurde.

Zu Modell: Vorbild, bzw. Ideengeber für dieses Fahrzeug ist der alte Hamburger Schlauchwagen auf einem mittelschweren Mercedes Frontlenker LP 911 mit kubischer Kabine und Bachert-Aufbau. Da das Vorbild über keinerlei Jalousienverschlüsse im Geräteaufbau verfügt, verbaute auch ich der Epoche entsprechende Schwenktüren. Auch dieses Moc besitzt wieder eine feuerwehrtechnische Beladung. Besonderheit ist hier allerdings das Farbschema, dass das Fahrzeug in dem o. g. Lackierung zeigt.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x10er Platte)

Hubrettungslöschfahrzeug (HuLF)

Die Innenstadt Farnheims besteht aufgrund tw. alter Bausubstanz aus vielen engen Gassen mit einigen sehr engen Kurvenradien und tw. nur schlecht erreichbaren Innenhöfen. Aus diesem Zwecke testet die Berufsfeuerwehr derzeit ein kombiniertes Hubrettungslöschfahrzeug. Im Prinzip verbirgt sich dahinter eine typische DLA (K) 18/12 mit Can-Bus gesteuertem Leiterpark, einer 1+5-Mann Staffelkabine, einem eingebauten 800 Liter Löschwassertank, sowie einer Feuerlöschkreiselpumpe 8/8 (800 L Wasser/Min. bei 8 bar Druck) und einem 30 m Hochdruckschnellangriff. Da viele der Innenstadtgebäude nicht über eine Bauhöhe von 20 m hinausgehen, sollte hier die 20-m-Leiter des HuLF ausreichen.

Dieser neuartige Fahrzeugtyp sieht keine Ersatzbeschaffung für die bisherigen HLFs und Drehleiterfahrzeuge vor, sondern darüber hinaus eine Ergänzung, die in engen Einsatzgebieten durch seine vielseite Einsetzbarkeit und die verhältnismäßg gute Wendigkeit den entscheidenen Vorteil bringen soll.

Zu Erprobungszwecken stellte der Feuerlöschgerätehersteller „Brickfire“ dieses derzeit in Deutschland einmalige Fahrzeug der BF Farnheim zur Verfügung. Derweil ist es auf der FRW 2 in der Innenstadt stationiert. Die Testphase, die darüber Aufschluss geben soll, ob sich eine solche Anschaffung lohnt, läuft bereits seit Februar und noch bis Ende Juli.

Bislang rückte das Fahrzeug zu 46 Einsätzen im Innenstadtbereich und 17 Alarmierungen außerhalb seines Einsatzbezirkes aus. Bei allerdings erst 21 Einsätzen konnte das kurze und niedrigere Fahrzeug seine Stärken ausspielen. Ob das ausreichen wird, um eine solche 650.000 Euro teure Spezialfahrzeuganschaffung zu rechtfertigen, die, weil kein Norm-Fahrzeug, vom Bund auch nicht bezuschusst wird, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.

Dieses Fahrzeug ist sicherlich ein Exot, aber dennoch hat Magirus in der Realität in ähnlicher Form den „Multistar“ entwickelt. Dies ist allerdings ein kombiniertes Hubrettungs- und Rüstfahrzeug, das ebenfalls nicht genormt ist, und ich mir als lockeres Vorbild für mein Fahrzeugkonzept heranzog. Es gibt zwar dennoch einige Drehleitern mit fest eingebautem Löschwassertank, diese Fahrzeuge sind allerdings auch größer als meines.

Optisch lehnt es sich an den bekannten Standardlöschfahrzeuge, wie z. B. HLF 20/16, GW-G, oder auch den RW 2 an. Eine großer Geräteraum dient als Aufnahme der FP 8/8 und etwas feuerlöschtechnische Gerätschaft. Der zusätzliche Leiterpark ist selbstverständlich voll funktionsfähig und auch Unterflur ausfahrbar. Die Stützen sorgen auch auf unebenem Gelände für eine horizontale Ausrichtung des Leiterparks.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x10er + 2x4er Platte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Tag der Hilfsorganisationen

Einmal jährlich stellen sich die Träger des städtischen Rettungsdienstes bei einem eigens organisierten Tag der breiten Öffentlichkeit dar. Teilnehmer sind die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Malteser und die DLRG, sowie das THW. All diese Hilfsorganisationen präsentieren sich und ihre „alltäglichen“ Tätigkeiten und Einsatzspektren der jeweiligen Fachbereiche dabei vor.

Neben zahlreichen Fahrzeugen und Rettungsmitteln wird dem Besucher auch einiges an Programm geboten: das THW lädt zur Schiffstour auf der Ruhr, die Feuerwehr lässt löschen, oder benötigt Hilfe beim Getränkekästenstapeln, und das DRK und die JUH zeigen in einer großen Übung die Patientenversorgung bei einem evtl. MANV (Massenanfall an Verletzten). Highlight ist sicher aber der Einflug des Rettungshubschraubers Christoph 9 aus Duisburg, bei dem anschließend die Besatzung den interessierten Zuschauern Rede und Antwort steht. Leider dauert die lockere Gesprächsrunde kürzer als erhofft: schon nach knapp 40 Minuten wird er zu einem neuerlichen Notfall gerufen.

Einiges aus dem Fahrzeugpark der BF Hamburg

Während ich das vergangene Wochenende in der schönen Hansestadt verbrachte, erschienen auch einige Blaulichtfahrzeuge vor meiner Kameralinse. Bedingt durch die Tatsache, dass die Stadt Hamburg ihren 822. Hafengeburtstag beging, war auch entsprechend viel Personal der Feuerwehr auf dem Wasser oder an Land unterwegs. Einige der Impressionen möchte ich Euch nun in Wort und Bild vorstellen:

Weiterführende Links:

SW 2000 (KatS)

Der Zivilschutzverband Niedersachsen sieht u. a. die Bereitstellung einige Fahrzeugtypen speziell für den Brandschutz dar. Dazu wurden in der Vergangenheit vom Bund entsprechende Schlauchwagen geplant, gebaut und an die Wehren im Land verteilt. So verfügt der Stadtfeuerwehrverband Farnheim über vier solcher SW 2000-Tr. (Trupp), die als SW-KatS laufen und der freiwilligen Feuerwehr unterstellt sind.

Sie sind speziell für den Teil der Wasserförderung eingeteilt und ausgelegt. D. h., man setzt sie vorwiegend dort ein, wo Wasser über weite Strecken und schlecht zugängliche Wege transportiert werden muss. Die Berufsfeuerwehr alarmiert in solchen Fällen automatisch die freiwilligen Kräfte mit, damit ihre kompletten Schlauchkapazitäten alleinig für die unmittelbaren Löschmaßnahmen vor Ort zur Verfügung stehen.

Das Modell basiert in lockerer Weise auf den im realen Katastrophenschutz vorkommenen und in Dienst befindlichen SW 2000 auf überwiegend montiertem Iveco Eurofire-Fahrgestell. Ebenso wie sein Vorbild verfügt die Verkleinerung über einen großen, in der Fahrzeugmitte verbauten, Geräteraum, in dem u. a. die Tragkraftspritze (TS 16/8) untergebracht ist, und einen Pritsche/Plane-Laderaum für die 2.000 m B-Schlauch. Dieser fällt proportional gesehen allerdings zu kurz aus, was aber aufgrund der verbauten Teile nicht anders zu realisieren war. Natürlich bekam am Ende auch dieses MOC als Finish die gewohnte Konturmarkierung in gelb.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2×12 Platte)

LEGO® Kurzfilm „Hot Chase“

Seit kurzem steht ein amüsanter und flotter CG (Computer Generated)-Streifen online, der natürlich die aktuellen City-Neuheiten zum Thema hat: drei Fieslinge brechen aus dem Knast aus, um natürlich wieder ein krummes Ding zu drehen. Sie haben es diesmal auf den prallgefüllten Tresor der Bank abgesehen. Mittels eines gekaperten Feuerwehr-Leiterwagens wollen sie dazu in die Bank einbrechen. Soweit der Plan. Allerdings schläft die Polizei, dank des ewig kaffeetrinkenden Kommissars, nicht, und schon bald kann die diebische Aktion der drei Knackis aufgedeckt werden. Doch so schnell geben sich die Ganoven nicht geschlagen, und liefern sich mit der Polizei ein rasante Verfolgungsjagd durch die Straßen der Stadt…

Dauer: 5:00 Minuten

Sprache: hmm, eigentlich keine – multinational verständlich

GW-Licht 2

Auch die freiwillige Feuerwehr verfügt über zwei Lichtmastfahrzeuge. Sie sind zwar auf einem baugleichen Fahrgestell aufgebaut, wie die Schwesterfahrzeuge der BF, jedoch ihre Anschaffung erfolgte bis zu drei Jahre später. Dieser Fahrzeugtyp verfügt über einen einen von „Bricklight“ hergestellten Aufbau mit einer ausfahrbaren 6 x 1000 W-Lichtgiraffe sowie einem Dieselgenerator.

Maurice aka steinlegoliath brachte den entscheidenen Hinweis, das recht komplizierte Handling mit der Lichtgiraffe beim Pendant der BF doch vielleicht nochmal zu überarbeiten, und gleichzeitig den Bauanstoß, das bisherige MOC dann doch noch einmal in Revision zu schicken. Heraus kam schließlich ein wesentlich realistischer anmutendes Modell – weil auch einfacher in der Handhabung – bei dem die Basis jedoch gleich blieb. Lediglich die Anordnung der Bauteile auf der Ladefläche gestaltete ich etwas anders.

Tja, jetzt, nach dem Umbau, liegt das graue Planen-Scharnierteil wieder ungenutzt herum. Ich dachte schon, ich hätte endlich eine Einsatzmöglichkeit gefunden… 😉

Fahrgestellbasislänge: Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x3er + 2x8er)

Die Feuerwehr Farnheim und ihre Geschichte

Gegründet wurde die Feuerwehr im Jahre 1887 auf Druck der königlichen Regierung nach einer Reihe von verheerenden Bränden im alten Stadtkern, bei denen etwa 1/4 der Bausubstanz der Flammen zum Opfer fiel. Eine eilends einberufene Stadtverordnetenversammlung beschloss den ersten Leiter der neuen Feuerwehr, der anschließend bei den Kameraden der Feuerwehr Berlin eine dreimonatige Schulung absolvierte.

Die erste Mannschaft verfügte noch im selben Jahr über zwei Pferdekarren und 12 entschlossene Wehrmänner. 1890 konnte die noch junge Feuerwehr ihre erste echte Unterkunft beziehen.

Gegen Ende des ersten Weltkriegs und in der Zeit danach war die Stadt aus personellen Gründen in arger Bedrängnis auch weiterhin den Brandschutz sicherzustellen, da ein Großteil der Farnheimer Feuerwehrmannschaft in den Kriegsdienst eingezogen wurden und dort fiel, oder nach Kriegsende in Gefangenschaft gerieten.

Während der Weltwirtschaftkrise in den 1920er Jahren litt die Feuerwehr u. a. sehr an fehlenden finanziellen Mitteln für dringend benötigte Neuanschaffungen.

Ab 1933 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs übernahm die Feuerwehr als Feuerlöschpolizei die Aufgaben der Brandbekämpfung, und war spätestens nach den verheerenden Luftangriffen allierter Bomberverbände ab 1944 auch durch den Mangel an Personal und Material hoffnungslos überfordert.

1949 wurden die Aufgaben der Feuerwehr schließlich neu gegliedert und in heutige Berufsfeuer- und Freiwilligen Wehr aufgeteilt.

Der städtische Feuerwehrverband Farnheim verfügt derzeit über fünf strategisch verteilte Feuerwachen der Berufsfeuerwehr, drei permanente Rettungswachen und weitere 13 Stadtteilwachen, die von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden. Hinzu kommen acht Einheiten der Jugendfeuerwehr, zwei Kinderfeuerwehren (Vorbereitung zur Jugendfeuerwehr), eine Feuerwehrmusikkapelle, eine Restaurationsabteilung für historische Einsatzfahrzeuge, sowie 5 Werk- und Betriebsfeuerwehren.

Die Feuerwehr der Großstadt Farnheim ist gesetzlich dazu verpflichtet einen modernen und vielseitigen Fahrzeugpark vorzuhalten. Nicht alleine durch die großen Hafenanlagen, die rund ein Drittel der Stadtfläche ausmachen. Auch die Raffinerie im Norden Farnheims mit rund 1,5 Millionen Kubikmetern gelagerten Mineralölerzeugnissen, sowie der internationale Flughafen bergen erheblichen Gefahren für die Stadt und ihre Bewohner. Dazu pflegt die städtische Wehr einen engen Informationsaustausch mit den Kollegen der Werkfeuerwehren.

Die Berufsfeuerwehr Farnheim verfügt augenblicklich über eine Personalstärke von 449 Mann, 391 davon im abwehrenden Brandschutz. Im Großschadenfall kann man zudem die 827 freiwillgen Helfer zur Unterstützung heranziehen.

Im Fahrzeugpark der Berufsfeuerwehr stehen aktuell über 175 Einsatzfahrzeuge, angefangen vom kleinen PKW für den Tagesdienst bis hin zum Großtanklöschfahrzeug. Desweiteren stehen der Wehr weitere 12 Anhänger und 37 unterschiedliche Abrollbehälter für jeden etwaigen Einsatzfall bereit. Zudem kann man im Ernstfall die rund 65 Fahrzeuge der FF zur Gefahrenabwehr hinzuziehen.

Das Mädchen für alles im täglichen Einsatzdienst ist das HLF 20/16, das intern als FLF – Farnheimer Löschfahrzeug bezeichnet wird. Hiervon verfügt die Wehr alleine über 13 Fahrzeuge. Zwei davon stehen als Reserve- und eines als Übungsfahrzeug an der Feuerwehrschule bereit.

Bis 2020 soll die Modernisierung bei den Großfahrzeugen (Klasse über 12 Tonnen Gesamtgewicht) vollzogen sein, und die Wehr dann zu einer der best ausgestattetsten Feuerwehren in Deutschland zählen, bei der das Durchschnittsalter der Einsatzfahrzeuge bei etwa 12 Jahren liegt.

Jüngst lösten neu eingeführte, speziell auf die Bedürfnisse der Farnheimer Berufsfeuerwehr ausgelegte Fahrzeugkonzepte alte und überholte Fahrzeugkategorien ab. Eine Vereinfachung und Vereinheitlichung des Fahrzeugparks ist dabei das erklärte Ziel. Ein wesentliches Beispiel dafür ist die Ausmusterung der alten, geländegängigen RW 1, der schweren LF 24 und der TLF 16/25 durch die neuen HLF 20/16 (FLF), die seit 2007 suksessive in Dienst gestellt wurden. Ebenso unterlagen jüngst die Drehleiterfahrzeuge der Modernisierung. Desweiteren wird auch der Ausbau der Abrollbehälter weiter vorangetrieben. Ferner werden sämtliche verbliebenen Tanklöschfahrzeuge (TLF 16-24 Tr. und TLF 24/50) durch die leistungsstärkeren TLF 30/50-SL ersetzt oder in den Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt.

Im Zuge der der Neustrukturierung der Einsatz- und Personalplanung aufgrund neuartiger Gefahrenquellen, wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts der klassische Zugverband aufgelöst. Nach einer zweijährigen Erprobungsphase hat sich das mittlerweile aktuelle Einsatzschema bewährt. Ja nach Anforderung werden nur entsprechend erforderliche Fahrzeuge zum Einsatzort beordert und ggf. nachalarmiert. Dieses effiziente und kostensparende Modell hält indes bei immer mehr Berufsfeuerwehren im Land Niedersachsen Einzug, ohne dabei an der Sicherheit für die Bevölkerung zu sparen.

Die Berufsfeuerwehr Farnheim wickelte 2014 etwas über 104.000 Einsätze ab, wobei etwa die Alarmierungen des Notarztes und des Rettungsdienstes mit rund 56 Prozent den Löwenanteil ausmachten. 19 Prozent entfielen auf die technische Hilfeleistung bei Unfällen, wetterbedingten Einsätzen und Gefahrgutunfällen. Etwa 11 Prozent waren typische Brandbekämpfungen. Diese Zahl stagnieren seit über 13 Jahren, wobei aufgrund des verbesserten vorbeugenden Brandschutzes gar eine leichter Rückgang bei den klassischen Brandeinsätzen zu verzeichnen ist.

Mittelfristig sind auch zahlreiche Modernisierung in der Infrastruktur der Feuerwehr geplant. Zunächst folgte 2011 die Umstellung auf den digitalen BOS-Funkverkehr – nach einem erfolgreichen Testbetrieb im Herbst des vorangegangenen Jahres. Ebenso ist im Norden der Stadt eine neue und größere Feuer- und Rettungswache errichtet worden. Desweiteren sind Planungen eines neuen Löschbootes und eines speziellen Systems zur Schiffsbrandbekämpfung, sowie die Verbesserung der Ausrüstung, um den wachsenden Hochwasser- und Sturmlagen besser entgegenzuwirken, angelaufen. Ganz visionär unternimmt die Forschungs- und Entwicklungsgruppe der Abt. Technik derzeit ernstzunehmende Versuche eine autonomen Löscheinheit.

GW-Licht

Um Einsatzstellen in der Nacht und schlechten Sichtverhältnissen besser ausleuchten zu können, verfügt die Berufsfeuerwehr über insgesamt 3 solcher Gerätewagen-Licht. Je zwei 1000-W-Halogen-Strahler und je vier 400-W-Metalldampf-Strahler, montiert an einem ausfahrbaren Lichtmast, sorgen für eine fast tageslichtähnliche Helligkeit am Einsatzort. Auf den (baugleichen) Fahrzeugen wird zudem ein Diesel-Generator zur Stromerzeugung mitgeführt, um somit auch autark einsetzbar zu sein.

Diese Fahrzeuge (Baujahre 1992-1994) sind mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen, und werden bis 2015, so ist der Plan, durch Anhänger mit zusätzlich verbauten 40 KvA-Stromgeneratoren inkl. Xenon-Lichtmast ersetzt.

Das Modell enstand als ursprünglich angedachte Feuerwehr-Variante des Lieferwagens aus dem Set #6543 (Sail N‘ Fly Marina) aus dem Jahr 1993. Nach nun vier verschiedenen LKW-Typen, dachte ich mir, ein Fünfter sei, zum jetzigen Zeitpunkt, nicht unbedient nötig. Zudem hatte ich mir vor langer Zeit diese graue Planenabdeckung mit Scharnierenden zugelegt, und, bis jetzt, noch keine wirkliche Verwendung dafür gehabt. Doch mit der Überarbeitung des LKWs kristallisierte sich mehr und mehr sein künftiger Einsatzzweck heraus: ein Lichtmastfahrzeug. Leider klappte es nicht, wie vorher angedacht, die Leuchtenkaskade mit unter der Plane verschwinden zu lassen. So ist der Lichtmast ein „Bausatz“, der an der Einsatzstelle noch endmontiert werden muss. Zwischen Fahrerhaus und Ladefläche haben zudem noch der Generator sowie ein Geräteraum Platz gefunden.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x3er + 2x8er)