Fachgruppen der Feuerwehr Farnheim

Die Aufgaben, die an eine moderne Großstadtfeuerwehr, wie die Feuerwehr Farnheim, heutzutage gestellt werden, gehen schon lange über das simple Feuerlöschen hinaus. So rücken die Einsatzkräfte u. a. zu Verkehrsunfällen, bei Sturm- und Hochwasserlagen, zu Schadensfällen mit Gefahrgütern oder zu Einsätzen in großen Höhen und Tiefen aus. Um bei diesem vielfältigen Spektrum dem jeweiligen Einsatzauftrag gerecht zu werden, gibt es bei der Feuerwehr Farnheim 13 unterschiedliche Fachgruppen mit speziell ausgebildetem Fachpersonal und entsprechend technischer Ausstattung. Zu diesen Fachgruppen zählen im einzelnen:

Fachgruppe ABC-Gefahrenabwehr (FG ABC)
In ihr Tätigkeitsfeld fallen sämtliche Einsätze zur Abwehr von Gefahren durch atomare, biologische und chemische Stoffe (ABC-Einsätze), wie die Dekontamination von Personen und Geräten, das Spüren und Messen und die Rückhaltung von kontaminiertem Löschwasser. Nach Auflösung der klassischen ABC-Züge des Katatrophenschutzes griff man organisatorisch, personell und technisch auf dessen Bestand zurück, und wurden technisch wie fachspezifisch den heutigen Einsatzanforderungen optimiert und angepasst. So gibt es heute die Unterfachgruppen UG Spüren und Messen, UG Dekon-Einsatzkräfte, sowie UG Dekon-Personen/Verletzte und UG Dekon-Geräte. Unterstützt werden diese durch die Fachgruppe Löschwasserrückhaltung. Die ABC-Fachgruppen ergänzen somit modulartig die Einsatzkräfte der Feuerwehr Farnheim bei entsprechendem Bedarf.

Fachgruppe Atemschutz (FG AS)
Atemschutz wird heutzutage vielfältig betrieben und benötigt. Neben den tradionellen Brandeinsätzen kommt der Atemschutz auch beim Umgang mit atomaren, biologischen und chemischen Stoffen zum Einsatz. Das Arbeitsfeld umfasst hierbei die Wartung und das Befüllen sowie Bereitstellen verschiedener Atemschutzmittel (z.B. Langzeitatmer) zum Schutz der Einsatzkräfte vor Ort. Ein entsprechender GW-Atemschutz, sowie ein gleichgearteter Abrollbehälter sorgen für die Vorhaltung entsprechender Mittel in ausreichender Menge an der Einsatzstelle.

Fachgruppe Beleuchtung (FG Leucht)
Zu ihrem Hauptgabengebiet zählt das großfläche horizontale und vertikale Ausleuchten von Einsatzstellen zur Sicherung der Einsatzkräfte und dem Ausleuchten von Behandlungs-, Verpflegungs und Betreuungsplätzen (in Verbindung mit der Fachgruppe MANV). Sie kann im Bedarfsfall auf ein Lichtmastfahrzeug, einen GW-Licht (auf ihm sind u. a. mehrere „Powermoon“ verladen) und mehrere Lichtmastanhänger, sowie ein Zugfahrzeug für einen Generator-Anhänger zurückgreifen.

Fachgruppe Bergung (FG Berg) – schwere Technische Hilfeleistung und techn. Gefahrenabwehr
Hauptaugenmerk ist die Unterstützung der BF oder FF vor Ort mit entsprechendem Spezialgerät. So ist diese Fachgruppe speziell ausgestattet, entsprechende Rettungsöffnung, z. B. an Zügen vorzunehmen. Desweiteren können gezielte Dachöffnungen für den Rauchgas- und Wärmeabzug geschaffen werden. Dazu gehören ferner das Abstützen und Aussteifen von (Hohl-)Räumen, eigene Energieversorgung (durch eine spez. Elektrofachkraft), Heben + Senken von großen Lasten, oder auch (thermisches) Trennen + Sägen. Ein spezielles Rettungset für Bahnunfälle macht diese Einheit bis zu einem Umkreis von 50 km rund um Farnheim auch zum Technischen Zug der Deutschen Bahn. Zu ihrer Ausstattung gehören u. a. Schleifkorbtragen, Schnellbaugerüste und schweres hydraulisches Rettungsgerät. Zudem gehören zu ihrem Tätigkeitsfeld auch die Beseitigung von Sturmschäden und das großvolumige Be- und Entlüften von Tunnelanlagen. Diese Fachgruppe ist technisch am umfangreichsten ausgestattet. So sind ihr ein kompletter Rüstzug (RW 3/RW-Schiene, KW 50), weitere kleinere Rüstfahrzeuge, verschiedendliche Abrollbehälter, Anhänger und Gerätewagen, wie z. B. der GW-Großlüfter unterstellt.

Fachgruppe Führung und Kommunikation (FG FüKom)
Nach Auflösung spezieller Katastrophenschutzeinheiten im Jahr 1988 übernahm die Feuerwehr auch dessen Fernmeldedienst und rief diese Fachgruppe ins Leben. Führung und Kommunikation bei größeren Schadenlagen ist eines ihrer Hauptaufgabenfelder. Zudem übernehmen die Einsatzkräfte auch die Technische Einsatzleitung in Zusammenarbeit mit der Stadt Farnheim und den Bezirken im regionalen Umfeld. Gemäß der Alarm- und Ausrückeverordnung (AAO) rückt die Fachgruppe FüKom ab der Alarmstufe 3 zur Einsatzstelle aus. Sie leitet unter anderem mit einem ELW 2 und einem ELW 3, oder auch einem Kradmelder die Einsatzkräfte vor Ort und fungiert in der Funktion als Koordinator mit der Feuerwehrleitstelle sowie den Rettungsleitstellen der Hilfsorganisationen und dem THW.

Fachgruppe Höhenrettung (FG H)
Der Hauptauftrag ist das Retten und Bergen verunfallter Personen aus großen Höhen und Tiefen bis zu 200 Metern. Zu den Hauptschwerpunkten zählen u.a. Hoch- und Tiefbauunfälle, Havarien von Windkraftanlagen, Sendemasten, Baukränen und Einsätze an Hochhäusern, Schiff- und Hafenanlagen. Derzeit sind 32 speziell ausgebildete Rettungssanitäter als Höhenretter aktiv. Ihr Einsatzfahrzeug ist der Gerätewagen-Höhenrettung.

Fachgruppe Kampfmittelräumung (FG KRD)
Bei etwa 100 Alarmierungen im Jahr zählen die Sicherstellung und Entschärfung bzw. Sprengung der Kampfmittel, sowie der Abtransport und deren endgültige thermische Vernichtung zu ihren Hauptaufgaben. Ferner ist sie verpflichtet geeignete Unternehmen der Kampfmittbeseitigung zu kontrollieren und zu registerführen.

Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (FG LöWaRüHa)
Zu ihren Aufgaben zählen u. a. die Bereitstellung von hohen Löschwassermengen, großen Pump- und Lenzvolumen (z.B. bei Hochwasserlagen, oder bei Schiffsleckagen) oder der Wasserversorgung über große Distanzen. Ferner zählen zu ihren Tätigkeitsfeldern auch die Schadwasserbewältigung, und die Wasserversorgung bei der Dekontamination.

Fachgruppe Logistik (FG L)
Sie stellt die Versorgung von Großschadensstellen mit Nachschub- oder Verbrauchsgütern sicher. Somit ist es ihr Ziel ist es, zu jeder Zeit die zur Verfügung stehenden Einsatzmittel und Geräte schnell nachzuführen. Das Logistikzentrum ist in der Lage, auf Einsatzmittelnachforderungen entsprechend zeitnah zu reagieren. Hierzu wird unter anderem ein Fachberater Logistik eingesetzt, der am Stützpunkt die Nachschubmaßnahmen koordiniert. Überdies führt die FG L intern auch alle Wartungs-, Reparaturarbeiten und Sachkundigenprüfung (bei Ausfällen auch vor Ort) durch.

Fachgruppe MANV (FG MANV)
Diese Fachgruppe sorgt sich um die Bewätigung eines Großschadenfalls mit einem Massenanzahl an Verletzten. Seit der Gründung im Jahr 2006 wurde die Entwicklung der jüngsten aller Fachgruppen stetig voran getrieben und in ein ganzheitliches Einsatzkonzept mit den übrigen Hilfsorganisationen Farnheims eingebettet. So werden in insgesamt vier MANV-Stufen (ab 5, ab 20, ab 50 und ab 200 Verletzten) entsprechendes Personal und Material zur Einsatzstelle beordert. Zu ihren technischen Ausrüstungsmerkmalen gehören ein GRTW, der Dienstwagen des Leitenden Notarztes, sowie diverse Abrollbehälter (u. a. AB-MANV, AB-Rettungsmittel, AB-Behandlungsplatz).

Fachgruppe Schaum (FG S)
Bei der Weiterentwicklung von schadensarmen Löschtechniken kommt vermehrt Schaummittel zum Einsatz. Die Zeiten, in der ein brennendes Gebäude einfach geflutet wurde, gehört seit langem der Vergangenheit an. Immer öfter wird zu solchen Szenarien die Schaumgruppe der Feuerwehr angefordert. Zu ihrem Aufgabengebiet zählen alle Arten von Bränden an strukturellen Einrichtungen, bei dem ein Einsatz von Schaummittel gerechtfertigt ist. Ebenso bei Gefahrguteinsätzen, sowie bei großflächigen Brandstellen. Sie kann daher auf einige Sonderfahrzeuge, wie das STF und spezielle Abrollbehälter, wie AB-Schaum oder AB-Löschgeräte zurückgreifen.

Fachgruppe Verpflegung und Betreuung (FG VB)
Die Hauptaufgabe ist die Verpflegungssicherstellung der eigenen Einsatzkräfte bei länger andauernden Einsätzen oder das Betreuen und Verpflegen von betroffenen Zivilpersonen bei einem Großeinsatz. Die Fachgruppe ist in der Lage bis zu 1.000 Personen mit eigenen Speisen und Getränken zu versorgen. Sie verfügt als Einsatzmittel über einen GW-Verpflegung, einen Kühlanhänger, einen Anhänger Feldkochherd, sowie einen Abrollbehälter Betreuung.

Fachgruppe Wasserrettung (FG W)
Die Bewältigung von Wasser- und Eisunfällen aller Art auf den zahlreichen öffentlichen Gewässern gehören zum Hauptaufgabenfeld dieser Fachgruppe. Speziell ausgebildete Taucher können auch Einsätze unter Wasser bewältigen. Zu ihrem erweiteren Tätigkeitsfeld gehören das umweltschutztechnische Lokalisieren und Eindämmen von Ölfilmen auf der Wasseroberfläche. Um Einsätzen rasch entgegentreten zu können sind zwei komplette Wasserrettungszüge (bestehend aus GW- Boot und GW-Taucher) strategisch über das Stadtgebiet verteilt.

Gerätewagen-Logistik (GW-L)

Der Gerätewagen-Logistik in den Reihen der Feuerwehr Farnheim dient zur Bewältigung verschiedenster Einsatzlagen. Ob für die technische Hilfeleistung, bei Sturm- bzw. Hochwasserlagen oder als Nachschubfunktion bei länger andauernden Einsätzen. In ihm können dank der Hebebühne am Heck schnell auf das Einsatzszenario beladene Rollcontainer verstaut werden. Das Fahrzeug entspricht nicht der DIN-Norm, da für die geforderten Zwecke die Einheit Technik + Beschaffung der Feuerwehr ein Allradfahrgestell vorsah, aber auf den beim einem GW-L2 zwingend erforderlichen Gerätekoffer verzichtete. Die beiden Fahrzeuge, über die Feuerwehr Farnheim vervügen kann, sind der Fachgruppe Logistik und der Fachgruppe Bergung unterstellt. Sind die Fahrzeuge nicht im Einsatz, dienen sie im Tagesgeschäft zu Zwecken der Fahrerausbildung.

Nahezu jede Feuerwehr baut für Logistikaufgaben auf solche Fahrzeuge. So baute ich für die Farnheimer entsprechend diesen LKW mit Kofferaufbau. Inspiriert von den THW-Modellen des Modellbaukollegen Wolfgang Köhler der vergangenen Fanwelt bekam dieses Modell eine Staffelkabine, wie sie am Vorbild vielfach zu finden ist (aus platztechnischen und optischen Gesichtspunkten fiel die Kabinenrückseite offen aus), sowie einen Kofferaufbau samt funktioneller Ladebordwand. Ein detailliertes Fahrgestellt sorgt mit seinen Anbauteilen für eine entsprechende Ausgestaltung. Die gelbe Reflexbeklebung fand selbstverständlich auch hier wieder Anwendung.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

Rettungswache 1

Neben fünf Unterkünften der Berufsfeuerwehr, sind auch 3 Rettungswachen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie dienen ausschließlich der notfallmedizinischen Versorgung der Einwohner. Die heute hier vorgestellte Rettungswache befindet sich im nördlichen Stadtteil Beklum. An ihr sind zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert und rund um die Uhr vom Rettungsdienstpersonal der Feuerwehr besetzt.

Das notfallmedizinische Konzept der BF Farnheim, das in seinen wesentlichen Strukturen mit Beginn des 21. Jahrhunderts Start der Realisierung fand, beinhaltet die strategische Verteilung von medizinischem Personal und Material, neben der bisherigen Unterbringung an den Feuerwachen, in speziell errichteten über das Stadtgebiet verteilten Rettungswachen. Mit dieser Umstrukturierung sollten die Anfahrtswege auf ein mögliches Minimum verkürzt werden, was auch entlegene Gebiete einschließt. Mit den zusätzlichen drei permanent besetzten Rettungswachen ist im Einsatzfall jeder Ort Farnheims innerhalb von 6 Minuten erreichbar. Das verkürzte die Anfahrtszeit mitunter um bis zu 5 Minuten.

Neben der umfangreichen Überarbeitung der kürzlich vorgestellten Rettungsdienstfahrzeuge sollte zudem ein Modell einer eigenen Rettungswache entstehen. Da mir noch diverses Baumaterial aus einigen Sets älterer Feuerwachen aus dem 2010er Programm vorlag ging ich ans Werk. Die Optik orientiert sich ein wenig an die käuflich zu erwerbenden Wachgebäuden, ohne diese kopieren zu wollen. Der neugestaltete Gebäudekomplex bietet Platz für drei Fahrzeuge (einem NEF und zwei RTWs), sowie komplett eingerichtete Sozialräume für das Personal. Hierunter findet sich ein Computerarbeitsplatz, Büromöbel, Küchenzeile, Aufenthalts- sowie Ruheraum, Toilette und Möglichkeiten der Umkleide. Das große beleuchtete Dachtransparent macht weithein sichtbar, um welche Art öffentlicher Einrichtung es sich hierbei handelt.

S-RTW (Sonder-Rettungswagen)

Die Modernisierung des Rettungsdienst-Fahrzeugparks schreitet zügig voran. So erhielt die Berufsfeuerwehr kürzlich ihren ersten S-RTW, der so mittlerweile bei zahlreichen Feuerwehren Deutschlands zu finden ist. Dieses Fahrzeug wurde für unterschiedliche Einsatzanforderungen und -szenarien der Berufsfeuerwehr Farnheim konzipiert. Auf einem leichten LKW-Fahrgestell mit ausreichender Motorisierung setzte man einen in sich abgeschlossenen Kofferaufbau samt Hebehühne, um mit ihm vor allem adipöse Nottfallpatienten zu transportieren. Ein spezielle Schwerlasttrage kann Gewichte bis zu 700 kg aufnehmen. Der so konstruierte Fahrzeugaufbau lässt somit auch den Transport höchst infektiöser Patienten zu. Sein spartanisches Inneres lässt sich zudem einfach und schnell reinigen. Die Verbindung vom Patientenraum zum Fahrer erfolgt hierbei über eine Gegensprechanlage. Der Patientenraum ist überdies klimatisiert.

Viele Feuerwehren in Deutschland verfügen in ihrem Fuhrpark mittlerweile über ein ähnliches Exemplar für ebensolche Aufgaben. Bei der Recherche dieses Fahrzeugtyps stieß ich auf den Mehrzweck-Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Herne, der meinen Vorstellungen eines solchen Fahrzeugs am meisten entsprach. Bei meiner Umsetzung kam natürlich auch wieder das neue Farbschema zum tragen, dass, wie ich finde, auch an einem Fahrzeug mit solch großen Seitenflächen hervorragend funktioniert. Die Fahrerkabine trägt erneut das schon bekannte „Familiengesicht“, um die optische Vereinheitlichung des Fahrzeugparks zu versinnbildlichen. Details wie eine Ladebühne, Gerätefächer, eine umfangreiche Sondersignalanlage, Dachlüfter, Umfeldbeleuchtung und eine spezielle Trage runden das Modell ab.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2 x 8er + 1 x 2er Platte + 2 Stück 1 x 2er Fingerscharnier für den Ladebordwandmechanismus)

TroLF 1500

Die Werkfeuerwehr Jade Öl AG hat in ihren Reihen auch ein, mittlerweile älteres Trockenlöschfahrzeug. Dieses Fahrzeug wurde Mitte der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts beschafft, und steht bald vor seiner Ablösung. Ein lokaler Regionalflugplatz in der Umgebung hat bereits Interesse bekundet. Das Fahrzeug verfügt über zwei je 750 kg fassende Löschpulverbehälter der Brandklassen B und C und entsprechende Schnellangriffeinrichtungen mit je 30 m Hochdruckschlach. Ein Seilwinde an der Fahrzeugfront wurde nachträglich montiert.

Als eines der dienstältesten Fahrzeuge ging das alte TroLF 1500 nun in Rente und seiner Bestimmung nach, als Teilelieferant für ein neues Modell zu dienen. Nicht für irgendeins, sondern für einen gleichwertigen Ersatz. Das neue Fahrzeug wird aber nicht länger im Farnheimer Berufsfeuerwehrfuhrpark seinen Dienst verrichten, sondern bei der Werkfeuerwehr Jade Öl AG. Das alte Modell mutete doch, rückblickend betrachtet, mittlerweile vom Baustand sehr antiquiert an und passte von der Optik und seinem Detailgrad nicht mehr in die Reihe der aktuellen Fahrzeugflotte.

Das neue Modell wurde auch etwas größer und stellt so etwas wie einen Unimog dar. Wenngleich auch ohne einen Unimog darstellen zu wollen. Das Modell selbst soll bereits einige Dienstjahre auf dem Buckel haben. Die Gerätekästen am Ende des Aufbaus beeinhalten die beiden Schnellangriffseinrichtungen, die ich hierbei auch nutzbar darstellen wollte. Vergleichbare Modelle, die ich bei der Recherche fand, hatten hier lediglich einen 1 x 4er Stein verbaut. Ansonsten verfügt das Modell über eine entsprechend dem Original nachempfundene feuerlöschtechnsiche Einrichtung mit zwei Pulvertanks, Druckgasbehälter, Bedienungsfeld zum Betrieb des Löschmittels, sowie zwei kleinen, separaten Pulverlöschern. An der Front ist eine abgedeckte Seilwinde und auf dem Kabinendach eine Ausstiegsluke erkennbar.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er + 2x2er Platte)

Notarzteinsatzfahrzeug

Neben der Modernisierung im Bereich der Rettungsdienstfahrzeuge wurde an die Berufsfeuerwehr im ersten Schritt auch ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug ausgeliefert. Als Basis beschaffte die Abteilung Technik in Absprache und Planung mit den Kollegen, den eingesetzten Notärzten und dem leitenden Notarzt nun ein größeres Fahrzeug auf Kleinbusbasis. Die DIN-Beladung des Fahrzeugs umfasst, neben einem Defibrillator, EKG-Gerät, auch ein komplettes Apullarium, Perfusor, Sauerstoffbehandlungsgerät und Rettungsrucksäcke. Zur Gesamtbeschaffung sind hiervon noch fünf weitere Fahrzeuge dieses Typ für 2013 in Auftrag gegeben.

Neben der farblichen Überarbeitung des LNA und des Neubaus der Rettungswagen entstand, um die ersten und wichtigsten Rettungsdienstfahrzeuge für Farnheim in der Überarbeitungsphase zu komplettieren, auch ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Dieses ist gewissermaßen der andersfarbige „Zwilling“ des im November hier vorgestellten Einsatzleitwagens. Ich wählte hierfür selbe Basis – wegen der optischen Fahrzeuggleichheit. Allerdings verzichtete ich auch eine Beifahrerfondtür. Ebenso wie am großen Rettungswagen, wie auf beim Dienstswagen des LNA ließ sich auch hier das neue Farbeschema wunderbar anwenden.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x 2x3er + 1x4er Platte)

Rettungswagen

Die Berufsfeuerwehr Farnheim stellte Ende des vergangenen Jahres als letzte Fahrzeugbeschaffungen zwei neue Rettungswagen in Dienst. Diese ersetzen die bisherigen RTWs und NAWs. Zu Notfalleinsätzen wird zukünftig nur noch das sog. und allgemein übliche „Rendevous-System“ mit Notarzt-Einsatzfahrzeug und Rettungswagen praktiziert. Ein ständige Vorhaltung spezieller Notartwagen (also Rettungswagen, die permandent auch mit einem Notarzt besetzt sind) an verschiedenen Klinikstandorten der Stadt wird es nicht mehr geben.

Diese beiden neuen Fahrzeuge sind auch in einem komplett neuen Farbschema gehalten, das von nun an sämtliche neuen Rettungsmittel bekommen werden. Eine groß angelegte Versuchsreihe mit zwei umgestalteten (alten) Rettungswagen und eine zusätzliche (repräsentative) Umfrage bei den Verkehrsteilnehmern empfand dieses Farbschema als aufmerksamkeitsstärksten.

Die Rettungsdienstfahrzeuge in meinem Bestannd waren mir, ehrlich gesagt, von von Beginn an ein optischer und bautechnischer Dorn im Auge. So zerlegte ich kurzhand die bestehenden Modelle (KTW, RTW und NAW) und schlachtete sie für eine Reihe an neuen Fahrzeugen aus. Der/die Rettungswagen machen dabei den Anfang. Zudem erhielten sie ein neues Farbschema, welches sich dankenswerterweise auch bei allen ürigen Fahrzeugen realisieren lässt. Was mir bei der Farbgestaltung wichtig war, ist die Abgrenzung dieser Modelle von den Standard-roten Feuerwehrfahrzeugen – was zunächst mal keine Kunst darstellt 😉 – aber gleichzeitig auch eine visuelle Unterscheidung zu den Rotkreuz-Fahrzeugen möglich macht.

Fahrgestellbasislänge 12 Noppen (2×12 Platte)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

GW-Großlüfter

Das Schienennetz des ÖPNV Farnheims sowie der Individualverkehr führen, bedingt durch die außergewöhliche geografische Gesamtsituation der Stadt, durch etliche längere Unterführungen und Tunnel. Zu diesem Zwecke gab die Abteilung Technik der Berufsfeuerwehr Farnheim im Herbst vergangenen Jahres einen Gerätewagen mit einem montierten Großlüfter in Auftrag. Mit seiner Hilfe können große Tunnelanlagen schnell und effektiv entraucht und belüftet werden. Ebenso kann im Lüftungsbetrieb Wasser in den Luftsog gegeben werden, was eine großflächige Zerstäubung zur Folge hat, um bei Schadenfällen, bei denen Rauch oder andere Schadstoffe niedergeschlagen werden müssen, schnelle Erfolge zu erzielen.

Das Modell stellt gewissermaßen eine Weiterentwicklung des bekannten AB-Großlüfter dar. Er musste für dieses Fahrzeug weichen. Was im Grunde nicht schlimm ist, denn der alte Abrollhälter war noch ohne Funktion ausgestattet. Bei diesen neuen Fahrzeug lässt sich, wie beim Original, der Lüfter entsprechend mit einem Scherenlift hochfahren. Die Scherenlift-Technik mit diesen Bauteilen ist allerdings nicht von mir, sondern vom Modellbauer Wolfgang Köhler. Das Fahrzeug, bzw. die Basis selbst verfügt der Gleichheit halber über die bereits bekannte Optik anderer Feuerwehrfahrzeuge der BF. Von wegen Einheitsfuhrpark, und so…

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x12er Platte)

Einsatzfahrzeug des LNA

Der Leitende Notarzt (kurz LNA) oder Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes (OrgL) sind entsprechende Fachberater der Einsatzleitung im medizinischen Bereich der Notfallrettung. Eingesetzt wird ein solcher LNA bei einem Großschadenfall oder einer Epidemie, bei denen mit einem Massenanfall an Verletzten oder Erkrankten zu rechnen ist, der sämtliche medizinischen Maßnahmen vor Ort überwacht, leitet und koordiniert. Er führt zusammen mit dem OrgL als Sanitätseinsatzleitung alle ihm unterstellen Sanitätsgruppen für eine bestmögliche notfallmedizische Versorgung.

Dieser LNA greift für solche Einsatzindikationen auf ein bei der Berufsfeuerwehr Farnheim bereitstehendes Fahrzeug zurück. Es handelt sich hierbei um ein sog. ein Soft-SUV, das im Kofferaum zum einen allerlei Material zur persönlichen Ausstattung, zum anderen die komplette Beladung eines Notarzteinsatzfahrzeuges mitführt. Dazu gehören u.a. ein Defibrillator, ein EKG-Gerät, Sauerstoff oder auch div. Medikamente.

Auf der Fanwelt inspirierte mich ein entsprechendes Vorbild des Modellbauers Wolfgang Köhlers zum einem Nachbau. Mein „Schwestermodell“ unterscheidet sich vom Vorbild in Details. Vor allem aber sind Front- und Heckpartie unterschiedlich ausgeführt. Ebenso bekam mein Fahrzeug eine gelbe Konturmarkierung spendiert.

UPDATE: Ich überarbeitete das Fahrzeug nochmals hinsichtlich der Farbgebung und einiger karrosserietechnischer Dinge. Mit dem Wegfall des gelben Steifens und dank des neuen roten Dachbauteils passt das Fahrzeug nun, wie ich finde, viel besser zu dem neuen Farbschema der feuerwehreigenen Rettungsdienstfahrzeuge. Ich danke Euch für die Impulse!

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x8er Platte)

#60003 – Fire Emergency

Das zweite Set in meiner Sammlung der Januarneuheiten ist das Brandhaus mit der Drehleiter. Auch dieses verfügt wieder über ein paar interessante Bauteile. Allen voran sind sicher die drei neuen Feuerwehr-Figs zu nennen, die, im Gegensatz zum Feuerwehr-Chef, über ein anderweitig (beidseitig!) bedrucktes Oberteil verfügen. Diesmal erkennt man Koppel, Karabiner und eine Manometer-Anzeige auf der linken Brusthälfte. Alle Feuerwehrleute tragen einen dunkelroten Helm. Ebenso ist auch wieder eine „Quoten“-Frau unter ihnen.

Die Geschichte, die dieses Set erzählt, ist ein altes, heruntergekommenes Haus, bei dem der Dachstuhl in hellen Flammen steht. Die Feuerwehr löscht mit Hilfe einer Drehleiter entschlossen den Brand. Ein Schlauch, Feuerlöscher und ein Trennschleifer helfen ihnen dabei.

Das Haus, bei dem nach erfolgreichem Löscheinsatz mittels Klappmechanismus die Flammen aus dem sichtbaren Bereich nach hinten geklappt werden können, reiht sich von der Optik und Machart nahtlos in die bestehenden Stadthäuser à la „City Corner“ ein. Ein paar Accessoires, wie die grüne Mülltonne und die Straßenlaterne (die hierbei dark bley-farbene Elemente erhielt) ergänzen die Szenerie.

Das Feuerwehrfahrzeug, eine Drehleiter, die in der Realität eher einer DL 18/12 entspräche, verfügt, wie auch der ELW aus #60001, über das rot-weiße Farbdesign mit den bekannt abgesetzten dunklen blaugrauen Kotflügel. Zugleich kommt sie mit einem neuen Leiterpark-Formteil daher und verfügt über eine sehr realistisch umgesetzte Leiterpark-Hydraulik. Zudem darf man sich hier auch für über einige der blautransparenten 1x1er Rundfliesen freuen. Positiv zu erwähnen sind die eingesetzten Fahrzeugtüren, die verhältnismäßig große Anzahl an Minifigs und der zweite Ersatzschlauch, der aber entgegen früherer Sets leider nicht mehr in einem Extrakarton verpackt wurde.

Jahr: 2013
Teile: 301
Minifigs: 3
Preis: 29,99 Euro

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.